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Societas entomologica.
Organ für den internationalen Entomologenverein.
/y 2_ Redigirt von M. Rühl in Ziirich-Hottingen. ^ 3 /
Fünfzehnter Jahrgang.
1. April 1900 bis 1. Rpril 1901.
V
Druck von Jacques Bollmann, Zürich
s Untcror Mülilc-^teg; 8.
Q%^
AR 07 1901
Inhalts-Verzeichnis.
I. Lepidoptera. Nro.
Kiui^e iiici-kwünlige Aberrationen von Cai-1 Frings 1
lieber Acronycten von W. Caspari II 2
Beschreibnnji' oiniiior abcrrativer Lepidoiiteren von Oskar Scliiiltz H
Exiterimente mit erniedrigter Temperatur im Jaiire is;i;i von Carl Frings 4, :">
Einige Bemerkungen zu den Tafeln von Dr. Ilofmann's: „Die Grossschmetterlinge Europas" von R. Slevogt 5, (1
Ein gvnanilromorphes Sni. populi- Exemplar von Carl Frings 7
Lepidopterologisfhes (betreffend Papilio poda- lirius L. und Papilo machaon L.) von O. Schultz !^
Kine Bemerkung zur Fortpflanzung von Schraet- terlingsaherrationen von Prof. P. Baclimetjew i)
Ueher die allmäliliche Verdunkelung einiger Le- pidopterenarten aus der Unigelmng von Düs- seldorf von Julius Breit 1(»
Ein weiterer Beitrag zur Schuietterlingsfanna von Olier-Oesterreioh (Linz und Umgebung) von Ferd. Himsl 11
Eine mei-kwürdige Beobachtung über die Zeit- varietäteu von I.,y<'aena argiades Pali, in der Bukowina von C. v. liormuzaki II
Lähmung bei Lepidopteren infolge erhöhter Temperatur ihres Körpers von Prof. P. Bacli- metjew 1-j, i;{, 14
Neue aberrative Schmetterlinge aus Galizien von Friedrich Schille 15
.\mphidasys v. Doubledayaria im Harz von Dr. Paids 15
Prodromus einer Macrolepidopteren-Fauna des Traun- und Mühlkreises in Oberösterroicli von Ferd. Hiuisl 15, l(i, 17, is, lii. -jo, 21
Beschreibung einiger Lepidopteren-Aberrationen
von .\rnold \'oclschow K;
Neuronia pojmlaris als Schädiger des Mais von H. Seenianu K;
Vanessa jo L. — auch für Kurland keine Selten- heit von B. .Slevogt -JO
Notiz über zwei Gnophos-Arten von K. Krouli- kowsky •>!
Ueber die Entwicklung von Smer. Hybr. hyb- ridus AVestw. von Carl Frings 21
Warum fliegen die Tagschmetterlinge nur am ■Pagi- und die meisten Xachtsclimetterlinge in drr Nacht r von Prof P. Bachmetjew -J-J. 28
Nro.
II. Coleoptera.
Meine Exkursion von IMüi von Paul Born ... 1, 2, :i Coleoptera in Paraffin von Dr. K. Manger ... 2
Beiträge zur Coleopteren-Fauua iler Rheinpfalz
'von Dr. K. Manger 4, 12, 24
Notes on some Cicindelidae from the Southwestern
I'nited States by H. F. Wickham 11
-Meine Exkur.sion von lilOO von Paul Born 17, is, ]9,
2(1, 21, 22, 2a, 24
Vorläufige Diagnosen von Dr. Karl Daniel is
Notiz zu Platycarabus depressus Bonelli von Dr.
L. von Heyden .»4
III. Hymenoptera.
Neuer Beitrag zur Synonymie des Chalastogastra (Hym ) von Fr. W. Konow s 'i
IV. Varia.
Die Variation des kritischen Punktes bei ver- schiedenen Exemplaren einer und derselben
Insekten-Art von Prof. P. Bachmetjew i
Neu eingelaufene Kataloge von M. R. :!, 13, 18, 19, 2(1
21, 22, 23, 24 Das vitale Temperaturminimum bei Insekten abhängig von der Zeit von Prof. B. Bachmetjew li, 7
Kleine Mitteilungen von M. R 7, i:;, ui
Ueber die Tarantel von II. Seemann ;i, lii
Verfolgung der Schmetterlinge durch Vögel von
Carl Frings lo
Die Feinde unserer Lieblinge von B. Slevogt 17
August Böttcher t von X is
Noch einmal „Verfolgung der Schmetterlinge
durch Vögel" von Carl Frings 20
Kleine Mitteilungen von X 22
Werden Arctia caja und andere, grellgefärbte Falter von Vögeln gefressen '< von B. Slevogt 24
V. Litteraturberichte.
Fischer Dr. med. E., Desinfektion der Raupeu- kär-ten vcui Oskar Schultz
Schultz, O., Filarien in palaearktisclien Lepi- dopteren von Carl Frings
Tümpel, R., Die Geradflügler Kuro|)as von M. R.
Dr. O. Krancher. Entomolog Jahrbuch X. Jahr- ganu von Dr. K. Mani^er
17 17
2S
1. April 1900.
M 1
XV. Jahrgang.
Societas eotomologica.
<(1 v.,11 Fi-il/ Kiilil, Iniiü-.'lnlirl v..ii s.-iiir-ri Krli.-i
Organ für den internationalen Entonnologenverein.
Alle Zusi-hrirti'ii an ili-ii Yi-ri'in sin<l an lli'rnl Pritz Riihl's Erben in Zürich- Hottineen /.ii
Mill"!' Miluil'l 'X lli'.l.-UllMl.Iri- i:ilt.rniriTiil.'''n llll'l
Organ for the International-Entomological Society.
All li'lliT- r.ir Uli' SiMiolv an- I" !'■• ilin'i'lcl l.i Ml-, Frlt7. Rühl's Inheritors ai Ziirich-Hot- rù'liten, I)ie Herren Miti;Iie(lor «les Vereins wer- I tlngen. The Hon. nieniliers of (ho Soeiety nrc snm iirii's (iVnvoyer iles eontrilmlions t>ri!,'inales «len tVeunillicbst ersuehl, nrijjinjillieitrüse für ilen lihnily rci|nefttcii to senti i)rt(;iiial eontrihutions for li.iiii- la jtartie seienlifiiiue ilii .joai-nal. wissenschaftliehen Teil ile« Blattos einzusenden, j the scienlifie part ol tlie pajier.
Jiihrliehpr Iteitray; für iMili.Hietler I'r. 10 i^ 5 H. = 8 Mk. — Oie Mit-flieder «:enies8en «las Keellt, alle auf l'ntonu>loy:ie lîeznt; nelinicndon AnuoneeTi kostenlVei zu iiiserircn. Wie.lerlinlunu'-n des srleiehen Inserates werden inîf 10 Cts. 8 rfeiinl^' ihm- I null t,"espalt''iH' Petitzeile Kerei-huet. für Nieht-
miti;li.'diT lielrii-'l d.-r ln>erli.iris|iri'is |iit 1 nial ^'csiiiillene l'elit/eile ■£< l'tv. UO IT^-. Has Vrn-iiisl.laic erseheiiit nii>>iallii'}i /,«ei .Mal laai 1. und I.'^.) Mit und nach dem I. Oktober eintretende neue Mitglieder bezahlen unter portofreiem Nachbezug: der Nummern des Winterhalbjalires
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,, Societas entomologica" -a-^ründrl Is aus<;e/i'ii'linehT l''aeblManuei-.
Journal de la Société entomologlque internationale.
Toutes les rnrrospondalU'CS devroid i'-lre atires^'-es
aux héritiers de Mr. Fritz RiihI à Zurich- Hottingen. .Messieurs les membres de la soeiéti-
Die Variation des kritisclicn Punktes bei verschiedenen Exemplaren einer und derselben Insekten-Art.
Von Prof. y. liachiiicijcw.
In meiner Abhandlung: ,I)er kritisclio Punkt und die normale Erstiirnings-Temperatur der Tn- sektensäfte*) habe ich versproolien zu erklären, wanim der kritische i'unkt (T) für eine und dieselbe In- sekteuart so stark vùiiul
Ich erinnere hier daran, dass ich unter kriti- schem Punkt diejenige Temperatur verstehe, bei welcher die Insektensälte nacli ihrci' UnterkühUmg zu erstarren beginnen, wobei die eigene Temperatur des Insekts auf einmal bis znm normalen Erstar- rungs-Punkte (E) der Säfte steigt. Der Punkt T ist insofern wichtig, als das Insekt stirbt, sobald es diesen Punkt bei weiterer Abkülilung zum zweiten Mal erreicht. Diese Eegel ist durch mehr als 150 Exemplare bestätigt worden.**)
Der erste Umstand, welcher den kriiischen Punkt (T) beeinflusst, besteht darin, ob das be- treffende Exemplar ein 5 oi^Ip'' ein Ç ist.
So z. B. ergibt sich T aus mehreren Exem- plaren im Durchschnitt für:
5 Pieris rapae Ç _ 10,71 — 8,11
Saturnia pyri — 11,61 - 9,31
Dabei sind die Versuche in einem und dem- selben Luftbade und bei gleicher Kälte ausgeführt worden.
*) Sucietas entomologica. XiV. Nr. 1. p 1— -2 1899. **) Zeitschrift für wifsinsch. Zoologie LXVI. 4. p. 521—604. 1899.
