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BEQUEATHED BY George Alison Ziench

PROFESSOR OF

Getmaníc Languages and Literatures

IN THE

University of Michigan, 1896-1899.

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Bibliothek

der ‚ältesten

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deutschen Litferatur -Denkmäler.

Paderborn. Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh. . 1892. Zweigniederlassungen in Münster i. W., Osnabrück und Maiuz.

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latia snas, 2] cei.

TATIAN.

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Lateinisch und altdeutsch

mit ausführlichem Glossar

herausgegeben

von

Eduard Sievers. Zweite neubearbeitete Ausgabe.

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Paderborn. Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh.

1892. Zweigniederlassungen in Münster i. W., Osnabrück und Mainz.

DEM ANDENKEN

FRIEDRICH ZARNCKES

GEWIDMET.

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Vorwort.

nn c2 v

lo der vorliegenden neuen Ausgabe des Tatian habe ich versucht den Forderungen die man jetzt an eine Ausgabe eines althochdeutschen Textes zu stellen pflegt, besser gerecht zu werden als ich es in der ersten (1872 erschienenen) Ausgabe vermocht hatte, die mit der unzulänglichen Kraft eines Anfängers gearbeitet war.

Als die Aufforderung des Herrn Verlegers an mich ergieng, einen neuen Druck des Werkes zu veranstalten, hatte ich zu- nächst zu prüfen, wieviel von dem Alten noch beibehalten werden könnte, und dessen war nicht allzuviel, vom Text selber abge- sehen, für dessen Richtigkeit übrigens durch eine erneute Col- lation Sorge getragen worden ist.

Die Nachprüfung der Einleitung ergab eine Menge von Lücken und Versehen, die sich grofsenteils daraus erklären, dafs die statistischen Auszählungen aus den noch unverarbeiteten Indexzetteln heraus gewonnen waren, statt aus dem Texte selbst. Sollte demnach die grammatische Einleitung überhaupt beibe- halten werden, was aus verschiedenen Gründen wünschenswert schien, so war eine völlige Neubearbeitung geboten. Dabei waren mancherlei Einzelheiten heranzuziehen, die früher bei Seite ge- lassen waren als nebensüchlich für den ursprünglichen Zweck der Skizze, welche die Einleitung zur ersten Auflage des Buches bildet. Dieselbe war zunächst lediglich auf Grund von Schmellers Ausgabe und vor Einsicht der St. Galler Handschrift ausgearbeitet worden, und geschrieben um das Vorhandensein verschiedener sprachlicher Nuancen in der Sprache des Tatian nachzuweisen

VIII Vorwort.

und dieselben gegen einander abzugrenzen; die nachträgliche Ver- gleichung der Handschrift bestätigte die im Voraus vorgenommenen Abgrenzungen durch die Aufdeckung der 7 Schreiber des Codex, aber es erschien damals nicht so notwendig, nun auch alle weiteren Details heranzuziehen, zumal meine Vorstellungen über die Gestalt der von G benutzten Vorlage noch keine rechte Deutlichkeit erlangt hatten.

Was das Namenverzeichnis und Glossar anlangt, so habe ich es diesmal vorgezogen, das Belegmaterial vollständig zu geben, aufser bei den allerhäufigsten Wörtern, bei denen nur die Ge- sammizahl der Belege angegeben ist. Dafs bei der mühsamen Arbeit der Controle und Ergänzung hie und da doch noch unbe- richtigte Versehen vorgekommen sein werden, darf ich leider wol voraussetzen, zumal die Arbeit nur mit vielen Unterbrechungen durch Amtsgeschäfte und andereVerpflichtungen fortgeführt werden konnte: aber im Ganzen hoffe ich für eine billigen Anforderungen entsprechende Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Angaben einstehen zu können,

Ueber die Einrichtung der Ausgabe ist wenig zu bemerken. Dafs die Quantitätsbezeichnung im deutschen Texte fallen gelassen ist, wird die Billigung aller derer finden welche wissen wie wenig Sicherheit in solchen Dingen zu erreichen ist: für die Be- dürfnisse der Anfänger wird durch die Bezeichnung der Quan- titäten in den Lemmata des Glossars ausreichend gesorgt sein. Die Widerholung der Seiten- und Zeitenbezifferung der alten Ausgabe bezweckt, auch Citate auffindbar zu machen die nach Seite und Zeile statt nach Capitel und Vers gemacht sind. Der Text selbst ist wieder sehr conservativ behandelt, selbst da wo vielleicht Verderbnisse vorliegen; nur sind hie und da leider nicht ganz consequent einzelne Orthographieformen die leicht als blofse Druckfehler erscheinen kónnten, dadurch schárfer hervor- gehoben, daís im Texte die gewöhnlichen Formen eingesetzt, und die ungewöhnliche Schreibung der Hs. in den Apparat ver- wiesen wurde, natürlich ohne daís damit die so gekennzeichneten Formen ohne Weiteres als ‘Fehler’ gebrandmakt werden sollen.

In den Apparat sind hauptsächlich die vielfachen Correctaren

des Hs. aufgenommen. Hier bezeichnet s den Schreiber, c den

Vorwort. IX

Corrector 5, c2 der zweiten Corrector, r eine Rasur, 4 einen Nachtrag, | einen Zeilenschlufs, (wo es nicht gleich *bis’ ist) eine radierte, nicht wieder neu beschriebene Stelle, in (—) Gesetztes ausradierte Buchstaben oder Worte die noch deutlich lesbar sind; ein dem r vorangesetztes 7 deutet an dals die Rasur eine ganze Zeile der Hs. umfafst.! Wo einzelne Buchstaben eines Wortes cursiv gedruckt sind, bezieht sich die folgende Angabe allemal nur auf diese. Es heifst demnach z. B. "lioht rs, dals das Wort auf einer Rasur vom Schreiber geschrieben; 'thie rc in er’, daís das ursprünglich dastehende 4e vom Corrector unter Anwendung von Rasur in er verändert worden ist; “misertus est | »c; eis uexati zrc’, dafs der Corrector die beiden ersten Worte am Schlusse einer Zeile nachgetragen, die folgende Zeile, die von eis bis vexat? reicht, auf Rasur geschrieben hat; ‘com- pedibus —|; et disrupisset zrs’, dafs hinter compedibus, das nun den Schlufs einer Zeile bildet, einige nicht mehr lesbare Buchstaben oder Worte ausradiert eind, die folgende Zeile aber vom Schreiber selbst auf radiertem Grunde geschrieben steht, u. s. w.

Die Anordnung des Glossares ist rein alphabetisch: kurze und lange Vocale sind nicht geschieden; c ist überall wie k behandelt, auíser wo es für 2 steht und in der Verbindung ch = germ. k, die sich nebst dem ebenfalls bisweilen einem germ. inlautenden % entsprechenden einfachen À unter hh ver- zeichnet findet. Anlautendes /( und ih sind getrennt worden. Der Wegfall eines besondern Abschnittes für d- ergab sich

ı Die Unterscheidung solcher Zeilenrasuren von den übrigen Rasuren ist auch sprachlich nicht unwichtig. Während die meisten Einzeländerungen, speciell des Correctors, auf die Beseitigung sprachlich anstöfsiger Formen ausgehen, bezwecken die Zeilenrasuren (wie an zahlreichen Stellen deutlich zu sehen ist) im Allgemeinen zunächst nur die Herstellung eines gefälligeren Aeufseren der Schriftcolumne: sie dienen also der Beseitigung zu breit geschriebener Zeilen (mehrfach hat der Corrector Buchstab für Buchstab in gedrüngter Schrift widerholt, was vorher vom Schreiber weitlüufiger geschrieben war) oder dem Ausgleich zwischen zu kurzen und zu langen Zeilen (indem ein Wort oder mehrere Wörter aus der überladenen Zeile in eine kürzere Nachbarzeile hinübergeschoben wurden) Daís auch bei dieser Arbeit der Corrector in der Regel seine specifischen Sprachformen in den Text gebracht hat, versteht sich fast von selbst.

X Vorwort.

danach von selbst, da es überflüssig erschien, die ausnahmsweise statt mit ( und /h im Anlaut mit d auftretenden Wörter be- sonders zu verzeichnen; die wenigen ohne Verschiebung aus dem Lateinischen entlehnten Wörter wie dezemo, diacan sind unter ? gestellt. Eine Zahl in (—) nach einem Citat bezeichnet im Glossar wie in der Einleitung die Gesammtzahl der in einem Abschnitt (Vers etc.) vorkommenden Belege für eine bestimmte

Fol. Halle a/S. 30. März 1892.

E. Sievers.

Einleitung.

I. Handschriften und Quelle.

8 1. Unsere Kenntnis der althochdeutschen Uebersetzung der Evangelienliarmonie des Tatian gründet sich auf folgende Handschriften:

1. 6, die Handschrift No. 56 in folio der Stiftsbibliothek in St. Gallen aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts ist für uns die einzige authentische Quelle. Sie besteht jetzt aus 171 Blättern, früher aus 172, da das ursprünglich zweite Blatt, welches den Schlufs des Briefes des Victor von Capua enthielt, verloren gegangen ist. Diese Lücke war bereits vorhanden, als die vermutlich von dem Bibliothekar Pius Kolb herstammende Paginierung der Seiten der Hs. vorgenommen wurde, welche übrigens durch zweimaliges Ueberspringen einer Seitenzahl die Anzahl der Blätter scheinbar auf 172 erhöht. Im Uebrigen ist die Handschrift sehr wol erhalten und befindet sich dem An- schein nach noch in ihrem alten Originaleinband, der durch zwei starke, mit weilsem Leder überzogene Holztateln gebildet wird. 8.1 und 2 enthalten den. Anfang des erwähnten Briefes, 3-18 die Uebersichten der Canones in der bekannten Anordnung, 19—24 die Üeberschriften der 181 Capitel unserer Handschrift, in zwei Spalten, 25—342 endlich ebenfalls zweispaltig den Text der Harmonie, links den lateinischen, rechts den deutschen. Auf dem breiten Auísenrande sind die genauen Angaben der Con- cordanzen verzeichnet, in einem zwischen beiden Spalten ge- lassenen freien Raume jedesmal noch kurz die Siglen für die concordierenden Evangelien beigesetzt (MT, Mr, Lc, Io). Die Linien für die Schrift sowie die senkrechten, die Columnen eto. begrenzenden sind mit dem Griffel gezogen. Die Zahl der Zeilen wechselt in den verschiedenen Lagen zwischen 31 und 32. Ihre Länge ist sehr verschieden: häufig füllen sie den gegebenen Raum kaum zur Hälfte aus, anderwärts gehen sie bedeutend über ihn hinaus. Im Allgemeinen brechen die Zeilen wol bei kleinen Sinnesabschnitten ab, aber keineswegs überall: es enden z. B. häufig Zeilen zwischen Artikel und Substantiv u. dgl.

XII 8 1. Handschriften: 1. G.

Das letzte Blatt, welches früher einmal auf dem Einbanddeckel festgeklebt gewesen zu sein scheint, enthält nur den Namen Aymo von gleichzeitiger Hand. Eine spätere Hand etwa des 18. Jahrhunderts schrieb auf S. 342 unter den lateinischen Text als Federproben die Verse: Ferrea ,pgenies duris cap extulit aruis (Virg. Georg. II, 341) | qquas ?ll philomena dapes q dona parauit (Virg. Ecl. VI, 79), und unter den deutschen: & psi adorantes regresi 5 in hierusale | gaudio (Luc. 24, 52) Ornamtt

abaci nec % d: paruulus infra (Juven. Sat. III, 204) | Nam qs plura linit wictura, dolia musto (ib. IX, 58). Am linken Rande von S. 25 ist oben das Bild eines Mannes, der in der linken Hand ein Buch hält, mit dem Griffel eingeritzt.

Die Handschrift ist von 7 Händen geschrieben, von denen 6 auf den Text kommen. Von diesen schrieb die erste, a, S. 25—51 (prol. 1—17, 1 thero burgi) und wieder, «', S. 196—216, Z. 15 (119, 1—131, 8 iuuaren suntun); die zweite, B, S. 52—124, Z. 6 (17, 1 Andreasés 82, 11 líb 4n iu) und, f', S. 221, Z. 1—22 (132, 5—8 teta her); die dritte y, S. 124, Z. 7—164 (82, 11 thér thar 108, 5 in then, d. h. bis zum Schlusse des Quaternio XI); die vierte, d, S. 165—195 (103, 5 thiu dar 118, 4, d. h. die Quater- nionen XII und XIII) und, ó', S. 321—342 (212, 1 244, 4, d. h. Quaternio XXII Schlufs); die fünfte, e, S. 216, Z. 16— 220 (131, 8 oba ir 132, 4); die sechste, 5, S. 221, Z. 22— 320 (132, 8 mir obar 211, 4) Diese letzte Hand hat aufserdem noch die ganze Handschrift durchcorrigiert, was be- sonders auffällig in y hervortritt, dessen Sprachformen am stärk- sten von der von & eingehaltenen Norm abwichen. Ein zweiter Corrector beschränkte sich im Wesentlichen auf Abünderungen der Interpunction. Die wenigen von ihm geschriebenen Buch- staben geben über sein Alter keinen sichern Aufschluls, doch ist er entschieden bedeutend jünger als die Handschrift. Die Interpunctionszeichen der Hs. sind die gewöhnlichen (. , ; ! .,). Von den Accenten gebraucht fast nur « «&' & den Circumflex und zwar mit wenigen Ausnahmen sehr richtig zur Bezeichnung der Länge; die übrigen kennen nur den auch in « «' & häufigen Acut, den sie ohne Unterschied auf kurze und lange Vocale setzen; doch bedienen sich y d 5 Ó' desselben überhaupt nur spärlich.” Keineswegs werden ausschliefslich die Tonsilben accen- tuiert. Häufig trifft der ' das zweite w in «ww = w, ferner Vor- silben, wie fur-, for- u. dgl. m.; öfter aber auch steht er ohne erkennbaren Zweck, z. B. Andreases, Petruses, ehír u. s. w. Eine genaue Scheidung der beiden Accentzeichen ist übrigens bei den vielfach wechselnden Formen derselben an vielen Stellen unmöglich.

$ 1. Handschriften: 1. G. XIII

Dafs G nicht in St. Gallen geschrieben ist, beweist der Dia- lekt. Wann und wie aber die Hs. dorthin gelangt ist, entzieht sich unserer Erkenntnis. Leicht wäre bei der höchst wahrschein- lichen Abstammung des Denkmals aus Fulda ($ 4) die Ver- mutung aufgestellt, dafe die Abschrift etwa durch Hartmuot nach St. Gallen gekommen sei, der besonders auch für die Ver- mehrung der Bibliothek tätig war. Aber das Verzeichnis der von ihm beschafften Bücher (in Ratperts Casus S. Galli und im Codex S.. Gall. 267, gedruckt MG. SS. 1I, 72, auch bei G. Becker, Catalogi bibliothecarum antiqui, Bonnae 1885, No. 24) gedenkt unseres Textes ebensowenig wie die übrigen ältesten St. Galler Bücherverzeichnisse, d. h. die Listen der von Abt Grimold beschafften und geschenkten Handschriften (MG. SS. II, 70. Weidmann, Geschichte der Bibliothek von St. Gallen, St. Gallen 1841, 396 ff. Becker a. a. O. No. 23) und der ausführliche Ka- talog des Codex 728 aus dem IX.—X. Jahrh. (gedruckt bei Weidmann a. a. O. 364 ff, in Naumanns Serapeum II, 8 ff, bei Becker No. 22; vgl. auch [G. Scherrer], Verzeichn. der Hand- schriften der Stiftebibliothek von St. Gallen, Halle 1875, 8. 232 f.). Dagegen führt der spütere Katalog vom Jahre 1461 bei Weid- mann S. 403 unsere Hs. als ‘Plenarium de quatuor unum latinum et theutonicum" an. Dals sie sich aber bereits früher, zu Ende des XIII. Jabrhunderts, dort befand und hoch geschätzt wurde, beweist eine auf der innern Seite des vordern Einbanddeckels stehende Notiz aus dieser Zeit: ll’ sanct? galli. | Hvnc lib" cu diligetia qsità diu et vix tuentà resumite sce pat' | Erneste. ? noie dn3, die Schmeller in der Vorrede zu seiner Ausgabe y. III wol richtig auf den Decan Ernestus (um 1270) bezieht. Einen weiteren Rückschlufs gestattet endlich vielleicht noch der vom zweiten Corrector herrührende Eintrag hara 87, 5, der dem X. Jahrh. zufallen mag. Wenigstens scheint es am natürlichsten, das Aufireten dieser specifisch alemannischen Form durch die Annahme zu erklären, dafs sich damals die Hs. auf alemanni- schem Boden, also wol auch bereits in St. Gallen befand.

Die wie es scheint erste gedruckte Nachricht von unserer Handschrift verdanken wir Aegidius Tschudi, der sie 1538 folgendermalsen beschreibt: ‘In dem closter S. Gallen ist ein alt bermentin Euangelibuoch vor sechßhundert jaren geschriben, vast in denen zyten als tütsch zuschryben wenig zyts daruor den anfang gehebt, ein syt latin, annderasyt die tütsch dargegen, welchs dennocht dises hoch tütsch sol sin, aber vnder fünff worten merckt einer kum einß, wo nit das latin darneben stüend, daruß einer so latin verstat, die meinung der worten nemmen muof."!

1 Die vralt warhafftig Rhetia, Basel 1588; s. W. Wackernagel, Deut- sches Lesebuch III, 385, 928 ff.

XIV $ 1. Handschriften: 1. G.

Diese Angabe scheint aber wenig bekannt geworden zu sein. Erst 1765, nachdem längst die Ausgaben der Handschrift des Vulcanius von Palthen und Schilter erschienen waren, machte Gerbert im Iter alemannicum p. 96 wieder auf G aufmerksam.

Fast 30 Jahre später erfolgte die erste Veröffentlichung eines

Teils der Harmonie nach G, der Capitel 147—152, in einem zeilengetreuen, aber vielfach fehlerhaften Abdruck in Jac. H efs' Bibliothek der heil. Gesch. (Frankfurt u. Leipzig 1792) II, 544 ff. nach einer Abschrift des St. Galler Bibliothekars J. X. Nep. Hauntinger. Die Parabel vom verlornen Sohn (Cap. 97) gab dann 1819 L. Füglistaller! in Stalders Schweizer. Dialekto- logie 261 ff. nebst einigen Erläuterungen heraus. Eingehende Studien widmete ferner der Pfarrer Joh. Christ. Zahn unserem Texte. Nach den Mitteilungen von P. de Lagarde in den Gótt. gel. Anz. 1882, 322 f. besitzt die Göttinger Universitäts- bibliothek abgesehen von einer aus Conrads von Uffenbach Nachlafs erworbenen Abschrift der in Palthens und Schilters Ausgabe fehlenden Capitel 156—153 und eine Facsimileabschrift von G (Ms. theol. 75) folgende Handschriften Zahns: Ms. theol. 76: den von Zahn für seine geplante Ausgabe hergerichteten Text, latei- nisch und deutsch; Ms. theol 77: Einleitung zu der Ausgabe; Ms. theol. 78: die zu ihr gehörigen Beilagen; Ms. theol. 79: zur Kritik des Tatian, auch einige grammatische Anmerkungen; Ms. theol. 80: zur Literärgeschichte des Tatian. Von diesen sind No. 77. 78. 80 nach de Lagardes Urteil auch heute noch von Wert. Veróffentlicht wurden von Zahn, soweit der deutsche Text in Betracht kommt, nur einige Bemerkungen über das Alter desselben u. à. im Sprach- und Sittenanzeiger der Deutschen, Berlin 1817, 49. S. 198—239 (weiteres s. $ 2, Anm.)

Die erste vollstándige Ausgabe des Tatian nach G lieferte J. A. Sehmeller: Ammonii Alexandrini quae et Tatiani dieitur Harmonia Evangeliorum, Viennae 1841. Diese Ausgabe basiert auf einer 1824 angefertigten und 1832 von Emil Braun colla- tionierten Abschrift Schmellers. In ihr ist der deutsche Text dureh eine Anzahl falscher Lesarten, die stillschweigende Auf- nahme von Varianten aus Schilter und die Nichtbeachtung der zahlreichen Correcturen und Rasuren entstellt. Aufserdem ist der beigegebene lateinische Text statt aus G selbst vielmehr aus den Ausgaben von Palthen und Schilter herübergenommen, soweit er in diesen vorlag. Diese aber geben ihrerseits Junius' Bearbeitung ‚in der Hs. B (unten No. 2) wider, die das Lateinische in mög- lichst genaue Uebereinstimmung mit dem Deutschen gebracht hat. Eine Collation von G, die unter diesen Umständen geboten

! Ueber Füglistaller vgl. Anz. f. deutsches Alterth. X, 145 ff.

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S 1. Handschriften: 2. B. XV

war, habe ich für die erste Auflage dieser Ausgabe im Herbst 1869 vorgenommen; für die neue Auflage ist dann der dentsche Text im Herbst 1890 noch einmal von mir nachverglichen worden, wobei sich abermals eine kleine Nachlese von Berichtigungen ergeben hat. Es ist mir eine angenehme Pflicht, Herrn Stifte- bibliothekar Pfarrer Idtensohn für die mir bei dieser Gelegen- heit erwiesene aufserordentliche Zuvorkommenheit auch hier meinen verbindlichsten Dank abzustatten.

2, Eine zweite Handschrift, B, besafs Bonaventura Vul- canius. Wie und woher diese in seinen Besitz kam, ist aus seinen ungenügenden Angaben über dieselbe nicht zu ermitteln. Vulcanius, der selbst mit der Absicht umgieng, die ganze Har- monie zu edieren, teilte vorläufig in seinem Anhange zu der von ihm veröffentlichten Abhandlung De litteris et lingua Getarum (Lugd. Bat. 1597. 8%) S. 55 ff. einige Bruchstücke mit, die Worte 3, 2 heil wwibon; 4,3 gisegenot uuamba; 4, 5 mihhiloso 4,8; 4, 14 giuushit 4, 18. Hernach drückte J. J. Pon- tanus in den Origines Francicae (Hardervici 1616, 49, p. 588 ff.) den Prolog und 1, 1 4, 9 wie es scheint nach einer aus einer Abschrift des Vulcanius geflossenen Copie ab.

Eine Abschrift von B, in welcher der Text jedoch durch das Fehlen der Capitel 76 —152 auf etwas mehr als die Hälfte des Umfanges von G zusammengeschmolzen ist, schickte Vul- canius an Marquard Freher, aus dessen Nachlasse sie 1653 Franz Junius erhielt. Jetzt befindet sie sich unter den Hand- schriften des Junius in Oxford als No. 13 in folio. Aufserdem sah Junius, der sich eingehend mit dem Tatian beschäftigte und ein umfängliches ebenfalls handschriftlich in Oxford liegendes Auctarium notarum in Tatianum schrieb (Ms. Jun. 42), noch das Original des Vulcanius im Besitze des Nicolaus Heinsius. Er mag daraus wol einzelne Lesarten in seine Abschrift einge- tragen haben: eine vollstándige Vergleichung aber hat er nicht vorgenommen (vgl. 8 3)! Seitdem haben wir von B keine

1 Dieser Sachverhalt ergibt sich deutlich aus der Vergleichung der bereits von Schmeller p. 1*** mitgeteilten Notiz des Junius auf einem vor- gehefteten Blatt der Abschrift in Ms. Jun. 18: 'Incidi Heidelberg (ubi primus huius lucis auras ipse hausi) anno Domini MDCLIII in Tatiani Alexandrini Harmoniam Evangeliorum latino-francicam a Bonaventura Vul- canio quondam ad Marquardum Freherum transmissam atque in capita CCXLIV distinctam, sed in medio sui LXXVI circiter capitum lacuna foe- dam’ mit der Bemerkung des Auctarium (Ms. Jun. 42) p. 290: ‘De verbo ubarhuhtige superbos, Quum in huius Harmoniae apographo quod Mar- quardo Frehero miserat Bonaventura Vulcanius, scriptum invenissem 2i- spreitta ubarhubtige, videbatur ubarhubtige illud referendum ad ufar- habanen, quod occurrit CLXXI. Posteaquam vero clarissimi domini Nicolai Heinsii Dan. filii beneficio in ipsius Vulcanii codicem incidissem atque ubarhuhtige scriptum invenissem, statim quoque, missa priore coniectura,

XVI 8 1. Handschriften: 2. B. 3. Heidelberger Hs.

Nachricht mehr; wir sind also auf die Oxforder Abschrift allein angewiesen, welche von dem Herausgeber im Winter 1870 col- lationiert worden ist.

Sie liegt denn auch der ersten Ausgabe der Harmonie, soweit diese oben in B erhalten ist, durch J. Ph. Palthen (Ta- tiani Alexandrini Harmonie Evangelice antiquissima Versio Theo- tisca . .., Gryphiswaldie 1706, 4°) zu Grunde (eine von Fr. Rostgaard, der sich die Hs. um 1694 hatte abschreiben lassen, beabsichtigte Ausgabe kam nicht zu Stande). Auf der von Palthen genommenen Abschrift des Oxforder Apographum Junianum und einer. zweiten, anonymen in Schilters Nachlafs aufgefundenen Copie beruht sodann die von Scherz besorgte Ausgabe des Ta- tian in Schilters Thesaurus antiquitatum teutonicarum II (Ulm 1728), welche erst 1841 durch Schmellers Abdruck von G er- setzt wurde.

3. Auch die alte Bibliotheca Palatina zu Heidelberg besals einst eine Tatianhandschrift, die spüter das Schicksal der übrigen Codices Palatini teilte, nach Rom zu wandern, wo sie seitdem ver- schollen ist. Es war der Cod. Pal. 55! der Vaticana, als deren Inhalt in einem handschriftlichen Katalog der Palatina *'Anonymi harmonia evangelistarum germanice. In principio erat. ex perg. in viridi in Quarto parvo' angegeben ist (s. die Mitteilung des Pater Bollig bei de Lagarde, Gótt. gel. Anz. 1882, 380 f.). Der neue Katalog der Codices Palatini Latini I, 10 vermerkt da- gegen zu unserer Hs. ‘Deest; iam anno 1798 desiderabatur. In vetere inventario hoc modo describitur: Anonymi harmonia evangelistarum, germanice. Inc. In principio erat. In 4 anti- quus ch(artae) s(criptae) 83’ (s. Bartsch, Germ. 31, 245). Dafs diese Handschrift die des Vulcanius gewesen, und durch Mar- quard Freher etwa in den Besitz der Palatina gekommen sei, wie Bartsch, Germ. 31, 245 zweifelnd vermutete, ist nicht wahr- scheinlich; denn Freher hat ja das Original des Vulcanius nie

sensi vocem hane plenissime referendam ad alamannica hugen, erhugen, gehugen, de quibus fusé agimus in annotatis ad XXVII, 1'. Allerdings gibt Junius hier nicht ausdrücklich an, dafs sein Exemplar eben das von Vulcanius an Freher geschickte sei; aber diese Annahme ist doch sehr natürlich. Denn die Abschrift rührt entgegen allen sonstigen Gewohn- heiten des Junius nicht von ihm selbst her, sondern von einer unbe- kannten Hand, und ist nur von ihm stark durchcorrigiert worden (vgl. S. XXI). Auffüllig ist freilich die Angabe, dafs Frehers Exemplar bereits die Ein- teilung in 244 Capitel gekannt habe, denn auch die Capiteleinteilung der Oxforder Copie ist erst von Junius eingetragen worden. Vielleicht liegt ein Gedüchtnisfehler des Junius vor. Für die Hauptsache selbst ist übrigens diese Frage ganz ohne Belang. .

ı Nicht 54, wie Greith, Spicilegium Vaticanum S. 72 irrtümlich angibt; wegen Schmeller p. II vgl. noch de Lagarde, Gótt. gel. Anz. 1883, 1436 f.

C

Tr

$ 1. Handschriften: 4. Hs. von Langres. 5. P. XVII

besessen, sondern nur eine Abschrift, und zwar sicher auf Papier: der Codex Pal. 55 aber wird ausdrücklich als Pergamenthand- schrift bezeichnet. |

4. Eine weitere Handschrift befand sich noch gegen Ende des 16. Jahrhunderts in der Bibliothek des Capitels von Lan- gres! Jetzt ist dieselbe nach einer Mitteilung von P. Meyer nicht mehr vorhanden. Man vermutet, dafs sie durch eine “lie- nation de manuscripts faite par le chapitre de Langres en 1689’ von da fortgekommen sei.