Daraus folgt, dsss der lcriti<iche Punkt hei männlichen Exemplaren viel tiefer liegt als hei tveihlichen und zwar um ca. 20°/o.
Ob dabei die Verschiedenheit der Grösse oder der reichlichere Eiweissgehalt der Weibchen (Eier ete.) eine Holle spielt, werden spätere Untersuchungen ontscheideu.
Der kritische Punkt wird ferner durch Hungern des betrelVeudeii Insektes bcoJnflusst.
So z. B. ergibt sich T im Durchschnitte aus meiireren Exemplaren von Aporia crataegi sofort nach ihrem Fange gleich — 7,81, während nach viertägigem Hungern diese Grösse — 9,81 beträgt, also bedeutend tiefer ist.
Cetoniu aurdta ergibt die gleichen Resultate.
Z. B. nach Stägigem Hungern ist T = — .^,51
» -i » I. , » — 6,0
7)5 „ , , , — 6,1
» J^i n » » » o,9
Auch nicht ohno Eintluss auf den kritischen Punkt bleibt das Wiederholen des Erstarrungs- verfahrens der Säfte.
Z. B. ergibt Deilephila galii beim ersten Ein- frieren T = — 2,11, beim zweiten Einfrieren da- gegen ist T — — 9,81, also bedeutend tiefer. Ca- rabus intricatus zeigte beim ersten Einfrieren T =
— 2.91 und beim zweiten T = — 3,81. Pieris ra- pae hatte beim ersten Einfrieren T = — 6,71 und beim zweiten T = — 2,41. Papüio podalirius er- gab beim ersten Einfrieren T ^ — 9,91, beim zweiten T == — 15,71 und beim dritten T =
- 1,61.
Daraus ist zu ei sehen, dass der kritische Punkt
gewöhnlich tiefer ist als beim ersten, beim dritten
I aber ist er höher als beim ersten Einfrieren. Nur
I)ci Sclimotterlingon mit schwächerem Körperbau, wie z. 15. Pieris rupac ist der kritische Puiilvt so- fort nach dem ersten Einfrieren bereits liöher.
Daraus wäre der Schhiss zu ziehen, dass starivc Puppen nacli wiederholtem Einfrieren viel grössere Kälte aushalten können als beim ersten Einfrieren.
Der Haupteinlluss auf dcii kritisohon Punkt be- steht aber in der Abkühlungsgeschwindigkeit.
Da ich beabsichtige, an anderer Stelle diesen Einfluss ausführlich zu besprechen, werde ich hier nur die von mir gefundene Hegel mitteilen.
Einserseits führten mich die Untersuchung des ünterküblens von verschiedenen organischen und an- organischen Flüssigkeiten und andererseits die Ex- perimente mit Insekten und l'tianzen zu folgender Kegel: Es gibt eine mittlere Ahkühlimgsgeschivin- (liißeit. hei welcher das l'ulcrliihlen /'folglich auch die (irösse T) der Säfte um stärksten ist.
Ausserdem spielt bei sonst gleichen Umständen noch die ludividualitüt des Exemplars selbst eine nicht zu initerschätzende Rolle bei Variationen des kritischen Punktes. Diese Ersciieiuung gehört aber in lue Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung, wo- mit ich zur Zeit beschäftigt bin.
Einige merkwürdige Aberrationen.
X'iiii Cnrl l'niKix-
! Am Saume beider Flügelpaare steht eine Iloilie I halbmondförmiger, rotbrauner Flecke, die auf den Hinterflügeln allerdings zum Teile auch schon ver- , düstert erscheiueu. Innenrand der Vorderflügel tief- I schwarz, der Hinterflügel schmal rotbraun. Die der Vorderflügelwurzel zunächst liegenden, schwarzen Zeichnungen am Costalrande sind zum Teil auch schon zu^iammengeflossen ; Spitze der Vorderflüo-el normal. Mau kann auf den Vorderflügeln in dem schwarzen Felde durch ihr noch tiefer scliwarzes Kolorit eine Reihe ovaler Flecke erkennen, die durch das Zusammenfliessen der beiden vor dem Saume liegenden Fleckenreihen entstanden sind, ünterseits findet man auf den Vorderflügelu alle schwarzen Zeichnungen bedeutend vergrössert, auf den Htfl. ist alle Zeichnung verloschen, nur einige Spuren der Silberstreifen sind im Wurzelfelde sichtbar. Ich halte dieses interessante Stück für eine durch interniit- I tirende, hohe Hitzegrade, welche die frische Puppe trafen, entstandene Form, also analog den Vanessen- Aberrationen mit zusammengeflossenen Costalflecken. Stücke aus der Gattung Argynnis von zweifellos gleicher Entwicklungsrichtung wie das beschriebene Exemplar sind bereits bekannt von selene, lathonia, j aglaja, niobe und abgebildet in , Hofmann, Gross- Schmetterlinge Europas, II. Aufl. 1894", .Entomo- logiscbes Jahrbuch, 1898', etc.
Im Ajiril 1899 schlüpfte mir eine aus Fünf- kinlien stammende weibliche Thais polyxena Schiff., deren 1. und 111. schwarzer Costalflecken nahezu vidlkommen geschwunden ist. Ebenso fehlt der äussere, grosse Innenrandsflecken ; der V., also letzte Costalflecken und alle rote Zeichnung auf den Hinter- rtOgeln ist stark reduzirt.
Ein 1898 in Prag erzogenes, sehr kleines Ç von Arrtia casta Esp. hat scharf abgesetztes, braunes Wurzelfeld der Vorderflügel : die übrige Flügelfläche ist weiss mit je einem kleinen braunen Pünktchen am Vorder-, Aussen- und Innenrande. Hinterflügel nornutl.
Am 4. August 1899 fing icii im Kottenforst, einem ausgedehnten, urwüchsigen Walde bei Bonn eine prachtvolle Aiiorration von Argynnis paphia cf. Auf den Vorderflügelu ist das ganze Feld von der Fleckenkette au. welche die verdickten Adern mit einander und dem Vorderrande verbindet, schwarz. Die llinterflügel zeigen dieselbe Schwärzung von der der Wurzel zunächst liegenden Fleckeubiude ab.
Meine Exkursion von 1899.
Von Paul Born.
(Fortsetzung.)
Am andern Morgen, 12. Juli brachen wir um 472 Uhr mit zwei jungen, kräftigen Trägern auf, nach dem Col du Mont. Zunächst ging es einige Stunden ziemlich steil aufwärts durch das Val Foy, durch einige kleine Bergdörfchen, vorbei an gross- artigen Stauwerken, welche den Abfluss des gefähr- lichen, hier herunter kommenden Bergwassers reguliren sollten, vorbei an einem grossen Bergsturze, welcher vor einigen Jahren Opfer von Menschenleben und Eigentum gekostet hat , nachher durch üppige Bergwiesen, dann immer mehr und mehr in dichten Tannenwald, dem tosenden und schäumenden Gebirgs- bach entlang, meist unter günstiger Aussicht auf die westlichen Savoyer Berge, auf das Gebiet des kleinen St. Bernhard und auf den nahen imposanten Gipfel dos Ruitor. Das Wetter war, wie immer, wuudervoU und der Marsch landschaftlich sehr
genussreich. Nach einigen Stunden hatten wir den Hintergrund des Val Foy erreiclit, eine etwas Hache, ziemlich ausgedehnte Alpweide mit einem kleinen Komplex armseliger Alphütten.
Von hier ging es steil im Zickzack den Berg hinan, weiter unten über magere Weide, diinu immer mehr in Geröllhalden und zuletzt ganz in Schneefelder übergehend. Tausende von Steinen wurden jedenfalls durch die ganze "Reisegesellschaft gewen- det und obwol die Gegend sehr günstig für Ca- raben aussah, so dass ich fast nicht an deren Ab- wesenheit glauben konnte, so gelang es mir doch bloss, eines einzigen Exemplares von depressus hab- haft zu werden. Diese französischen Alpen sind nun einmal sehr stiefmütterlich damit l}edacht worden. Dagegen gab es viele Nebrien und anderes kleines Gesindel. Fast zu oberst fand Freund Steck einen zusammengefallenen Luftballon, wie dieselben zum Studium der Luftströmungen gebraucht werden ; schade, dass er keine Daten und Notizen trug.
Dieser Aufstieg war etwas mühsam und lange andauernd und es war 12 Uhr als wir die Pass- höhe des Col du Moni, ca. 2700 Meter hoch, er- reicht hatten, ein ganz imposanter Punkt oder rich- tiger Grat mit gewaltiger Aussicht auf das Gewirr der Savoyer, namentlich aber auf die italienischen grajischen Alpen. Leider waren die letzteren teil- weise in wogende Nebelmassen gekleidet und ge- ruhten nur von Zeit zu Zeit sich vor unsern ent- zückten Augen zu entschleiern.
Ganz oben betiadet sich ein italienischer Carabinieri-Posten, dessen Chef uns sofort entgegen kam zum Verhör, welches aber nach Vorweisung unserer Papiere rasch abgewickelt war. Da es hier oben ziemlich viele Nebrien gab, so hielten wir uns einen Augenblick auf, ohne uns jedoch niederzu- setzen, denn es fegte ein eisig kalter Wind über diese Einöden weg. Deshalb stiegen wir bald ab- wärts ins Val Grisanche , über steile Scbutt- und Geröllhalden und grosse Schneefelder in den Grund des Tales. Von Caraben war auch auf dieser Seite nichts zu finden, sie ist aber auch sehr steil und rauh.