5. Einige Sätze aus dem Tatian befinden sich, wie zuerst durch W. Grimm, Abhh. der Berliner Akademie 1851, S. 242 (= Kl#Schriften III, 501) bekannt wurde, in der Handschrift der Pariser Gesprüche, Ms. lat. 7641 der Nationalbibliothek zu Paris, hier als P bezeichnet. Dieselben sind nach einer Ab- schrift von H. Suchier gedruckt in der Zeitschr. f. deutsches Alterth. XVII, 71 ff. und unten S. 290 ff. widerholt, aufserdem suis locis unter dem Text verzeichnet. Ueber die Hs. selbst bemerkt Suchier folgendes: ‘Die Sätze aus dem Tatian stehen auf Bl. 4—16* am Rande; ob sie oben, rechts, unten oder links stehen, habe ich jedesmal angegeben. Vorn in der Hs. fehlt, wie schon W. Grimm angab, das Blatt der Vaticana, dessen Facsimile er in den Abhh. der Berliner Akademie 1849 mitteilte. Sicherer, grófser und sorgfältiger als die Gespräche sind die Sätze aus Tatian geschrieben, am gröfsten auf Bl. 7^, wo sie den auf der ersten Spalte im Glossar leergelassenen Raum ausfüllen. Die Gespräche sind sämmtlich von éiner Hand, ebenso die Sätze aus Tatian; doch war die Hand welche die Gespräche schrieb eine andere als die von der die Stellen aus Tatian herrühren. Da sich das offene a, das noch in dem lat. Glossar der Hs. er- scheint, weder in den Gesprächen noch in den Sätzen aus Tatian zeigt, so wird die Zeit der Niederschrift jener wie dieser ins 10. Jh. zu setzen sein. Mit der St. Galler Hs. etimmen unsere Fragmente so sehr überein, dafs wol anzunehmen ist sie seien direct aus ihr entnommen. Befand sich im 10. Jh. vielleicht die St. Galler Hs. in Deutschflandern, wohin nach Grimm 8. 248 die Sprache der Gespräche weist? Drei Stellen [unten S. 290, No. 4. 292, No. 13] konnte ich im Tatian nicht finden. Gerade diese Stellen zeigen Formen die von Tatians Sprache abweichen,

mn [nn ——

ı ‘En la librairie du Chapitre de Langres, y a vn fort vieil liure des Concordances des quatre Euangiles, ayant en vne page de Latin et en l’autre la traduction en vieil bas Allemand, que les anciens Frangois apporterent en la Gaule par eux conquise. J. du Tillet, Recueil des roys de France, Paris 1580, p. 8; vgl. J. G. Eccard, Hist. stud. etym. p. 315. J. Pontanus, Origg. Franec. p. 465. Ich verdanke die nähern Nachweisungen über diese Handschrift der Güte Zarnckes. |

Sievers, Tatian. 92. Aufl. . II

XVIII 8 2. Quelle: Codex Fuldensis.

aber zu der der Gespräche desto besser passen (irench, bro- ther, neguille [No. 4], negusl [No. 13]); in tinen usa [No. 4| bemühte sich wol der Niederländer mit schlechtem Erfolge hoch- deutsch zu schreiben. Grimms Angabe 8. 244, in den Bätzen begegne keine Spur ungewöhnlicher Sprachformen, ist also nicht berechtigt. In der Abschrift der Sätze löste ich im Deutschen die Ligaturen €, ns, nt, or auf, desgleichen im Lateinischen die Abkürzungen. Das Lateinische steht in der Hs. über dem Deut- schen, nur bei wenigen Worten daneben. Das Lateinische, das über der obersten Zeile der Seiten stand, ist zum gröfsten Teile hinweggeschnitten. Ueber den Worten írench tu brother und ‚Ni curi mih ruoran [No. 4| hat es von Anfang an gefehlt. In dem Abdruck S. 290 ff. sind die Lücken des Lateinischen und einige im Deutschen fehlende Buchstaben nach G cursiv ergänzt; | bezeichnet Zeilenschlüsse.

S 2. Quelle. Die lateinischeVorlage der ahd. Uebersetzung ist die bekannte von dem Bischof Vietor von Capua im 6. Jahr- hundert aufgefundene, revidierte und vermutungsweise dem Syrer Tatian oder dem Alexandriner Ammonius zugeschriebene Evangelienharmonie, deren Originalhandschrift (F) noch jetzt in Fulda aufbewahrt wird.! Die älteren Herausgeber der Har- monie behielten meist den Namen Tatian bei; Neuere, wie Schmeller (p. VI f) und W. Wackernagel (Litteraturgesch.? S. 68 = 287) entschieden sich für Ammonius. Jetzt ist die Sache zu Gunsten des Tatian entschieden durch die Veröffentlichung der arabischen Version der alten syrischen Uebersetzung des Tatian, welche sich genau mit dem lat. Texte unserer Harmonie deckt.?

Mit dem Codex Fuldensis, der Stammhandschrift aller er- haltenen lateinischen Tatiancodices, berührt sich wiederum die St. Galler Handschrift aufs innigste. Die wenigen Abweichungen sind geringfügig und fast bedeutungslos. Der deutsche Text aber folgt wieder dem lateinischen im Wesentlichen genau, zum Teil sogar in sklavisch undeutscher Weise, je nach der Geschick- lichkeit des jeweiligen Uebersetzers. Es ist also nur natürlich, anzunehmen daís der deutsche Text wirklich aus dem lateinischen

ı Herausgegeben von E. Ranke, Codex Fuldensis. Novum Testa-. mentum latine interprete Hieronymo ex ms. Victoris Capuani. Marburgi et Lipsiae 1868. 8°.

? Vgl. hierüber speciell J. Ch. Zahn in Keil und Tzschirners Ana- lekten für das Studium der exeget. und systemat. Theologie II (Leipzig 1814), 165 ff. P. de Lagarde, Gótt. gel. Anz. 1882, 3211f. Aug. Ciasca, De Tatiani Diatessaron arabica versione, in den Analecta Sacra Spicilegio Solesmensi parata ed. J. B. Pitra, IV (Parisiis 1883), 464 ff. Tatiani Evangeliorum Harmoniae arabice, edidit et translatione Latina donavit Aug. Ciasca. Romae 1888.

8 2. Quelle: Codex Fuldensis. XIX

Texte geflossen sei, der ihm zur Seite steht und der seinerseits mit den Texten aller andern Tatiancodices schon deswegen über- einstimmt, weil diese eben alle den aus der Vulgata mosaikartig zusammengesetzten Text des Fuldensis bezw. des Victor von Capua widerholen. Im Gegensatz zu dieser Auffassung hat O. Schade, Altdeutsches Wörterbuch S. XVIII ff. die Annahme vertreten, daís die Vorlage unserer deutschen Uebersetzung viel- mehr ein anderer Text gewesen sei, der viele Lesarten der alten Itala gehabt habe. Das könnte dann kaum ein Tatiancodex ge- wesen sein, weil eben Tatiancodices auf Grund eines Italatextes nicht existieren. Wenn die für Schade maísgebend gewesenen Stellen der Uebersetzung wirklich die von ihm angenommene Deutung verlangen, so würde man die Sachlage vielmehr so aufzufassen haben, dafs bei dem Uebersetzungswerke neben dem Vulgatatext des Tatian auch noch gelegentlich ein Evangelien- text italistischer Färbung mit herangezogen worden sei. Das wäre an sich recht wohl möglich, wenn man dem Uebersotzer oder den Uebersetzern ein tieferes Verständnis und Interesse für textkritische Fragen zuschreiben könnte, so wie das etwa bei dem von Schade bereits als Parallele herangezogenen Wulfila der Fall war. Für diese Annahme scheint aber das ziemlich geringe Maís technischer Fertigkeit, das in einigen Partien der Ueber- setzung recht drastisch hervortritt, wenig zu sprechen; und noch weniger glaubhaft wird jene Vermutung, wenn es sich erweisen läfst, dafs unsere Uebersetzung nicht von einem Verfasser, son- dern von einer ganzen Reihe von Arbeitern hergestellt worden ist (vgl. hierüber Abschnitt III). Denn dann mülste man jene kritische Tätigkeit gar wol gleichmäfsig bei allen diesen Indi- viduen voraussetzen. Auch die weitere etwaige Hilfsannahme, dafs den Uebersetzern ein bereits kritisch präparierter Text vorgelegt worden wäre, wird sich kaum empfehlen: warum wäre von dieser Specialrecension denn wiederum gar nichts in den lateinischen Begleittext der deutschen Harmonie übergegangen ? Auch das wird man nicht etwa annehmen dürfen, dafs der über- lieferte deutsche Text der Harmonie aus einer älteren deutschen Uebersetzung der Evangelien mit Italatext zurechtgemacht sei: denn bei einer solchen Annahme blieben die technischen Ver- schiedenheiten der Uebersetzungskunst, die sich in verschiedenen Teilen der Harmonie deutlich zeigen, ganz unverständlich, Man müfste dann vielmehr erwarten, dafs etwaige Verschiedenheiten der Technik zwischen den einzelnen aus Matthaeus, Marcus, Lucas und Johannes geflossenen Partien oder dergl. hervortreten, nicht zwischen abtrennbaren Stücken der Harmonie, in der doch die Evangelientexte ganz zusammengearbeitet sind.

Bis zu genauerer Beweisführung wird man also an derAnnahme

11%

XX 8 3. Verhältnis der Handschriften.

wol festhalten dürfen, dafs der einzig überlieferte lateinische Tatiantext auch wirklich bei der Herstellung der deutschen Ueber- setzung zu Grunde gelegt worden sei.

. . 8 8. Verhältnis der deutschen Handschriften. "Schon eine oberflächliche Betrachtung zeigt, dafs sowol B als P aus der St. Galler Handschrift geflossen sind, und zwar nachdem der Corrector 5 (oben S. XII) seine Arbeit vollendet hatte.

1l. Was zunächst die Stellung von B anlangt, so stimmt diese Hs. in den verschiedensten Eigentümlichkeiten, die unten als nur einzelnen Schreibern von G angehörig nachgewiesen werden sollen, durchgängig mit G überein. Beispielsweise führe ich an die Ausdehnung der Vocalassimilation und der Apokope auslautender Vocale vor vocalisch anlautenden Wörtern, sowie die Synkope unbetonter Vocale in Mittelsilben; das Schwanken zwischen ar- und er-, fur- und for-, au und ou, queman und coman; hh, ch und h; ph, pf und f u.s. w.: die unten bei Be- sprechung dieser Fälle gegebenen Belege werden genügen, die Richtigkeit dieser Behauptung zu beweisen. Selbst in ganz üufser- lichen Dingen, ja in Sehreibfehlern gehen B und G zusammen. So steht 4, 18 ufgan für ufgang, 13, 19 thenkente für -en, 18,2 gibrochanne (B ge-) für -ane, 15, 3 antlingo für -gota, 21, 9 furstuon für -stuont, 22, 4 thar für thaez, 22, 11 ihrursteni G, thrustent B für thurstent, 34, 3 uuanen für -ent, 67, 6 giuuehen, -et für giuehen, -et, 159, 2 thae githuncoto brot, 164, 1 naman dat. sg., 165, 3 hiltit für heltit, 166, 3 for für fon, 167, 1 ne- mit für nimit, 168, 2 feraht für -ah, 170, 2 uuor für uuort, 171, 1 sente für seníu, -iu, 185, 1 euouuer für -uuert, 199, 12 wunseri für -ru, -riu, 218, 2 tuoron für turon, 281, 2 aleibba für aleiba u.s. w. Von Correcturen, die dem Schreiber von B bereits vorlagen, lassen sich z. B. anführen die von im in inan 49, 4. 53, 8. 13. 60, 1 (während die in G ungeänderte Form in 12, 3 etc. auch in B widerkehrt); die von thie in ther resp. thia 9, 4 ff. 49, 6 ff, von im in in 5, 13. 6, 1 ete.; allem in allen 6, 7; hohistom iu -on 6, 4; them in then 6, 7 (vgl. uncorrigiertes allem prol. 3, dem 6, 5 etc.) und vieles derartige.

Endlich umfassen von den 15 gróíseren Lücken in B! zwölf (5, 1. 13, 6. 14, 2. 22, 6. 26, 3. 34, 3. 159, 1. 160, 6. 180, 1. 197, 7. 218, 5. 238, 6) je eine Zeile von G, die von 13, 4 fon liohte Ithaz alle fon liohte| 2 Zeilen. Dann bleibt aufser dem Fehlen des gröfsten Teiles der Geschlechtsregister im 9. Capitel, das nur zufällig sein kann, nur noch 18, 2, wo der

! Die Lücken der Abdrücke von B 172, 4. 5. 174, 8. 179, 4. 192, 1. 221, 7 finden sich nur in diesen, nicht in der Oxforder Hs. selbst.

A LLL ————— M ——— M ——— —————————— M —5- c .

8 3. Verhältnis der Handschriften. XXI

Schreiber von B von mih auf das in der folgenden Zeile un- mittelbar darunter stehende iníi übersprang.

Àn diesem Resultat kónnen die zahllosen Schreibfehler des modernen Copisten von B nichts ändern. Selbst das was in den Abdrücken von Palthen und Schilter auf grófsere Selbständig- keit des Textes von B hinweisen könnte, ist ohne Bedeutung, denn alles dieses beruht erst auf Correcturen des Junius in der Oxforder Abschrift. So veränderte z. B. Junius die einigen Sehreibern von G geläufigen anlautenden d für /h (8 18 ff) in d, und diese d sind dann bei Palthen-Schilter durch th wider- gegeben. Von Junius stammen ferner die nicht seltenen Ein- schaltungen oder Auslassungen einzelner Wörter, die meist den Zweck haben ein geschmeidigeres oder klareres Deutsch zu er- zielen oder gróísere Uebereinstimmung mit dem lateinischen Texte zu gewinnen. Von Junius stammt auch die von G so oft ab- weichende Zeilentrennung bei Palthen-Schilter. Endlich hat Junius auch den lat. Text gründlich umgestaltet, d. h. ihn in genaue Uebereinstimmung mit dem Deutschen gebracht: der lat. Text bei Palthen und Schilter gibt daher überhaupt nicht einen überlieferten Text, sondern Junius' erläuternde Interpretation wider. (Daís dieser lat. Text auch bei Schmeller Eingang ge- funden hat, ist schon S. XIV bemerkt worden.)

Demnach hat die Oxforder Abschrift, zumal bei ihrer auíser- ordentlich schlechten Ueberlieferung, neben G keinerlei kriti- schen Wert, und es ist daher bei dieser Ausgabe ganz davon abgesehen worden,. Mitteilungen über Abweichungen von B zu geben.

2. Die nahe Zusammengehörigkeit auch von P mit G ist bereits von Suchier (s. oben 8. XVII.) hervorgehoben worden. Auch in P begegnen wir denselben graphischen Verschieden- heiten wie in G. Doch ist zu bezweifeln, dafs P eine unmittel- bare Abschrift aus G ist. Die schon oben S. XVII erwähnten drei nicht zum Tatian gehörigen Sätze irench tu brother, ne gwille ingangan in tinen usa, ne guil bittan minan brother sin suert gehören sicherlich mit zu den Gesprächen. Sind aber diese Sätze wirklich von derselben Hand geschrieben wie die Tatianstücke, und ist diese Hand von der welche die Gespräche schrieb ver- schieden, so bleibt nichts übrig als anzunehmen, dafs beides, Tatian und Gespräche, bereits früher in éiner Hs. vereinigt war, vielleicht so dals einem vollständigen Exemplar des Tatian die Gespräche beigeschrieben waren. Denn man kann es nicht eben glaublich finden, dafs jemals selbst in Deutschflandern die cor- rumpierte Orthographie der Gespräche die hier in unsern drei Sätzen wiedererscheint, üblich gewesen sei. Die Formen gwil, guille u. s. w. müssen der Vorlage zufallen, d. h. eben der postu-

XXII 8 4. Heimat der Uebersetzung.

lierten früheren und vollständigeren Aufzeichnung der Gespräche. Andernfalls wäre das Mangeln derartiger Orthographieformen in den doch ziemlich umfänglichen Stücken aus dem Tatian uner- klärlich.

Uebrigens ist der deutsche Text von P offenbar (wie schon seine Stellung unter dem lateinischen erkennen läfst) vor dem lateinischen aufgezeichnet worden. Dafür spricht nicht nur das Fehlen des Lateinischen in No. 4 (oben 8. XVIII) dieim Deaut- schen häufigere Interpunction und das Vorkommen der im Lat. günzlich fehlenden Initialen, sondern namentlich auch die ófteren der deutschen Wortfolge zu Liebe vorgenommenen Aenderungen der Wortstellung im Lateinischen und die ebenfalls durch den deutschen Text veranlafste Hinzufügung von cum in Nr. 13.

II. Sprachliches.

8 4. Während J. Grimm, GDS. 1, 547 ! den Tatian noch an die linke Seite des Rheins versetzte, hat Müllenhoff den- selben zuerst richtig dem hoch- oder ostfränkischen Dialekte zugewiesen und speciell die Entstehung der Uebersetzung in Fulda durch eine Reihe einleuchtender Gründe auf's Höchste wahrscheinlich gemacht (Denkm. X ff. XIV). Auffällig ist nur die Verschiebung des germ. p zu ph, pf im Anlaut und in den inlautenden Verbindungen mp und pp, denn der heutige ful. daische Dialekt kennt in allen diesen Fällen nur unverschobenes p. Vielleicht aber darf man eben in der Anwendung dieses ph, pf einen Beleg für das Bestehen schriftsprachlicher Tendenzen schon im 9. Jahrhundert erblicken.

Ganz unzweifelhaft fest steht auf alle Fülle der ostfrünki- sche Gesammtcharakter des Dialektes der Uebersetzung. Nur sind wieder Laut- und Sprachformen nicht in allen Teilen der Uebersetzung ganz gleichfórmig. Diese Verschiedenheiten beruhen zum grofsen Teile darauf, dafs die verschiedenen Schreiber der St. Galler Handschrift die ihnen geläufigen Sprach- und Orthographie- formen in den Text hineingebracht haben. Als derartige Eigen- tümlichkeit dieser Schreiber wird man zunächst alles das be- trachten dürfen, was mit dem Beginn einer neuen Hand in G einsetzt und mit deren Aufhören wieder verschwindet. So aber lassen sich nicht alle Abweichungen erklären. Vielmehr zeigen sich ähnliche Verschiedenheiten, wie zuerst von E. Steinmeyer, Ze. f. deutsche Phil. 4, 475 nachdrücklich hervorgehoben worden

————— mug ar 1 |

mem I ——M————— ———

8 5—7. Halbvocale: j. XXIII

ist, auch zwischen ausscheidbaren Partien des Gesammttextes, die nicht mit dem Umfang der einzelnen Hände zusammen- treffen. Diese Unregelmälsigkeiten sind der Vorlage von G zu- zuweisen, ohne dafs es sich von vorn herein entscheiden läfst, ob sie bereits im Original vorhanden waren oder erst in eine der He. G zu Grunde liegende Copie durch Abschreiber hineingetragen waren.

Die folgende sprachliche Charakteristik unseres Denkmals bezweckt in erster Linie über diese sprachlichen Verschieden- heiten zu orientieren: zu einer vollständigen Grammatik ist hier nicht der Ort. An Specialliteratur ist aufser den Untersuchungen von Müllenhoff in der Einleitung zu den Denkmälern nament- lich zu vergleichen C. H. F. Walther, Ueber die starke Con- jugation im Tatian, Kiel 1868, und P. Pietsch, Der oberfrün- kische Lautstand im IX. Jahrh., Ze. f. deutsche Phil. VII (1876), 330 ff. 407 ff, J. Harezyk, Zs. f. deutsch. Alterth. XVII (1874), 76 ff.

A. Consonanten. 1. Halbvocale.

a) j-

$8 5. Das J wird wie überhaupt in den ahd. Handschriften so auch im Tatian nicht von ? geschieden, sofern es nicht vor (e) durch g vertreten wird resp. in g übergeht.

Anlautendes g erscheint diesergestalt in gihih 42, 8, bigihu ih 44, 21, bigihit 44, 21, bigehente 18, 12, ferner in giu neben -su. Die Form giw geht durch «g« consequent durch: 18, 15. 19, 9 ete. 119, 11 (iu 28, 1 re); y hat zu Anfang noch ein giu 82, 12, dann nur noch iu, welches auch in d&d’ ausschliefslich herscht. Im Inlaut begegnet g in frige & 181, 13. 15, herige 5 196, 7, frigetag d’ 215, 1 und in igi 5 147, 1, higisgi 147, 8. 10 (vgl. hienti mit Rasur 147, 1) neben dem sonst. ge- bräuchlichen hiuuen, hiuuiski.

$ 6. Inneres jzwischen Vocalen ist abgesehn von den bereits citierten Formen mit g widerholt erhalten in fiant (neben fiant 32, 1. 2. 8. 44, 22. 196, 8), friiu 93, 3, friietag 211, 1, hirenti 147, 1, thriio 57, 3 etc. (5), verloren ferner in eies 40, 6 (g radiert?), zweio 67, 1. 128, 6, zuueiero 98, 2. 131, 5, crae 188, 6. Statt eines zu erwartenden j steht ww in nauuit 56, 7 (neben unginait 208, 2) und sauuen; ferner À in incnahu, -ent 133, 12 (neben incna ih ebenda) und so auch zweimal sahit 87, 8, wo das % durch Rasur getilgt ist (vgl. $ 25).

8 7. Inneres j nach Consonanten ist durchgehends ge- schwunden vor e (herige 196, 7 neben here, -es 6, 3. 145, 11 wird dreisilbig sein) und meist auch vor a und 0; vereinzelte

XXIV 8 7. Halbvocale: j.

Ausnahmen sind zenio 77, 4 und crippea 5, 13. 6, 4 (: crippa 0, 2), reden 99, 1 (2; beidemal ea rec in a; daneben 4 reda); betteo 84, 4, sunleon 88, 5, welche meist y zufallen. Dagegen ist das j vor % in grófserem Umfange erhalten:

a) In der 1. sing. ind. praes. der ja-Verba: y horiu 88, 10, tuomiu 88, 10, miltiu 89, 1, thuruhfremiu 92, 1; 4 bitiu 107, 8, gihoriu 108, 1, aruuekiu 117, 5; d' sentiu 282, 3, uuaniu 240, 2; & sezziu 138, 12. 14, . uuanitu 188, 10, sauwiu 149, 7, seliu-m 154, 1. Alle diese Beispiele ge- hören den Schreibern » d ó' & an; aber auch diese zeigen, z. T. überwiegend, Formen ohne j: y schreibt (aruueccu 82, 11 rc), uuirku 88, 6, giloubu 92, 5, d wuuilu 108, 7, ebenso d’ güoubu 2833, 8, und den 5 -iu von & stehen 20 entgegen: 188, 1. 2. 14. 184, 4. 141, 29. 148, 4. 149, 4. 5. 151, 8. 156, 7. 161, 8. 5. 162, 1. 164, 2. (171, 1?). 178, 1 (2). 190, 1. 197, 2. 208, 1 (beachte speciell bisueru 190, 1). Die übrigen Schreiber kennen nur -u: « toufu 18, 23; 9 sentu 44, 11. 64, 6, furlougnu 44, 21, (gi-)heilu 41, 8. 74, 6, sezzu 69, 9, uuanu 73, 1, arrofozu 74, 8, gihoru 79, 12, aruueku 82, 7. 9; « furtuomu 120, 7, forhiu 122, 2, bitu 125, 3. 4, gisezzu 180, 2, tuomu 131, 4 (2); & eru, suohhu 181, 22.

b) Im nom. acc. pl. der neutralen ja-Stämme: mezziu 19, 6 (vgl. finstarnessiu ne 86,4); y giuuatiu 91, 1, giscuohiu 97, 5; 5 gizimbriu 144, 1 (2). 2, gisiritiu 146, 4, finstarnessiu 149, 8, gibeiniu 211, 1 neben a gibirgu 4, 1. 18, cunnu 4, 6 (8), innuouslu 4, 18, giscuohu 13, 28, -richu 15, 5; 8 -beru 41, 8, gusu 48, 1. 2, giscuohu 44,6, gifuoru 67, 12, girunu 74, 4; y giuutznissu 84, 9; «’ finstarnessu 119, 12. 125, 11, tuh- hidu 125, 4; 5 -cunnu 145, 19, giuuiznessu 198, 6, gibeinu 211, 2. 8 und neze&i 19, 3. 4, enti 85, 1. 100, 1, cunni 106, 5, giscuohi 166, 1, wrcunds 189, 1. '

c) Im instr. sg. von ?- und ja-Stümmen: stediu 286, 1 : stedu 70, 2. 71, 3; oliu 188, 12 : olu 44, 29, uwizziu 22, 2 : giuuatu 58, 8. 196, 7, bettu 54, 3, uuortbilidu 175, 8, ferennu 286, 7.

d) Im dat. sg. und pl. der já-Stümme: einziger Beleg heikiu 107, 2 und die Neubildung zi-speriu 135, 16. 141, 24. 288, 1. 2 neben gewóhn- lichem zi-speri. Formen ohne j sind häufiger: crippu 108, 4, minnu 167, 8. 9 (2), sibbu 60, 9 ete. (4), suntu 181, 6. 8, trenku 108, 4, vvuostinnu 4, 19 ete. (10), ratissu 78, 1; ähnlich pl. ratissun 70, 2 ete., suntun 131, 8. 20. So auch gen. sg. suntun 181, 14.

e) Im nom. sg. fem. und nom. aec. pl. n. der Adjectiva. Das Ver- háltnis der Endungen -% und -iw ist hier Folgendes:

a B y ó vc &€ f Lg

-&. 88 87 25 1033 6 5 85 1

-iu 6 12 29 26 64 36 Die Verteilung innerhalb der einzelnen Schreiber ist aber nicht überall gleichmáfsig. In « stehen bis 6, 3 5 -iu (1, 2. 2, 2. 5,7. 6,8 [2]) gegen 18 u [2, 2 (2). 9 (8). 8, 2. 4, 4 (2). 6 (2). 18 (8)], dann nur noch ein -iu (andarıu 18, 25) gegen 20 -u. In f steht ein isoliertes elliu 25, 5 (managiu 42, 2 und sumiu 71, 4 haben das iu rc), dann kommen 9 -iu auf 77, 5 81, 8, gegen 14 -u von 77, 1 82, 8. Für Z ist ein Ab- schnitt um Cap. 146 anzusetzen. Von 132, 9 146 stehen 21 -w gegen 52 -iw, von da bis zum Schlufs von 5 noch 64 -u gegen nur 12 -iw: von diesen sehliefsen die ersten 7 noch an die erste Abteilung von 5 un- geführ an (147, 11. 149, 4. 5. 158, 1. 165, 4. 7. 168, 3); die letzten 5 steben wieder mehr isoliert (182, 5. 185,5. 9. 196,4. 201,5). Das einzige Beispiel von -u für dd ist thisu 228, 1. Im Ganzen sind übrigens die Formen auf -iu so häufig und bei y dd’, d. h. den Schreibern, welche auch sonst oberdentsche Spuren aufweisen, derart bevorzugt, dafs man mindestens

8 8—9. Halbvocale: w. XXV

zweifeln darf, ob man es hier mit dem fränkischem -?« und nicht vielmehr mit dem Diphthong -iw zu tun hat.

f) Im pronominalen instr. sg. thisiu 155, 8. 218, 1: thisu 160, 2. Auch hier ist das -iw vielleicht als Diphthong zu fassen.

b) wv.

$8 8. Der w-Laut wird in der Regel durch «& bezeichnet, aufser wenn ein % vorausgeht oder folgt.

1. Für silbenanlautendes 10 begegnet sehr selten daneben. einfaches u: uesta 42, 3, «olent 141, 3, giuesso corr. in gi- uvesso 146, 5; ferner vow (s. darüber $ 9, 1): givvuorphosit 81, 1, veuolaga 92, 3, vvuollet 132, 16, uuiltuvvuono 141, 12; und w*, jas ich hier durch wv» widergebe: giuvati 38, 1, uvort 58, 2, giuverbit. 74, 6, uvarlihho 132, 5, wvari 132, 11. Verlust eines anlantenden ww in wwidarortes 5 184, 3.

2) Nach q steht abgesehen von quuat 106, 1 stets ein- faches %: quedan, queman usw. Nach anlautendem 8, th, f, 2 wechseln % und u“ in folgender Weise:

& B y ó a s fg' 6& w 9 0660 1 2 9 74 uw. 1 6 30 18 1 18 13

Belege für die selteneren Formen sind: y githuahan 84, 4; d zueliut 112, 1, zuene 116, 1; « zuwi- 10, 1; B zuuene 19, 1, vgl. 87, 1; fur- suueri 80, 1, vgl. 80, 2. 4, suuert 44, 22; ethuuengit 181, 20; 5 suuarb 135, 1, suwara 141, 2, dann öfter von 149 an: 149, 1. 2. 5 (8). 155, 2 (2). 161, 2. 166, 2. 4. 168, 1. 169, 1. 171,8. 174, 2 und wieder 196, 8. 199, 7. Hierbei sind die Formen des Adj. manduuári = ags. mon- bware nicht mitberechnet; wie die Form mandauuari # 67, 9 zeigt, ist dies vermutlich entlehnte Wort als mand-uuari verstanden worden: daher neben. dem constanten d statt th auch das wu g 22,9. Ganz selten und local beschränkt ist dreifaches u: tuuuala 148, 8, zuuua 149, 2. Neben. suorga ete. steht sorga ete. B 88, 3 (2). 44, 13. 63, 3.

3) Inlautendes einfaches ww zwischen Vocalen wird regel-

recht durch 44 bezeichnet.

Nach betonter Länge in Wörtern wie nauuen, sauuen, euua, euuida, euuin, seuues, hiuuen, hiuutski, spiuuan, nach betonter Kürze in heuui- 18, 11, fleuuitin 19, 4, euuit(es) 35, 9. 161, 2, kneuue etc. 46, 2 etc. (5), threuuita 61, 3. 92, 6, geuui 82, 1, gispiuuan 112, 1, streuustun 116, 4 (2), vgl. 157, 4 und gistreuuent 116, 6, euuist 138, 6. 18 (2), gikeuuen 141, 7 (weiteres s. 8 9, 6); nach unbetontem Secundärvocal in Wörtern wie garauuen, garauue adj., gigarauus, biscatauuen, uustauua, treseuue, meleuue, irisiuuen, miliuua, phuliuui. So auch bei mangelndem Secundár- vocal nach Consonanten: « garuuen etc. 2, 7. 4, 17. 18, 8. 21, uuituua 7, 9, «' garuuo 125, 9; B zesuua 31, 3. 88, 8; daneben einfaches u: « biscatuit 8, 7, « uuitua 122, 2 (2), B. zesua 69, 1.

8 9. Verbindungen von w mit einem benachbarten w:

1) Für anlautendes ww steht in der Hs. entweder einfaches. uu oder ww", in & uw, d. h. ww mit übergesetztem v; letzteres. ist im Texte nach Schmellers Vorgang durch vvw widergegeben..

XXVI 8 9. Halbvocale: tw.

Die Formen ww und vow wechseln bei den verschiedenen Schreibern

folgendermafsen: y dd: £ B. t. 4. uu 1 68387 25 1 20 7 wu 42 71 5 21 6 4 39 4

Belege für die selteneren Schreibungen: « wurdun 2, 11; 8 ant- uurtita 17, 6. 19, 6; wuntorota 47, 6; uuohsun 71, 4, uuntarota 78, 6; antuurtita 82, 5; « anuurtita 121, 3; y vouo '89, 2. 5 (2. 92, 4. 97,8; Ó vvuofanti etc. 221, 1. 2. 8. 298, 4 (vvurdin 240, 1 ist re). In C sind uu und Yvvu 80 verteilt, dafs bis 175 nur zwei vereinzelte uu (uurci 141, 17, uuntar 145, 17) auf 88 veu kommen, dann beginnt mit biuurti 176, 1 eine Reihe von 18 uw gegen 6 vvu [181, 1. 190, 2. 191, 8. 198, 5. 201, 2 (2). Dreifaches « begegnet einmal in uuurm y 95, B.

2) Consonant + ww wird durch Consonant -]- ww gegeben: B bithuungan 40, 10, gisuuor 79, 5, a’ bithuunganu 119, 12, & thuungun 200, 5; daneben in « einmal swor 4, 15.

3) Aehnlich wechseln ovu und ww für inlautendes wu nach unühnlichen Vocalen:

B evvu 17, 2. 25, 5, sevow 19, 1, braevu 78, 9, knevvun 19, 8 (über «vou 77,5 s. 8 9, 6); « zesavvun 180, 2; C evow 184, 8 etc. (4), ze- savvun 152, 2. 3, garavvu 162, 1 gegen d hieuun 116, 4, zesouun 112,2, wuttauwn 118, 1, d’ euu 231, 8, 5 euu 170, 6. 197, 6, zesauun 190, 3. 200, 2.

Dazu tritt «uw: euuu a 7, 2 (2). 3. 5. 11. 9 68, 4 (var. euu). « 120, 83. 128, 1. 131, 5; garuuu a’ 125, 6.

4) Die Gruppe uw vor unühnlichem Vocal wird meist durch uuu bezeichnet.

So stets in gtiriuuuen (7), ferner 9 scuuuen 21, 12, zesuuua 28, 2. 8, baluuue 88, 8, uuttuuua 49, 2; 5 nuuua 160, 5. 185, b, muruuwi M6, 1, vgl. auch wuigu-uuir 132, 17, zunzu-uuaz 134, 2; daneben scuuen 4X ;

Für www dient uuu in spuuun 192, 1 (vgl. riuuu 56, 4. 123, 4), auch wol in zesuuun 112, 2, und wovu in uuituvvun 78, 7 (2).

9) Altes «uw und ouw in bliuwan, wwer, twuwih,! riuwa, triuwa, giriuwi; houwan, scowwon erscheint meist als sum, 0ut oder iuuu, ouuu:

rd « cs f 2 d

44u, 0uu 1085 25 2 11 8

wu, u 2 1 4 24 89 10

Belege für die selteneren Schreibungen : d suuar 104, 2, riuua 107, 4; $ gitriuui 149, 6 (2). 151, 5, scouuotun etc. 158, 7. 186, 4. 188, 6;

« giscouuuota 2, 11, riuuua 18, 28; f iuuuaru 19, 6 (iuuuera 98, 1, -eren 40, 7, -ih 67, 2 sind rc, ebenso fuuwaremo 191, 15); yiuuuar, -er

! In diesen beiden Wörtern wird, soweit sie mit drei w geschrieben werden, in der Regel zwischen dem ersten und zweiten w ein Zwischenraum gelassen: 44 uuer, iu uuih.

$ 9. Halbvocale: w. $ 10. Liquidae: 1, v. XXVII

84, 2. 89, 5. 93, 2, -4h 87, 8 (dazu $uuer 98, 1 mit er rc?). An ab- weichenden Schreibungen begegnen sonst noch B rivvua 18, 5, ivvuth 19, 2,

y wuuih 82, 12 (tv auf Rasur für h$?), suvuar 84, 3. 4; t iuer 132, 11. Einziger Beleg für altes www ist riuuw 56, 4. 128, 4.

6) Für westgerm. wt aus w findet sich nur ein graphischer Beleg in niuuuen Ó' 243, 2; sonst geht einfaches uw durch: neben den bereits oben $ 8, 3 angeführten Formen (worunter gistreuuent 116, 6, gikeuuen 141, 7 besonders zu beachten sind) vgl noch fhiuui 4, 5, niuwi 160, 6. 218, 1 und die übrigen 11 Belege für flectierte Formen im Glossar; danach ist nivvu 77, 5 sicher als »itu, nicht als niuwu gemeint. Für den Grund- dialekt des T. ist also offenbar Mangel der westgerm. Gemina- tion des ?^ vor j bezw. secundárer Verlust durch Ausgleichung zu constatieren.

2. Liquidae.

$ 10. 1) Bezüglich des } ist nur auf die Assimilationen in guollichi und annuzi 8 60, 5 zu verweisen.

2) Flexivisches r fehlt 6 mal inyin he - 11* etc. neben herschendem her, er; in uuie (var. uuer) 59, 3 (2); in these a 3, B 11, y 1 (101, 2; daneben 4 urspr. thesa? 87, 9 97, T), « 1 (129, 8, el (133, 1), 5 132, 9. 14. 19; dem 165, 4. 182, 2. 188, 1 gegen theser 8 82, 8, y4 (94, 2—97, 8,605,201 (199, ^ 8 1 (182, 2), 5 12 (7 von 182, 11 188, 14, dann 5 von 188, 4 210, 2), d’ 1 (239, 2) und fherer ó 111, 3. 117, 1 (über letzteres vgl. 8 17), endlich in dem häufigen thie (he, de) neben (her (der). Bei aller in der Verteilung dieser Formen hervortretendenWillkür läfst sich als ursprüngliche Regel doch erkennen, daís die Form ohne r einst relative, die mit v demonstrative Function hatte. Dies tritt besonders bei dem zu- sammengesetzten Relativum hervor. Bei dem mit thar gebildeten thie thar ist die Form £her etc. überhaupt auf die Schreiber y Ó ó' beschränkt:

a B y óÓ «a ce fg SE

thie thar etc. 7 583 11 15 1 3 26 1

(her thar ete. 19 12 -- 9

Belege für die seltneren Formen: y 9 the, de von 82, 11* 90, 5,

dann 2 thie 93, 3. 100, 3; d thie dar 118, 8 gegen ther thar (dar) 104, 5 118, 35; 9 (thie dar 215, 1 no), the dar 220, 5 gegen ther dar 212, 6 242, 4.

Ewas anders ist die Verteilung der Bildungen mit der Partikel the, de: sicher sind diese nur für &: 8 thiede 141, 9 155, 6 : 32 therde 141, 14 199, 2, und d’: therde 242, 4; dagegen sind die ther thie von « (4 von 8, 1— 14, 6), 8 (10 von 25, 6 82, 7), « (4 von 119, 7—120, 5) ebenso als pron. dem. -- pron. rel. aufzufassen wie die ther ther etc. von d 105, 3. 110, 8 und & 147, 8. 154, 1. 167, 4. 192, 2 und die zahlreichen Belege andrer Casusformen wie thes thie, themo thie etc. (Glossar S. 460b): sie bestütigen ihrerseits nur die Hauptregel.

XXVIII $ 9. Liquidae: r. 8 11— 12. Nasale: m.

Zu .beachten ist die Verteilung der Formen thie dar, thiede und therde (nebst etwaigen orthegraphischen Varianten) in DC. Es beginnen 12 thie dar 198, 6 141, 9; dann 6 thie dar 141, 16 149, 8:7 thiede 141, 9 147, 8 : 15 therde 141, 14 149, 8; dann 5 therde 151, 9 168, 6: 1 thiede 155, 6; dann 2 thie dar 161, 8. 164, 1: 1therde 169,5; dann 9 therde-164, 6 182, 8; dann 6 thie dar 185, 11 205, 2 : 2 therde 197, 9. 199, 2.

Die einfachen /hie und ther nebst Varianten (einschliefslich

der erwähnten Zher thie und ther ther) sind folgendermalsen verteilt (die erste Zahl gibt die Belege für demonstrativen, die zweite die für relativen Gebrauch; doch ist zwischen diesen nicht

immer sicher zu scheiden): D: ß y 6 a '" ó the 40(8) 55(44) 79 (12) 1 18(14 1(4 8(60— ther 29 (3) 96 (14) 2 (9) 52(9) 44 (4) 18(3) 3(0) 180(25) 46 (2) Charakteristisch für das urspr. Verhältnis von thie rel. und ther dem. sind neben den ther thie die nicht ganz seltenen Stellen wie thie mit mir nist, ther ist uuidar mir 62, 7. Auch in £ finden sich beachtenswerte Schwankungen : Cap. 17—48: 46 thie 17,4 48, 1: 42 ther 17,6 47,8; Cap. 50 55, 5: 15 ther 50, 8 55, 5; Cap. 55, 8 64: 15 thie 55,8 64, 14 : 15 ther bb, 8 64, 6; Cap. 67 78: 24 thie 67, 2 77, 1: 14 ther 67, 2 78, 8; Cap. 79 82: 4 thie 82, 4-9 :23 ther 79, 8 82, 11. |

&. Nasale.

8 11. Inlautendes m ist fest bis auf folgende Schwankungen:

1) In der alten Verbindung mf wechselt es mit nf: « fimf (var. inf‘) 2, 11: finfta- 18, 1; 8 nur notnumftige 64, 10, fimf 80, 4. 6 (2), fimfzuge 80, 5; y nur notmunfti 88, 2, finf 87, 5, uinf 88, 1. 89, 5 (2) und daneben gizuftigont 98, 8; d nolnumftara 118, 2 : finf 107, 8, -zug 108, 8, gizunfti 109, 1, gizunftigotastu 109, 8; «’ nur messezumft 199, 7; & nur finfzug 181, 25; 5 fimf 148, 2 ete. (8, cumfti 145, 1, vgl. notnumpfts 141, 19: uinf- 135, 9, finf- 188, 9 (2), ungizunft 133, 15, cunft 147, 1 (2) und‘ cunfpt 145, 18; d’ nur finfzug 237, 3. Stets erhalten ist mv: fimui, -u 44, 22. 125, 4. 148, 2 (2). 149, 2. 4.

2) In der Gruppe mph, mpf aus mp bleibt das m, aulser in kenphon 47, b. 200, 1, gilinpfit 189, 9. Bei der Verschiebung des ph zu f halten p yb das m fest: A furthamftun 71, 4; y thamfta 99, 8, gilamf 87, 1. 99, 4. 108, 5, gilimfit 87, 5. 90, 4. 92, 1; & gilamf 138, 3, scimfitun 192, 1; nur dd’ setzen regelmälsig m: scinfitun 106, 7, giscinfit 112, 1; av 218, 4, gilanf 220,5. 227,2. 232, 2. Ueber nph ete. in inphahan S. 50, 6. 8) Für mt steht mpt in erduompt 172, b.

8 12. Auslautendes Flexions-m ist meist bereits durch ersetzt und nur in geringem Umfang noch als -m erhalten:

1) Im dat. pl. kennt a noch 19 m: allem prol. 3. 2, 2. 6, 7. 7, 10, tuochum 5, 13. 6, 2, hohistom 6, 3, them prol. 4. 6, 7. 7, 10, dem 6, 5 (2), im 5, 13. 6, 1. 2. 5 (2). T. 18, 6:. Auch y hat noch im 94, 1 und simblum 97, 8, & simbolum 131, 11. Die meisten dieser m sind indefs, zweifellos vom Cor- _ rector (vgl. 2), durch Rasur in % verwandelt.

8 19. Nasale: m. 8 18. m. | XXIX

| 2) In der 1. sg. ind. präs. steht m noch etwa 30 mal in bim von 2, 8. 9 (2). 3, 6. 13, 21. 28. 21, 5 an bis 133, 9. 10. Nur die beiden letzten Beispiele gehören 5 an, das wie dd’ sonst überall bin hat; dies findet sich wiederum in By nur 4 mal: 19, 8 (rs). 47, 4. 87, 2. 6 und fehlt in « ganz. Es kann da- nach kaum einem Zweifel unterliegen, dals die Hand, welche die Mehrzahl der ursprünglichen bim in bin verwandelte, eben die des Correctors 5 war.

3) Ausschliefslich herscht & bereits in der 1. sg. ind. der schwachen Verba auf -ón und -ön; belegt sind erem, fasten, folgen, fragen, haben, leben, sagen, scamen, tholen, uuonen; arnon, giberehton, beton, diurison, gienton, giheilagon, labon, lobon, minnon, aroffanon, ougozorhton, (gi-)samanon, theonon, gizimbron.

4) In der 1. pl. der Verba findet sich -m nicht mehr, da- gegen ohne Unterschied des Modus und Tempus 31 -n, und zwar stets in Verbindung mit dem Pronomen uuir, welches entweder vorausgeht (giantvvurten 13, 21, furuuerden 52, 4, uuollen 57, 1, sungun, uutofun 64, 12, faren 72, 5, birun 131, 13, uuizun 132, 12. 174, 2, sterben 135, 8, wuuarin 141, 26, gi- hortun 189, 3, spanen 222,3; vgl. gisahun uuir thih hungrentan inte fuotritun thih 152, 4) oder nachfolgt: sculun uuir 13, 16 eic. (17; s. Glossar 8. 503°); einmal ist das w vor dem ww bereits geschwunden: uuieuuuir 132,17 (vgl. 818, 1). Diesen 31 stehen 111 Ausgänge auf -mes entgegen, mit oder ohne Pronomen und ebenfalls ohne Unterschied nach Modus und Tempus (4, 16. 6, 4 (2). 8, 1 (2). 12, 6. 13, 7. 9. 14. 17. 16, 4. 17, 2. 19, 6. 34, 6. 42, 2 (3). 54, 9. 64, 1. 72, 5. 73, 1. 80,1. 4 (2) 82,5 (4). 8. 12 (2). 87, 5 (2). 9 (3). 89, 1. 4. 91, 2. 92, 8. 93, 3. 95, 1 (2). 97, 5 (2). 104, 7. 106, 5 (2). 109, 2. 112, 1. 2. 118, 1 (2). 119, 1. 6 (4). 123, 2. 3. 124, 8 (2). 126, 1. 129, 4. 131, 13. 17. 23. 132, 14. 17 (2). 18. 133, 5. 134, 5. 135, 4. 7. 28 (2). 186, 3. 137, 83.. 139, 1. 9. 141, 26. 151, 3. 152, 4 (3). 7. 157, 1. 162, 2. 165, 2. 166, 4. 176, 2 (2). 178, 3. 179, 2. 182, 8. 185, 1. 194, 2. 197, 6. 198, 4. 203, 3. 205, 3 (2). 5. 208, 5. 215, 2. 222, 8. 225, 3. 233, 2. 239, 5; nachgesetztes Pronomen nur emphatisch gemes uuir 'eamus et nos’ 135, 8 und ähnlich quememes uuir 235, 3) und in 5 7 -nmes: uuisunmes 132, 12 (2; das n beidemal radiert), gabunmes, gihalotunmes, quamunmes 152, 4, comenmes 165, 2, siizenmes 208, 3 (dagegen soll gisahomes 95, 1 mit vn vom Corrector über durchstrichenem 0 wol Üorrectur in gi-

: Sahun bedeuten).

8 13. Das * bleibt im Allgemeinen unverändert, so auch stets in dem Präfix éní- von intfahan, auch wenn das ff zu ph

XXX 8 18. Nasale: n.

oder tph etc. assimiliert wird. Ueber die Assimilation von mr und nm zu mm s. S 60. An Besonderheiten kommt aufserdem etwa noch folgendes in Betracht:

1) Auffallend häufig ist Abfall eines auslautenden s, zumal im Infinitiv: y fara 82, 12, arouge 90, 4, woruuerda 92, 1, uuerde 95, 4; a’ sihhoro 125, 3; doch auch unea 108, 7, thur- stenta 152, 4, brach 211, 1, forstuonti 232, 1 (82, 12. 90, 4. 125, 3 ist ein * über- oder angeschrieben). Manches hiervon ınag einfach einen Schreibfehler enthalten, wie wol sicher ei 154, 1, thenkente dat. pl. 13, 19 (uuerde 13, 3?); anderes mag wirklich auf dialektischer Grundlage beruhen (Braune 8 126, Anm. 2) Verlust eines 4 vor uu begegnet in uuieu-uuir 132, 17, zuneu-uuaz 134, 2 im Eingang von L.

2) Wechsel von ng und einfachem g zeigt sich in cunig 152, 3. 5, erdeuniga 93, 2, phennige 109, 3,.-on 188, 2, sun- trigun 86, 1 (93, 2. 138, 2 ist das n nachgetragen; 109, 2 (2) steht phenninga auf Rasur, ebenda einmal suníringon) Um- gekehrt steht -ing- statt des sonst üblichen -2g- in eining etc. ó 105, 1. 117, 3. a’ 129, 9. 130, 3. 5 194, 3. 197, 9, nihei- ninga 196, 1. 197, 2. 5, noheiningemo 198, 5.

3) Der Comparativ von jung erscheint vereinzelt noch ohne Nasal: iugiron 34, 5. 135, 4. 157, 3 (vgl. got. jühiza); so auch das prät. von síanían in worstotun 89, 6, forstuotun 104, 7. Umgekehrt kommt im prät. von fähan auch die nasallose Form intfiegun 109, 2 vor (vgl. phiegin Denkm. LXXXVI, 4, 36, inphiegen ib. 38, intphiec Mainzer Beichte 12, inifiegena [| Hs. int siegena] de Heinr. 18); ist ebendaselbst intfiengun vom Cor- rector für inífiegun gesetzt? Zweifelhaft ist «nffagana acceptam 208, 3 mit fagana ro; gagantan 81, 2 ist sicher Schreib- fehler.

4) Verlust eines » zwischen m und ? zeigt das Prät. namta, -un 4, 11. 22, 5.

5) Bildung der 2. pl. auf -n? ist abgesehen von saetu"t 135, 21 beschränkt auf B (gihortunt 30, 1, tuoment 39, 1, then- kent 54, 6), 66 (erstigent 104, 2, wuwizeunt 104, 8 (2), int- fahent 232, 6) und y, wo diese Formen verhältnismälsig am häufigsten sind (ubargangent 84, 2, quedent 84, 3. 87, 5, uor- . stantent 84, 6. 8, uwizzunt. 87, 5. 8, ingiengunt 87, 8, in- fahent 88, 18, wwuollent 88, 11, santunt 88, 11, bringent 92, 3; keines dieser Beispiele geht wie man sieht über Cap. 92 hinaus).

$ 14—15. Germ. Spiranten: f. XXXI

4. Die germ. stimmlosen Spiranten. a) f.

S 14. Anlautendes f wird im Allgemeinen nur selten durch u vertreten:! j

p "az 62, 6, wiront 68, 4; d uon(a) 104, 2. 5, uergont 108, 6, biuehnota 114, 2; «' weihhane 126, 2 (uerro 128, 6 rc); & want 188, 1, uerit, ist 133, 7. 135, 4: 19. 158, 6. 161, 1, uora 183, 7, winf- 135, 9; giuultan 178, 5; furiwarenton 205, 2, biusluhu 208, 6. Häufig sind da-

n diese w in y bis etwa zum Schlusse von Cap. 91: eruazso 84, 4, uallent 84, 7. 85, 4, uar(an) 87, 1. 5. 90, 4 (2), uant 88, 5, hinauart 91, 2; werro 84, b, uerit 84, 8. 88, 8; uuegeuerts 87, 1, ueor 89, 8. 5; uingara 86, 1, wuior 87, 8, uinf 88, 1. 89, 5 (2), utsga 89, 2 (2), wintint 90, 5; uolla 89, 8, worahten 91, 3, uon 88, 1 etc. (28 mal, s. Glossar 8282); aruuor 88, 4. Nach Cap. 91 finden sich nur noch wenige Belege: wuar(an) 92, 8. 98, 8, uerit, 92, 8, uerra 97, 1, wirnlustigo 97, 1, aruiurte, -un 100, 6 (4), uolget 95, 1, ein uon (rc in fon) 95, 2, uurista 94, 8. Eine merkwürdige Ausnahme von der allgemeinen Regel bildet das Verbum g- fehan nebst gifeho (beide nur dem T. eigentümlich und dem Verdaeht der Entlehnung aus dem Ags. ausgesetzt) und giuago, die zusammen 29 mal mit f und 22 mal mit « vorkommen; auíserdem wird 67, 6 giuuehen und giuuehet geschrieben. Auf c entfällt nur ein « in giuago 13, 18 gegen 9 f,auf 28 uw: 1f. (gifehen 77, 1, y 6wu:2 f (gifehan 88, 11, gifah 108, 5), auf dd’ 2 resp. 4 u, auf e 1 f (gifah 131, 24), auf & dagegen nur 2 u (giuihu 185, 7, giuehenti 196, 4) gegen 15 f (dazu gifah rc 181, 24).

S 15. Besonders charakteristisch ist die Art wie die Vor- silbe fWr-: behandelt wird; in dem Wechsel von f und % im Anlaut stimmen die einzelnén Schreiber ziemlich mit dem über diesen Wechsel in andern Wörtern dargelegten überein. Daneben aber ist zu beachten, daís dies Präfix abgesehen von einem wir- stantet 89, 6 und den Kürzungen fliosan 44, 19, fliose 138, 10, flurin 199, 6 auch im Vocal zwischen % und o schwankt. Die drei so entstehenden Formen fur-, for-, wor- verteilen sich

folgendermalsen: a4 B y ó «c ee & ÓóÓ fur- 3 81 20 7 fo- 12 12 13 20 2 -— S85 12 ur- 46 1 6 2

Die 12 for- von « gehen von prol. 4—18, 5; dann folgen die 3 fur- 18, 15. 19. 15, 6. In f beginnt eine Gruppe von 8 for- 18, 2 21, 11 gegen 2 fur- 21,9. 10; dann folgen, abgesehen von 4 isolierten for- 27, 1 || 62, 41 78, 9. 79, 9 (for- 28, 1. 62, 12 ist rc) 85 fur- von 24, 8 82, 7. Auf den Anfang von y bis 96, 4 entfallen 80 uor-: 1 for- 84, 5; von da

1 Fremdes ph- bleibt in der Regel bestehen, s. Phaleg, Phares, Pha- riseus, Philippus im Namenverzeichnis; doch findet sich dafür f in Fartseus ele, y 84, 7. 89, 4. d 110, 1 (2). 118, 2 (2). & 138, 4. 185, 28. 188, 7 (nur im Eingang). ó' 215, 1.

XXXI 8 16. Germ. Spiranten: f. 8 17. s. $ 18. th.

bis zum Schlusse stehen den übrigen 16 wor- 12 for- (97, 6 108, 2; aber schon 96, 5 ist aufserdem wor- in for corrigiert) gegenüber. Das einzige wor- von d 104, 5 (doch schon 104, 8 for- auf Rasur) steht ganz zu Anfang. In «' folgen auf 5 fur- 119, 8 120, 7 (for- 120, 6 ist rc) die beiden for- von 121, 4, dann gehen die übrigen 15 fur- ununterbrochen bis zum Schlusse des Abschnitte. Zu & gehören ferner noch die rc und nc 28,1. 62,12. 120,6, sowie auch die zahlreicheren Correcturen des u von fur- in o, welche sich in den fur-Abschnitten finden. Die 6 wor- von & zerfallen ihrerseits wieder in drei Grappen: 183, 8. 11. 184, 4 || 146, 3 (2) | 193, 8. Die beiden wor- von d’ endlich, 224, 3. 225, 1 stehen zwischen 4 +8 for-.

& 16. Inlautendes f nach Vocalen wird in der Regel zu u, vgl. im Glossar aualon, einlw etc. frithoue, grauo, hewig, heuen, innuouilu, ouan, reue, sueual, diuual, uuorphscuuala, zueliui, so auch das fremde gibrieust 5, 11. Nur 5 wendet hier auch f an: hefige 188, 5, erhefanne 139, 9, -it 141, 9, ufhefet 145, 20, diufale 152, 6, zuelifin 154, 1. 183, 1, hefit 156, 5, grafo 199, 7 neben heuigerun 141, 17, giheuigotiu 146, 4, sueual 147, 2, friihoue 188, 1, grauen, -o 192, 3. 198, 5. 199, 1. 10. 200, 1 und öfterem (fremdem) diuual. Ebenso nach sonoren Consonanten: uuolua 41, 1. 44, 11, fimw: etc. 44, 22. 125, 4 und in 5 148, 2 (2). 149, 2. 4. Nur das erst aus dem Auslaut von /harf in den Inlaut übertragene f von (bi)thurfun, -ut 38, 6. 96, 3. 6. 191, 2 bewahrt stets die Form f..

b) =.

8 17. Germ. s bleibt im Allgemeinen in allen Stellungen fest. Für As steht einmal x in sextun 109, 1. Ob die Form sehta 198, 3 neben sehst- 3, 1. 8 etc. für die Zeit des T. noch als authentisch angesehen werden darf (vgl. sehtin BR. 63, 16, sehtun ib. 91, 19 Hattemer), mag dahingestellt sein; blofser Schreibfehler ist seh 117, 5.

Im gen. dat. sg. f. und gen. pl. des pron. these, theser wird das s durch r ersetzt: therra etc., s. Glossar 8. 470; so auch einmal ohne Vocalsynkope therero ó' 282, 3 und ausnahmsweise im nom. zweimal /(Aerer 111, 3. 117, 1.

Ueber sk s. $ 50 ff, über den Wechsel von -s und -sí in der Endung der 2. sg. der Verba s. 8 62.

c) th.

8 18. Anlautendes germ. D ist im freien Anlaut meist als ih erhalten; ausnahmsweise wird dafür in demo 5, 11 (2). 6, 5 (2), dem 6, 5 (2) auch d geschrieben, desgleichen in thiu dar 7, 7 und vvurdun 5, 13.

$ 19. Verschiebung zu d ist selten, abgesehen von den nachher zu erwähnenden specifischen Ausnahmen.

8 19—20. Germ. Spiranten: th. XXXIII

Nur ganz vereinzelt bedienen sich « 9 d des d: « demo 18, 4; B dih 17, b, danan 18, b, dingun 33, 2; vgl. bi-derbi 28,8; d zi desemo 104, 2 (2), dunco 107, 2 (über manduuari s. 8 8, 2), in «' 8’ e fehlt es ganz. Auch 5 gebraucht es nur spärlich: dihemes 137, 3, dritiun 150, 3, driio 188, 6, drizzug 193, 6, öfter in Pronominibus: dese etc. 182, 19. 188, 15. 184, 11. 141, 30. 198, 1; demo etc. 132, 10. 18 (2). 188, 1. 3. 184, 5. 8 (8). 10. 145, 2. 155, 7. 200, D, dir 188, 2. 142, 1, dih 184, 7,. 205, 4, also vorwiegend im Anfang. Für d’ ist nur das Compositum sof- durf 231, 8 zu verzeichnen. Stärker ist das d in y bis Cap. 96 vertreten : durrero 88, 1, drizog 88, 2, dri 89, 1, dritten 90, 4. 92, 1. 93, 1; drato 91, I, driio 91, 2, druoanti 91, b, dorret, druoet 92, 2; dazu die Compo- sita biderbi 82, 112 94, 4 (4), notdurft 95, 3; ferner sehr oft in Pro-. nominalbildungen: danne, -a 87, 5 90, 6 (6), du 85, 4. BT, b, dir 85, 4 98, 2 (11), din(a) 87, b. 9, dar 87, 1. 5. 9 (2), daz/87,5 94, 4 (11) und besonders im Artikel 82, 12 95,2 (ca. 120 mal). Nachher begegnen nur noch der 97,1.4, dar 97, 1, gi-dult 99, 2. 8, bi-derbi 100, b.

$ 20. Weiter greift die Verschiebung im Anlaut des zweiten Gliedes fest geschlossener Formeln, in denen das tk offenbar zum Teil als inlautend behandelt wird (S 23).

1) bi-dóu statt bi-thiw steht in 8 38, 1, dann 18 mal in y gegen l. bithiu 97, 6; Ó hat zu Anfang 7 bithiu 104, 2 (3). 6. 8. 105, 1. 107, 3 gegen 16 bidiu, welche mit 104, 6. 106, 7 beginnen und dann von 108, 4 114, 2 ohne Unterbrechung fortlaufen; ó' kennt nur 6 bidiu 222, 2 233, 8. Im Uebrigen steht die Form bithiu fest.

mit thiu ist in a a' B B' e erhalten; C setzt, neben 3 mit thiu 135, 19. 26. 136, 1 dafür 49 mal mit dıu 132, 15 210, 5, ebenso in seinen Correcturen 43, 3. 77, 3. 110, 4; in y ó ó' tritt regelmüfsig Assimilation zu mittiu ein, abgesehen von mit thiu ó 106, 5. 107, 2.

Die übrigen Verbindungen von fhiu mit Präpositionen (Glossar S. 464) werden stets mit ih geschrieben, abgesehen von einem untar diu y 87, 8, welches also nach $ 19 zu beurteilen ist.

2) Das zur Bildung des Relativums dienende thar wird in a &' B B e mit th geschrieben; nur steht einmal dar « 7,7 (vgl. $ 18) und 4 mal dar « 13,6. 8. 10. 15 (24, 1. 79, 11. 132, 6 ist es rc). Die andern Schreiber verwandeln es meist in dar:

DB yvy Ó «a sce pg bt „4 thar 21 89 4 112 1 23 7 dar 4 60238 "4 22

Die 4 thar von y stehen ganz im Anfang, 82, 11; d hat thar nur 104, 5. Die 7 thar von & reichen von 188, 6 141, 16. Zu den dar gesellen sich noch 8 der in ther der 147, 8. 154, 1. 167, 4, in denen schwerlich selbstündiges Relativpronomen anzunehmen ist, wie in ther ther iste qui 192, 2.

Das ebenso wie (har gebrauchte the erscheint in y nur in der the 87, 8 (the 87, 7 ist eher selbständiges Relativum, daher auch vom Corr. in ther geändert), in d in tho the 104, 8, in d’ in thiud-ir 224, 4, therde 249, 4 und vermutlich in tharda 280, 1 (vgl. thar 3 und the, Glossar S. 450b. 4552). Dagegen hat $, nachdem bis 140, 2 ohne Unterbrechung

Sievers, Tatian. 2. Aufl, III

XXXIV 8 20—23. Germ. Spiranten: th. 8 24. h.

dureh andere Formen 16 dar und 6 thar vorausgegangen sind, von 141, 9 211, 2 neben diesen Formen noch 56 de und 5 the (185, 27. 141, 12. 143, 2 || 165, 3. 179, 1); vgl. auch getrenntes themo (theru) . . . the 147, 12, und wiederum thiuda 135, 1, tharda 184, 10. 187, 1, thodo 147, 1, thiudu 170, 5. In « f fehlt die Form the ganz: 25, 6. 26, 3. 4. 32, 3. 42, 1. 44, 25. 26. 82, 7 (2) ist sie vom Corr. für ursprüngliches thie gesetzt, das andrerseits in « 18, 16 (2). 14, 6; £ 39,4. 76,2; «' 119, 11. 12. 120, 5. 129, 5 belassen wurde, übrigens nach den entscheidenden Stellen themo mezze thie 39, 4 und thes ther thie 82, 7 mit dem Corr. als Aequivalent für the, nicht als selbständiges Relativum aufzufassen ist; dagegen liegt das letztere wol vor in themo thie 18, 16. 129,3, then thie 51, 4. 68, 8 und ther thie = hie qui 52,7, then thie = eum qui 67, 2; then then thie 18, 21 ist wegen der ungeschickten Construction unsicher.