Einmal unten im Talbodeu angelangt, wird der AVeg allmälig besser und wir kamen rasch vor- wärts über grüne Matten, auf denen eine Menge Kühe und auffallend schöner hellbrauner Ziegen weidete, die Böcke mit riesigen Hörnern.
Wir passirten uielirero kleine Dörfchen und erreichten gegen ."> Uhr den Hauptort des Tales,
Val Grisanche, in dem sich gleich am Anfang ein Fort mit einer Besatzung von Gebirgsartillerie befindet.
Das einzige Wirtshaus ist mehr als bescheiden, doch war eine schmackhafte Reissuppe, verstärkt durch mitgebrachte Konserven, Eier, Brot und Wein erhältlich und das genügte. Als fremde Gäste durften wir einen taubenschlagartigen Käfig besteigen und dort unsere Mahlzeit einnehmen, während die ein- heimische Kundschaft, meistens aus Soldaten des nahen Forts bestehend, sich unten im Gastzimmer gütlich tat. Zu bewundern war der mit 2 Krücken marschirende Wirt; ich konnte es nicht begreifen, wie derselbe zu uns hinauf gelangen konnte, oft noch beladen mit allerlei Gegenständen.
Als Schlafstelle wurden uns 2 Betten und ein am Boden liegender Strohsack in einem nahe be- findlichen leeren Wohnhause zurecht gemacht. Wir zogen ims nach einem kurzen Spaziergang früh- zeitig in unser Gemach zurück und ich schlief auf meinem Strohsack wie der arme Lazarus in Abra- hams Schoss, während meine beiden Gefährten sich mit der Erforschung der entomologiscben Fauna ihrer Lagerstätten beschäftigen inussten.
(Fortsetzung folgt.)
Fischer, Dr. med. E-, Desinfektion der Raupen- zuchtkästen. Eine neue rationelle Methode. In: Entom. Zeitschr. Guben Nr. 2 imd 3, 1899.
Es ist eine bekannte Tatsache, dass jedes Raupen- Individuum in gewissem Grade für Krankheiten dis- ponirt ist. Selbst die sorgfältigste Pflege kann oft den Ausbruch von Krankheiten und der Uebertragung der Kraukheitsstoffe auf die einzelnen Individuen, sowie auf eine spätere Zucht nicht verhüten, Es em- pfiehlt sich daher, ein Desinfektionsmittel anzuwenden, welches sowol während des Bestehens einer bereits verseuchten Zucht als auch ganz besonders nach Abschluss derselben vor Beginn einer neuen in Kraft treten kann.
Der Verfasser verwirft die bisher bekannten Mittel (Lösung von Sublimat, Bor- und Karbolsäure, Soda, Calcium pormangauat, kochendes Wasser) als nicht zweckentsprechend und empfiehlt an Stelle derselben das Formalin. Die Anwendung dieses nicht giftigen und nicht übelriechenden Mittels ist weder kostspielig noch umständlich , hiuterlässt kerne Flecken, schädigt keine Holz-, Gaze- und Metall- Bestandteile des Kastens, gefährdet nicht das Leben der Kaupen und garantirt eine gründliche Desinfek- tion für Zuchtkästen jeglicher Art.
Ein Fläschchea, welches mit einem sog. Zer- stäuber (Refraichisseur) versehen ist und mit einem Doppelballon (Richardson'schem Gummigebläse) in Verbindung steht, wird mit folgender Mischung ge- füllt :
k
Wasser (gewöluiliclies) 40 Ccm.l .„ , . „ ,, , , Alkohol (90 bis 96" 0 50 ' = ^>f.. f»™aldehyd-
Formalin (40«V) ' 10 , | •'"^S-
Mit dieser Mischung wird der infizirte Raupen- kasteu aussen und innen an allen Wänden und Ecken benetzt und dann zum Trocknen der Zugluft oder dem Winde ausgesetzt, bis sicii der Formalingeruch verloren bat. Ausserdem ist — gewiss ein beher- zigenswerter Wink des Autors ! — auch alles andere mit dieser Lösung zu benetzen, welches irgendwie mit dem infizirten Kasten oder den kranken Kaupen in Berührung gekommen ist, so z. B. die Unterlage der Kästen und die Einfrischungsgläser; sonst ist eine gründliche Desinfektion nicht möglich.
Die Hände des Züchters sind nach jeder Be- schäftigung mit den erkrankten Tieren in Wasser zu waschen, nachdem dem Seifenschaum zirka 30 Tropfen Formalin beigefügt worden sind. Dabei ist der Kontakt des Formalins mit wunden Stellen der Hand, da heftige Heizung ausübend, durchaus zu vermeiden.
Bezüglich der Einzelheiten, welche bei dieser Methode in Anwendung kommen, sei auf die in der Gubener Ent. Zeitschrift erschienene Arbeit selber hingewiesen.
Joder Raupenzüchter wird dem Autor, wenn er sich die Befolgung des vorstehend charakterisirten Desinfektions-Verfahrens angelegen sein lässt, auf- richtigen Dank wissen! Oshar Schultz.
Vereinsbibliothek.
Von Herrn Oskar Schultz ging als Geschenk ein: Asymmetrie der Flügelzeichnung bei Lepidop- tereu (Tagfaltern, Schwärmern und Spinnern, von Oskar Schultz.
Der Empfang wird dankend bestätigt.
J/. llühl.
Anmeldung neuer Mitglieder.
Herr Anton Hcrfert, rrivatheamter in Linz.
Briefkasten der Redaktion.
Herrn K. H. in B. Ehe iiii mich licstiniuit tlar- über aussprechen kann, müssto ich die Arbeit durch- gesehen haben ; wenn Sie mir daher dieselbe ein- senden wollen, so wird es mir angenehm sein.
Herrn A. C. in S. Danke vmlätirig lür das An- gebot, werde mich im Gebrauclisfalle gerne au Sie wenden.
Xiii' ^'o(i/..
Ersuciie ilie Herreu AlMiniieuteii in (leslerrcicli, Briefe in die Schweiz mit ti.l ilcllcrn zu fraiikireii, statt mit l'U. .1/. Hiilil.
Kaufe DoubletU'U vim llviiiiiticmi.
Naturaiienhaudlung V. Fric, i'nig 1514— 11.
T4>«lc'saii/,('i$>e.
Setze die Abonnenten der Soc. entom. in Kenntnis von dem am 22. Februar erfolgten Ableben des
Herrn Dr. Ottmar Hoimann,
k. RegieruDgs- und Krcismedizinalrat in Kegensburi;.
Die Nachricht von seinem Tod wird be- sonders bei den Lepidopterologen allgemeines Bedauern hervorrufen.
Die Red. der Soc eut.
Tausche Coleoptereu aller Art, palaearktische, sowül als Exoten gegen andere europäische. Auch sende ich dafür österr. und ausländische Briefmai ken. Habe billige biologische Präparate von europ. Lepi- dopteren Jedes in einem Glaskästchen mit Raupe und Frasstück, Schmetterling cf Ç und Cocon oder Puppe von Mk. 2 an und höher. Preislisten gratis. Ag. von Nerbeda, Melnik, Bohemia.
Herrn H Fruhstorfer, Berlin NW., Turmstr. 37. Lepidopteren-Centurien empfangen! Herrlich! Bitte um alle in Ihrer Li.ste aufgezählten Centurieu. . Herzlichst Hir S. in Neuburg.
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Dr. O. Hofmann.
Aus dem Nachlass des f genannten hervor- ragenden Entomologen soll folgendes zum Verkauf gelangen :
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t\. Die reiclilialtigo «>ii(4»inol4»;;. Itihlio- tlioU. über welclic in kurzer Zi'it ein \'iTzei(liMis zur Verfügung strlieii wird.
liitri-esscnteii wollen sich gell, wenden an Frau Dr. Hofmann, Modiz-Kats-Witwe, Regensburg, Taxis-Str. J 75.
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Coleoptera in Paraffin.
Von Dr. K. Manger.
T. A. G. Stricldanä liiit in „The FMiomologist's Magazine Second Series", II', p. 88 vorgeschlagen, iiiipräparirte Coleoptereii in Rleclibiiclipen mit reinem Paraffin zu übergiessen, um sie so zur Versendung geeignet zu raaclien.
Am 30, Olftober 1898 habe ich eine Anzahl von (^'oleopteren in der erwähnten Weise eingegossen, um das Verfahren zu erproben. Vorausschicken will ich, dass ich Tiere von den verschiedensten Grössen f Lucanns cervus Ç, Carahus catenulatus, Aba.r afer, Earpalus aeneus, Aleochara fuscipes, Btm- hidlon Andrcac, 3Icligethes virescens) und von ver- schieden starker Behaarung (Cicindela süvatica, Ophonus imhcscens, Epicometis squalida) verwandte. Seit jener Zeit haben die Tiere wohlgebettet im Paraffin geruht und natürlich nicht den geringsten Defekt erlitten. So weit wäre nun alles gut, allein der Hacken kommt erst. Am 25. Februar 1900 habe ich sie aus der Umhüllung befreit und dabei folgende Erfahrungen gemacht. Schon beim schmel- zen der Paraffinblöcke im Wasserbad musste die grösste Vorsicht angewandt werden, um nichts zu verletzen, da bald nach begonnenem Erweichen Füh- ler und Tarsen der Tiere zum Vorschein kamen ; erst nachdem die das Tier umgebende Paraffinmenge völlig geschmolzen (bezw. erweicht) war, konnte man das Insekt, das äusserst spröde war, mit der Pin- cette entfernen. Letztere musste stets warm ge-
halten werden, damit das Paraffin nicht zwischen ihr und dem Käfer als Klebemittel diene.
Nun sind die Tiere aber vom anhaftenden Fett zu befreien, das sie in mehr oder minder dicker Schicht umgibt. Das von Stricldand vorgeschlagene Be- tupfen durch einen mit Chloroform befeucliteten Pinsel genügt nur bei manchen zur völligen Reinigung; die meisten müssen in ein fettentziehendes Bad ge- bracht werden, wozu sich Chloroform, Aether, Schwe- felkohlenstoff, Benzin eignen. Nachdem sich alles Fett gelöst (unter Umständen muss das Bad er- neuert werden), muss man die Tiere trocknen lassen. Dann erst können sie auf die gewöhnliche Weise aufgeweicht und präparirt werden.
Wie man sieht, ist der Prozess umständlich, je nach dem gebraucliten Lösungsmittel mehr oder weniger kostspielig und gesundheitsschädlich; zudem ergibt er ein reclit zweifelhaftes Resultat: die in den verschiedenen Stadien notwendigen Berührungen des noch spröden Insekts sind ebenso viele Klippen für den Präparator. Das Verfahren ist also nicht zu empfehlen! Jedenfalls ziehe ich ihm das viel einfachere vor, die frisch getöteten Coleopteren in mit Watte zu verschliessenden Pappendeckelröllchen zu verpacken, wobei ein etwa 8 Tage dauerndes Trocknen nicht zu versäumen ist. Auch beliebige Schächtelchen (z. B. leere Zündholzschachteln) haben mir schon gute Dienste geleistet: ich bedecke den Boden mit einer Schicht Käfer, streue eine Lage feingeschnittenen Zeilungspapiers (etwa 2 mm. im Quadrat) darauf, dann folgen wieder Käfer u. s. w. Vor dem Aufweichen entferne ich die Mehrzahl dor Papierschnitzel durch vorsichtiges Blasen.
— 10 —
über Acronycten.
Von IC. Cw/iari II.
Die Eior dieser Gruppen werden von dem Schmetterling einzeln an die Nälirpflauzen gelegt, die Ranpen sind dalier immer nur vereinzelt zu finden, obgleich einige Arten, wie tridens, leporina, nicht selten, psi häufig sind. Die übrigen Arten sind selten oder sehr selten.
Ganz eigenartig sind die Eier, nicht blos dieser Gruppe, sondern auch die der übrigen, sowol iu der Gestalt als auch in der Färbung. Während die Eier anderer Schmetterlingsgattungen mehr kugelig, öfters audi kegelig erscheinen, sind die Eier der Acronycten ganz flach, verhältnissmässig breit, fast keine Erhöhung bildend. Das frisch gelegte Ei ist ohne Farbe, fast wässerig durchscheinend zu nennen, oder, besser ausgedrückt, mit einem winzigen Wasser- tröpfchen zu vergleichen. Am dritten Tage gewöhnlich färben sich die Eier gelblich weiss und sind mit vielen gelbbraunen Punkten besetzt (15-20 Pünktchen), Zeichen des Befruchtetseins. Nur 3 Arten : A. psi, strigosa und cuspis machen iu letzterer Hinsicht eine Ausnahme. Die Eier bleiben weisslich, tröpfchen- artig bis kurz vor dem Ausgehen, man kann dann einen schwarzen Punkt, den Kaupenkopf erkennen.
Die Raupen der Gruppen 4 — 7 bohren sich be- hufs Verpuppung nicht ein, sondern fertigen sich in einer Vertiefung au Steinen, Bäumen und drgl. ein (iespinnst, welches sie mit ihren Haaren vermengen, resp. benutzen sie ihre Haare, um das Gespinnst dicliter und fester zu machen; besonders geschickt ist in dieser Hinsicht Acroiiycta aceris; die Raupe sucht an Bäumen unter loser Rindo einen Platz zur Verpuppung. Das ücspiimst, anfangs weisslicli, sieht, wenn die Haare damit vermengt sind, zuletzt ganz rotgelb aus. Die Raui)e in dem Gespinnst ist dann ohne Haare und verwandelt sich in eine rotbraune Puppe ; äJinlich macht es A. megacephala, auch die Puppe ist rotbraun, die übrigen Acronycten haben schwarze Puppen: A. menyanthidis, eui>horbiae, ru- micis etc , auch sind ilire Puppen fast unbeweglich, wenigstens nicht lebhaft wenn man sie berülirt, während die Puppen der drei eisten (iruppen und A. megacephala und aceris sich sehr lebhaft bewegen sobald sie gestört werden.
Die Eier von Acronycta megacephala und A. aceris werden auch einzeln abgelegt, während die Schmetter- linge von Grujipe 4 die Eier in kleinen Häufchen absetzen, sodass die auskriechenden Räupciion anfangs
gesellig leben; bald zerstreuen sie sich, werden nur einzeln gefunden, wenn auch hie und da in Anzahl an Ampfer- und Wolfsmilchplätzen, z. B. die von A. rumicis und auricoma.
Ein wahres Einsiedlerleben führen besonders A. aceris, leporina und alni. Auch sind die Raupen sehr unverträglich, wie man dieses bei der Zucht aus dem Ei beobachten kann. Es empfiehlt sieh dann, möglichst grosse Behälter zu nehmen und in diesen nur wenige Raupen zu füttern. Andere Ein- siedler, wie A. psi imd strigosa, sind in der Zucht verträglicher.
Die Raupen fast sämtlicher Arten der Acronycten leben iu unserer Gegend von Mai bis in den Sep- tember. Sie wachsen sehr schnell, in 3 bis 4 Wochen sind z. B. A. strigosa und alni bei be- ständig warmer Witterung erwachsen.
Woher nun die lange Erscheinuugszeit der Raupen? Das kommt daher, dass die Schmetterlinge wie die Notodonten zu sehr verschiedenen Zeiten ausgehen. Am regelmässigsten erscheint Acronycta alni, schon Ende April und im Mai. In der Zucht ging mir niemals noch ein Schmetterling im Juni aus. Die Raupen fand ich im .Juni und Juli. In der Zucht waren die Raupen immer schon Mitte Juni erwachsen. Im September dürfte bei uns nie eine Raupe von alni gefunden worden sein, wie manche Bücher be- richten. Am allerunregelmässigsten erscheint A. le- porina. Die Raupen traf ich schon im Juni, aber auch im Oktober noch. Dabei ist zu bemerken, dass der Schmetterling nie in 2 Generationen bei uns vorkommt, wie die Zucht lehrt. Don Schmetter- ling fing ich sowol im Mai als auch in den folgenden Monaten bis August am Köder. Dagegen sind andere Acronycten öfters in 2 Generationen im Sommer vorhanden. Es lassen sich auch hier 2 Gruppen bilden :
1. Gruppe mit einer Generation: A. leporina, alni, strigosa, cuspis, psi, tridens, megacephala, aceris.
2. Gruppe mit 2 (und 8) Generationen: A. meny- anthidis, auricoma, euphorbiae, ligustri, abscondita, rumicis, letztere oft in 3 Generationen.
Die meisten Acronycten erscheinen im .luni, der Hauptzoit: rumicis unil auricoma trifft man schon öfters im Ajiril, erstere aber auch noch (in 3. Gene- rationj im September, wäiirend die übrigen in zwei Generationen lobenden Acronycten zum ersten Male im Mai und zum zweiten Male im Juli zu erscheinen pHegon. Von lumicis trifft man oft zu gleicher Zeit Raupen, Schmetterlinge, Eier und Puppen draussen an.
- li —
Meine Exkursion von 1899.
Von l'uul Born. (FortsetzuBg.)
»
Heute gab's wieder eiuen einzigen Caraben und zwar einen depressus, ebenfalls v. giajus, obwol i^twas gross.
Gesammelte Coleopterenl Cincindela gallica Brüll. 2, Nebria eastanea Bou, 31, angusticollis Bon. 4, Bembidium bipiinc- tatum L. 3, glaciale Heer 2, Calathus melanoce- plialus L. 1, Pterostichus multipunctatus Dej. 8, Amava eiiuestris Duft. 1, quenselii Scliönb. 10, Cymindis humeralis Forn. 3, vaporariorum L. 3, Oeypus V. liypsibatus Bernb. 2, Glycbrocbilus quadri- pustulatus L. 1, Byrrbiis fasciatus L. 1, Apbo- dius mixtus "Villa 1, Cetonia v. lucidula Fieb. 1, Corymbites rugosus Germ. 9, aeneus L. 26, Meloë violaceus Marsh. 1, Orina speciosissima Scop. 1, riiytodecta rivosa Sufl'. 10, Luperus viridipenuis (ierui. 1. Myriapodeu; Julus sabulosus 1, ale- raannicus Vert. 2.
Am andern Tage, 13. .Juli, brachen wir um 6 Uhr vom Val Grisauche auf und wanderten ge- mäcblicli talabwärts auf einem gut angelegten Wege. Wir plauderten dieses und betrachteten jenes und ich lernte dabei wie überhaupt auf dieser Reise, durch Freund Steck Manches kennen und mich für Manches iuteressiren, das zwar nicht zu den Caraben ge- hörte und so hatte ich immer reichen Genuss.