. 9) Ganz eigentümlich ist die Gewohnheit von 5, nach andern Pronominalbildungen mit Anlaut th- ein folgendes th in d zu verwandeln: die Belege für dw s. Glossar S. 473^; weitere Bei- spiele sind 22 thiu dae 146, 4, then der fater 165, 4, thaz das 178, 4, thaz dar ih bin 179, 3, ther dih 192, 2, thar der 204, 2. |

4) Eine Analogie zu dem in &j üblichen mit diu (oben No. 1) bildet mi? dir 133, 2. 157, 3. 161, 3. 5. 177, 3 (vgl. auch ei dir 142, 1): mit (hir hat & nur 177, 3, sonst aber in thir, fon thir, uuidar thir etc.

5) Verlust eines anlautenden ZA in unbetonter Silbe zeigt z-emo 86, 1; vgl. ei imo heilante 92, 8, ubar 4e uuaszer 89, 4.

8 21. Das der 2. sg. der Verba auf -s, -sí nachgesetzte Pronomen thu bleibt entweder unversehrt, oder verschmilzt mit der Endung, wueistu, bistu etc. (die Belege s. im Glossar S. 4735; näheres $ 62). Selten sind die Schreibungen scalítu 108, 3 (2), gisthisttu 138, 11, bisttu 195, 5. Kaum wird man damit die Formen mit temo fater 88, 13, al taz folc 115, 2 und $n femo temple 140, 2 zusammenhalten dürfen, die eher als blofse Schreib- fehler aufzufassen sind.

$8 22. Ueberverschiebung des 5 in Z (oder blofser Schreib- fehler?) erscheint in iruen 227, 2, troen 232, 2 für thruoen, ags. prówian.

8 23. Inlautendes germ. p ist der Regel nach bereits zu d geworden; Ausnahmen sind y heithin 98, 2, 5 anthere 132, 9, elthiron 132, 12, quathun 132, 14. 137, 3 (vgl. auch narthu 138, 1) und in ó' das verschriebene erhtbibunga 217, 1. Verhärtung eines aus D verschobenen d zu tim Auslaut liegt wol vor in abasnit 95, 4, vielleicht auch bei qw(w)at 105, 1. 106, 1, uwuart 182, 3; über fant s. 8 55.

d) h.

8 24. Anlautendes À vor erhaltenem Consonanten ist geschwunden, vor Vocalen erhalten. Für Aw steht h im instr.

$ 24—25. Germ. Spiranten: . 8 26—27. b, g. |. XXXV

hiu zu uuer (uwiw nur & 159, 5); daneben mit Verlust des h in 2-iu 12, 6 etc. (Glossar S. 487*). Prothese eines % findet sich in B hahtenton 32, 2, hehti 35, 4, heristen 38, 7. 39, 6, hisuara 82, 11 (hivuwih 82, 12?), hiu 82, 11*, hahtonti 83,1, hah- titun 88, 6, horun 89,5, hahtot 91, 6, heht(i) 97,1 (3). 7, hahtu- Zehen(i) 102, 1. 108, 1, à hiu 104, 5; 5 giheret 139, 4, ist aber meist durch Rasur beseitigt. Im Pronomen der 3. Person her herscht h- im Anlaut vor; doch erscheint auch er: y 8, a' (129, 4, nach vorhergehndem A), 5 39, ó' 2 (Glossar S. 350").

$8 25. 1) Inlautendes A zwischen Vocalen ist einigemal geschwunden: hoisten 3, 5. 7, hoan 91, 1, giueo, giueen 21, 6, aber zum Teil nachgetragen; auch in fihu 87, 3, gisihu 87, 5 scheint hw vom Corrector für bloíses 4 gesetzt zu sein; dagegen ist gisente 121, 1 für gisehente wol blofs Schreibfehler. Zwei weitere Fälle des Verlustes von k im Wortinnern bietet y mit scinaftiw 91, 1 und nalichota 97, 6. Inneres ch für h in buvachı 132, 13.

2) Umgekehrt ist inneres h in y eingeschoben in sah: (var. sait) 87, 8 (2), gilahan (var. gttaan) 100, 1, in 5 in incnahu, -ent neben incna ıh 133, 12 (8 6).

3) hh aus hj in lahhet 23, 3; cht für ht in gisicht (var. -ht) 91, 4; x für hs in sextun 109, 1 (8 17); hst in sehsto, uuahst, giuuahst gegen -st in mist; hsm consequent in uuahs(a)mo, gegen sm in theismo und Ableitungen; As! in uuehsion 31, 6 neben uuehsal etc.

4) Ursprünglich silbenanlautendes % in nih- und moh- be- wahrt auch in den Compositis nihhein(ig) und nohhein(ig) oft die für den Auslaut geltende stürkere Aussprache und wird daher öfter mit AA (aber nicht mit ch) bezeichnet (B8 78, 7; y 85, 3; a’ 128, 7, 5 184, 11. 176, 1. 197, 7 gegen 8 h, s. Glossar).

5) Für auslautendes % steht einmal ch: thoch y 95, 3.

3. Die germ. stimmhaften Spiranten und Mediae. a) b und g.

S 26. Einfaches b und g bleibt in der Regel unverändert» nur hat y einige p im Anlaut: perahtnissı 88, 13, prah 89, 2. 5, pittent 98, 3; das isolierte niprennent Q 25, 2 verdankt sein p dem Einflufs des vorhergehenden f(.

& 27. In der Gemination herscht bb und gg: sibba, gota- uuebbi, -in; luggi, giuuiggi (einmal cg in mucgun 141, 18; aleibba 231, 2 ist Schreibfehler); dagegen heifst es stets cripp(e)a, was weder zu as. cribbia noch zu ahd. krepfa genau stimmt.

ur

XXXVI 8 28. Germ. Spiranten: b, g. $ 29—80. d.

S 28. Auch im Auslaut und vor stimmlosen Consonanten bleiben die b, g meist erhalten, doch ist auch Verhärtung zu p, c nicht ganz selten.

Beispiele für p: « lamp 16, 1; 8 giloupta 55, 8; y tumpnissi 84,9, giscrip 88, 18, selpsama 102, 1; 8 halpscritanemo 104, 4, arstarp 107, 2 (2); @. giserip 129, 7; gap 148, 6, giscrip 185, 5. 9 (vgl. erduompt 172, 5), à. gtscrip 229, 1. Verhürtung des g ist sehr selten in « (gigienc 7, 9), f (suorcfol ete. 88, 1. 68, 4. 75,8, nidarforscurctin 78,9; aber -steic 48,1 ist re), d (uuek 106, 1, zehenzucfalt 106, 6); in y «' fehlt sie ganz (doch beachte die umgekehrte Schreibung trang für tranc y 82, 11, 8 46); für vgl. den Schreibfehler gient für gien& 181, 26. Ziemlich beliebt ist sie dagegen in 5: mac 188, 16. 184,8. 164, 3. 167, 3. 205, 3, eroucta 184, 6. 182, 1, gibarc 148, 7. 149, 2. 6, salic 147, 11, zuogienc 149, 6, ummahtic 152, 3. 6. 181,6, thinc 153, 4. 189, 1, thrizzuc 154, 2, burc 157, 2. 209,4, uuec 162, 1. 2. 8, heilac 165, 4, berc 166,5, sluoc 185, 2, hantslac 187, 4. sculdic 191, 8, thinchus 195, 1. 197, 7. 200, 1, uuirdie 197, 3, obanentic 209, 1; vgl. auch nidarsteic rc 48, 1.

b) d.

$8 29. Der normale Vertreter des westgerm. d ist í, aufser in einer beschränkten Reihe von Wörtern, welche unverschobenes d mehr oder weniger bevorzugen. So weist diuri nebst seinen Ableitungen 31 d- auf: 5 a, 7 B, 1a’, 4 e, 11 £ (dazu 2 rc 88, 13), 1 6 (227, 2) gegen 7 t-: « tiurida 6, 3, y turidu 90, 6 (auch urspr. furida statt des vom Corr. hergestellten 2 maligen diurida 88, 13), tiurisota 103, 2, und namentlich stets in à: biurlicho 108, 5, tiurida 104, 5 (2). 110, 3. 116, 4, gitwurit 116, 3; neben Zohter « 2, 1. B 44, 22f. y 85, 2. 4. 108, 5. à 116, 3 steht dohter «a 7, 9. 8 60, 2. 9. 67, 10. 79, 5. In dem fremden diuual ist 6 nur in y 82, 12. 85, 2 und in ó 104, 5 belegt, welches auch allein mit /isg? 117, 2 dem sonst üblichen disc eto. (79, 7. 9. 85, 4, in d selbst 107, 1) gegen- übersteht. Dafs die späten Lehnwörter dezemo, dezemon, diacan ihr d wahren, kann nicht auffallen.

8 30. Abgesehen von diesen Fällen bildet d statt f im Anlaut die Ausnahme; am häufigsten erscheint es noch, ohne dafs man sieht aus welchem Grunde, vor w.

Belege: « herduom 8, 2 (forduomta «' 120, 6 ist rc); 8 duomes 26, 1. 2, duoches 56, 7; y dode(s) 84, 2. 90, 6, gidan 88, 3. 4. b, dra- gabetti 88, 8 (2). 4 (8); d dag 104, 2 (2). 3. 109, 2. 111, 1, duom etc. 104, 6 (8). 105, 1; d’ duri 230, 1, deil 281, 2, gidorsta 237, 4, drinkent 248, 8; G6 daga 185, 8, dilli 141, 17, dougolo 145, 1, dougli 187, 2, deil 203, 1, duala 147, 12 und vor wu: duri 133, 6 (2). 9. 10. 146, 2. 148, 6. 186, 2, -uuart 188, 6. 147, 6, -uuarta 186, 8. 4; dumbe 141, 14. 148, 2 (2), duom, duomen etc. 133, 8. 138, 10. 139, 8. 141, 17. 28. 143, 4 (2). 5 (2). 151, 8. 172, 4. 5 (2). 194, 3. 198, 2. 199, 5, uuisduomes 141, 11, meistarduome 197, 1, duon etc. 182, 9. 133, 6. 184, 3. 7. 9 (2). 135, 28. 147, 11. 150, 1. 160, 3. 164, 1 (3). 167, 4. 168, 2. 8. 170, 8. b. 171, 8 (2). 179, 4. 199, 9. 202, 4 (aber nie deta, gidan). landeri latro

8 31. Germ. Spiranten: d. 8 88—84. Germ. Tenues: p. XXXVII

199, 8 ist wol weniger mit Graff V, 440 als "lant-teri ‘Landschade’ auf- zufassen, als vielmehr mit ags. Alóóere praedator zu verbinden.

$ 31. Im Inlaut ist das d noch weit mehr beschränkt: abgesehen von gisentidiu 5138, 3 begegnet es nur in 0: uuande 104, 2, uueraldi 108, 4, aldere 116, 1. 117, 4, und im schwachen Präteritum: unonada 104, 3, giloubdun 104, 9, leccodun 107, 1 (über eldiron s. S 55).

©. Die german. Tenues.

a) p.

S8 32. Anlautendes altes p wird stets verschoben. Es er- scheint durchgehends als ph in 8 40, 9 (2). 10. 49, 2. 51, 4. 52,3. 80, 1. 3. 4, a’ 124, 1. 126, 2. 128, 9 und d’ 212, 6; in 6 stehen 2 ph 134, 1. 151, 8 gegen 5 pf 138, 2. 9. 147, 2.

149, 7. 193, 1 (dazu pfendingo ro 99, 3), in y Y’ph 87, 9. 9j

88, 1.4, 102, 2 (2) gegen 4 f in flanzoota , flanzunga 84.7, fuese $1, 3, giflanzotan 102, 2, in d5 ph 109, 2 (2). 3. 110, 2. 113, 1 gegen 1 f in fenninguuantalero 117, 2. In jungen Lehnwörtern bleibt dagegen fremdes 9 erhalten: palmboum, pa- ston, postul, predigon, -unga, nur in biminzsalbun 212, 7. 216,2 gegen piminzun 214, 2 tritt b dafür ein. In doppelter Form ist vielleicht lat. ficus herübergenommen: in figa erscheint stets der Anlaut f, ebenso meist im Compos. figboum, nur y setzt dafür phigboum 102, 2 (vgl. got. peikabagms, wenn nicht blofs eine ungenaue Schreibung vorliegt). $ 33. Inlautendes pp wird in der Regel zur Affricata ver- schoben, die in B durch ph (clophot etc. 40, 4. 5, skephet 45, 6), in 5 durch pf (clopfo 150, 1, tropfo 182, 3; dazu scephen re 87, 5 mit ph), in y d durch ff oder f (y. sceffen 87, 2, scefes 87, 3; d clofon 113, 1) bezeichnet wird. Für a ist als einziger Beleg für die Affricata das fremde obphar 7, 3 auzuführen. $8 34. Inlautendes p nach vr, l, m wird (abgesehen von dem p des jungen Lehnworts tempal) zu ph, pf oder f ir in fol- gender Verteilung Ber Ó «c e B dt 0 ph 4 8j 3 1 8 2—,5 d —— 1——— 22 29 999! bb— 67 In Betracht kommen die Wörter thorph, uuerphan, Wuorphscuuala, ziuuorphnessi, uuorphozen; helphan, uuelph; kempho, gilimphan, gilum- phida gilumphlih, skimphen, bithemphen; vgl. z. B. fi « rph 13, 24, mph 12, 7. 13, 18. 14, 2, 9 rph 22, 16. 24, 3 etc. eM 7 (28), lph 19, 7. 68, 3, mph 21, "s '22, 4 etc. 79, 4 (7), nph 47, 5; für e rph 121, 8. 124, 8 125, 9 (5), mph 119, 4. 8. 192, 1: für e ah 181, 26,

mph 182, 3; für 5 rpf 182, 20. 153, l ete, 193, 8 (18), mpf 141, 18. 145, 4 ete, 208, 4 (8), npf 189, 9; für y rf 85, 4. 92, 2 97, 2 (10),

XXXVIII $ 34—35. Germ. Tenues: p. 8$ 86. t.

If 85, 4 (2). 92, 4. 5, mf 87, 1. 5 etc. 108, 5 (6), für à rf 108, 1. 9. 116, 2. 117, 2, nf 106, 7. 112, 1, für d' rf 221, 1. 248, 2, mf 220, 5. 222, 2. 227, 2. 232, 2. Die selteneren Ausnahmen sind: ph in y in gi- limphit, -a 87, 5. 91, 4. 108, 3 (uzwwirphu 92, 1 ist re), in d gilimphit 114, 1, in 5 gtlimphent 138, 18, gilumphida 154, 2, gilimphit 161, 5, kenphon 200, 1, kemphono 211, 4 (vgl. uzuuirphu re 92, 1); pf in y gi- lampf 97, 8; f in 8 aruuarf 50, 1, thorf 80, 1, in & gilamf 138, 8, thorf 180, 1. 200, 5, vvurf 181, 1, ziuuerfan 189, 8, scimfitun 192, 1.

Nicht mitgezählt sind oben die beiden Formen furthamftun B 71, 4, thamfto. y 99, 3, bei denen das t auf die Lautentwicklung Einflufs gehabt aben kann.

8 95. Inlautendes einfaches p nach Vocalen wird ursprüng- lich zur Geminata ff, die aber im Auslaut stets, im Inlaut nach langem Vocal meist vereinfacht wird: nur y hat hier noch 4 ff: touffari, -e 90, 1. 91, 5, -louffante 92, 6, louffenti 97, 4 gegen 8 f: 85, 3 (2). 91, 6. 92, 2. 5. 6. 94, 4. 96, 2. Nach kurzem Vocal ist ff überwiegend erhalten, aber doch auch schon oft, zumal nach nebentoniger Silbe, durch f ersetzt:

«& hat 6 ff nach Hauptton von bégriffum 1, 4 aroffonota 14, 4 und 3 -skeffi etc. 6, 1. 8, 8. 18, 1 neben 8 biscofo ete. 8, 2. 13, 1. 19; P beginnt mit 10 ff von offanan 17, 7 offonota 45, 8 (darunter -skeffi 21, 12), dann folgen 10 f in biscofe 46, 4, skefe 52, 8, -skefi 58, 8, skt- fiim 54, 1, senafes 73, 2, arrofozu 74, 8, clafunga 77, 4, -skefin 80, 5, skefe 81, 3. 5, denen nur noch 8 ff eingemischt sind: aroffonon ete. 74, 8. 5, skeffe 79, 18; y wechselt ohne ersichtliches Prineip zwischen leffurun 84, 5, gioffonata 90, 2 und scefe 89, 4, -scefi 97, 2 (2); à schreibt regel- mälsig offane ete. 104, 1 (2). 7. 115, 2 (dazu ofphano 104, 8), aber bi- sgofon ete. 111, 2. 112, 1.. 117, 4, ebenso «' gioffonotu 119, 12 : biscofun 129, 8; 8’ hat nur aroffonota 132, 7; 5 begiunt mit 4 /f 182, 12. 19. 184, 2. 135, 7, dann folgen 6 f: bisgofa 185, 28. 34, ofano 135, 32, -scefi 135, 33. 145, 10, scafanen 145, 13; wieder 2 ff 145, 18. 148, 3, ein f in bisgofo 154, 1; 1 ff 165, 1, 4 f in ofano 175, 3. 176, 1, bisgofo 188, 1. 186, 1, -scefi 185, 5, dann von 186, 2 204, 3 wieder 17 ff (darunter nicht weniger als 15 bisgoffe ete.: nur in diesem Abschnitt hat dies Wort überhaupt ff) die nur durch 1 -scefi 189, 2 unterbrochen werden; den Schlufs bilden 8 f: bisgofo 205, 8, giofanotu ete. 209, 2. 211, 4; d’ end- lich hat 8 ff 228, 4. 229, 1. 232, 1 gegen bisgofo, -a 215, 1. 225, 2, skefes 236, 3.

An abweichenden Orthographieformen sind nur scapho 133, 6,

scaph 133, 11 und ofphano 104, 3 anzumerken.

b) t.

S 36. Anlautendes germ. ? wird aulser vor r stets zu 4 verschoben, das nur selten vor e und 4? auch durch c vertreten wird: ß ceno 47, 7, y cesalari 91, 1, cehenzog 96, 2, Ó' ceso 244, 2, besonders aber im Anfang von 6: cat 135, 5. 139, 2. 5 und 35 ci von 134, 8 141, 1 (Glossar S. 510^; dazu noch mehrere Rasuren: 135, 10. 138, 4. 5. 13. 15. 139, 7. 9. 141, 29), dann noch vereinzelt 147, 1. 159, 5. 160, 4; ebenso stets in dem fremden centenari 47, 1 etc. Die Schreibung c

————M— ———— —— ——— -— ——— ———— --— -

8 86—89. Germ. Tenues: t. XXXIX

für z begegnet auch im Inlaut: 8 luciles 38,5. 52, 5, à halce 117, 3, dann in & phorcihe 134, 1, annuci 136, 1. 2, lucıl 139, 10, wurci 141, 17, bicurcite 145, 16, und wiederum stets in dem fremden cruci 44, 24 etc. (9), bei dem wie bei centenari die lat. Orthographie malsgebend gewesen ist.

$ 37. Lateinischem assibilierten c entspricht anlautendes c, z in centenari und zins; an Fremdwörtern mit verschobenem fremden / begegnet nur -ziegal; unverschobenes # ist dagegen erhalten in talenta, tempal, titul, (trahton, treso, tribue, trisi- uuen), tunihha, turtilituba, nur je eiumal in dd’ durch d (dri- siuwit 105, 3, dunichun 236, 6) und einmal in y durch th (thribuz 93, 2) ausgedrückt. Zu dem letzteren stellen sich noch die th in thruhtin d 113, 1, throhtin à' 238, 2.

S8 38. Inlautendes germ. £ nach Consonanten ist zu 3 ver- schoben: halz, salz, salzan, wualzon, uuelzen; herza (hersza 165, 6), miltherzi; manzon, une, (2-)unzan und ebenso fremdes t in salzon; curzen, phorzih; minza, phlanzon, phlanzunga, piminza; dazu vgl. urceolo 84, 4 mit c lat. assibiliertem c. Ueber gelegentliche c für z s. 8 36. Erhalten ist fremdes £ in den jüngeren Lehnwórtern altarı, phorta, sportella, turtilituba.

$ 39. Inlautendes if ist (aufser vor r) zur geminierten

. Affricata 22 (auslautend 2) verschoben, statt deren jedoch auch

einfaches 2 auftritt.

1) Nach haupttoniger Silbe mit kurzem Vocal ist 22 Regel, vgl. blezza, hizza, nezzi, sezeen, sizeen, scaz, giScazzon, un- nuzei und die fremden phueza, phuzei (a 4, 8 29, y 3, 6 18, a’ 3, 5 28, 9 9 Belege; -azeusi 108, 3. hat wol Spirans); seltener ist 2:

a gisezit 7, 8; B bisizen etc. 44, 6. 56, 2. 64, 12. 67, 12. 77, 8, gisezitu eic. 45, 4. 54, 2. 69, 5 (die beiden einzigen andern z die vor Cap. 44 auftreten, neg, -in 19, 3 sind re); y phuzi 87, 3, arsezit 91, 4; d unnuze 109, 1: «' sizentero ete. 125, 11 2), ufsezenti 198, 9; t sinit 141, 16, scazo 154, 2, seze 168, 2, sizenti 208, 5 (dazu meet, 4n 19, 3 und 236, 3 rc resp. ne). Einfaches z steht auch in dem fremden deze-

on, -ot 118, 2. 141, 17 für lat. c.

2) In /uzil wird neben dreimaligem zz 8 19, 5. 35, 3. B5 160, 5 als Regel (29 mal) einfaches z gesetzt, daneben 3 mal c B 38, 5. 52, 5. 5 139, 10. Hiernach ist zu vermuten, dals auch für T. entsprechend dem ags. tel die Form lázil an- zunehmen ist.

3) Nach nicht haupttoniger Silbe tritt in der Regel Ver- einfachung zu 2 ein: blekezunga 3, gremizon 2, heilizen 5, heilizunga 3, leidazunga, leidezen, lihhizari 15, lihhizen 2, naffezitun, arrofozu, givvuorphozit; 22 nach einer solchen Ab- leitungssilbe steht hier überhaupt nur in munizzerin & 149, 7 (wenn hier nicht vielmehr Spirans anzusetzen ist) In dem

XL 8 40—42. Germ. Tenues: t,

verdunkelten Compositum annuzi stehen 15 z und 2 c (5 136, l. 2, vgl. 8 36) gegen 3 zz «a 4, 17. $ 35, 1. 5 192, 2.

8 40. Einfaches germ. t nach Vocalen sowie das urspr. & der Lehnwórter ezzih, merigrioz, sambaztag, scuzzila, straza ist zur Doppelspirans zz verschoben, die im Auslaut stets, im Inlaut nach langem Vocal gewöhnlich vereinfacht, aber auch nach kurzem Vocal oft durch einfaches 2 vertreten wird.

$ 41. Nach langem Vocal wechseln z und 22 (nach Ausschluís des zusammengesetzten uz-ouh, dessen z als wort- auslautend stets nur einfach geschrieben wird) folgendermafsen:

& B vx Ó « ee. f

z 12 120 20.36 18 3 37 1

22 16 518 1— 69 2 In « sind die 12 z von uzar 4, 11 thrizug 14, 1 und die 16 zz von uzzan 1, 2 giheizzan 16, 4 ziemlich gleichmüfsig gemischt. Von den 5 zz in f stehen 4 zu Eingang: uuizziu 22, 2, hiezzin 22, 6, stiuuizzont 22, 16, f'uozzo 30, 8, dann folgt noch isoliert furlazzan 62, 8 (forlazzanen 19, 8 und wuizzagon 79, 2 sind rc). In y stehen bis Cap. 96 einschliefs- lich 19 z von strazu 84, 4 ageleizo 96, 5 gegen 8 zz von azzun 82,11 uzzan 89, 8; dann folgt nur noch 1 z in forlazu 98, 4 (forlasan 108, 2 ist wegen der Rasur unsicher) gegen 10 zz von aezzun 97, 2 lazzet 101, 1. Der Schreiber d gebraucht zz nur in uuweizzes 108, 8. In 5 bildet etwa Cap. 146 einen Einschnitt. Von wwizago 182, 10 fliozentero 145, 15 stehen 30 2:19 zz von worlazzit 133, 11 wuizzagon 145, 17; dann folgen ohne Unterbrechung 26 zz von ubarazze 146, 4, aszun 147, 2 uzzan 167,4; eine zweite Gruppe von 3 2 findet sich in riozet 174, 4, forlazu 175, 6, use 186, 2 (gegen 6 zz 176, 3. 182, 6. 184, 5. 185, 6. 9. 10), dann folgen 18 zz von uzze 188, 1 forlazzan 199, 7; den Beschlufs bildet eine dritte Gruppe von 4 z in giheizan 202, 2, slizenmes, liozemes 208, 8, forliezi 207, 3. Die 11 z von d’von fuozi 223, 2 azun 238,1

stehen zwischen den 2 zz in wzze 221, 1 und stuuizzota 241, 2.

8 42. Für 22 und z nach kurzem Vocal sind die Ver- háltniszahlen folgende: a O8 y Ida 6t Ó 22 6 25 23 18 6 1 12 8 2.— 801 5 1 7

Belege: « bezzisto prol. 8 uuazzare 14, 8 (tresofazzon 8, 7 ist. rc) In 9 schwankt der Gebrauch: bis Cap. 45 einschliefslich 17 zz von uuazzar 21, 2 45, 7 (darunter mitgerechnet merigrozza 89, 7) gegen 9 z von aruuizi 22, 4 uuazar 45, 7; von Cap. 46 79 dagegen nur 2 zz in furgozzan 56, 8, ezzanne 68, 3 gegen 28 z von ezenti 58, 9 unizenté 79, 3; dann wieder 6 zz in ezzam etc. 80, 2. 82, 5. 10 (2). 11(2) gegen 5 z in ezentero 80, 6, uuazare 81, 8, lezisten 82, 7. 9, uuizumes 82, 8. In y herscht das zz in allen Wörtern aufser uuaszar, das bei der oben gegebenen Berechnung von y aufser Acht gelassen wurde; das Wort findet sich schlechtweg mit zz geschrieben von der Hand des Schreibers y nur 2 mal, «uazzer 89, 4 und auf Rasur 88, 2; an weiteren Stellen ist das Wort mindestens vom zz an re, und wenigstens 88. 1 scheint die ur- sprüngliche Lesart wwasseres sicher zu stehen; auch anderwärts finden sich Spuren eines s: 87, 4 (2). 5; uuaszzeres scheint 88, 1 gestanden zu haben. Ein entsprechendes silbenauslautendes sz findet sich aufserdem in gisasz-

8 49—44. Tenues: t. 8 45—46. k. XLI

‚nisst 84, 2, s. zur Stelle und vgl. die weiteren Correcturen in demselben

Worte 84, 3. 4 (2). 5; s in sambastag 88, 4 (vgl. die Rasur in 88, 8). Für d (hazzon 104, 2 uuiszanti 118, 4) ist -aszusi 108, 3 mitgezählt; « hat 5 zz von uwizzumes 119, 1 uuazzare 119, 3, dann folgt noch flussi 129, b gegen uuizumes etc. 196, 1. 127, 8. 129, 5. 181, 8. 6, woran sich nach wwizzére 181, 24 wieder 9’ uuazare 182, 6 und in ; 8 z in uutzun etc. 182, 12 (8). 14. 17 (2). 18 (2) anschliefsen. Darauf folgen die 71 zz von 5 (das quantitativ unsichere mdzzu 151, 8 eingerechnet), nur unterbrochen durch s/wed 141, 11, dann uuizun, -umes 174,2. 176,2 und wider gislizane 209, 2. Für d’ reichen die Belege von uuizzit 215, 4 wwizzumes 289, 5.

8 48. Germ.t vor r erscheint verdoppelt in bitíaro 188, 6 und /uitar(e) 36, 3. 44, 11.

8 44. Unverändert bleiben in der Regel die Gruppen ft, ht, st; über fit, htt s. 8 59, über den Verlust des auslautenden ( s. $ 61, über -sö neben -s in der 2. sg. der Verba s. 8 62.

c) k.

$8 45. Germ. E bleibt unverschoben im Anlaut,! ferner im Inlaut nach sonoren Consonanten (über sk s. 8 50 ff.) und in der Gemination (Ausnahmen s. $ 47. 49); lat. c in Lehnwörtern erscheint unverändert in calcatura, carcari, keisur, kelih, ketina, kiricha, corona, increbon, cruft, cruci, curzen; c als 2 aufge- nommen anlautend in centenari, zins, inlautend in cruci, dezemo, dezemon, urceolo 8 36 ff. Lat. ch erscheint als ch in chor 97, 6 und in Christ(us) neben Crist (s. S. 295 f£).

In letzterem Worte setzt « 10 ch von 5, 1 18, 22, dann l c 16, 4; 9 8 c von.21, 5 64, 1; y 1ch 90, 2: 4 c von 82, 12 90, 8; & 8 ch 129, 7. 180, 1; 8 3 ch 104, 7—9; 5 6 ch von 182, 18 145, 17: 2 c 184, 2. 135, 16, dann 7 c von 177, 2 205, 4; à" 3 ch 227, 2. 284, 2: 1 c 282, 2.

S8 46. Die Orthographie des einfachen unverschobenen % schwankt zwischen k und c. Vor a, o, w, l, r ist nach lat. Brauch c die Regel, b die Ausnahme; über qu s. 8 8, 2.