Das ganze Tal ist sehr schön und bietet pracht- volle Bückblicke auf die grossartige Hochgebirgs- welt im Hintergrund desselben. Auch die nähere Umgebung ist prächtig, diese tiefe waldige Schlucht, über welclie der Weg oft in beträchtlicher Höhe hin- führt. Allmählich fing os an, warm und immer wärmer zu werden : die Soime brannte mit aller Macht auf uns nieder und wir waren froh, als wir um 10 '/a Uhr das günstig gelegene Dorf Livrogue in der Ausmüudung des Val Grisauche in's Aostatal erreichten. Sehr malerisch ist hier nament- lich die Aussicht von der Brücke oberhalb des Dorfes auf dasselbe. Im kühlen Schatten eines ziemlich guten Wirtshauses hielten wir Rast und nahmen etwelche Stärkung in flüssiger und fester Gestalt zu uns, daini legten wir uns ein bischen aufs Ohr, so- wol im AVirtshause selbst, als zur Abwechslung im kühlen Gras ausserhalb des Dorfes, denn die nach Aosta abgehende Post fährt erst um 3 Uhr hier durch.
Nach und nach beunruhigten wir uns aber immer mehr über das Ausbleiben des Maultier- treibers, welchem wir am Morgen im Val Grisauche unser Gepäck übergeben hatten. Himmel, wenn der mit unsern cychroidos durchgebrannt wäre! Endlich kaum ein halbes Stündchen vor Abfahrt der Post, erschien er zur allgemeinen Beruhigung und bald sassen wir in der ziemlich vollgepfropften Diligence nach Aosta.
Die Fahrt abwärts ist, wie uns schon von früher bekannt war, sehr schön, namentlich entzückend der Anblick der imposanten Grivola und die Mündung des Val Savarauche und Val de Cogne.
In Aosta, wo wir um 5 Uhr eintrafen, gingen wir in unser altes Absteige(|uartier, das sehr gute, aber etwas teure Hotel Victoria am Bahnhof, dann wurde gespeist und darauf der Birraria Zimmer- mann ein Besuch abgestattet. Hier lagen wir im kühlen Garten beim frischen Nass in behaglicher Ruhe und Ausdauer vor Anker, bis wir den Zeit- punkt für gekommen erachteten, unser Nachtlager aufzusuchen.
Von Caraben fand ich heute, da wir ja nur eine Talwanderuug machten, nichts.
Am 14. Juli bestiegen Freund Steck und ich den etwas nach 5 Uhr talabwärts fahrenden Zug, während mein Papa mit dem Gepäck per Wagen direkt nach Valpelina zu reisen gedachte. Nach kaum halbstündiger Fahrt hatten wir St. Marcel erreicht, wo wir iu einem nahe gelegenen Wirtshaus Pro- viant für den ganzen Tag kauften und einen Träger mieteten. Beides wurde uns iu kürzester Zeit durch den gefälligen Wirt verschafft, aber es war doch über 6 Uhr als wir aufbrachen. Nun ging es auf dem kürzesten Wege direkt bergan, oft durch Rebberge, weiter oben teilweise über Wasserleitungen, wie sie uns aus dem Wallis bekannt sind, einige Male auf denselben sogar unter Felseu durch- kriechend, aufwärts, immer aufwärts, für deu An- fang nur etwas zu rasch, so dass wir bald in starken Schweiss gerieten, da die Sonne bereits sehr em- : pfindlich niederbrannte.
Nach mehrstündigem strengen Aufstieg erreich- ten wir endlich das auf einem Plateau gelegene Dorf Ville sur Nus, von wo der Weg allmählig I weniger steil wird, zuerst noch durch dichten ' Tannenwald, dann aber immer mehr üljor Alpweiden j hin führt, zuletzt wieder bedeutend steiler. I Steine gab es hier im Überfluss und wir erbeuteten I eine hübsche Anzahl Caraben, Es wurde aber 4 Uhr,
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bis wir die Passhöhe des Col St. Barthélémy er- reichten, iieuu Stunden waren wir anstrengend ge- stiegen. Hier wurde zuerst eine Stärkung einge- nommen und dazu die grossartige Aussicht genossen. Nach Süden tief unter uns das Tal von Aosta, bis gegen Jvrea sichtbar, darüber, gerade gegenüber die imposanten Gipfel der Cogner Alpen, nach Norden, unmittelbar vor uns der schaurig wilde Südabsturz der penninischeu Alpen vom St. Bernhard bis gegen das Matterliorn hin, darunter in endloser Tiefe das Val Pelliua, in welclies wir hiuuntersteigen mussten, rechts neben uns den felsigen Gipfel des Monte Faroma. Nun wurden die Beinkleider unten zu- sammengebunden, denn es stand eine recht gedie- gene Schneepartie in Aussicht und diese weisse Decke war stellenweise gehörig aufgeweicht. Noch ein letzter Blick auf die grossartige Landschaft, dann glitten wir rasch abwärts. Zu oberst konnte man prächtig abrutschen, weiter unten, wo die Steigung etwas weniger gross war, bedurfte es dazu einer schlittschuhlaufartigen Bewegung, dann ging es famos vorwärts. Allerdings gab es hie und da plötz- lich einen unfreiwilligen Kalt, wenn man auf eine weiche Stelle geriet und bis über die Knie im kühlen Grunde versank. So kamen wir rasch abwärts und als wir die ersten Alpweiden erreicht hatten, welche, weil zu steil und sunnig, keine Ausbeute lieferten, schlugen wir sogar einen tlolilichen Trab an. Unser Träger schöpfte wieder neue Hofl'nung, denn sowol er, als die Hirten auf den obern Weideu jenseits liatten uns wiederholt versicliert, dass es nicht mög- lich sei, heute noch Valpellina zu erreichen, höch- stens etwa Oyace. Aber wir trabten munter zu, über Stock und Stein don steilen Abhang hinunter, oft durch prächtigen Tannenwald, oft über AIpweideu. Immer näher rückte das direkt unter uns liegende Dörfchen Oyace, immer doutliciier siciitbar. Eine hoch darüber auf einem Felsen fronende Schloss- ruiuo, die vor kurzem so unendlich tief unten lag, befand sich plötzlicii fast gegenüber, noch einen Augenblick und der alte zerfallene Turm ragte hoch über uns empor. Endlich hatten wir den Talboden erreicht und den tosenden Gletscherbacii in gross- artig wilder Sciilucht überschritten und hielten unsern Einzug in Oyace. Der Durst jjeinigte uns sehr und wir hagten, ob hier Wein erhältlich sei. Oja, an zwei Orten, sagte man uns, aber die beiden Wirte waren leider abwesend und ihre Häuser ge- schlossen. Also hioss es, mit Wasser vorlieb nehmen, das überall la\i und trübe war. Dann ging es weiter
durch das romantische Tal abwärts, auf gutem, an- fangs recht steinigem Wege, den wir oft abkürzten, um dafür manchmal in's Wasser zu geraten, das überall über die Wiesen geleitet wurde. Es ist ein abge- legener Winkel dieses lange Tal, aber, besonders im obersten Teile, grossartig wild und schön, ein gutes Terrain für die zahlreichen Schmugglerbanden, von denen uns auch eine begegnete.
Um 7V2 Uhr waren wir im Gasthaus von Val- pellina, eine sehr gute Leistung von der Passhölie weg. Es war aber auch der anstrengendste Tag der ganzen Keise. Das von einem zwerghaft verwachse- nen Wirte geführte Gasthaus ist einfach aber recht gut und preiswürdig und wir befanden uns hier sehr wohl, hatten auch hübsche Zimmer und gute Betten, welche wir frühzeitig aufsuchten.
Heute gab's doch wieder einmal eine Anzahl Caraben, nämlich 1 nemoralis, 9 depressus, 'J3 v. bernhardinus. Der nemoralis ist sehr klein mit deut- licher contractus Sculptur (sieben gut ausgeprägte Intervalle zwischen den Grübchen), dunkelkupfrig mit blauem Thorax und purpurvioletten Rand der Flügel- decken.
Die dejiressus sind Übergangsforraen zwischen der typischen Form des St. Beruhard-Mont Blanc zu v. grajus. Mit Ausnahme eines einzigen, etwas liellereu Exem- plares sind alle düster kupfrig, fast schwärzlich und haben spärliche grüne Grübchen.
(Schluss folgt.)
Briefkasten der Redaktion.
Herrn Dr. v. d. H. in R Habe in der Angelegen- heit Schritte getan, es bleibt jetzt das Resultat ab- zuwarten.
Herrn 0. Sch. in H. Manuskript erlialten, wei- teres immer angenehm, habe von den gewünschten Nummern Alles geschickt, was vorhanden war.
Herrn G. H. in W. Dank für Ihre Freundlichkeit, die Arbeit ist mir jederzeit willkommen.
! Vereinsbibliothek.
I Von Herrn Oskar Schultz ging als Geschenk ein : Zwei Fälle von Gyiiandromorphismus bei Hadena ochroleuca Esp.
Der Empfang wird dankend bestätigt.
M. Bühl.
Anmeldung neuer Mitglieder.
Herr Robert Kamin in Zürich.
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1. Mai 1900.
M 3.
XV. Jahrgang.
Societas entomologica.
tSocietas entomologlca" g'egründet 1886 tod Fritz Rühl, fortgeführt von seinen Erbon unter Mitwirkuni^ bedeutender Entomologien udd
imspri'/cii^-hnt'tor riU-hinitnner.
Journal de la Société entomologique internationale.
Toutes Ick r(iiii'S|i(iiul;MH'es licvront Htp ailressi'es aux héritiers de Mr. Fritz Rühl ù Zurich- Hottingen. Messieurs It-s niembres de la socii'ti'- sont pri»'s d'envoyer des contrihutions oriçinules pour Iti partie scientiHnue du journal.
Organ fUr den internationalen Entomologenverein.
Alle /iiaidii-ifti'ii an ileii N'i'reiii -^imt ;iii Herrn ■ Fritz Rühl's Erben in Zürich = l1otting:en zu j
rieliten. Uie Herren Mit.','lii'iler des Vereins wer- i den freundlichst ersuelit, <)riii:inall)eiträ^e für den 1 wissensehaftlichcn Teil des Blattes einzusenden.
Organ for the International-Entomological Society.
AU Irtl.TH tur Ihr Su<iety nrr t.» he directed to Mr. Fritz Rühl's inheritors at Zürich-Hot- tingen. The lion, niernhers of the Society are kindly requested to send orifjinal contributions for the scientific part of the paper.
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Beschreibung einiger aberrativer Lepidopteren.
Von Oskar Schult::.
1. Satyrus alcyone W. V. ab. nemorivaga p Schultz.
Die Vorderflügelspitze weist auf der Oberseite ein schwach gekerntes Auge auf, welches an Grösse die Augenzeichnung typischer alcyone-Weibchen fast um das Doppelte übertrifft. Auch das blinde Auge iu Zelle 2 fällt oberseits durch seine Grösse auf. / Unterseits dagegen sind diese beiden Augenflecke von normaler Grösse.
Zwischen diesen beiden Augenflecken befindet sich oberseits noch ein drittes, blindes, ebenfalls stark hervortretendes Auge, welches allerdings dem obersten und untersten Augenfleck an Grösse nicht gleichkommt und auf der Unterseite ganz ver- schwindet oder nur punktförmig angedeutet ist.
Die düstere Bestäubung der Vorderflügelbinde ist - namentlich in dem obern Teile derselben, nach dem Vorderrande zu — bedeutender aufgehellt, /als dies sonst bei Weibchen dieser Spezies der Fall ist. Die Binde der Vorderflügel, in welcher die Augenzeichnungen stehen, trägt einen Ton ins Gelb- liche, während die Binde der Hinterflügel rein weiss gefärbt ist.
Das Auffallendste und Eigentümlichste dieser Abart ist und bleibt die Grösseuentwicklung der Augenzeichuung. Exemplare mit 3 Augenflecken statt der gewöhnlichen 2 finden sich hie und da innerhalb der Gattung Satyrus unter normal gezeich- neten Exemplaren nicht gerade selten und verdienen wegen des Auftretens eines dritten Augenfleckes keinen besonderen Namen. Anders scheint mir in-
dessen die Sache bei der oben skizzirten Form zu liegen, wenn wir die eigentümliche Grösseuentwicklung der Augenzeichnung in Betracht ziehen und iu Ver- bindung damit die übrigen Merkmale, welche den Habitus des aberrativen Exemplares charakterisireu. Die Beschreibung dieser schönen auffallenden Aberration habe ich schon in der „Entomologischen Zeitschrift Guben X 1896 No. 17 p. 133 in kurzen W'^rten gegeben ; der Umstand jedoch, dass mir bei der Beschreibung nur ein einzelnes bisher bekanntes Exemplar vorlag, bestimmte mich damals, von einer Benennung dieser Aberration abzusehen. Nachdem mir nunmehr im Lauf der Jahre mehrere derartig aberrative Exemplare nebst Übergängen — eins aus Cœpenick (Pferdebucht), eins aus der Jungfernhaide bei Berlin, 2 aus dem Harz, diese beiden letztern iu nicht gleich stark ausgeprägter Form — bekannt geworden sind, trage ich kein Bedenken, diese schöne Form mit einem besonderen Namen — ab. nemori- vaga Schultz — zu belegen.
2. Callimorpha dominula ab. paucimacula Schultz.
Diagnose dieser Abart : maculis alarum anticarum et miuutis et evanescentibus.
Vorderflügel mit weniger hellen Flecken als bei typischen Exemplaren. Es fehlen die bei der Stamm- foim sonst auftretenden beiden weissen Fleckchen im Spitzenwinkel, der untere der beiden weissen im Innenwinkel gelegenen (oft zusammengeflossenen) Flecke, sowie der der Wurzel entfernter liegende orangefarbene Vorderrandsfleck auf den Vorderflügeln völlig.
Die übrigen hellen Flecke der Stammform sind ihrer Grösse nach bedeutend reduzirt, sodass der
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dunkle grüiilich-blau-schwarze Untergrund mehr als bei typisciieu Exemplaren hervortritt.
Hinterflügel typiscli gefärbt und gezeichnet.
Raupen aus Mähren bezogen.
3. Arctia hebe var. bivittata Schultz.
Diagnose der var. bivittata: alis posticis medio spatio pra.Hlitis duabus nigris vlttis tere paralellicis.
Arctia hebe L. ist in seiner Zeichnung und Fär- bung bekanntlich mancherlei Änderungen unterworfen. Oft zeigen die schwarzen Querstreifen der Vorder- flügel die Tendenz, breiter zu werden und so mehr oder weniger die weisse Grundfärbung zu verdrängen; häufig aber fehlen auch die schwarzen Querbinden ganz oder sind nur in ihren Ansätzen oder Resten vorhanden, so der weissen Grundfarbe mehr Spiel- raum gewährend.
Auch auf den Hinterflügeln verbreitern sich die schwarzen Flecken nicht selten oder fliessen zu breiten schwarzen Streifen oder Flächen zusammen. Besonders ist dies hinsichtlich des der Wurzel zu- nächst gelegenen schwarzen Inneurandsfleckes der Fall, welcher sich dann — besonders bei weiblichen Exemplaren — biudenartig vom Vorderrande bis zum Innenrande erstreckt, während dies schon seltener bei den grossen schwarzen Flecken des Saumes be- obachtet wird.
Der mittlere Vorderrandsfleck sclieint dagegen nur äusserst selten sich bindenartig zu erweitern. Bei den zahlreichen mir vorliegenden Exemplaren — auch bei solchen, die im Übrigen das Zusammen- flicssen der schwarzen Fäibuiig zeigen — ist dieser Fleck niemals so weit ausgtdehnt, dass er auch nur die Mitte des Flügels erreicht.
Um so grösseres Interesse darf die Form bean- siuuclien, welche ausser den schwarzen getrennten Saumflecken zwei regelrechte schwarze Bii.den aufweist, die fast parallel zu einander vom Vorder- rand bis zum Innenrand des Flügels verlaufen und sich allmählich verdünnen. Auch untirseits sind diese beiden Mittelbinden deutlich erkennbar.
Für diese schöne, unter der Stammfoim sehr selten auftretende Varietät, welche in einem starken weiblichen Exemplar in meiner Sammlung vertreteu ist und in einem andern mir aus der Sammlung eines befreundeten Lepidopterologen bekannt geworden ist, dürfte gewiss wogen ihrer eigenartigen Bindenzoichnung die Benennung var. bivittata Schultz am Platze sein.
Meine Exkursion von 1899.
Von Paul Born. (Schlnss)
Die Vorderwinkel des Halsschildes sind abwärts gebogen, jedoch noch nicht so stark, wie bei den Exemplaren v. Mont Blanc und St. Bernhard selbst, aber immerhin so, dass der Thorax sehr schmal erscheint, namentlich vorn, und zwar mehr, als dies bei grajus der Fall ist.
Die bernhardinus unterscheiden sich von den Exemplaren v. St. Beruhard kaum, höchstens sind sie durchschnittlich etwas lebhafter gefärbt, mehr kupfrig oder grünlich schimmernd, auch im Ganzen eher etwas grösser.
Von andern Käfern war es namentlich Sisyphus Schaefteri, welcher oberhalb Ville sur Nus unsere Aufmerksamkeit fesselte durch seine emsige Arbeit. Wir sahen hier eine ganze Gesellschaft dieser mun- teien Tierchen oft zu zweien oder dreien ihre Pillen wälzend und einander helfend, ein höchst interessantes Schauspiel, dem ich genie noch länger zugeschaut, wenn ich Zeit gehabt hätte. Ich brachte es nicht fiber's Herz, die fleissige Genossenschaft eines ihrer Mitglieder zu berauben.
Gesammelte Coleopteren : Nebria Gyllenhali Schönh. 1, V. Balbii Ross. 1, castanea Bon 4. Pla- tynus MüUeri Herbst 1, Pterostichus vulgaris L. 1, multipunctatus Dej. 7, Amara quenselii Schönh. 1, aulica Panz. 1, Harpahis fuliginosus Duft. 2, laevi- collis Duft. 1, honestus Duft. 2, Cymindis hume- ralis F. 3, vaporarinrum L. 3, Stapliylinus fossor Scop. 1, Lacon ninrinus L. 1, Corymbites aeneus L. 4, Henicopus pilosus Scop. 1 , Trichodes alvearius F. 1, Helops convexus Küst. 4, Otiorrhynchus griseo- punctatus Roh. 3, alpicola Bob. 1, Hylobius piceus Degcer 1, Leptura livida F. 2, Chrysomela menthastri Suff. 19, Orina tristis F. 1, gloriosa v. venusta Sufl'. 2.