Sehr selten k im Anlaut: « kundon 12,8, gikundit 18,8; 8 inkanta 80, 8; y uorkoufanne (k re in c) 99, 2, karkeri 99, 3; & karkere 199, 8, etwas häufiger im Inlaut: # sinkan 81, 4; y trinkan 87, 2 (2). 8 (87, 2 stand vielleicht einmal trinken), -uuirku 88, 6, -scalka 99, 4, trenku 108, 4; & uuirkan 182, 8 (2); & wuolkanon 145, 19, trunkanen 147, 12, trinkan 152, 4. 202, 3 (2). 208, 3, -u 160, 8. 185, 3; d’ githanka 230, 4. Auch im Auslaut herscht c (Ausnahmen scalk (k re in c) 99, 3 (2). 4, trink 105, 2 und daneben g in trang y 82, 11), so auch im Silbenauslaut (bithactes etc. 44, 17. 152, 8. 4. 6. 192, 1, eruuacta 137, 1. 2, thrucnesse eto. 145, 15. 176, 5).

1 Inlautendes kl bleibt unverschoben in tubiclin 7, 8, huomiclin 142, 1, wobei es zweifelhaft sein mag, ob westgerm. Gemination oder die Stellung im Anlaut eines als sehr selbständig empfundenen Suffixes malsgebend gewesen ist.

Care Ar,

XLII $ 46—850. Germ. Tenues: k (sk).

Starkes Schwanken herscht vor Rn: incnaen und cnussen werden mit geschrieben (Ausnahme giknusita 8 69, 9), aber kneht und kneo mit kn (Ausnahmen y cneht(es) 92, 5. 7, cne- uuon 92, 2). Vor e, i herscht (da das Zeichen c hier im Latei- nischen den Lautwert z hatte, vgl. 8 36) durchaus k; Ausnahmen nur in y: cind 89, 3, cindheiti 92, 4, vgl. ckindo 85, 4.

$ 47. Verschiebung von k nach sonorem Consonanten findet sich nur in y: uuirche 87, 8, folche 89, 2, worsenchit 94, 4, und in d: untarmerchi 107, 3 (vgl. $ 49).

S 48. Für geminiertes k schwankt die Schreibung zwischen

Ak (ke), cc, ck und einfachem £, c.

« hat heuuiskrekco 13, 11, aruuekkan 13, 14, thekki 15, 4 und accus 13, 15 neben arrekit 5, 9. 16, 2. 4 (2); & bithekkit 38, 4, ekkorodo 32, 7. 47, 4; ferner vor a, 0 ec in accares etc. 88, 4 77, l broccono 80, 6, daneben ekorodo 44, 27. 60, 11; vor e, i überwiegt einfaches k: ar- rekit 22, 6. 60, 15, sekila 85, 4 uueket etc. 44, 5. 82, 7 (2). 9, inthekit ete. 44, 17. 52, 2, theki 44, 18. 47, 4. 54, 8 (2), thrukent 60, 6, bleke- zunga 67, 4, githiket 74, 6. Der Schreiber y braucht verschobenes (c)ch in uuecchit 88, 7, achre 97, 6 neben unverschobenem eccorodo 88, 6 und aruueccu 82, 11 (ccw rs); die einfachen k in arqueketa 97, 5. 8, ziktn 97, 7 sind re. Auch in d scheint ein urspr. ch in aruuechiu (?) 117, 5 in k geändert zu sein; daneben von 1. Hand aruuekis 117, 6 und accar etc. 105, 2. 106, 6 (2), leccodun 107, 1. In «’ wechseln ekkorodo 121, 1, accar- 124, 1—4 (5) und aruueke 127, 1, samiquekemo 128, 7 (die drei ver- schiedenen Formen räumlich von einander geschieden); & hat arrekit 182, 4 (anschliefsend an «'). Für & charakteristisch ist ck in eckrodo 187, 2, seckil 159, 5. 166, 1. 2 und wieder bithecket 201, 4, erreckit 202, 2. 207, 2 sowie einfaches c vor Consonanten und a, 0: ecrodo 185, 30, locon 188, 1, acre 147, 8, nacot etc. 152, 8. 4. 6. 7, acar- 167, 1, siricu 198, 3; daneben braucht & aber auch cc: acere 147, 4, eccrodo 155, 5. 179, 1, faccalo» 183, 1, naccot 185, 12 (2), accar 198, 5 (8). 6 (also von Cap. 147 an), und bis Cep. 147 auch k: eruueke 185, ‚6, blekezunga 145, 18, theki 147, 3 (dazu vgl. die re 97, 5. 8. 97,7). In d endlich steht nackot 236, 6 neben (resp. hinter) blekezunga 217, 8, stuke 224, 1, arrekita 227, 3.

$ 49. Verschiebung eines vorauszusetzenden kl zur Spirans zeigt sehhil 5 138, 3 (vgl. sahhil iu den Würzburger Glossen Graff VI, 73 und oben 8 47). |

8 50. Die Gruppe sk erscheint im Anlaut vor a, 0, u, * der Regel nach als sc, nur steht heuuiskrekco « 13, 11, biskrenkit 8 53, 10. : Dagegen gebrauchen « B vor e, ? abgesehen von & bischein 6, 1, lantscheffi 8,8 (vgl. $ 51 f.) nur sk, also skiura 13, 24 ete. (3), skef 19,3 etc. (24), ziskeident etc. 22, 16 eto. (3), giskentit 44, 21, skephet 45, 6, skifilin 54, 1, skimphitun, 60, 18, skelente 68, 1, skinent 16, 5, giskin 81, 2, ferner -skef(f)à 6, 1. 13, 1. 21, 12. 53, 8, -skefin 80, 5. Ebenso consequent aber setzen hier y Ó & (für die übrigen sind keine Beispiele belegt) auch hier sc: y sceffen etc. 87, 2. 3. 5, scef 89, 4 (2), scein, scinaftiu 91, 1, lantscefi 97,2, zisceida 100, 3; ó sciura 105,2, scinfitun etc. 106,7. 112,1; Clantscefi 135, 33, scenkifazzes

$ 50— 58. Germ. Tenues: Kk (sk). XLIII

141, 19. 20, giuwizscefi 145, 10, zisceidit 152, 2 (2), sceidun 185, 3, -scefi 185, 5. 189, 2, scimfitun 192, 1. Auch d’ beginnt mit 1 sc in scimentemo 218, 2, schliefst aber mit 2 sk ab: skefles) 235, 3. 236, 3.

Verlust des b zeigen swlwt à 156, 2, sal 5 197, 6. 6 239, 3.

S 51. Inlantendes sk bezeichnen « «' g abgesehen von

himilisches « 6, 3 (vgl. $ 50. 52) meist ebenso wie anlàutendes

sk vor a, o, uw durch sc, vor e, ? durch sk.

a biscof etc. 2, 1 18, 19 (6) gegen hiuuiske 5, 12, pontisken 18, 1, fleiskes 18, 6, unarleskentemo 13, 24; «' himiliscun 119, 7, biscof eto. 7 128, 8. 199, 8 gegen fleiske 119, 8. 131, 4, hiuuiskes 124, 1; B fisca(ra) 19, 1 80, 4 (4), fisco 19, 7. 8, eisco(ta) 31, 7. 55, 7, himilisco 32, 10. 34, 7. 38, 2, biscofe 46, 4, nineuiscun 57, 4, ascun 65, 2, fiscun 80, 6 gegen fiskes 40, 6, hiuuiskes 44, 16. 72, 4. T, 5, leskit. 69, 9, diske 79, 7. 9.

Nur tritt daneben auch sg auf: ersgote a 8, 2 und so stets in zuisgen « 6, 4. B 52, 7. 69, 7. 82, 9. 11 (fisgo 11,8 ist rc). Dies 8g herscht, von y discu ^85, 4, ebreiscun 88, 1, ó biscofo 112, 1 abgesehen, ausschließlich in y à 5 Ó, und zwar ohne Rücksicht auf den folgenden Vocal: ich zähle in y 12 sg von giuuasganen 84, 1 misgita 102, 1, in d 6 von disge 107, l bisgofo 117, 4, in & 60 von bisgofa 135, 28 magdalenisgu 210, 5, in ó' 16 von gimisgi 212, 6 fisgo 237, 3.

. .8 52. Im Auslaut herscht sc nicht nur in « «: fleisc 13,3. 7. 119, 3; 8 8’ fleisc 82, 10. 11 (2), wuasc 132, 6, vvuosc 132, 6. 8; & wuasc, vvuosc 182, 4, sondern auch in d: fleisc 145, 16. 181, 6, vvuosc 156, 2, wuosc 199, 11; dagegen halten y 6’ (für d fehlen Belege) auch hier an sg fest: y fleisg 82, 11 (3). 115. 90, 2. 100, 3, samaritanisg 87, 2, indeisg 87, 2, fisg 93, 3, himilisg 99, 5; 6 firisg 230, 5, fisg 237, 1. 5; pur steht in y einmal himilisc 84, 7 mit Rasur für urspr. hi- milisch (vgl. 8 501.)

8 53. Inlautendes germ. einfaches k nach Vocalen sowie das urspr. k der Lehnwörter sWihoron, sihhura, tunihha ist zur Doppelspirans verschoben, die im Auslaut und vor Consonanten h vereinfacht wird (glinıssi 91, 1 ist wol Schreibfehler). Im Inlaut wechseln die einzelnen Schreiber zwischen hh, ch, h in folgender Weite ab:

8 y Ó « se Bg & 9$ hh 22 187 (1) 1 40 18 1 60 1 ch 25 11 82 46 1 46 38" h 5 10 23 5 4 90 dazu 1 Ach in brehchanne Ó' 229, 3 (vgl. ofphano Ó 104, 3).

XLIV 8 593—804. Germ. Tenues: k.

«& beginnt mit einer Reihe von 16 hh von rahhono prol. 1 gi- mahhun 5,8; dann folgt ein Abschnitt der zwischen hh und ch schwankt: gimahhun 5, 10. 12, uuahhante 6, 1, mihhila 6, 2, uuarlihho 6, 6, mihhi- lemo 8, 6 gegen tuochum 5, 18. 6, 2, zeichane 6, 2, sprachun 6, 4, gi- sprochan 6, 7, gimachun 7, 8, zeichan 7, 8, gern(s)licho 8, 4 (2); dann folgen 16 ch von suochit 9, 2 suochet 16, 2. In den ersten Abschnitt fällt daneben 1 h: rouhennes 2, 8, in den dritten 4: mihiles 10, 3 und nach nebentoniger Silbe soliha 18, 7, iogiuuelihemo 15, 3, sihuuelihern 15, 6. In £ reichen die Ah von rihhi 18, 5 zethhonota 82, 4; die ch stehen versprengt, doch so dafs sich 2—8 Gruppen abscheiden lassen: gi- brochanne 18, 2, manodsioche 22, 2, tunichun 31, 4; dann zeichano 45, 8, buochari 51, 1, zeichan 55, 8. 57, 1, duoches 56, 7 (dazu laches, lachin, 56, 4. 60, 3 rs iu lahhes etc.); endlich ababrachun 68, 1. Aehnlich bei den h: elihor 24, 8, sprehan 34, 3; dann suohet 40, 4, mihllan 47, 6, suliha 54, 9, elihor 60, 10; gizethonota 67, 1; endlich gegen den Schlufs hin solih(i)u 78, 2. 79, 12. In y gehen die ch von uuarlicho 82, 11 gegin- sachon 103, 5, dazwischen versprengt mihil 85, 4. 88, 1 und seohhoro 88, 1, dessen erstes h in c corrigiert ist. Die ch von d schliefsen gleich mit tiurlicho 108, & an y an und gehen bis zeichan 117, 4, unterbrochen nur durch 1 hh: sprihhit 104,7 (vgl. sihhiu 114, 2) und giuuelihen 108, 3 nebst den sich an den Schlufs drüngenden mhil etc. 115, 1. 2. 116, 4. 5. Belege für a’: hh von zeihhan 119, 1 wuflihhun 131, 8; ch in buochara 120, 1; h nur in nebentoniger Silbe gegen Ende des Abschnittes: wuelihe(s) 125, 9. 127, 2, elihor 127, 8. 180, 8; in e hh von sprihhu 181, 9 speihhaltrun 182, 4; in #’ uvarlihho 182, 5. Innerhalb & sind folgende Abschnitte zu erkennen: 1) Cap. 182, 9 135: 5 hh: sprihhit 188, 2, suohhit 185, 17, suihhit 185, 24, mihhileru 135, 26, zeihhan 135, 28, gegen 5 ch: uuarlicho 182, 9. 18, fluochotun 182, 17, scachera 188, 9, siocher 185, 1, und 12 À von zeihan 132, 9 sprahun 185, 84 (einschl. sprih-iu 184, 3). 2) Cap. 187—189: nur 6 h von mihl 137, 2 uuelihemo 189, 8. 3) Cap. 140—142: 20 ch von richi 140, 1 federacha 142,1 gegen 1 h in mihilosotun 141, 8. 4) Cap. 148—145: 15 ch von sprichu 148, 6 nahlichot 145, 20 gegen 18 h von sprehenti 148, 6 mihrleru 145, 19. 5) Cap. 146—152: 23 hh von uuahhet 146, 5 rihhi 152, 3 gegen 2 h: giuuelihes 147, 6, uuarliho 147, 7. 6) Cap. 153—161 (162): 3 hh: rihhe 158, 2. 160, 8, forsehhis 161,4 gegen 6 À von fethane 153, 4 bisuthane 161, 8. 7) Cap. (162) 168 169: nur 9 h von mila 163, 2 mililan 167, 7. 8) Cap. 170—200: 27 hh von sihhura 170, 4 lahhanes 200, 4 gegen 24 h von sprahs 170, 4 tunihun 200, 1 (von 170, 4 188, 6 18 h^ : 19 h, von da bis Schlufs 14 hh : 6 h) und 1 ch in biocherin 189, 1. 9) Cap. 201—211: 2 hh : sahhu 204, 1, rihhi 205, 6 gegen 5 ch: tunichun 208, 1, ezziches 208, 2, uuarlicho, bracht 211, 1, brachun 211, 8 und 17 h von mthil 201, 1 anastahun 211, 4. Für d endlich ist ch belegt von riches 212, 2 zeichanon 244, 4; dazwischen das vereinzelte sprehhent 948, 2 und das schon erwühnte breh- channe 229, 8.

8 54. Ebenso wird das A-h des Compositums lih-hamo behandelt; das Wort erscheint also mit ch im Schlufsabschnitt von a 14, 4, in ó 117, 5, in à 212, 4 226, 2 (5); mit AA in 8 28, 2 60, 4 (10), mit À in 5 138, 6 211, 1 (5). Aehnlich noch bruoh-hah c 18, 11 (mit auftálligem hA): bruohahe B 44, 6, und sih-hiu 114, 2 (über nihhein etc. s. $ 25, 4).

8 55. Gramm. Wechsel. $ 56—57. Westg. Gemination. XLV

7. Allgemeines.

$ 55. Schwankungen bezüglich des grammatischen Wechsels.

Solche finden sich namentlich bei findan, quedan, uuerdan. Im all- gemeinen ist bei ihnen das d durchgeführt; doch begeguen von findan in y 6 Präsensformen mit t: winti[n]t 90, 5, fintis 93, 8, -it 96, 2. 5 (2), -4 102, 2 (gegen 25 Formen mit d bei den andern Schreibern); im Prät. Sg. schwankt « «' zwischen fand 17, 1. 191, 1: fant 16, 4; 8 fand 17, 2. 47, 9: fant 18, 2; 5 fand 181, 8. 182, 4 : fant 185, 9, want 133, 1; y d haben nur fant 99, 3. 102, 2 resp. 109, 1, und uant 88, b; der Pl. und Conj. sind nur mit d belegt (nicht in y d, wol aber in d’ 226, 8. 229, 2); das Part. Prät. hat 4 dina Add, 2 tin y 97, 5.8. quedan hat t nur 2 mal im prät. qu(u)at d 105, 1. 106, 1, aber regelmälsig im part. giquetan; nur d hat ein giquedan 116, 3. Von uuerdan begegnet im prät. einmal die Form uuart 5 182, 8 neben sonstigem uuard, vourdun etc.; das part. aber heilst stets giwuortan. Beachtenswert ist ferner die Erhaltung des gramm. Wechsels in eldiron ‘parentes’ 7, 5 etc. (elthiron 5 182, 12): alt (Comp. altero, -iron 97,6. 120, 6). Bei heven ist die Spirans im prüs. stets erhalten aufser in y hebet 87, 8, ufhebente 91, 8 (beide b in w corr.) neben arheuit 96, 2. In odmuots etc. herscht d in «& 4, 5. 18, 8, 8 67, 9, tin y 94, 8, 5 141, 9 (2); d schwankt zwischen d 110, 8 (2) und £ 118, 8 (2).

8 56. Die westgermanische Gemination vor j ist in den Nominalbildungen im Allgemeinen erhalten, aulser bei w,

&. $ 9, 6, in dem gemeindeutschen red(e)a und in driten etc. 90, 4. 109, 1. 182, 6.

Höchst auffällig ist die Form gusu 48, 1. 2 zu gussi; da an *gusi kaum zu denken ist, so lüfst sich das einfache s wol kaum anders erkláren als durch die Annahme dafs das alte gussi gusses (mit germ. ss aus tt) einmal nach Mustern wie *kuns kunnes zu guss gusses umgeformt und dann weiterhin zu gusi guses ausgeglichen sei. Nach langem Vocal hat nur £ zweimal Gemination: kíulla 44, 6, horrenne 57, 5.

S 57. In den Verbis auf -jan ist der Wechsel zwischen doppeltem und einfachem Consonanten am Wurzelende, welcher dem Wechsel von j und ? in den Endungen entsprach, meist so ausgeglichen dafs bei germ. Tenuis die Geminata, bei west- germ. Dauerlaut der einfache Consonant durchgeführt wurde.

Belege: skephen; sizzen, sezzen (dazu die Verba auf -zen, S 39, 3), lecken, arrecken, thecken, thrucken, wecken gegen "fleuuen, gikeuuen, streuuen, *ihreuuen; *quelen, selen (doch einmal sellenne y 98, 1), skelen; zelen, gifremen, gizemen; thenen; gihugen, legen, ligen, uuegen; heven (danach vermutlich auch *knusen). Dagegen ist, wie gemeindeutsch, die Geminata durchgeführt in lahhen zu got. hlahjan. Westg. d schwankt in den alten j-Formen zwischen # und tt: t herscht in 8: bite etc. 81, 6. 34, 4. 40, 4. 7. 79, 6, arscutet 44, 9; d bitiu etc. 107, 8. 112, 2; y hat pittent 98, 8, « bittet 121, 4: bitu 125, 3. 4, & endlich bitu etc. 164, 2. 168, 4. 175, 4 (2; vgl. bitit 2. pl. 164, 1): bittet etc. 167, 6. 175, 1. 2. 178, 1. 7. 179, 1. 185, 5 (?-Formen wie bitit sind aufserdem in « y & belegt).

$8 58. Vereinfachung von Geminaten tritt z. T. ein nach langen Vocalen und Diphthongen.

XLVI 8 58—59. Geminaten. $ 60. Cons. Assimilation.

Für die durch die hochdeutsche Lautverschiebung aus p, t, k entstandenen ff, z2, hh s. das Nähere in $ 85. 40 ff. 58. Regelmälsig erhalten ist das «m in den flectierten Infinitiven der é- und ö-Classe, ebenso in tuonne 4, 15. 69, 6. 141, 18, und in herro aulser herono 85, 4 (doch vgl. aueh die Ra- suren 99, 2 (2). 4 (2). 5). Von fallan lautet das prät. regeimäfsig fiel, fielun, nur y hat fiellun 91, 8 (corr. in fielun). Das dureh Voealsynkope entstandene ££ im prät. und part. schwacher Verb& auf t bewahren « «': zispreitta 4,7, -leittun ete. 7, 5. 16, 4: 120,1. 125, 5. 128, 9. 129, 8. 9, und 8£': -leitti etc. 19, 5. 9. 44, 12; 182, 7 bis auf leitun 78, 9; y hat leita rc in leitta 91, 1; dd’ nur leita ete. 109, 1; 228, 2. 244, 2, 5 ci- spreitiu 185, 80, zispreite 176, 3 gegen spreitta etc. 149, 6. 7, lesttun etc. 185, 10 200, 4 (5). Naeh Consonanten begegnet nur ein solches tt in santtun 5 208, 4 (zweifelhaft santta 88, 12); sonst stets 5: bigurta, santa, uuanta, lusta, thursta, rihta, liuhta, forhta. Nach kurzem Vocal findet sieh einfacher Consonant statt Geminata in theses 199, 8, giuuess 62, 5. 88, 2. 88, 7, (uw)uolent 141, 2. 8, thane 133, 5 u. à, was meist blofse Verschreibung sein wird.

8 99. Verdoppelung etymologisch einfaeher Laute:

Ausnahmweise einigemal bei m und t nach kurzem Vocal in y: nämen, nammen 88, 18, nemmenna 88, 4, nemmenti 98, 3; bettot, bettonne 87, 5, bettett 101, 1; teita 100, 3 (2); ferner ebenfalls in y bei £ in der Ver- bindung ft (und ht): oftto 84, 4, sufttota 86, 1, aftter 88, 5 (überall ein t getilgt); dazu vgl. ahto mit o re für tu (also urspr. ahttu) 88, 2 (?). Was sich sonst an unetymologischen Geminaten findet (offto 142, 1 corr. in ofto; ckindo 85, 4, wrecundono 98, 2, altterı ete. 141, 15 (2). 16, gi- leittit 202, 1, aleibba 231, 2) macht den Eindruck blofser Schreibfehler.

8 60. Assimilationen: |

1) mn zu mm in stemma neben stemna; letztere Form herseht noch in « 4, 9. 4. 18, 8. 21. 14, 5 (vgl. 10, 8), «’ 119, 4; 2 hat sie 53, 6 gegen stemma 58, 1. 69, 9, welches von y (4; dazu noch gistimm: 97, 6), d (8), C (11) ausschliefslich angewendet wird. 2) mn zu nn bei nemnen 3 mal in 5: ginennit 154, 1. 199, 2. 3; dazu die Correcturen 8, 7. 8. 7,1 (2).2. 22, 14. 88, 1. 97, 3. 117, 8. 180, 2. 3) nm zu mm in wummaht(ig) P 22,1. 44,2. 50,2. 5 152, 8. 4. 6. 7. 181, 6 gegen wnmaht(ig) p 44, 5. 78, 6. y 88, 2. 108, 1. 2, unmanage 9 78, 6; ähnlich »b zu mb in wmberente 5C 201, 3 gegen unberenta « 8, 8. 4) nd zu mn (?) in phenning etc. d 109, 2 (2). 8. 117,2. 138,2. 9. 198,1 gegen phending etc. y 80, 8. 99, 3. «' 126, 2. 128, 9. 5) tl zu ll in guol-lichi ó 111, 8 und nil zu nn in dem regelmälsigen annuz(z)i aus antluzzi. 6) ntf zu nph, ntph neben wf und erhaltenem »tf in int-fahan, antphengi. Die ver- schiedenen Formen verteilen sich folgendermaísen: « hat 2 ntph 18, 5.6 : 9 nph von 8, 4 18, 9; 9 8 ntph von 18, 2 85, 1, dann 17 nph von 40, 5 80, 6 neben antphengi 78, 5 (intfahan 32, 6 ist rc); y 5 mf 88, 11. 18 (8). 89, 4 : 7 «tf 87,8. 98,2(2). 94, 4 (2). 97,6. 101,2; 92 nf 104, 6. 118, 4 : 11 ntf von 106, 6 116, 5; «’ 1 ntph 119, 6 : 4 nph 121, 4. 124, 2. 128, 7. 199, 6; 5 1 nf 141, 12 : 44 ntf von 188, 14 208, 4; 0 6 "tf von 212, 7 237, 5.

8 61. Abfall eines auslautenden / findet sich vereinzelt:

Belege: notthurf etc. 118, 4. 231, 8, vvuof 149, 8, «iouut ni 19, 6, niouuih tuon 181, 11; stuon 19, 4, furstuon thaz 21, 9, arstuon tho 60, 2, sin 67, 3; uuanen thaz 34, 8, wuahsen 88, 4 (Conj.?), suohhen thiota 38, 6, giangusten thih 116, 6. Wieweit hier wirkliche, wenn auch nach- lässige Aussprache oder blofser Schreifehler anzunehmen ist, läfst sich kaum entscheiden. Bedeutungslios sind jedenfalls Schreibungen wie uuor[t] 170, 2,

8 61—62. Abfall und Antritt von t. XLVII

zuouuer[t) 185, 1, nahlt] 148, 3. Wirklicher Ausfall eines í liegt dagegen wol wieder vor in girehfestigot 62, 12. 118, 3 und in den t-losen Formen des Práfixes int-: ingieng 184, 10, inlazu 19, 6 (aus int-), inlihere 138, 9, inrigannesse 7, 6; hier fällt das t regelrecht vor t: intratan 8, intuon etc. 15 (nur einmal intteta 22, 7), inthekit 44, 17; über infahan neben int- fahan, inphahan s. 8 60, 6.

$ 62. Antritt eines / findet sich 1) in samant 102, 1.

110, 3. 4. 125, 3, samantferti 12, 3 neben gewöhnlicherem

saman. 2) nicht selten in der 2. sg. der Verba auf urspr. -s.

Die Form -st herscht durchgehends in bist (vermutlich unter dem Ein- fluls von ist: 5a, 6 8, 6 y, 2 0. 2 «4, 1 &, 8 C bei freistehendem bist, neben bis 9 63, 4. y 82, 12. 87, 2. 97, 8. 103, 2. & 195, 1 und bis thu a 4, 17. 13, 19. « 128, 5 und bist thu « 8, 8. 18, 20 (2). 21; dazu kommt das verschmolzene bistu 8 64, 1. y 87, 8. o' 129, 11. & 181,9.21. 5 186, 4. 197, 7. 198, 1. 205, 7. d’ 225, 1. 237, 4, bisttu 5 195,5. Sonst ist die Endung -st seltener; am häufigsten noch bei dem Ausgang -ist: a quimist 14, 2, gisihist 14, 7 und uuirdist thu 2, 9, toufist thu 13, 22 neben 6 -is von 8, 4 5, 8 und nemnis thu 2, 5, quidis thu 18, 21; Pp gisihist 39, 5 und gisihist thu 17, 6 neben 8 -is von 17, 6 82, b und gésthis thu ete. 39, 5. 6. 60, 10. 82, 5; y hat nur 7 -is von 87,2 98, 1, d 5 -is von 110, 3 117, 5. «' 2 -is 119, 4. 126, 1 und quidis thu etc. 120, 3. 192, 3; s quidis 131, 28; 5&5 beginnt mit 4 -ist 182, 10. 135, 4. 24 (2) und nimist thu 184, 2 gegen 4 -ıs 182, 20. 1883, 1. 185, 12. 15, dann folgen 21 -is von 142, 1 205, 5, nur unterbrochen durch nimist thaz 151, 7, quidist 176, 1, selist then 188, 4, cumist 206, 6; ó hat 4 -4s von 221, 2 288, 4. Bei anderem Ausgang als -ís ist das -st eingeschränkter: es fehlt in « (gegen 10 -s von 2, 9 16, 2 und sis thu 8, 2. 4, 3), y (gegen 8 -s von 87, 3—5), «' (gegen 7 -s von 119, 1— 128, 9 und -s thu 123, 1. 126, 1), & (gegen -s 181, 21. 28. 25, -s the 131, 23), und d’ (gegen 7 -s). In 8 ist es beschränkt auf gileitest 34, 6, gest 47, 4 (gest 31, 5 ist re): 10 -s von 21, 4 79, 7 und -s thu 27,8. 81, 4; in d auf tuost 104, 1 (2) : 17 -s von 104, 5 110, 4; dagegen wird es wieder im Eingang von Z begünstigt: auf 9 -st von 184, 2 135, 25 kommt nur sis 182, 17; dann folgen 35 -s von 138, 10 206, 4 gegen arnost thaz 151, 7.— Verschmelzung der Endung mit dem Pronomen thu (vgl. 8 21) fehlt in e; in 9 steht fahistw ete. 19, 9. 62, 12 (2). 65,4 (in y bistu 87, 3, «’ bistuw 129, 11), in d 6 -stu von 109, 3 117, 4; ia quidistu 181, 18: tuos thu 181, 28, in 5 salbotostu etc. 188, 12. 139, 9. 149, 4. 5. 155, 8. 4. 163, 3. 195, 2, gisihisttu 138, 11, in Ó' minnostu 238, 1. 2. 8 (2).

Die Gesammtverzweigung ist danaeh (bei Ausschlufs von bist) folgende:

a B y Ó «a ce pg wg C Ó -$ 16 18 16 233 9 4 5561 sun Ab A4 1 -st 2 38 2 13 4 st thu 2 1 —— 1- situ 4 5 1-— 8 A

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MS

XLVIII 8 68—64. Vocale: Allgemeines. $ 65. Ablaut.

B. Vocale. /

1. Allgemeines,

8 63. Quantitütsbezeichnung. 1) Länge Vocale von Stammsilben werden in « « & oft und zwar fast stets richtig durch den Circumflex bezeichnet; die Acute der übrigen Schreiber haben dagegen keinen wesentlichen Wert (oben S. XII).

2) Doppelschreibung zum Ausdruck der Länge begegnet vereinzelt bei ÖL, öfter in y bis Cap. 94.

Belege: In d leerta 104, 4, in 5 geet 189, 10; in y eer 88, 1. 85, 4. 88, 2 (vgl. die Rasuren 90, 6. 91, 4), eere(t) 84, 2. 3. 5, see 84, 4 (vgl. die beiden Rasuren 84, 1), meer 88, 6, geet 92, 1. 94,2; huus 84, 8; gicoos 82, 19, giboot 89, 4. 90, 8. 91, 4, toot 92, 6. 97, 5 (in nicht-haupttoniger Silbe flanzoota 84, 7); für à stand 100, 1 gitahan, doch ist das h durch Rasur entfernt. Für «i fehlen Belege, denn driio 91, 2, thriio 98, 2, friiu 93, 8 sind wegen thrüo 57, 8 (2). 128, 10. 161, 4, driso 188, 6, friietag 211, 1, fant 4, 16. 67, b etc. und frige 131, 18. 15, frigetag 215, 1 für drijo ete. zu nehmen (8 6).

8 64. Orthographisches. 1) Für germ. ©, besonders nach qu, wird vereinzelt in 8 und im Eingang von L, häufig da- gegen in d d’ @, ae oder e geschrieben:

Belege: 8 uuolaquedent 28, 4; 5 queden 141, 1, quede(t) 142, 2. 145, 17, -que 145, 8; in à: quedenti ete. 105, 2. 113, 1. 116, 8 (2). 117, 1, quenun 106, 6; quaedente etc. 114, 2. 116, 1 (2). 4. 6. 118, 8; quegdent etc. 104, 7. 8. 105, 2. 106, 1. 2. 109, 2. 110, 1. 8 (3). 111, 1. 113, 1. 115, 1. 116, 1. 3. 117, 4 (2); qugmen etc. 107, 8. 110, 3. 113, 2. 116, 6; in 4: quedet etc. 218, 5. 221, 5. 222, 2 (2). 228, 2. 226, 2. 228, 2. 229, 2. 233, 1, quememes 235, 3; quaedente etc. 215, 2. 8. 218, 4. 226, 2, quaemet 217, 6. 237, 4; giquetan etc. 285, 2. 242, 1, qugmen(ts) 214, 2. 215, 8. Ebenso nach r in dem Fremdwort praedigon ó' 232, 2. 242, 2. Für Umlauts-g findet sich nur ein e nach qu in giquelit à 107, 9. Etwas häufiger ist wieder @, e für unbetontes e: d: thanne 106, 3, ‚disge 107, 1, riche 112, 2; gotauuebbe 107, 1; d' heile 205, 8, folke

321%, 8, lazeg 227, 1 (vgl. Zache d 114, 1, Salome 9' 216, 2, Magdalene

223, 1); dazu y beidae 84,7 (aber reuc 100, 6 ist Correctur für reua un soll wol nur reue sein).

2. Die Diphthonge e? und ow (8 71f) werden bisweilen ungenau durch blofses e und 0 bezeichnet:

gihezzan a 7, 4, uuest «' 119, 4, ening 129, 9; giuuegit y 85, 2, cesalari .91, 1 (vgl. heilant 82, 2); biuehnota à 114, 2; helant à' 287, 2; brutlofti « 125, 11, gilobtun & 181, 12. Direct fehlerhaft ist uo für ou: guomota d 107, 1, arluobit 110, 1, gituofit 112, 2 (2) und ow für wo: souhtun y 101, 2 sowie uo für o: voba y 82, 118, tuoron d’ 218, 2.

3. Ueber u, ou, iu neben einem w s. S 9, 5.

>, Vocale der Stammsilben.

8 65. Ein Schwanken im Ablaut u. à. zeigt sich 1) bei queman comam (cuman); die Formen mit que-, qui- herschen ausschliefslich in « (18), 8 (85), d (10), «' (20), & (1), ó' (6); dagegen hat

$ 66. Vocale: Brechung. $ 67. Umlaut. XLIX

y 6 cu- 88,8 (2). 18 (2). 101, 1. 108, 8 (2) gegen 20 que-, qui- von 82, 11* 102, 2, und 5 88 cw-, co- von 133, 10 208, 5 gegen 28 que-, qui- von 141, 29 200, 5. 2) in megi d’ 231, 1, magan 240, 2 neben üblichem mugan, mugun etc. 3) in fuir « 18, 15. 28. 24. 9 28, 2. 8. 41, 7. 5 167, 5 neben fur 8 26, 4. 76, 4. 5. 77, 4 etc. (y 5, 21, 58 von 186, 8 152, 6). 4) in holon 8 22, 5. y 98, 2. « 125, 1. 127,8 neben gewóhnlichem halon. 5) in den Bildungen mit -uuert, -uuart, -uuort (-ort), Glossar S. 4915, und antlingon, -en neben antalengen, Glossar S. 306. 6) in edo « 7, 8, edouuan 18, 19 neben gewóhnlichem odo(uuan). 7) in noba B 4 (21, 5 80, 4), y 6 (84, 4 100, 5), d 108, 7 neben gewöhnlichem mibi ete. 9 26, y 8, d 8, «' 0, 5 10, Ó 1.

8 66. Brechung: 1) Für gemeinahd. $ erscheint aus- nahmsweise & in ero gen. pl. « 6, 1 und stredunga d 113, 2 (: 5 stridunga 47, 7 etc.: das Wort kommt nur im T. vor); ferner als Regel in giuuesso 58, 2 etc. (30 : 2 giuuisso à 104, l. ó' 226, 3), messalihhen 22, 2, messezumft 129, 7, urresti 7, 8 etc. (9), stemna etc. 4, 3 etc. (30, neben correctem gi- stimmi 97,6). Umgekehrt steht ausnahmsweise 4 für in suwister ó 106, 6 (2), zihenzug d’ 212, 6.

2) « schwankt mit o besonders in truhtin trohtin und ubar obar.

Belege: truhtin : trohtin « 25:3 (2, 11. 18,8. 2D), 8 27:0 (trohtin 81, 3 ist re, y 0 : 11, d 2 (113, 1) : 9 (114, 2 116,4), @ 12 : 0, 52 (148, 8. 147, 7) : 41 (183, 1 205, 6), 4 0 : 18. Ebenso findet sich neben dem in « B «' e &' allein herschenden ubar c. acc. (15 : 40: 5: 1: 1) die Form obar d 116, 6 (: 4 ubar), d’ 248, 4 (: ubar 217, 2. 225, 8) und 18 mal in & (12 von 141, 1 159, 2, dann isoliert 204, 1, gegen 29 "bar, darunter 15 von 184, 10 149, 5; dann 14 von 176, 5 207,1). Dagegen scheint obar c. dat. die Normalform zu sein (Glossar 475b); die beiden einzigen ubar 90, 3. 141, 16 sind in obar corrigiert.

Statt des gewöhnlichen -zug hat y -zog 88, 2. 96, 2 (2). 8 neben -zug 98, 4 (aber -zug 96, 6. 99, 3 ist rc). Die Brechung fehlt ferner regel- mälsig in fugala 88, 2 etc. (4) und in y in cuman 88, 18. 101, 1, cumet 108, 3 (alle u in o corrigiert) gegen 5 comentan ete. 133, 11. 135, 28. 145, 19. 160, 5. 165, 2. 187, 2. 190, 8. 201, 8. 208, 5 (vgl. 8 65). Blofse Schreibfehler sind uh (nach thuruh) 143, 1, nuh (nach nu) 178, 1 (fun 175, 4 ist vom Schreiber selbst gebessert).

3) Germ. eu folgt der allgemeinen frünk. Brechungsregel; berichtigte Schreibfehler sind liuht 135, 5, iu 141, 29, iugi- uuelih 141, 29, niuman 168, 2.

8 67. Umlaut des kurzen a ist im Ganzen in der ge meinahd. Weise durchgeführt. |

Er fehlt also auch regelrecht in gar(a)uuen, gigarauwi, biscat(a)uuen, ferner in zaharın 92, 5. 188, 11, fagarı 179, 2, gimahalit 5, 7. Durch Ausgleichung ist er entfernt in arsi B 72, 6. y 87, 8; zuouuarti 102, 2. 106, 6, ginuhtsami 62, 10. 105, 1; im Comparativ altiron 120, 6, Superl. altisten 128, 1 (vgl. altero 97, 6) gegen eldiron 'parentes' (8 55). Neben elles *alioquin' 8 56, 7. 8 steht alles G 168, 4, 'allesuuanan 133, 6. Das dreimalige dsm» 133, 11 weist trotz got. asneis, ags. esne vielleicht auf ásni hin. Ueber einen Mittelvocal hinaus wirkt à keinen Umlaut, aufser wenn der Mittelvocal selbst durch Assimilation zu $ geworden ist: bigengsri

Sievers, Tatian. 2. Aufl. IV

L 8 68. Vocale: Umlaut. 8 69. te. $ 70. wo.

182, 18. 167, 1 : bigangere 102, 2 (vgl. garteri, landeri, bihalteri, uuar- tari, carcari); fagari 179, 2; Comp. menigiron ete. y 87, 9. «' 124, 8 : manageron 21, 9. 104, 9 (doch manigu y 84, 4. 89,1. 2, -iu 84,4. 97, 7. à ' 234, 1); dazu mit festem innerem $ menigi; edili, fremidi. Die Ad- jectivendung -(:)u erzeugt Umlaut nur in ell(i)u 8 25, 5. 66,1. 77,1.2. 5. Ü 88, 2. 99, 2. 2 145, 1 neben gewóhnlichem all(s)u (Glossar S. 808 f.). mlaut durch antretende Enclitica nur in meg-iz & 134, 5 = mag iz.

8 68. Bei anderen Vocalen finden sich nur selten zweifel- hafte Spuren des Umlauta.

Für u vielleicht inzin y 88, 6. 92, 8 (neben unzin 96, 5 etc.), diriuuarta (corr. in duri-) & 186, 4, gihigita 188, 6; für Umlaut von is zu ü kann vielleicht das in y wiederholt begegnende und auf monophthongische Aus- sprache deutende % in turida etc. 88, 18 (2?). 90, 6 (vgl. auch die Ra- suren 108, 2. 104, 5), gistrunis 98, 1 in Anspruch genommen werden (hierher auch wol scuhenti « 13, 25), auch vielleicht das umgekehrte iu in aruiurte, -un 100, 6 (4) gegen gemeinahd. arfüren, urfür Graff 3, 667 f., ags. ang- lisch afyrid Ep. Erf. Corp. (Sweet OET. 54 ff.). Zweifelhafter ist bio(c)herin & 189, 1. 205, 3 neben rioría y 88, 1, obwol zu beachten ist, dafs die beiden Belege von 4o in der Nähe der Belege von $ = u in £ stehen.

8 69. 1) Geschlossenes germ. é wird regelrecht zu ie diphthongiert.

Belege: hier, mieta; fiebar, gibrieuit; vgl. ferner die reduplicierten prütt. fiel, hielt; bliesun, liez, intriet, sliefun; hiez. Ausnahmen finden sich nur in y, bei dem ie von erster Hand nur ausnahmsweise erscheint. Statt hier gebraucht y die Form hir 91, 2 (2; vgl. die Rasuren 90, 6. 97, 3); das prät. von gangan lautet geng 84, 8. 92, 4. 97,7. 99, 8 (dazu 18 Rasuren von 82, 12 101, 2) neben gieng etc. 98, 2. 94, 2, vgl. intfieng(un\ 98, 2. 97, 6; von fallan ist überliefert féellun 91, 3 (ein ! radiert), fiel 97, 4 gegen gifiel mit iel rc 102, 1. In uorliez 87,7, mieta 87, 8, gispien 100,3 mit te rc scheint urspr. ea gestanden zu haben (dazu vgl. die Rasuren von worliez 89, 4. 99, 2 (2). 4. 100, 4).

2) Regelmäfsig erscheint ferner ie im nom. sg. (hie soweit dieser neben /her vorkommt ($ 10, 2) und im nom. acc. pl. m. thie, sie.

, Nur y hat hier auch monophthongische Formen: nom. sg. ihe, de 82, 11^. 88, 1. 2. 84,2. 87,8 (2). 4 (2). 6 (2. 7. 8 (5). 88, 1. 2. 4. 90, 5; nom. acc. pl. the, de 84, 7. 87, 5 (2). 8. 9. 88, 9. 90, 6. 94, 2. 4, see 84, 1. 4, se 84, 1; dazu he 82, 11* 87, 8 (6) und die Rasuren' in sie 84, 1. 89, b, (hie pl. 82, 118. 84, 4. 88, 8 (2). 9 (2). 89, 1. 2; ferner ihe dar acc. sg. f. 84, 7 für thie dar (8 69, 8). Das vereinzelte ata & 136, 1 wird blofser Fehler sein.

3) $e findet sich ferner im acc. sg. f. sie und (hie neben sia und thia, über welche $ 103 zu vergleichen ist (the dar 84, 7 s. $ 69, 2); ferner ausnahmsweise für $0, s. $ 74, 3.

$ 70. Germanisches ö wird durch wo vertreten (über ow für vo s. $ 64, 2); ganz ausnahmsweise unterbleibt die Diph- thongierung in worstotun y 89, 6, giodmotigot etc. 6 110, 3 (2). 118, 3 (2; hier kein -uo- in d), troen ó' 232, 2 oder erscheint ua in tuantı y 88, 6, vgl. tuon 88, 8 mit o rc.

00 scheint von erster Hand gestanden zu haben in tuon 90, 5; bei den übrigen Rasuren dieses Wortes (88, 7. 96, 6) ist die Entscheidung

8 71. Vocale: ei, é. 8 78—74. iu; io (eo). LI

unsicher wegen der Formen tuoa 95, 2. 98, 1, twoe 102, 2 (vgl. tuon 88, 7. 10. 91, 1 mit » rc). Auch bei den Rasuren in huor 84, 9, ruorta 80, 1, aruuor 88, 4 lälst sich über die ursprüngliche Lesart nichts ermitteln. wu für uo vor Vocal findet sich bisweilen in d: tues 110, 4 (2), tue 115, 2, tuis 117, 4, d' truen 227, 2, und &: thrue 158, 2, thruenti 199, 5. Ueber io für wo s. $ 68, über wuio neben vvuo 8 74, 4.

8 71. Germanisches a? ist in der üblichen Weise in ei und é gespalten; über gelegentliche e für e? s. 8 64, 2, über eo, io aus &o aus aiw $ 74, 5. Für é steht ausnahmsweise ? in sinu d 106, 5 etc. (6). d’ 217, 1, das vielleicht auf verkürztes senu hinweist.

8 72. Germanisches au erscheint in den üblichen Parallelen 04 und Ö.

Die altertümliche Schreibung aw ist erhalten in araugta «a 2, 4. 5,8 6,4. 8, 4. 9, 1. 15, 5, in hau y 102, 2, taugle d 104, 1; über ouu : ouuu s. 8 9, 5, über gelegentliche o, uo für ow 8 64, 2. Wahr- scheinlich infolge von Enklise wechselt owuh mit oh ‘aber’ neben festem ouh ‘auch’; die Verhältnisse von ouh zu oh sind « 1 : 0, 8 21: 0, y 16 : 4, ó5:11,0 7:0,63:1, 6C 1 (185, 7) : 45, 0 0 : 6; dazu uzouh a 4, ß 10, «a 8, 8, B 1 : uzoh & 156, 5. 178, 7.

$8 73. Ungebrochenes germ. ew erscheint als ?w.

Ausnahmen ew ‘vobis’ & 181, 20, treuuua 5 141, 17. Ueber tuu : iuuu 8. 8 9, 5, über -iu : -u in Endungen $ 7, über fiur : fuir 8 65, 8, über Spuren eines Umlautes 8 68.

$ 74. Der normale Vertreter des gebrochenen germ. eu ist io; zu diesen io gesellen sich weiterhin die io von fior; vo, nio, wwio (sio, snio), von pron. sio, fhio und die io der prätt. hio, lof, riof, uuiof. An Besonderheiten sind zu beachten:

1) In y ist eo die Normalform des Diphthongs: neoman etc. 82, 11a. 91, 8. 4, eo(-) 84, 7. 86, 2. 88, 12. 95, b. 98, 8, reof 85, 2. 92, 2, theo 85, 4. 97, 2, uueo 87, 2, teof 87, 8, seohhoro etc. 88, 1. 2, ueor 89, 3.5, leoht 91, 8, leobar 91, 3, -seoh 92, 2, leohtfaz 96, 5, thénon 97, 7, neo 97, 7; dazu Rasuren 88, 7. 10. 11 (2). 90, 8. 5. 95, 2. 97, 2. Von der Hand des Schreibers findet sich io nur und zwar vielleicht nicht sicher in souusht 82, 118, wior 87, 8. Aufserhalb y ist eo selten, am häufigsten noch in ó: reof ete. 104, 8. 115, 1 (2). 116, 4. b, neoman 104, 9. 106, 1. 116, 1, eogilih 110, 3, neo 116, 1, eogiuuanan 116, 6; aufserdem nur noch theotono B 21, 12.

2) Blofses e erscheint in neman y 87, 7 (vgl. die Rasur 97, 2), neuuiht 92, 8, die sich vielleicht zu dem durchgehenden sela stellen; das eorrigierte thénon 97, 7 war wohl blofser Schreibfehler.

8) ie steht einige Male in d: fierualt 114, 2, fierzug 117, 5, hieuun 116, 4. Ueber die Pronominalformen sie, thie etc. und sia neben sio, thio 8. 8 110. | |

4) Die Formen wwuio, uueo neben gewóhnlichem vvuo ist beschränkt auf y (uueo 87, 2 : 7 uuo, vvuo), d (6 von 106, 4 110, 3), 5 (138, 7. 151, 4. 185, 5 : 14 vvuo), d’ (4 von 214, 1 229, 8 : kein vvuo).

5) Die Verschmelzung des alten &o aus germ. aiw zum Diphthongen eo, io ist durchgeführt in den unflectierten i0, nio, wwio; dagegen bilden siolihheru 8 21, 11, snio d' 217, 8 seltene Ausnahmen gegen das übliche seo, snéo, spéo, deren é nach Analogie widerhergestellt ist; in sela ist das 0 durehgehends geschwunden. Ob zu kneuue etc. ein nom. kmio oder kneo anzusetzen ist, bleibt fraglich.

1V*

LII 8 75--77. Vocale der Prüfixe und Ableitungssilben.

3. Die Vocale der mindertonigen Silben.

a) Die Vocale der Práfixe.

8 75. Die Präfixe bi-, gi-, zi-; int- (nebst den Präpositionen £i: adv. zuo, und 32 5, 1l : adv. az) stehen im Allgemeinen in dieser Form fest; dem got. us- entspricht ar- in « 36, 8 86 (erloubit 68, 3 ist ro), y 91, 0 33, a 24, 8, 8, 0 98, da- dagen er- in & 71 mal (133, 10 211, 2). Ueber fur- : for- : uor- s. S 15.

Vereinzelte Ausnahmen: a) geleitit & 145, 18, gohorta 8 79, 18; gloubit y 88, 8, glinissi 91, 1, glidnessi « 122, 2, glihnessi 126, 8. b) präp. ze ó 104, 2. c) in « ein n-irfuor 7, 9; im Eingang von ó 4 er-: erstigent, n-erstigu, erfullit 104, 2, ersteig 104, g, dann folgen die 33 ar-; umgekehrt entfällt auf die 28 ar- von ó' von arhangan 218, 1 arstigun 237, 1 nur 1 er- : erbruogite 217, 4, während den Schlufs wieder 5 er- ohne

Unterbrechung bilden: ersteig 237, 9, erstuont etc. 297, 6. 241, 2, ufer- habenen, eruueiz 244, 2.

b) Die Vocale der Ableitungssilben. .«) Allgemeines.

8 76. Schwanken der Quantität. Wechsel von urspr. á und a zeigen die nomina agentis auf -ári-: -ert, denen sich auch a/íari und carcarı angeschlossen haben. Die Verhältnisse sind folgende:

B y ó «c s B J ó ir 3 36 7€ 5 7 1 ei 2 4l 4 Belege: -ari « 2, 4. 12, 4. 15, 8; 9 fiscara 19, 1 carcare 79, 9,

«' buochara 120, 1 129, 1, Bg betalari 132, 5; -eri & scaheri 188,6 hunteri 210, 1 (daneben mit Assimilation bigengiri 132, 18. 167, 1), ó forleiteri 215, 2 garteri 221, 4. In y steht bei der Lautfolge a—i uusuuarı 88, 1. 2, touffart 90, 1, buocharin 90, 4, cesalari 91, 1, uwizzi- narin 99, 5 (dazu asnerin 97, 3 mit e auf Rasur für a?; scafuwiuuari 88, 1 ist re) gegen ein einziges karker: 99, 8, bei anderer Lautfolge nur ein touffare 91, 5 gegen lichazera 84, 5, betere 87, 5, buochera 91, 4. 6, asnere 97, 3, scribere 101, 2, bigangere 102, 2, lichesera 108, 4, was möglicherweise auf verschiedene Betonung der verschiedenen Casusformen schliefsen läfst. d hat biboter: 111, 1, -uwantalero 117, 2 gegen -ari(r) 105, 1. 107, 1. 2. 112, 1, -ara 117, 4. 118, 2.

8 77. Schwankungen der Qualität die nicht auf As- similation oder Schwächung beruhen, sind selten.

Dreifache Abstufung erscheint in wozarnitun 8 64, 9, uozernit 5 148,

5: vozirnit etc. 6 67,2 (2; rc). 196, 7, vozurnit etc. 8 67, 2 (2). « 118, 2; ferner in unzin y 96, 5. 98, 4. 102, 2 (insin 88, 6. 92, 8) und unsun : 109, 2 neben gew. unzan; vereinzelt -u- neben -a- in sambuztag y 108, 3 (2). 4. 5, sabun 5 155, 2; -i- neben -a- in heidin y 85, 2. 98, 2 (neben heidan- t, in eigina ó 104, 5 und regelmäfsig in menigi (vgl. auch edili und wodil), ferner in y stets in -nissi (gisaznissi ete. 84, 2. 3. 4 (2). 5, uorstaninissi 84,8, giuuiznissu, tumpnissi 84, 9, giruormissi etc. 88,1 (2),

$ 78—81. Vocale der Ableitungssilben. LIII

perahtnissi 88, 18, glinissi 91, 1, michilnissi 91, 2) gegen 96 -nesst der andern Schreiber; -u- neben -i- in ratussa a’ 118, 2 neben gew. ratissa, und eeuostunna 8 64, 4. 82, 5. 10 gegen vvuostinna der übrigen Schreiber. giarbitite 67, 9 neben arbeit, -en wird blofser Schreibfehler sein.

S 78. Der Assimilation unterliegen am häufigsten a und e: für % finden sich wenige ($ 100), für $ keine sicheren Bei- spiele (vgl. 8 98). Die Assimilation kann sowohl progressiv als regressiv sein. Am seltensten findet eine Assimilation an a statt, demnächst an 4, häufiger an ?, am gewöhnlichsten an 0; bei der Folge e e bleibt es meist fraglich, ob es sich um Assimilation oder einfache Schwächung handelt. Am stärksten verbreitet ist die Assimilation bei den Schreibern y ó.

Für Assimilation an a kommt allenfalls in Betracht fatara y 82,11, dazu vielleicht iuuaramo 96, 4, niheinagamo 86, 2 (mihhala s. & 98). Beispiele für u gewähren nur die Svarabhaktivocale ($ 82) und die Secundär- vocale aus r, 7, w (8 85 f. 98). Wegen der übrigen Vocale sei auf die einzelnen Ableitungs- und Flexionssilben 8 85 ff. hingewiesen.

8 79. An sog. Sehwüchungen begegnen insbesondere a) der Uebergang von a zu e (8 89 f. 91. 92,a. 93. 101. 108. 106) und i (vgl. 8 89. 96); b) die Verdumpfung von a zu o

(8 95); c) der Uebergang von w zu 0, soweit es sich dabei nieht etwa um alte dialektische Unterschiede handelt (8 112. 115). |

8 80. Synkope von Mittelvocalen ist selten, aufser im schwachen Präteritum, $ 98, 2. Von diesem abgesehen findet sie sich vereinzelt bei ander, $ 97, im Comp. herro $ 98, 1, und 2 malin y: gtofnotun 86, 1, giofnotomo 93, 3, endlich im pron. therra, therro $ 17; in den meisten Fällen sind synkopierte Mittel- vocale durch Secundärvocale ersetzt, sei es auf Grund rein laut- licher Entwicklung, sei es nach Mafsgabe von Formen in denen- Synkope nicht eintrat. Das nähere s. bei den einzelnen Vocalen. S 81. In Bezug auf die Synkope auslautender Stammvocgle in der Compositionsfuge steht der T. auf dem gemeinahd. Standpunkt. Ueber qualitative Schwankungen erhaltener Com- positionsvocale &. 8 101. a) Erhaltene Compositionsvocale: «) anagin, hinafart, thamatrib (: abgrunti, abunst und verbales aba- etc.); uuolaqueti; gotauuebbi etc. (: gibethus, gotforht, -cund, -spel, -spellon), grabasteti, sumalih, tagalıh, -lon, -muos, uuegeuart; botescaf, hanacrat, namahafto (: lihhamlih) ; tra- gabetti ; itauuizon (: itlon, itmali und Ableitungen); f) elilenti, heri- scaf, heuuiskrecko, merigrioz, oliboum, turiuuart(a) ; y) balorat, garotag, scatoselida, tresofaz; siolih: d) samiquec ; bettisioh, brutigomo (: brut- louft ete.), hellifiur (: helafiur, -phorta); sibbisam, scenkifaz, thekkiziegal; turtilituba; e) frigetag, gern(1)licho, furgoumoloson, kentilastab, messalih, -zumft, mittl(a)gart, ougazoraht, -on (: a[u]csvuni, ouzorhton); gisellascaf ; antalengen. b) Ein Schwanken zwischen Synkope und Nichtsynkope innerhalb ein und desselben Wortes findet sich nur bei germilicho : gernlicho 8, 4, mit- ülgart(o) und antlingen : antalengen; hier herscht mittila-, -i-, -e- in

LIV 8 82—83. Vocale der Ableitungssilben.

& (16,1), 8 (6 von 25, 1— 82, 10), d (104, 1. 2), o' (131, 1), e (131, 9. 182, 3 (2), während mittil- für y (87, 9. 95, 8), & (84 von 1835, 5 195, 6) und d’ (240, 2) charakteristisch ist; die Form antalengen, ante- lengen neben gewöhnl. antlingen u. ä. ist auf d d’ beschränkt; giou- zorhtot 237, 6 ist möglicherweise nur ein Fehler.

$8 82. Svarabhakti tritt abgesehen von arabeıt & 145, 6. 14 (finistarnessi ó' 216, 1 beruht auf altem Suffixablaut) nur bei !h und rh ein, und auch da nicht consequent; der Secundär- vocal richtet sich entweder nach dem vorausgehnden oder fol- genden Vocal, oder erscheint als a.

a) Durchgehender Secundärvocal: gibuluht 21, 8. 145, 13, gibuluhti 18, 9 : gibulihti 13, 18; bifelahan, biwiluhu, bifüihtt, bifalah, bifuluhun s. Glossar; ferah 10 (dazu ferahes 38, 1), beraht- 6, 1. 88, 18, berahto 107, 1 : 14 giberehton, 1 giberohtonti d^ 238, 5; thuruh « 17, 8 82, y 28, à 18, « 3, & 10 (134, 6. 148, 1. 145, 15. 174, 5. 179, 2. 198, 6. 199, 1. 8 (2). 208, 1), 9'8 : thurah 8 1(17, 8), £26 (von 188,6 196, 2). b) Schwankender Secundärvocal: in forhta, forhten etc. (so « 12, 219, «' 4) haben nur y d& 6. Secundürvocal: y worahten 91, 8, (ar-)foruhtun 91, 3. 6; d forahta 104, 3, & forahta 145, 15. 151, 7 (: forhtun etc. 182, 13. 149, 6. 165, 6. 197, 7. 205, 5. 210, 1), ó' forohta 212, 2. 217, 4. 230, 1, -an 217, 5. 230, 2, -un 218, 8, -u 219, 1, forahtan 228, 8 (: 1 arforhte 218, 1). Neben wuorahta & 149, 2 steht giuuorkht ó 111, 1, vvurhto etc. 9 44, 6. d 109, 1 (2). 2. 113, 1. 5 198, 5. 6. 194, 2; neben 1 ougazorohtan 8 69, 8 wieder ougazorhto P 46, 5 und (gi)ougozorhton etc. & 164, 6. 177, 4. d’ 235, 1. 237, 6.

8 83. Secundärvocale aus silbischer Liquida oder Nasalis. a) Silbisches -m ergibt -um in buosum (über den Inlaut s. $ 83, c. 87), silbisches -I, -r, -n in der Regel -al, -ar, -an: accar, altar ; sedal, tempal, speihhaltra; eban-, lahhan, regan u. 8. w.; nur selten steht e in ultima für a: subernessi B 45, 4, meister y 87, 8, uuaezer 88, 2. 89, 4. 92, 2; ebenlih B 32, 6, ebenscalkes y 99,4. Ueber Formen wie fluobiren, subiri, tougilen etc. s. $ 99.

b) Nach kurzer Wurzelsilbe sind die Secundärvocale regel- mälsig auch in den Inlaut gedrungen, s. die Belege von ageleiso, aualon, nagal, sedal, mahalen; fagar, zahar, zebar, federah ; eban, reganon, seganon, zisamane, SAMANON, SAMANUNGA, auch besemo und phrasamo sowie uuedar, uuidaro im Glossar.

c) Nach langer Wurzelsilbe sind Formen ohne inlautenden Secundärvocal noch ófter erhalten, namentlich bei den Schreibern rYöcd.

Secundärvocale fehlen ganz bei natra, ostrun, speihhaltra (nur & 182, 4), zantron (nur d’ 237, 1); bouhnen, lougnen, fersna (nur & 156, 5), stemna, nemnen; brosma, theismo, theismen; ferner meist bei zimbron, gizimbri (15 mal gegen zimboronte «' 194, 5), tempal (4tempale(s) « 15, 4. « 129, 1. d 181, 26. 5 209, 1 gegen 21 temple etc.) und uuahsmo (aufser 8 uuahsamon y 102, 8).

Belege für Schwankungen: « fluobra 7, 4 (: 12 -ar-, 6 -al-, 2 -an- ete. einschl. der sonst begegnenden Vocalnuancen, S 85 1f); 5 gifluobrit 22, 10, vvuntrotun 52, 7, suniringun 66, 2, uuehslon 31, 6 (1 27 -ar-,

8 84—86. Vocale der Ableitungssilben. LV

6 -al-, 4 -an- etc.); y lastrotun 84, 1, suntrigun etc. 86, 1. 91, 1, uuntrotun ete. 87, 7. 88, 9, achre 97, 6, altre 97, 7 (2), bluostrun 102, 1; simblum 97, 8; ferner (vgl. 8 99) subret etc. 88, 2 (2). 84, 1. 6 (2). 8. 9 (2). scultra 96, 2, fuotriti etc. 97, 2. 5. 6. 7 (: 8 -ar-, 2 -al-, 1 -an- etc.); ó uuniraton etc. 104, 4. 6. 106, 4, suntringon 109, 2 (2); simblon 104, 2, taugle 104, 1, touglo 104, 8, geislun 117, 2; biuehnota 114, 2, zeihno 117, 4; ferner gifluobrit 107, 3, gisubrit 111, 2 (: 5 -ar- ete.); 5 ac(c)re 147, 8. 4, suntringon 158, 4; ferner fuotrunga 133, 10, fuotritun 152, 4, fluobritin etc. 135, 10. 19, fluobreri 164, 2. 172, 8, bifinstrit 145, 19, hungrita etc. 152, 3. 4. 6. 7, subri, -e 155, 6 (2). 7 (2), biunsubrite 192, 9; simblun, dough 187, 2 (: 14 -ar-, 6 -al-, 9 -an- etc); d’ uuntrota etc. 212, 5. 281, 1, suntringon 220, 4. 240, 1; gizeihnonti 238, 5 (: 1 -ol-, 8 -an-). Hierher auch ec(k)rodo & 187, 2 etc. (4) neben gew. eccorodo? Nicht berechnet sind hierbei a) die Formen mit erhaltener Synkope eines Mittelvocals, wie andre 8 97, und b) die secundáren Mittelvocale an Stelle alter synkopierter Mittelvocale der Comparative, 8 98, 1, der Verwantschafts- namen und der Possessivpronomina 8 97.