Myriapuden : Julus alemanuicus Verb. 12, sa- bulosus L. 2, Glomeris transalpina 2, hexasticha 6, Cryptops hortensis Leach. 1.
Am 15. Juli zogen wir punkt 5 Uhr aus, die gut unterhaiteue, langsam ansteigende Strasse nach La Bahne benutzend. Der Morgen war wieder wunderschön und gerade die gegenüber liegenden Cogner Alpen, besonders der herrliche Gran Paradiso und die tückische Grivola strahlten in einer Pracht Sdndergleiclien, man konnte sich fast nicht satt sehen. Wie oft sind wir nicht still gestanden und haben uns an diesem entzückenden Anblick erlabt.
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Ohne Mühe erreichten wir Ollomont, ein statt- liches, inmitten saftiger Wiesen gelegenes Dorf und liuld darauf La Balme, die oberste Ortschaft dieses Tales, wo der eigentliche Aufstieg im Zickzack über die hohen Felsabstiirze beginnt. Der Weg war noch bis iveit hinauf recht gut unterhalten und die Aus- siclit grossartig, nur die Sonnenglut begann sich nach und nach immer mehr fühlbar zu machen, aber wir kamen höher und immer höher in das Gebiet von Trümmerfeldern, kleinen Seelein und immer grösser werdenden Schneeflecken, die aber zum Glück noch ziemlich hart und gut passirbar waren.
Da hier oben von Caraben Nichts mehr zu er- warten war, so eilte ich voraus, um die Aussicht auf der Passhöhe des Col de fenêtre zu geniessen, bevor der Nebel, der sich in dieser Jahreszeit liier fust täglich einfindet, dieselbe einhüllte. Um 12'/2 Uhr kam ich oben au und hatte die Freude, die i^anze grossartige Aussicht auf die über alle Begriffe erhabene nahe Gletscherwelt und die überall auf- tauchenden Spitzen der Walliser Eiesen noch frei zu finden. Da lagen sie vor mir ausgebreitet all die henlichen Wunder der Hochgebirgswelt ringsum. Ich legte mich auf eine grosse, schneefreie Felsplatte an die jetzt recht gut erträgliche Sonne, genoss das entzückende Bild und schlief ein, bis ich nach Ver- lauf eines Stündchens durch das Herannahen meiner Reisegefährten geweckt wurde. Unterdessen hatte der Nebel schon einen grossen Teil der Aussicht verhüllt und als wir nach kurzer Rast und Imbiss durch die laugen Schneeielder abwärts zu iiiarschiren begannen, ballte er sich rapide immer mehr und mehr zusammen und bald wurden wir durch einen feinen Sprühregen in unserm Vaterlaude empfangen. Glücklicherweise dauerte derselbe nicht lange und die Nebel zerflossen wieder nach allen Seiten, wie ; sie gekommen waren.
Bald war die Schneewanderung überstanden und wir stunden zu äusserst auf einem Vorsprung, von wo wir hinunter sahen in den tiefen Grund des Val de Bagne, in welches wir hinabsteigen massten, um die Dranse zu überschreiten, da auf der linken Talseite der nahe Durand-Gletscher herniederkommt. Da entdeckte der Träger zu unserem Schrecken, dass das reissende, infolge der grossen Hitze derletzten Tage stark angeschwollene Wasser die beiden Brücken weggerissen hatte, so dass an einen Uebergang nicht zu denken war, eine schöne Ueberraschung! Was war zu tun':' Entweder zurück über den Pass oder üebersteigung des Otemma - oder Durand - Glet-
schers, ein etwas gefährliches Unternehmen, da wir uns auf derartiges nicht gefasst und keine Gletscher- seile mitgenommen hatten, zum Teil auch keine Pickel. Aber etwas musste geschehen uud so be- schlossen wir, den Durand-Gletscher zu überschreiten. Älühsam stiegen wir über die steile, beständig rut- schende Seitenmoräne an den Gletscher heran, von wo aus der Aufstieg auf denselben sehr leicht be- werkstelligt werden konnte und bald marschirten wir langsam Einer nach dem Andern über das Eis. Glücklicherweise lag kein Schnee darauf, so dass man die zahlreichen Spalten gut sehen und umgehen konnte. Einige waren kaum fingerbreit während andere bis zu mehreren Metern von einander klafften, so dass das prächtige blaugrüne Innere des Glet- schers sichtbar wurde. Wasser floss über und unter dem Eis, das gurgelte und orgelte, eine unheim- liche Musik, doch kamen wir alle behutsam und glücklich hinüber an"s andere Ufer. — Etwas schwieriger war hier der Abstieg auf die jen- seitige Moräne, da diese Seite des Gletscher's sehr zerschrundeu war, wir aber kein Seil besassen und es setzte einige beunruhigende Rutschpartien ab, die aber glücklich verliefen. Ich atmete auf, als wir alle drüben auf der linken Moräne standen, über welche wir rasch hinunter auf grüne Alpenweiden und in den Grund des Tales gelangten, auf den vom andern Ufer kommenden Weg, gerade der Alp Chermantaue gegenüber. Durch diesen Gletscher- übergang hatten wir aber 2 Stunden verloren. Es war spät geworden und der Weg bis Mauvoisin noch weit. Wir konnten deshalb nicht noch viel Zeit auf die Käferei verwenden , die hier übrigens jedenfalls auch nicht sehr rentabel gewesen wäre, sondern wir mussteu vorwärts.
Ich eilte voran, um Quartier zu bestellen, damit alles bereit sei bei Ankunft der Uebrigen. Der Weg durch diesen obern, engen und wilden Teil des Val de Bagne ist gut angelegt, bietet aber ziemlich wenig Genuss; man ist zu eng einge- schlossen und sieht nichts, als auf beiden Seiten die steilen Geröllhalden und Felsen, nur hie und da gewahrt man hoch über sich eine kühne schnee- und eisbedeckte Spitze schnell auftauchen und wieder verschwinden.
Um 8 Uhr erreichte ich das wunderschön gelegene Hotel Gietros in Mauvoisin und \'-i Stunde später auch der Rest der Gesellschaft. Hier wurden wir, als die ein- zigen Gäste, sehr gut aufgenommen und sassen noch
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lange, vergnügt über die heutigen Erlebnisse plau- dernd, zusammen.
Heute fing ich noch 9 Carabus var. bernhardinus, alle etwas kleiner, als am Col St. Barthélémy, ein Exemplar ziemlich grünlich, eines schwärzlich, derKest dunkel kupferig. Gesammelte Coleoptereu: Cicindela campestris L. 1, hybrida var. riparia Latt. 1. Nebiia castanea L. 6, Bembidium bipunctata L. 3, glaciale Heer 2, Platynus v. montanus Heer 1, Calathus errata Sahlbg. 3, Pterostichus multipuuctatus Dej. 2, Amara aenea Dej. 1, equestris Duft. 1, quenselii Schönh. 3, Harpalus v. sobrinus Dej. 5, fuliginosus Duft. 1, tardus Panz. 1, Oymindis vaporariorum L. 1, Ocypus opbtlialums Scop. 1, Corymbites aeneus L. 1, Otiorrhynchus ligustici L. 1, Melasoma collaris Z 2.
Am letzten Tage unserer Wanderung, am 16. ruhten wir zunächst aus und brachen dann etwa um 8 Uhr l.ei herrlichstem Wetter auf, langsam und bebaglicli taialiwärts spazierend, Cicindeleu und Schmetterlinge fangend, hauptsächlich aber uns dem landschaftlichen Genüsse hingebend.
In kurzer Zeit lag das gastliche Mauvoisin hoch über uns auf waldigem Vorsprung, und dahinter guckten eisgepanzerte Spitzen majestätisch hervor, meist ging es durch leicht grünen Buclienwald, eine herrliclie Wanderung. Fionnay, eigentlich die schönste Position des ganzen Tales, mit seinem staubbach- ähnlichen Wasserfalle war bald erreicht. Hier tra- fen wir die ersten Touristen, teils in der Umgebung dieses wirklich wundervoll gelegeneu Kurortes spa- zierend, teils mit Tornister und Eispickel beladen, keuchend und schwitzend bergan steigend. InLourtier, dem nächsten Dorf, wurde schnell ein Glas Bier ge- trunken, dann ging es weiter talabwärts nach Chable, wo wir um 12 Uiir ankamen eben rechtzeitig zum Mittagessen. Unterwegs begegneten uns grosse Schaaren von Kirchgängern, war es doch Sonntag und die Leute sind hier noch sehr gottesfürchtig. Gut hätte es mir gefallen, wenn sie punkte Kleidung auch ebenso konservativ geblieben wären, aber ich koustatirte mit Bedauern, dass nur noch die alten Frauen die Landestracht tragen, während die Jün- gern sich von derselben emanzipiren. Wenn diese Leute doch nur wüssten, wie gut ihnen eine solche Tracht ansteht, während sie oft von der Pariser Mode, die meistens doch nicht mehr die ganz neueste ist, zur Carricatur unigestempelt werden.
in Chable tiafen wir den bekannton, hier sta- tionireuden Basler Lepidopterologen Sulger mit dem
wir einige gemütliche Stunden verlebten. Gleiche Interessen bringen die Menschen rasch zusammen. Hier hatte unsere Reise eigentlich ihr Ende erreicht. Nach dem Essen fuhren wir in einem Wagen talabwärts nach Martigny, wo wir um 6 Uhr ankamen und schnell noch den daselbst wohnenden Entomologen WuUschlegel besuchten und seine eben- falls auf diesem Gebiet tätige liebenswürdige Gattin. Einen andern dortigen Entomologen, den wolbe- kannten Chanoine Favre trafen wir leider nicht zu Hause, doch besuchte uns derselbe am andern Mor- gen im Hôtel.