$8 84. Secundärvocale aus Cons. 4 w. Die Ent- wicklung solcher Secundärvocale unterbleibt in «a : garuuen etc. 2, 7. 4, 17. 18, 3. 21, biscatuit 3, 7, uuituua! 7, 9 und meist in @’ : uuitua 122, 2 (2), garuwita etc. 125, 6 (2). 9 gegen zesavvun 130, 2; bei den andern Schreibern nur ausnahmsweise : B zesuua 31, 8. 33, 3, zesua 69, 1, gigaruuit 57, 7.

B) Die Vocale der Ableitungssilben im Einzelnen.

8 85. -al. Auslautendes -al und die Lautfolgen -ala-, -ale- sind (abgesehen von ageleizo 96, 5) fest, während -alo- und -alu- schwanken; -ali- nur in gimahalit 5, 7.

Belege: a) betalari, diuuala, fugala, thekkiziegala, uuorphscuuala ; b) forhtale, itale, aritalet, fenninguuantalero, sedale(s), simbales, tempale(s), diuuale(s), tougales; c) « tougolo 5, 7. 8, 4; f stalo 26, 3, diuualo 62, 1, aualota 63, 8, arvvurzalot 72, 5; y aruurzolot 84, 7, tougolo, diuuolo 92, 8; à betolon 108, 2; &' betolata 182, 5 (für -ota); & dougolo 145, 1; d nagalo 288, 8 (2) : simbolon 244, 3; d) 9 vvurzalun 71, 3. 75, 2 : simbulun 58, 5; y simbulun 96, 1; «' vvurzolun 121, 2, simbolun 122, 1; & simbolum 131, 11; 5 simbulun 135, 25 etc. (3).

Anm. Neben uweralt, welches ing d (108, 4), & (181, 8 [2]), 5(29 von 138, 8 178, 1; daneben uuerelti 132, 19) und d’ (242, 2. 8) herscht, steht uuerolt in « 4, 8. 15 (gegen uueralt 18, 4. 5(8]), 8 37. 2 77, 4 (zus. 6) und «' 119, 9 127,8 (zus. 7); y hat nur die Form wwerlt 90, 5.

8 86. Auslautendes -ar ist im Ganzen fest; Ausnahmen s. 8 83; über feste -er s. S 97. Inneres -ar- schwankt ziem- lich häufig mit-er- (vgl. 8 88, a) und unterliegt oft der Assimila- tion, namentlich in Formen denen nicht ein (festes) auslauten- des -ar zur Seite steht:

1 wuituua ist hier angeschlossen, obwol es alten Mittelvocal hat, weil derselbe genau so behandelt wird wie die Secundärvocale vor w.

LVI $ 86—89. Vocale der Ableitungssilben.

a) nach kurzer Wurzelsilbe:

p camara 84,2; camaru 40,2; thonares 22,6; uwuidaro 21, 9. 28, 1. 32,8: uuidoro 67, 6 und imp. uuidaro 81, 6; y zaharin 92, 5; uuidoro 88, 2. 95, 8; uuiduru 92,1; duuidero 104,8; o' zebarun 128, 4: uui- doru 122, 2. 8; & uuedaran 188, 9; zaharin 138, 11, fagariu 141, 22, -i 179, 2, uuidaru 190, 3, nidarungu 205, 5 : giuuederemo 188, 9, fede- racha 142, 1, uuidero 151, 11 : uuiduru 143, 1. 181, 2; Ó' uuidaro 236, 1 : uuidoro 220, 8. Für das feste ubiri ist wol eine Grundform *uberi anzusetzen. '

b) Nach langer Wurzelsilbe:

-ara- bleibt: fluobara 23, 1, hungarager 82, 7, uingara 86,1, accara 106, 6 (2), meistara 141, 8, hungara 145, 5 (dagegen aftera 128, 3 zu after mit festem er); ebenso in der Regel -are neben ausl. -ar aufser in y: « uuazzare 18, 23 14, 6; 8 accare(s) 88, 4 77,1 (4), luttare 44, 11, uuazare(s) 44, 27. 81, 8, fingare 62, 5, -meistares 78, 8; à fingares 107,2; « uuaz(z)are(s) 119, 3. 129, 5, fingare 120, 4; & f' uuazare 182, 4. 6; & fingare 141, 25, liodares 145, 15, uuazzare(s) 157, 2. 199, 11, fluobareri 165,4; aber in y wuazzeres etc. 88, 1 (2), hungere 97,8 (vgl. auch afteren 92, 2 zu after; uuazzare(s) 87, 4 (3) ist rc); dagegen lautet der adverbiale dat. von altar in der Formel nio in altere abgesehen von 1 altare « 4, 11 stets altere: «8, 82, 02, «1, £1, 6 1. Die Folge -aru- ist fest: uua- zaru 45, b, uz(z)arun 47, 7. 149, 8, accarun 58, 11, bluostarun 128, 4 (aber afterun 150, 8 zu after). Für -ari- steht -iri- in sundirinu 57, 5, sunti- ringun 74, 5. 79,13 (vgl. auch $99). Die Folge -aro- erhält sich neben -ar in 5 fingaron 141, 2, uuazzaro 145, 15, meistaron 154, 1, bittaro 188, 6 und so z. T. auch bei vvuntaron : 8. 43, 3 78, 6 (5 : uuntorota 47, 6), 5 198, 5 gegen vvuntoron «a 2, 10 12, 5 (5). y 86, 2. 88, 7. « 119, 4 127, 5 (4); vgl. 8 unsuboro 58, 7 (8 99), « uzorostun 125, 11, aftoro 127, 2, zwnboronte 124, 5; fest ist o in eccorodo B 4, y 1, &' 1; daneben e in gesteron & 55, 7.

8 87. Mittelvocal vor innerem m findet sich a) in uuah- samon y 102, 2 (3), pfrasamen 5 149, 7. 151, 8 neben besemen B 57,7, dezemon etc. 118, 2. 141,17; b) in mittamen 5 189, 4 neben mtitemen 8 77, 4 und mittimen ó' 230, 2. 233, 5.

8 88. Auslautendes und inneres -an- hat teils ursprüng- liches a, teils secundäres; die einzelnen Fälle sind gesondert zu betrachten.

8 89. Der unflectierte I%finitiv der stv. ohne präsentisches Jj geht in d C Ó stets auf -an aus; « f a’ gebrauchen dabei sel- tener die Form auf -en, welche ihrerseits in y überwiegt; an- nähernd ähnlich liegen die Verhältnisse beim flectierten Infinitiv, nur dals in y -anne, -anna gegen -enna überwiegt und auch ó 1 -enne hat. Im part. pràás. findet sich -anti nur noch in Ó y €, aber auch hier tritt es meist hinter dem umgelauteten -enti zurück, welches in & C Ó' allein herscht:!

e

! In den substantivischen fiant und heilant steht das a durch.

$ 89. Vocale der Ableitungssilben. LVII

& U y Ó «a se B €t Ó f -an 8 59 13 18 8 cl 13 | -en 2 716 "V | anne 7 20 8 9 2 1.-— 24 7 re 23 4 1 3 2 -—

an 25 53 21 3 183 —— -enti 80 65 44 46 13 114 28

Belege: a) Unflectierter Infinitiv: «a sprehhan 2, 9 uuerdan 14, 2 : scriben prol. 3, faren 11, 8; 8 uuesan 17, 8 geban 82,11: intphahen 21, 5, uuahsen 21, 6, ufgangen 82, 3, arstanten 40, 2, uzgangen 60, 6, inphahen 64, 11, giuuehen 67, 6; y fara 82, 12, uoruuerda 92, 1 (8 13, 1), uuasgan u. 8. w. 84, 4. 9. 87, 1. 2. 8. 88, 11. 18. 90, 4. 97,8. 100, 4. 6 gegen biquemen u. s. w. 82, 11a. 83, 1. 85, 4. 89, 1. 90, 1. 2. 4. 5. 92, 1. 8. 94, 8. 95, 2. 4. 5. 101, 2, uuerde 95, 4 (dazu 11 -an rc: 84, 1. 87, 2. 88, 2. 90, 4. 91, 4. 92, 1. 97, 8. 4. 6. 99, 2. 101, 1); d uue- san 104, 1 ingangan 118, 2; «' gisehan 119, 2 mit a rc; dann 5 -an von «uerdan 119, 2 uuesan 121, 2; 4 -en 125, 2. 3. 5. 11; 3 -an 127, 3. 128, 10. 129, 3; 3 quemen 129, 4. 181, 6. 7; 5 uuesan 182, 16— irinkan 208, 3; ó' uuerdan 218, 4 erstantan 241, 2. Für vvuofen ist auf Grund von vvuofen 201, 2 in 5 ja-Bildung des Präsens anzu- setzen. b) Flectierter Infinitiv: & beranne 4, 9% traganne 13, 28 : forliosenne 9, 2, fliohenne 18, 18; B lesanne 18, 1 ezzanne 82, 11 : forlazenne 18, 2, fahenne 19, 6, furlazenne 54, 7; y -anne 84, 4. 89, 4. 91, 2. 100, 4, -annes 100, 4, -anna 87, 8. 100, 2. 101, 2 : -enna 85, 4 (2). 87, 8. 88, 4 (dazu -anne 88, 6. 100, 4 rc)?; d arslahanne 104, 5 fyisehanne 114, 1 : inzigangenne 118, 1; «’ -anne 125, 3. 126, 1: -enne 122, 1. 124, 6. 129, 1; e sprehhanne 181, 9 : arslahenne 181, 15. 16; & nemanne 188, 14 forlazzanne 199, 1; ó' gebanne 212, 5 bihaltanne 242, 2. c) Participium: «a 10 -enti von gangenti 2, 2 arstantenti 4, 1; dann 6 -anti von quedanti 4, 19 bihaltante 6, 1; dann 9 -enti von quedentiu 6, 3 nidarstigenti 12, 8 : 11 -anti von quedanti 8, 4 quedantan 18, 8; dann 7 -ent von ruofentes 18, 3 18, 21, endlich 4 -enti von unarleskentemo 18, 24 nidarfallenti 15, 5 : 8 -antı von quedanti 13, 23 sprechantan 16, 2; in £8 werden die -enti gegen den Schlufs hin häufiger: Cap. 17 64, 4 haben 38 -anii von 17, 7 64, 4 : 29 -enti von 17, 4 62, 12, dann folgen 15 -anti von 67, 18 quedante 82, 11 : 86 -enti von 64, 12 81,4; in y stehen in Cap. 82—96 zus. 15 -antı von 82, 118 92, 6 gegen 37 -enti von 84, 1 96, 2, von Cap. 97 bis Schlufs 6 -anti von 97, 4— 99,4 : 7 -enti von 97, 4 102,2; à hat -enti von 104, 4 118, 4 gegen furdoufanti 106, 1. 114, 1, wutz- zanti 118, 4; in «’ gehen -anti von 120, 4 181, 1 und -enti von 120, 6 129, 6 durcheinander; & -enti 181, 12. 132, 1. 4; 5 quedenti 182,11 gisehenti 210, 5; à' -uuerbenti 214, 2 farenti 244, 4. Eigentüm- lich ist dafs die -anti in a Z2 a' mehr oder weniger auf gewisse Verba be- schränkt zu sein scheinen; so entfallen in « von den 18 -anti 12 auf quedan (quedenti nur 194, 8); dazu kommt gangante 126, 1 (kein gan- genti): alle übrigen Verba haben hier nur -enti; von den 58 -anit von entfallen 24 auf quedan (: 2 -enti 46, 2. 3 und 11 von 60, 10 81, 2), 17 auf gangan (: 1 -enti 70, 2 [57, 8. 80, 1 sind rc]), 5 auf stantan (1 -enti 54, 8 [52, 6 ist rc]), 6 auf stigan (: 1 -enti 70, 2), endlich lauf faran 61, 1 (: 4 -ents 67, 14 80, 1), während 17 andere Verba nur -enti aufweisen; auch in « nimmt quedan allein von den 25 -anti 18 in Anspruch (: 4 -enti), stantan 4 (: 1 -enti), stigan 8 (: 1 -enti), gangan 2 (:4 -enti), endlich haltan, findan, sprehhan je 1 neben -enti in 6 queman,

LVIII $ 89—91. Vocale der Ableitungssilben.

4 sehan, 2 beran, 1 jehan, leskan, biginnan, 2 fallan, ruofan. Ein deut- licher Einflufs der Quantität oder Qualität des Wurzelvocals ist dabei nicht ersichtlich; eher scheint dies in y der Fall zu sein, indem die Verba mit é die Form -enti bevorzugen (24 quedan, 4 queman, 3 sprechan, 2 neman, 1 uuerfan, giuehan gegen quedanti 84, 5, gisehanti 91, 6, vgl. gisehante mit a rc in e 99, 4), die mit i dagegen die Form -antt (8 stigan, 2 uuiz- san, 2 slizan, 1 spinnan, springan gegen brinnenti 88, 11 mit e rc?), während die übrigenVocale sich mehr indifferent verhalten: arstantantı 8b, 1. 97, 4 : -enti 90, 6; louf(f)ante 91, 6. 92, 6: -ents 97, 4, (ar)ruofenti 92, 5. 6; fallanti 99, 3, fahanti 89, 2 : forlaezente 84, 5 (vgl. auch wallanti 99, 2, ganganti, gifahanti 99, 8 mit a rc in e).

$ 90. Bei den ja-Verbis lautet dagegen die Endung des Infinitivs in der Regel -en, flectiert -enne(s) u. s. w., die des Particips -eníi; -a- bildet im Allgemeinen die Ausnahme: nur ó Ó zeigt wieder eine Vorliebe dafür:

ride b 6$

-en 4 204 13 2 1 12 ; .an 3 13 77 12 4 4 -enne 6 14 4 1 - 232 anne 1 2 1 2 Cen 19 46 15 14 18 44 16 -anti à 23 9 1— 2

Belege: a) Unflectierter Infinitiv: garuuen 2, 7 fluobiren 10, 8 : arfirran 2, 11, forhtan 5, 8, aruuekkan 13, 14; 8 forhten 19, 9 81, 8 : furligan 29, 2; y' gihoren 82, 11* suochen 102, 2 : heilan 96, 1, sezzan 99, 1 (2) (dazu biuueren 95, 2 mit en rc?); d duoman u. 8. w. 104, 7. 109, 1. 110, 2. 112, 2. 114, 2. 116, 2. 118, 8; «' ruogen 120, 4, antlingen 180, 8 : arheuan 119, 8; &' gihoren 181, 18 : uuirkan 132, 8 (2); 5 gihoren 182, 16 vvuofen 201, 2 : cussan 188, 12, gilouban

145, 17. 18, bittan 185, 5; d’ forohtan 217, 5. 228, 3. 230, 2, ruoran .

221, 6. b) Flectierter Infinitiv: « rouhennes 2, 8 toufenne 14, 6; 8 losenne 25, 4 furbrennenne 72, 6; y sellenne 98, 1 losenne 108, 5 : uorkoufanne 99, 2 (dazu gihiuuenne 100, 5 mit e rc); d sentanne 108, 7, heilanne 110, 1; & tuomenne 181, 9; & sezzemne 138, 14, liche- zennes 141, 28 : erhefanne 189, 9; d’ selenne 218, 4, ferennu 236, 7 : gi- loubanne 227, 1, gifullanne 281, 8. c) Participium: «e bouhnenti 2, 10 toufenti 18, 25 : forhtanten 4, 6, sizzantan 12, 4, horantan 12, 4; 8 sententi 19, 1 suohhente 82, 3 : siszantan, -en 20, 1. 21, 12; y lerenti 82, 11& 108, 1 : selantt 82, 12, antuurtanti 85, 3. 87, 4. D. 88, 7, liuhtanti 88, 11, fullanti 91, 2, miltanti 99, 2, unuuirdanti 108,3 (dazu antuurtenti 97, 7. 102, 2, nahenti 101, 2 mit e(n) re); ó lerent: 104, 8 sententa 118,1 : ilanti 114, 1; a’ sizzenti 119, 14 giloubente 129, 6; & toufenti 184, 10 losenti 208, 5; d’ sizzenty 214, 1 -uuir- kentemo 244 4 : sizzantan 217, 2, vvuofantı 221, 1.

Nur ausnahmsweise begegnet inf. -?nnes, part. -inti: heih- zinnes a 4, 4; antlinginti 8 47, 4. 57, 2. 59, 3. « 123, 2. 124, 7. |

8 91. "Sehr fest ist im Ganzen das a in der Endung des part. prät. der stv., sowol in den unflectierten als in den flectierten Formen:

8 91—94. Vocale der Ableitungssilben. LIX

& hat es 36 (dazu inrigannesse 7,6) : 11 mal, (2 54 (dazu gitraganlihhor 44, 10) : 82 mal gegen forlazenen 19, 2. 9. 76, 3, arlesene 76, 4; y 15 : 6 mal gegen gisalzen mit e rc in a 95,5 (vgl. gisalzan 95, b, forlazan 108, 2, giborane 100, 6 mit a bez. ane rc); d’ 13:7 mal gegen forlazenen 118, 4 und gicorone 109, 8; a' 19 : 11 mal gegen gicoronero 192, 3; & giboran 182, 1: -ane 181, 17 (8' giquetan 182, 6 ist rc); & 67 (dazu ungitragan- licha 141, 2, bihabannesse 141, 12) : 87 mal gegen gisehenemo 210, 1; d 19: 7 mal gegen gisehenemo 232, 4, uferhabenen 244, 2 (: D. -ane-) und forlasono 232, 6 (kein -ano-).

8 92. Altes a liegt ferner vor: a) in den Ortsadverbien hinana, thanana; innana, midana, obana (nebst obanentig), ufana, uzzana; ferrana, rumana; nordana, sundana, ostana, uuestana, wo es durchaus fest ist. Um so auffälliger ist thanen y 90, 4 (vgl. u«anan mit a ro 89, 1) neben thanän. b) in den alten partt. offam und eigan, in morgan, heidan (?), auch wol in halftanod und den Fremdwörtern saban und diacan; die Behandlung des a in den mehrsilbigen Formen unterscheidet sich nicht von der der secundären a.

offan hat offanan, offane, dazu im adv. 8 offano neben 1 offono ó 104, 8 (: offano 104, 7; vgl. die Rasur 104, 3), das Verbum lautet da- gegen nur in & regelmäfsig offanon (6 von 182, 19 211, 4 : gioffonoti 132, 12), während « 3 mal, 9 4 mal (85, 1 74, 5 : gioffanot 40, 5), y 1 mal (gioffonata 90, 2), d 2 mal, &' und #’ je 1 mal die Form offonon gebrauchen; in ó' stehen 2 -an- 228, 4. 229, 1 : 1 -on- 282, 1. Gegen halftanod 8 79, 5 steht -onod d 114, 2. morgan, eigan, heidan haben nur inneres -an- (Endungen mit o fehlen; über eigina, heidin s. $ 77), saban hat sabonon d’ 219, 7 neben sabane, -u (über sabun s. $ 77).

S 93. -an mit secundärem a bleibt in der Regel auch im Innern, wo Formen mit auslautendem -an daneben stehen; sonst unterliegt es háufiger der Assimilation:

«a zeichane 6, 2, unebanu 18, 8; 8 zeichano 45,8. 82, b; y uuolcane 91, 3: «' uethhane 196, 2; 5 feihane 158, 4, lahhanes 200, 4; giuuafanin 183, 1; zeihano 145, 1, uuolkanon 145, 19. 190, 8; d’ morgane 236, 1; lachanon 220, 4, zeichanon 244, 4; Ausnahmen nur immine ‘hymno’ 166, 5, dessen nom. nicht mit Sicherheit anzusetzen ist; sisamena y 100, 8 und samonot etc. y 87, 8. 97, 1, gisamonate 98, 3 neben gewóhnl. zisamane, samanon, -unga. Dagegen gisegenot etc. « 3, G 3, regenota 5147, 2 und gisegonot à 116, 4 (2). 5 : reganot B 32, 8, giseganoten 5 190, 1, und gizeichonota ete, « 18, 18. 2 21, 7. 67, 1. 82, 4 : gizeihanonti 5 139, 8. 194, 3.

8 94. Der Secundärvocal zwischen Cons. + w (8 84) hat vor urspr. j (?) die Form 2 in frisiuuen 36, 1 etc. (3), miliuua 36, 1 (2), -phuliuui 52, 3 gegen a in garauuen 93 B, 30, 9 5, 2 ó' gigarauue 5 141, 3, biscatauuita y 91, 3, und % in muruuui 5 146, 1(vgl.899). Aufserdem schwankt er zwischen a, e, 0, u, meist in Anlehnung an den Vocal der Stammeilbe oder einer Folgesilbe.

Belege: B treseuue 41, 5. 77,1. 5, meleuue 74,1: tresouue 62, 11 (2): sesuuua 28, 2. 8, baluuue 88,8, uuituuua etc. 49, 2. 78, 7 (2); d uuitauun 118, 1 (2) : zesouun 112, 2 : zesuuun 112, 2; 5 garauue, -0 147,8. 148, 6, zesavvun etc. 152, 2. 3. 190,8. 200, 2: zeseuua 185,2; uwituvvuono 141, 12.

In. NITE

LX $ 95—97. Vocale der Ableitungssilben.

8 95. Das a des Suffixes -ag (honag; manag, einag, heilag, hungarag, otag, thurstag; wwizago und Ableitungen) bleibt regelmäfsig auch im Wortinnern bei « 35, 9 70 (gegen manege 46, 1), @ 8 (einiges *unigeniti 119, 11 durch Verwech- selung mit einig?), e 4 und & 66 mal, schwankt aber in ydd.

y hat 11 manege(n) 82, 11a 101, 2, manegiu 90, 4 gegen 5 ma- nig(i)u 84, 4 97, 7, menigiron 87,9 und uuizogo(ta) 84, 5. 87, b gegen uuizagon 92, 1, einago 92, 2 (vgl. auch niheinagamo 86, 2 und vouolaga 92, 8; d 4 manege(n) 106, 6 116, 4 : 3 -age 104, 9 (2). 118, 1, dazu otages, -en 105, 2. 107, 1, ferner managiu 105, 2 (2), -o 106, 8, otago 107, 2 und otagan 106, 4, aber stets uwutizogo etc. (6 von 107, 4 117, 1), ebenso ó' (4 von 225, 2 231, 8) gegen honages 231,2, heilagen 242,2, -0n 282, 6, managiu 240, 1 : manigw 234, 1. Ebenso verhalten sich die -a- von magatin 8 6, senafes 8 73, 2 : senefes y 92, 8; vgl. ferner steinahi, steinahti,

8 96. Das -a- der Verba auf got. -atjan nebst deren Ab- leitungen schwankt zwischen a, e, ? und bei dunklem Wurzel- vocal auch o.

Belege: « nur heilizita etc. 4, 1. 2. 4; 8 lihhazara 38, 2. 8b, 1, heilazet 44, 8 : heilezet 82, 7, blekezunga 67, 4 : lihhizara etc. 34,1. 89,6: arrofozu 74, 3, givvuorphozit 81, 1; y lichazera 84, 5 : -ezera 108, 4; « lihhizara 126, 2; & heilazunga 141, 4. 10, leidazunga 145, 11 : liche- zera 141, 11 ete. (8), lichezennes 141, 28, blekezunga 145, 18, naffezitun 148, 3, leidezen 188, 5; d’ blekezunga 217, 3.

8 97. Festes e in ultima haben wie gemeinahd. die Ver- wantschaftsnamen bruoder, fater, muoter, suester, tohter (dagegen correct suigar), ferner zehen etc., after (vgl. aftero etc. $ 86, b) und ander (nur einmal y andar 87, 8 mit a rc in e). Die pronn. iuuer, unser schwanken zwischen -er und -ar:

Belege: a) Pronomina: 2 15 -ar von 22, 16 38, 8 : 1 -er 34, 6, dann 8 -er von 88, 6 67, 12; y 5 -ar von 84, 2 89, 5. 103, 4 : 2 -er 92, 4. 93, 2 (98, 1 ist rc); d 1 -ar 104, 2:5 -er 108, 5 112,8; « 8 -ar von 120, 5 129, 10 : 1 -er 128, 2; & 8 -ar 181, 18. 24 (2) : 1 -er 181, 16: & 25 -er von 132, 11 198, 3; &' 1 -er 229, 1.

b) Die flectierten Formen der Verwantschaftsnamen behalten das e aulser in fatara y 82, 11, fatoron d 104, 6, bruodoron d 112, 8. d’ 221, 7 (:bruoderon d’ 228,8); Synkope tritt hier ebensowenig ein wie bei iuuer, unser, wol aber ist sie bei ander beliebt in y dd’ (y 6 von 84, 4 90, 1, d 6 von 104, 3 118, 2, d’ 8 von 215, 1 240, 1 gegen 1 (anderes adv. 102, 2; 100, 5 ist re) : 0: 5 Formen ohne Synkope; sonst begegnet sie noch in 9 22, 4 und in 5 148, 7 und öfter gegen Ende 202, 1. 205, 3. 208, 5 (gegen 19 Formen ohne Synkope von 182, 9 196, 2).

c) Erhaltener Mittelvocal erscheint bei flectiertem ander, tuuer, unser stets als e in & d (24 ander, 24 iuuer, unser), ferner bei ander in y (an- deres 102, 2, s. oben) und #’: andere 182, 5 (2); in a 8 a' sind die Laut- folgen -are-, -ar(i)u- und -era- bevorzugt: « andures 16, 1, andariu 18, 26 : anderan 8, 8; «’ 5 andaremo etc. 120, 6 129, 7 (gegen andere 125, 6. 7), aber 5 andera etc. 124, 1. 2(8). 8: 8 6 andare etc. (19, 3 51, 3; dann andaremo 82, 2, daneben aber anderemo etc. 22, 6. 81, 5. 47, 6 und 5 mal ununterbrochen von 57, 8 79, 11), 6 andaru 71,8 82, 3 neben 7 anderan etc. 37, 1 74, 1 und anderw 69, 5. Bei flectiertem

re

8 97—98. Vocale der Ableitungssilben. LXI

iuuer, unser herscht der Mittelvocal a ausschliefslich in y (9 mal von 82, 11 100, 4), «' (5 mal von 119, 6 181, 8), & (4 mal von 181, 15 28), und überwiegend in « (5 unsare- 4, 15—18 : unsera 4, 18) und P (81 -ar- von 18, 4 67, 9 und 82, 10 : tuueran 89, 3 und iuuere 67, 6, iuueru 74, 7 (2), unsera 82, 5 (28, 1. 40, 7 sind rc); in d stehen 2 -ar- 106, 7. 115, 2 gegen 2 -er- 118, 1. 116, 4. Bemerkenswert ist dals sich das a auch in die kürzeren Formen der -r-Casus dieser Pronomina eindrängt: iuwara gen. « 13, 14. 18, tuuaru dat. a’ 131, 5. 6, iuuaro dat. e 181, 8 gegen unsero gen. pl. « 4, 16, 5 141,26, iuuuero & 141, 27, suuueru dat. 184, 8. 145, 7. 194, 3.

8 98. Altes kurzes ? ist im Allgemeinen fest. Es unter- liegt nicht der Assimilation, denn mihhala Q 71,3 ist wol blofser Schreibfehler, und richoson y 95, 5 neben gewóhnl rihhison beruht eher auf Suffixablaut oder hat secundäres o nach Auf- hebung alter Synkope. Schwächung zu e einmal in uuinestrun 112, 2. Sicheren Suffixablaut zeigen ratussa «’ 118, 2 gegen gewöhnl. ratissa, und vvuostunna, -u 8 64, 4. 82, 5.10 gegen vevuostunna der übrigen Schreiber (8 77).. An sonstigen laut- lichen Veränderungen kommen in Betracht:

1) Das -i- der Comparative. Es ist synkopiert in dem subst. herro, während der lebendige Comparativ (sowie auch eldiron

parentes, $ 55) sonst stets zweisilbige Endung aufweist.

Ausnahmsweise wird hier das -i- durch -e- vertreten, was wol auf alte Synkope hinweist: 8 manageron 21, 9, furlazanera 65, 8; y uuirseren 88, 5, altero 97, 6; à managerun 104, 9, wuiseron 108, 4; 5 heuigerun 141, 17; d’ uuirsero 215, 8 (80 steht auch einmal e im Superl. uuinestrun ó 112, 2), Der Comp. von jung lautet iungiro in « 2, 8 40, a’ 1, & 1, 6 45 mal (gegen 1 sehr auffälliges $wngoron rc 56, 2), dagegen iungero y 82, 12. 90, 4. 91, 4. 5 (vgl. auch die rc 90, 1. 92, 2), d 104, 1. 108, 1, ó $ungeren aus -oren 219, 2 und gewöhnlicher mit Assimilation tungoro y 28, d 8, d’ 25 mal; in diesen Abschnitten steht sungiro überhaupt nur y 89, 2 (82, 11a ist rc) und in der Bedeutung 'iunior' d’ 288, 4. Der Superl. heifst stets iwngisto: man wird also nicht iungöro ansetzen dürfen.

2) Das ursprüngliche 4 im Práteritum und flectierten Par- ticipium Präteriti der schwachen ja-Verba (vgl. W. Begemann, Das schwache Prät., Berlin 1873, 132 ff).

a) Von ursprünglich kurzsilbigen Verbis erhalten das i regelmälsig die prátt. gsburita, ferita, uuerita; gifremita; thenita; gihugita, legita; arre- kita ; fleuuita, streuuita, threuuita, die Partt. gifremitu etc., gilegitaz ete., giuuegita, giselitu, giknusita, gistreuuitan; dagegen haben Synkope die prätt. salta, sagzta, lacta, thacta, uuacta (197, 1. 2 und uuahtun 52, 4) neben den partt. giselit, gisezit, arrekit, bithekit, flectiert giselitu 67, 8, gisez(z)ttu 25, 1. 45, 4 : gisaztu etc. 68, 8. 88, 4. 105, 2, bithacles 44, 17.

b) Ursprünglich langsilbige synkopieren der Regel nach das; es heilst also incnata, crata, sata, thruota; heilta, teilta, filia, fulta; aruuiurta, fuorta, gihorta, gikerta, lerta, ruorta; goumta, duomta ; uuánta, branta, inkanta; coufta, toufta; losta, custa; gruozia; giloubta, gitruobta; arougta, ruogta; beitia, leitta, spreita; thamfta; namta (zu nemnen); uuarbta, forscurcta, giuualsta, forsturzta ; santa, uuanta, bigurta; (forhta), liuhta, arrihta (giougozorhta 235, 1, wenn es nicht Fehler für -tota ist, vgl. 8. 401), lusta, thursta; ebenso im flectierten part. giheilte, ziteilte, bifiltan, gifulte; aruiurte, gihorte, gerter; gituomte; furbrantu; gitoufte;

LXII $ 98—100. Vocale der Ableitungssilben.

arloste; gibuostan; gitruobte; gileitte, zispreite, aruualstan; gisanta, ar- forhte u. 8. Ww. Ausnahmen sind bei diesen Verbis selten: prät. arougita 229, 2 (: 15 arougta); inhuhtita 18, 4 (: kuhta 1, 4); part. gifullite 186, 1 (: 15 gifult-), gitoufitemo etc. 14,3. 64,8. 112,2 (: 3 gitouft-), gi- nemnitan 4, 12 (kein ginamt-), giuuentite 39, 7. 94, 2 (gegen unflectiertes giuuant, s. unten), gisentidiu 188, 8, -tite 142, 1 (: 2 gisant- 18, 21. 125, 8). An unflectierten partt. mit Synkope finden sich giuuant 9 67,9. C 188, 11, giruort d 117, 1, erduompt 5 172, b.

"^ e) Dagegen bleibt das 5 in der Regel «) bei den Verbis auf h: uui- hita 7, 7 etc. (6), nahita 49, 2 etc. (8), bei denen die Synkope eine andere Aussprache des Stammauslautes h bewirkt haben würde. jp) bei den Verbis auf urspr. Consonant + Sonorlaut aufser !: gar(a)uutta 105, 3 etc. (9), biscatauuita 91, 8; bouhnita 4, 12 ete. (8), Zougnita 188, 3; fuot(i)rita 58, 11 ete. (8), hung(i)rita 68, 8 etc. (4), fluobrita 185, 10. 19, part. bi- unsubrite 192, 8, furnidarite 89,2; aber tougtlia 2, 11, part. gimahaltero 9, 1. 5, 12. y) bei mehrsilbigen, einschliefslich der Ableitungen von Nominalcompositis: wozarnitun etc. 64, 9. 118, 2. 196, 7, ambahtita 48, 2 etc. (3), part. giarbitite 67, 9; heilizita 4, 1. 91, 6, naffezitun 148, 8, lichizita 228, 1; unuuirditun 112, 8. 117, 4, antvvurtita 7, 2 etc. (88), antlingita (antalengita). 21, 5 ete. (82). d) bei einer Reihe vereinzelter Verba, insbesondere mit Stammausgang auf g oder Dental: bruogitun 2206, 1 (dazu part. 145, 4. 217, 4. 230, 3), sougitun 201, 8, zougilin 144, 1, part. giuueigite 44, 1. 125, 7 (: arougta, ruogta); gihengita 212, 8, part. foruuergiton 152, 6 (: -scurctin 78, 9); giuuatita 53, 8 etc. (4, dazu 5 partt.), untarthiutite 67, 3. 6 (: beitta, lestta, spreitta); heldita 218, 8. 220, 8 (dazu part. 208, 6), cundita 60, 8 etc. (4 : santa, uuanta); miltita 44, 1 etc. (4); giheftita 79, 1; ahtita 22, 18 etc. (3 : liuhta, rihta); part. girostites 281, 2 (: lusta, thursta), aber auch gimaritun 61, 3; uuermitun 186, 5, part. girimitu 44, 20; gistriumta 149, 2 (2); skimphitun 60, 18 etc. (8 : thamfta); giuuiziten 141, 22, bicurcite etc. 145, 16 (2).

8 99. Secundäres ? hat sich aus silbischer Liquida vor urspr. j entwickelt (Beitr. 5, 331ff.); daneben tritt aber auch durch Anlehnung an andere Formen als Wechselform a und weiterhin e, o auf.

a) Vor /: innuovilu (St. innöflia-) 4, 18; tougilta (zu St. tauglia-) 2, 11 : gimahalit ete. 8, 1. 5, 7. 12 (zu mahal); b) vor v: a fluobiren 10, 8, gisubirit 13, 24, hungirita 15, 2 : hungerente 4, 7 (zu hungar); B fuotirit etc. 38, 2. 58, 11, gisubiren etc. 46, 2. 8. 57, 6. 64, 8, hungirita 68, 8, furnidirit 57, 5 : furnidaren etc. 89, 2 (2). 62, 12 (zu nidar), unsubarero 44, 2 (zu subarnesst) : hungerent etc, 22, 11. 23, 2. 68, 1, subere(t) 22, 18. 44, 5, furniderent 57,4 : unsuboro 58, 7; y uorligiri 84, 9, fingirin (St. fingria-) 97, 5 : uornidaret 96, 1; « hungirita 121, 1; & scultirun 141, 2, fornidirit 198, 1 : nidarungu 205, 5; d for- nidirit 242, 4 (sonst iu y Cd’ kein Secundärvocal, 8 88, c). o) vor ^, m ist kein Secundärvocal entwickelt in bouhnen, lougnen, theismen 8 88, c. d) Ueber ähnliche Entwicklung eines 4 vor urspr. wj s. & 94, tiber sun- dirin, suntiringun neben zaharin, giuuafanin 8 86, a, b. 98.

$8 100. Kurzes u ist im Ganzen fest: angul, abur, keisur, suehur, buosum, sibun, iugund, liumunt, -unga; accus, -azzusi, angusten, ernust, abuh.

Doch steht sibinu y 89, 2; postoli 8 66, 1 : postul Z 156, 14 und öfter inneres -or- neben -ur-: « keisure 5, 11, 9g murmuron 82, 8. 9,

8 100—103. Vocale der Ableitungs- und Flexionssilben. LXIII

y leffurun 84, 5, d murmurunga 104, 8, -ulotun 109, 2. 114, 2, a’ mur- muronte 129, 2, 5 sihhura 170, 4, keisure(s) 194, 2. 198, 1 (2) gegen a keisores 18, 1, a' sihhoron etc. 195, 8 (2). 4, keisore(s) 126, 1. 8 (8), ferner abahu « 18, 3 gegen abuhen, -o 8 76, 4. & 151, 8 (naccot hat festes o aus wa); über ratussa, evuostunna, unzun, sabun, sambuztag s. $ 77, über wu aus Svarabhakti $ 82.

8 101. Vocale der Compositionsfuge (vgl. $ 81). Fest ist das -- der Fuge und im Allgemeinen das -a-, sowie das -0- der wa-Stämme.

Ausnahmen: a) e in wuegeuerti y 87, 1, tagelone d 109, 1, antelen- gita 104, 5, messezumft a' 199, 7, botescaf & 151, 8, frige-,friietag à 215,1. & 211,1; mittilegarten à 104, 1 neben b) i in gernilicho « 8, 4 (: gernliche ib.), sumiliches etc. ó 110, 1. 111, 1 (:2 sumalihhen 8 79, 11), mittiligart(o) 16, 1 ete. (9:mittilagarto 8 25, 1 und háufigem mittsl-); e) o in furgoumolosotun a' 125, 7, gotouuebbes etc. 6 200, 1. 4 (: gota- uuebbg ó 107, 1) und stets (gi-)ougozorhton 164, 6 etc. (4) dazu vgl. auch die Zusammenrückung samo-so « 14, 1. 8 44, 11. y 92, 6. « 128, 4 neben sama-so « 2, B 5, y 1 (102, 1), d 3, a’ 8, C 11 und sama-sa dd’ 5 (8 110, 2). d) Schwanken zwischen ? und a, e bei ja-Stämmen in sibbi- same 8 22, 14, hellifiur (aus helle-?) 95, 5, helliuuizses 5 141, 28 : hella- fiur(es), -wuizi 8 26, 4. 28, 2. 8. 44, 19 : hellephorta y 90,8. e) a für 0 in balaratı y 84, 9.

c) Die Vocale der Flexionssilben.

8 102. Die Schwankungen im Vocalismus der Flexions- silben, zu denen aus Gründen der Bequemlichkeit auch die ab- leitenden -é- und -ó- der schwachen Verba gestellt sind, beruhen hauptsächlich:

a) Auf alter dialektischer Verschiedenheit. Hierher gehören insbesondere die gen. dat. sg. f. auf -ro $ 105. 114, die datt. pl. auf -4n :-0n 8 115, sowie die schwachen nomm. acc. pl. auf -un statt -on S 111, vielleicht auch die nomm. pl. f. auf -@ neben -0 8 110, 1.

b) Auf secundärer Lautentwicklung. Hierber fallen die sog. Schwächungen von a zu e $ 103. 106, von o zu a $ 110, von «4 zu 0 $ 112; die Assimilationen von e 8 108, das dia- lektische a für e $ 107 und u für o 8 111.

c) Auf Analogiebildung. Hierher sind zu ziehen die 2. sg. prät. auf -tas und -ius 8 110 und 111, sowie die pl. -zuge 8 109.

d) Auf Apokope, Elision und Synaloephe, 8 116.

$8 103. Auslautendes a, ó ist im Allgemeinen fest, abge- sehen von den dialektischen Abweichungen $ 104 f.

Vereinzelte Schwächungen zu efinden sich: a) in Partikeln: nobe y 84, 4, d uuande, uuante 104, 2 (vgl. ebenda uuanta mitía rc); b) im acc. sg. der á-Stüámme: gruobe 84, 7; c) im acc. ag. f. der Pronominaldeclina- tion: « sine 9, 2. 8, alle 18, 2; 9 alle 17, 8. 49, 6, sine 21, 7 (2), thine 27, 1; y alle 90, 5; d) im nom. acc. pl. der nomina agentis auf -ari,

LXIV 8 104—107. Vocale der Flexionssilben.

-eri: y betere 87, 5, asnere 97, 8, scribere 101, 2 (vgl. die Rasuren in lich:- zera 84, 5. 108, 4, buochera 91, 4. 6). e) im nom. acc. sg. der jà- Stämme: yfuzze 87, 8. f) häufig in den acc. Pronominalformen sie, thie neben sia, thia, s. das Glossar. o für a in ferrano & 186, 1.

8 104. Im gen. sg. der ä-Stämme ist die urspr. Endung zum Teil bereits durch das dativische -4 verdrängt:

a miltida 4, 18, fluobra 7, 4; riuua 18, 2. 14, geba 18, 7, -nara 18, 18 : miltidu 4, 8, euuu 7, 5, spahidu 12,1; 8 erda 24, 1, samanunga 60, 1. 10. 11. 12 : erdu 57, 8. 5. 67, 7; y riuua 96, 8. 6 (selu 90, 5 ist rc); d hizza 109, 2, thiota 111, 8, esilinna 116, 3, heilunga 118, 4 : uui- sungu 116, 6; a’ gouma 125, 11 : goumu 125, 2 (thioto 128, 9 ist wol pl); 5 hella 141, 18 (dazu minna 168, 2?) : erdu 146, 4, sahhu 204, 1.

$8 105. Im gen. rg. f der pronominalen Declination (ein- schliefslich der adjectivischen) erscheint neben -ra und dativi- schem -ru bei einigen Schreibern -ro als Normalform; dabei scheidet sich in der Regel der gen. ira von den übrigen Formen und ist deshalb in der folgenden Tabelle nicht mitgezählt:

& DB vy óÓd «a e Bp 6 Ó

-ra 22 - 1 4

-Yo 10 10 5 6

AW 4 Belege: « thero 2, 4 sinero 7, 2, dann iuuara 18, 14. 18 : 19 ira 2, 1l 12, 9; 8 sinero 49, 2 sinero 79, 4, thero 81, 2: thera 79, b. 82, 1 (theru 49, 1 [2] ist re) : 11 ira 44, 22 79,9 (dazu 63, 1 re; iro 64, 14 ist wol gen. pl., iru 79, 14 dat. sg., s. milten im Glossar); y thero 88, 2 97, 2 (sineru 86, 1. 90, 5 ist rc) : iro 85, 4, iru (sol) 87, 7; à sinera 106, 5 thinera 116, 6 : iru. 118, 1; «' sinero 119, 2, thero 125, 1 mihhilero 129, 5 (andero 128, 9 ist wol pl.); 5 sineru 135, 1. 186, 1. 204, 1, thineru 145, 1, alleru 146, 4 : thera 185, 1. 138,1. 147,3.

174, 5, therra 138, 4, sinera 206, 1 : 11 ira 185, 1 174, D.

8 106. Die Endung -an hat meist festes a, seltener ge- schwächtes e.

Ueber das -an, -en der Infinitive s. 8 89 f. Im acc. sg. m. der Pronominaldeclination ist -en ganz selten und auf y beschränkt: ufstiganten 82, 11a, thesen 90, 3, uzuuerfenten 95, 1 (habenten 95, 4. b, einougen 95, 5?), vgl. auch die Rasuren in ebanlichan 88, 6, quementan 90, 6, halsan 95, 4. Dagegen überwiegt en im acc. sg. der Eigennamen; die Geschlechtsregister 5, 1—8 bieten 35 -en; dazu kommen ferner « Ioseben 6, 4, Abrahamen 13, 14, Simonen 16, 4, 8 Nathanahelen 17, 2, Satanasen 67, 4, y Scariothen 82, 12 und Iordanen 21, 4. 100, 1. 184, 10 (Moysen 18, 9. 107, 4 ist unsicher); dagegen steht -an in 8 Nathanahelan 17, 4, ó Abrahaman 107, 2, 5 Lazarusan 187, 2. 4, Petrusan 186, 8 (dazu Abrahaman & 181, 25 rc), d’ Petrusan 220, 2. Ebenso heilst es stets niomannen 13, 18. 181, 4, neomannen (var. -an) 91, 8, aber wieder troh- tinan d 115, 2. d’ 228, 1. 288, 2 (diese Form ist auf dd’ beschränkt).

S 107. e wird in y in ziemlich weitem Umfange durch a vertreten, bei den andern Schreibern nur ausnahmsweise.

1) Die einzelnen Fülle von y sind: a) auslautendes e: «) Partikeln: thanna, danna 87, 5 98, 2 (11; dazu vgl. die rc 88, 2. 98, 1. 2. 102, 2), uuanna 89, 4; f) dat. sg. : uuara 87, 9, taga 88, 6, 98, 1, morgana 92, 1 (ebenda morgane rc), wuega 94, 1 (2), salza 95, 5, reua

8 107—109. "Vocale der Flexionssilben, LXV

100, 6; dazu zisamena 100, 3 und die 8 Infinitive auf -enna, -anna S 89, b; y) nom. acc. pl. m. der Pronominaldeklination : hiuuara 82, 11, suma 82, 11a. 90, 6, sina 84, 7 91, 4 (6), bisuutchana 84, 7, ubila 84, 9, touba, stumma 86, 2, unsara, sulicha 87, 5, zuuena 87, 9. 98, 8, uolla, folla 89, 3. 5, gitruobta 98, 1. 99, 4, giuuentita 94, 2, suntiga 101, 2 (2). 102, 1, thesa, alla 102, 1 (vgl. dazu die rc in sume 84, 1(2). 102, 1, sine 87, 2. 99, 4, heile 88, 11, zuuene 98, 2. 8, aruiurte, giborane, gitane 100, 6, firnfolle 101, 2, alle 102, 1); d) 1. 3. sg. conj. präs.: uuerda 82, 118, uuesa 85, 4, giueha 87,8, uuolla 90, 5 (2), worsacha 90, 5, gilimpha 91, 4, tuoa 95, 2. 98, 1, bisuuicha 95, 4. 5, zisceida 100, 8 (dazu die rc in sente 88, 2, uorliose 90, 5, bifahe 100, 6); s) imp. sg. der é-Verba: haba 99, 2. 8.

b) vor Consonanten: «)im Adjectivum: dat. sg. m. niheinagamo 86, 2, iuuaramo 96, 4 (vgl. 8 108); gen. pl. halzaro 88, 1 (dazu das re durrero 88, 1?; doch vgl. $ 108); nom. sg. m. leobar 91, 3; dat. pl. sinan 89, 1 (vgl. sinen mit e rc 89, 2); £) im starken Verbum : 1. pl. ind. farames . 82, 12; 2. pl. gisehat 82, 118 (dazu wuollet mit et rc 82, 12?); 3. pl. uuer- dant 88, 2. 96, 2, ezzant 84, 1. 4 (2). 85, 4, uuasgant 84, 1, gisehant 96, 1, gifahant 100, 6; 8. pl. conj. githuahan 84, 4 (dazu ezzen mit e rc 89, 1); y) in den é-Verbis (vgl. haba oben 1, a, &): 3. pl. ind. präs. sagant 88, 12. 91, 4; part. lebanti 82, 11, sagantes 87, 9, uuonantı, -en 88, 12. 93, 1, fastante 89, 1, druoanti 91, 5; prät. fragata 84, 8 94, 1 (5), sagata etc. 86, 2 88, 12 (4), uuonati, -a 87, 9, habata 97, 1. 99, 2, scamatun 108, 5 (dazu vgl. die rc in zuoclebeta 97, 2, frageta 97, 6, sagetun 99, 4, folgetun 100, 1, habeta 102, 2; in suuigetun 94, 1 scheint jedoch das e re für o zu sein; vgl. auch $ 108).

2) Bei den andern Schreibern findet sich, nur folgendes: a) aus- lautendes e im nom. acc. pl. der Pronominaldeclination, bisweilen in « £: « unsera 4, 18, argangana 7, 1, gifulta 7, 2, managa 7, 9, arstorbana 11, 1, slehta 13, 3, gisanta 18, 21, aroffonota 14, 4 (: ca. 45 -e); 8 thina 30, 1, iuuara 82, 2. 7. 8. 39, 7, managa 44, 29, uua 56, 9, unsera 82, 5 (: ca. 240 -e); dazu d sume 104, 8, sine 111, 2 mit e rc? (: ca. 76 -e), und vereinzelt 5 sina 168, 2, vgl. heile 205, 3 (und sia 136, 1?).

b) vor Consonanten: « uuahhante 6, 1; 8 habante 22, 2; d wuonanne 114, 1, &' sagata 218, 5.

S 108. Assimilation eines e ist selten und auf y Ó be- schrünkt.

Abgesehen von liminimo à 107, 1 und fragutum y 88, 4. 91, 4 (-amo im dat. sg. der Adjective s. $ 107, b, «) kommt nur Assimilation ano vor und zwar im gen. pl. der Adjectiva: seohhoro 88, 1, rehtoro 110, 4, su- gentoro 117, 4 (dazu durrero rc 88, 1?; doch vgl. 8 107, 1, b, «) und im dat. sg. m. derselben: selbomo 82, 11a. 88, 7. 8 (2). 10, giofnotomo 98, 3; in d nur bei dem letzteren: selbomo 104, 5 (2). 8. 105, 3. 118, 2, einomo 109, 8, thesomo 110, 8, suntigomo 114, 2. 118, 8.

Anm, Ganz vereinzelt stehen: a) ein gen. sg. gibetis & 141, 12; b) eine 2. pl. ir bitit 5 164,1; c)ein schwacher dat. sg. naman & 164, l und schwache Dative theismon y 89, 4, namon 5 134, 8. 142, 2.

8 109. 2 ist nahezu fest; einmal éhrucnesse 5 145, 15 statt -nessi; in zehenzuge, fimfzuge 8 80, 5 liegt vielleicht Anschlufs an die Adjectivflexion vor.

Durchgehends steht -in im dat. pl. der ja-Stämme (Belege für das masc. S. unter hirtt, lahhi; arnari, asneri, buohhari, bihalteri, lerars, khhizari, munizzers, scribari, uuizzinari, für das neutr. unter gibenti, enti,

Sievors, Tatian. 2. Aufl. v

LXVI 8 110—111. Vocale der Flexionssilben.

heri, nezzi, giuuafani, giuuati, giuuiggi,uuortbilidi ; finstarnessi im Glossar), im Gegensatz zum nom. acc, pl, 8 7, b.

$ 110. Wechsel eines 0 mit a zeigt sich:

1) Im nom. acc. pl. f. der Pronominaldeclination: « gifulta prol. 1: allo 5, 6, rehto 13, 8, sino 18, 3.11 und 2 (hio; A unsara 84, 6, iuuara 34, 7 (2), managa 50, 3. 58, 3 gegen 22 -o (40, 2 (2). 45, 1. 49, 1 und 18 von 54, 4 80,4, dazu 3 (hio); y sina 96, 2, iuuara 100, 4, à mina 105, 2, euuina 108, 4: manago 106, 3, allo 116, 4 und 5 thio; a’ iuuara 121, 4, sina 124, 6. 128, 9 : garuuo 125, 9, gifulto 125, 11 und 3 thio; 6 suuara, -licha 141, 2, tuuuera 145, 7, alla 145,13 (giuuelihha 146, 5?), dazu thia 141,25 gegen 28 -o von sino 185,2 thino 208, 6 und 12 thio, 2 sio; d’ alla 282, 2 und thia 214, 2. 216, 2. 281, 2 gegen 6 -0 von scouuuonto 217, 2 thino 288, 4 thio (darunter thio uurb 226, 3), 7 sio.

Anm. Bisweilen wird auch statt des Fem. nach dem Sinne die Maseulinform gesetzt, namentlich bei dem Pl. menigi : manage menigi f 22, 3. 46, 1. y 100, 1, thie menigi 8 19, 4. 5. 44, 1. 80, 7. «' 124, 6, ähnlich alle thiota d’ 242, 2 (vgl. auch sie 133, 6 [auf scaf bezogen] und thio uuib 226, 3); doch auch thie ketinun 58, 4, thie aleıba 80, 6; die übrigen Beispiele werden blofs auf unachtsamer Uebersetzung beruhen: thie dar 145, 15. 201,1 (?), salige, umberente, thiede 201, 3, und besonders in d’ : arforhte 218, 1, gangente 218, 5, loufente 219, 1, heile 228, 2.

2) Im nom. sg. m. der Comparative und Superlative; hier liegt jedoch wahrscheinlich nur Verwendung des Neutrums in prädicativem Gebrauche vor, s. die Belege unter uuesan 12, a, 8 (dazu das zweite furira 38, 1).

8) Im Auslaut der Partikeln oda neben odo (s. Glossar 4008), und soso und samaso in dd’ : sosa 215, 4. 217, 6 (vgl. auch sose d 104, 3. 5 211, 3); samasa 118, 2. 217, 8 (2). 4. 228, 5 (vgl. samaso d 108, 1 mit o rc).

4) In den schwachen Verbis der ó-Classe: y gioffonata 90, 2, giha- latero 90, 5, gisamonate 98, 3; d uuntraton 104, 4; &' betolata 132, 5.

5) In der Endung der 2. sing. ind. der schwachen Präterita in dd’: gigarauuitas 105, 3, gizunftigotastu 109, 8, thuruhfremitastu 117, 4; gi- loubtas 233, 8, uuoltas 288, 4 gegen lertostu 118, 1; bigurtos 288, 4. . Die Schreiber « 8 gebrauchen dafür vorwiegend die Endung -tus: a gi- loubtus 2, 9, giantvvurtitus 7, 6; a’ fluohhotus 121, 2, antlingitus 128, 5; B sagetus 21, 4, giloubtus 47, 8, zuehotus 81, 4 gegen satos 72, 4. Die gemeinahd. Form -tos bezw. -tost herscht dagegen ausschliefslich in y (ha- betos 87, 5) und & : 185, 25 (2). 188, 10. 12. 142, 1. 149, 4. 5. 6 (2). 7. 151, 7 (2). 177, 2. 5. 178, 9. 179, 1. 2 (3). 8. 4 (2). 197, 9.

8 111. Wechsel von 0 mit w:

1) Im Auslaut: ahtu 7, 1, ahtuzug 7, 9, hahtuzehen(3) 102, 1. 108, 1 (vgl. 88, 3) dazu ahtuden 4, 11 gegen ahto etc. 108, 5. 108, 3. 288, 4; ühnl. manude 8, 1 gegen sonstiges manod etc.

2) Im nom. acc. pl. masc. der schwachen Adjectivdeclination, in « B':«: a gilertun 8, 2, firnfollun 18, 17 gegen selbon prol. 2, nahiston 4, 10. 18, cundon 4, 10; 8 firnfollun 32, 4. 64, 8, furirun 88, 2, totun 51, 3, nineuiscun 57, 4, tungistun, uuirsirun 57, 8 gegen -on 21, 5. 9. 32,2 (2). 34, 3. 44, 16. 20. 56, 4. (57,8 rc). 61, 2. 77, 3(2). 79, 14. 82, 2; a furistun, altistun 198, 1, firnfollun 123, 6. 7, menigirun 124, 8, gdladotun 125, 2, sizentun 125, 11 gegen toton 127, 4, heriston 129, 1 (2). 2 (heroston 124, 6 rc). Die übrigen Schreiber kennen abgesehen von dem vereinzelten hohostun ód' 225, 2 nur -on; ebenso herscht dieses ausschliefslich im aec. sg. der Adjectiva und im acc. sg. nom. acc. pl. der schwachen Substantiva (das vom Schreiber selbst verbesserte folun 116,2 war offenbar nach dem vorausgehnden santun verschrieben).

8 111—112. Vocale der Flexionssilben. J LXVII

3) Im dat. pl. der schwachen Declination und der já-Stümme: « orun 4, 4, herzun 7, 8, fastun 7, 9, marcun 10, 1 (: hohtstom 6, 3 und 6 -on 5, 8. 8, 8. 11, 3. 13, 1. 19. 16, 1); £ uuizagun 17, 2, orun 18, 4. 74, 6 (2), samanungun 22, 1. 44, 12. 78, 2, minnistun 25, 6. 44, 27, altun 26, 1. 28, 1. 80, 1, (-)uuolun 37, 2. 64, 5, thiotun 44, 12. 69, 9, ketinun 53, 4 (2), firnfollun 56, 3 (2), erirun 57, 8, selun 67, 9, einun 68, 3, heithaftun 68, 8, ratissun 70, 2. 74, 2 (2). 8. 4. 5 (auch forhtun

.81, 2?) gegen 85 -on von iungiron 21,3 uuizagon 82, 9; y brosmun

85, 4, marcun 86, 1, aleibun 89, 8, huorun 97, 7, stuntun 98, 4 (vgl. alton 90, 4 mit o r) gegen 14 -o» von iungoron 84, 1 herzon 99,5; a vourzolun 121, 2, erirun 124, 8, ougun 124, D, ratissun 124, 7, güa- dotun 125, 6, vvuntun 128, 7, uflihhun 131,8, suntun 131, 8 gegen 6 -on von altiron 120, 6 heriston 129, 9; & suntun 131, 20 : iudon 181, 12; die Schreiber 5 und dd’ kennen (abgesehen von einem zweifelhaften pns 212, 7, das vielleicht dat. sg. ist) nur -on (Z ca. 67, d ca. 16, d’ ca. 15 mal). Ä 2E

4) Im schwachen gen. plur. einigemal in 5$: natruno 141, 28, figuno 146, 1, ostruno 157, 1; ostrunu 155, 1.

5) In den schwachen Verbis der ó-Classe: y satumes 89, 1, gou- mumes 97, D.

6) In der Endung der 2. sing. ind. der schwachen Prüterita, 8. 8 110, 5.

8 112. Festes w erscheint im Allgemeinen: 1) im nom. sg. der kurzsilbigen w-Stámme fihu, filu; 2) im nom. acc. pl. der neutralen ja-Stämme, soweit diese die Endung -(?)u haben (8 7, b); 3) im instr. sg. der Masc. und Neutra; 4) im nom. sg. f. und nom. acc. pl n. der Adjectiva (8 7, e); 5) in der 1. sg. ind. prás. der starken Verba und der ja-Verba (für letztere vgl. 8 7, a); 6) in den Endungen des ind. pl. der Präterita; 7) im nom. acc. pl. der schwachen Neutra; 8) im gen. dat. acc. sg. und nom. acc. pl. der schwachen Feminina.

Kleine Schwankungen zeigen sich:

a) in filo d 108, 6 (2) : 10 filu.

b) in seno nu a 8, 4. 8. 9. 4, 4. 6. 5, 9. 7, 4. 8 und seno 16, 1 (2). « 125, 6 gegen senu tho 8, 1. 5. 14, 4. 5; sonst begegnet seno nur noch einmal in 9 44, 11 (: 20 senu) und als Correctur 149, 6 in £.

e) im instr. sg. der Adjectiva: mihhrlo 9 44, 16 und michilu corr. in -0 87, 9 gegen mihhilu 58, 10, luzilu 188, 4, uuizzu 196, 7. Besonders stark vertreten ist das o in dem adverbialen uuidaru : B 4, y 2, d 1, t 1, Ó' 1 gegen -u y 1, a’ 2, 5 8, d’ 1 (Glossar S. 502a).

d) im Präteritum: y giloubtomes 82, 12, gihortomes 87, 9 gssahomes, uueritomes 95, 1; ó quadon, giloubton 104, 1, suohton 104, 8, uuntraton 104, 4; «' arsluogon 125, 7; & erfuoron 187, 4, uuerdoton 193, 6.

e) im schwachen Neutrum der Adjectiva: y meron 88, 7, selbon 88, 12 (kein -un); d uuiseron 108, 4 (oder masc. dem Sinne nach?) : mana- gerun 104, 9, furistun 110, 8; sonst nur -un: «' himiliscun 119, 7, u2o- rostun 125, 11; & eiganun 188, 7, heuigerun 141, 17, mihilun 144, 2, uzzarun 149, 8, selbun 168, 4.

f) im schwachen Femininum: hier begegnet beim Substantivum -on statt -un nur in ostrom & 185, 89. 157, 3.