Der 17. Juli brachte des Neuen nicht mehr viel, aber carabologisch ist es doch nicht der schlech- teste Tag der Keise, indem ich wenigstens am Bahn- hofin Lausanne einen Carabus nemoralis fand, also mehr als ich auf dem ca. 3100 m hohen Col de la Rocheure in löstündigem, strengen Marsche erbeutete. Mehr konnte ich also nicht mehr verlangen an diesem Tag, welcher ganz durch Eisenbahn und Dampf- schiff in Anspruch genommen wurde.
Wir verliessen Martigny um 8 Uhr, fanden in Lausanne einige Stunden Zeit zu einem Besuche und waren abends 8 Uhr zu Hause, Freund Steck sogar 2 Stunden früher und damit hatte die gloriose cychroides-Expedition ihr Ende erreicht.
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23 —
Bestimmungs-Tabellen der Tagfalter Europas und des Kaukasus
mit Bescluoibuiig von ;i32 Arten, '244 Varietäten und 8Ü Aberrationen. Erschienen unter dem Titel:
Die Tagffalter (llliopalocefa) Europas und des Kaukasus
anaiytiscli bearbeitet vou K. L. Zu bezielieu durch den Verfasser K.
Stimmen der Presse:
„Bntomologische Zeitschrift" 1890 Nr. 20:
„Wiederum hat die eatomologische Lit<eratur einen be- deutenden Erfolg zu verzeichnen ! . . . Das Urteil über die- ses Werk lässt sich einlach in die vier Worte zusammen- fassen : „Für jeden Sammler unentbehrlich."
F. Rühl in der „Societas Entomologica" 1890 Nr. 21:
„Es ist Herrn Bramson bei der Verfassung seines Werkes nichts entgangen, was ein berufener Forscher auf diesem Gebiete zu beobachten hat." „So liegt denn auch der Schwerpunkt dieser verdienstlichen Abband ung dann, dass wir ein einheitliches, die Bestimmung der Tagfalter und namentlich die Kfuncnis der vorhandenen nnd beschrie- benen Varietäten ermöglichendes Weik erhalten haben, düs jedem Lepidopterologen willkommen sein wird "
A. Bau in der „Naturalien- u. Lehrmittelborse" 1890 Nr 6: „Es werden darin die Tagfalter von ganz Europa ein- schliesslich des Kaukasus (Transkaukasiea integrirten) mit ihren sämtlichen Varietäten abgehandelt. Da das Werk auch alle nach dem letzten Erscheinen des Staudinger'schen
BRAMSON. Mit 1 tenninobigischen Tafel. 1«9Ü gr. 8. L. Brumson, Gymnasialprofessor iu Elisabetbgrad (Siidrusslaud). Preiix 3 Mark.
1 Katalogs neu beschrieb anen Arten und Varietäten enthält, ! so dürfte es für y.âen Sammler unentbehrlich sein. Wir können das Werk somit Jedem bestens emp'ehlen." Dr. K. Müller in der „Natur" 1890 Nr. 27:
„Der Verlasser hat sich mit vorliegendem Buche ein wirkliches Verdienst erworben, indem er die Tagfalter zweier 90 naber verwandter Gebiete in eine Reihe brachte. Die Be- schreibungen sind ebenso eingehend, wie die Angaben der geographischen Verbreitung genügend. Auch der Druck ist so klar, dass er die Uob'^rsicbt bedeutend erleichtert " Dr. 0 Krancher in der „Insekten- Börse" 1891 Nr. 1 :
„Mit solch seharlen Strichen ist jede Art „gezeichnet", so prägnant nnd genau skizzirt, dass man bei Bast'inmaog des Tieres kaum jemals fehlgeheu wird." „Dem Sammler braucht jetzt nicht mehr allzu sehr za bangen, wo und wie er seine gefangenen Schmetterlinge bestimmt bekommt. Er überniiimt dies selbst, indem er Bramsons analytische Be- arbeitung der Tagschmetterlinge seinen Arbeiten zu Grunde legt. Möchte dies ki).stbare Werk unter Sammlern recht vielfach Eingauij linden, möchte es vornehmlich auch für jede Vereinsbibliothek angeschaftl wer Jen "
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15. Mai 1900.
M ^'
XV. Jahrgang.
SoGietas entoniologica.
,.Societas entomologica" çe^runcict 1886 von Fritz Ruhl, fort:;«' führt von seinen Erben unter Mitwirkung bedeutendor Entomologen und
ailsgi'/i'icIinrit.T larlimÜiiiHT.
Journal de la Société entomologique Organ für den internationalen I Organ for the
Internationale. Entomologenverein. International-Entomological Society.
Tnui.'s Ic
spoiidaiicfs dt'vront «'*tr<* adressi-es
Alle Zuschritt*"!! an diMi V«."r<*in sind an llt-rrn
aux héritiers de Mr. Fritz Riihl ù Zurich- Fritz Rühl's Erben in Zürich» Hottingen zu
Hottingeii. ^Mcssicur^ los membres de lu société ; richten. Die Herren .Mit;;li<'der lies Vereins wer-
-iiiit priés d'envoyer des (ontributions originales I den freundlichst ersucht, Originalboiträge für den
|Miur la partie seientitiijuo dti journal. | wissensehaftlichen Teil des Blattes einzusenden.
All li'tters for the Soeicty are to be liireeted to Mr. Fritz Rühl's Inheritors at Zürlch-Hot- tlngen. The IIou. members of the Society are kindly requested to send original contributions for the scientific part of the paper.
Jiihrlii'her lieitrsig îiir Mitglieder Fr. 10^=5 fl. =: 8 Mk. — Die Mitglieder geniessen das Reeht, alle auf Entomologie Bezug nehmenden Annoncen kostenfrei zu inseriren. Wiederhtdunifen des gleichen Inserates werden mit 10 Cts. -= 8 Pfenniir per 4 mal gespaltene Petitzeile bcreehnet. — Für Nicht- initglii'der hrtriigt der In^eriion-pn'is per 4 mal gespaltme Pi'tit/eilo li5 Cts. -- 20 Pfg. — Das Vereinsblatt ersclieint monatlieb zwei Mal (ani 1. und l'>.) Mit und nach dem I. Oktober eintretende neue Mitglieder bezahlen unter portofreiem Nachbezug der Nummern des Winterhalbjahres
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Experimente mit erniedrigter Temperatur im Jahre 899.
Von Carl Frings.
Mit Ungeduld snh ich dem Früliling 1S99 ent- t;egon, um die Temperatur-Versuciie, welche meine Miilie bisher so reichlich gelohnt hatten, wieder auf- nehmen zu können. Wenn ich jetzt den Blick über die schönen Abervationonreiheu, die ihr Entstehen den Versuciien des nun verflossenen Jahres 1899 verdanken, schweifen lasse, so kann ich wol sagen, dass die diesmaligen Erfolge keineswegs hinter den- jenigen der beiden vorhergehenden Jahre zurück- stehen, wenn auch manche Arten, die ich gerne ge- prüft hätte, 1899 nicht in genügender Anzahl zu er- halten waren. Ausser Versuchen mit massig ernied- rigter Temperatur, wie in den Vorjahren bei + 6 bis 4- 8" Celsius angestellt, wurden besonders die im Jahre 1898 begonneneu Experimente mit interniit- tirenleu Frostgradeu in grossem Masstabe fortge- setzt; hierbei gelangte meist — 16" Celsius, öfters aber auch — 20" Celsius zur Anwendung. — Meine beiden früheren Arbeiten über Temperatur-Versuche, auf die ich öfters bei Besprechung der einzelnen Arten zurückgreifen werde, erschienen im XIII. Jahr- gange dieser Zeitschrift Nr. 5 — 10 und im XIV. Jahr- gange Nr. 6 — 9.
Pap. podaiirius. Frostversuch. — Es kamen Irische Puppen der II. Generation aus Bozen zur Verwendung. Die in Norraalteraperatur verbliebenen Puppen lieferten Falter mit heller Grundfarbe, laug- geschwänzten Hinterfiügeln und oberseits stark weiss- gelb bestäubtem Hinterleib, also Übergänge zu ab. zanclaeus Zell. Einige dieser Stücke kann man so-
gar als typische Exemplare dieser südlichen Form bezeichnen. Ganz anders die mit Frost behandelten Puppen. Sie ergaben ausnahmslos Falter, die jeder Entomologe als charakteristische Exemplare I. Gene- ration, also aus überwinterten Puppen herstammend, bezeichnet haben würde. Der Hinterleib zeigt tief- schwarze Oberseite, ohne eine Spur gelber Bestäu- bung, die Hinteröügel sind kurzgeschwänzt. Nur ein Stück ist aberrativ, es hat auf den Vorderflügeln stark verloschene, unscharf begrenzte, schwarze Streifen. — Beinahe alle Puppen überstauden das Experiment und lieferten gut entwickelte Falter.
Apat. iris. IV. Serie. 35 Tage + 6» C. — Von 20 Puppen schlüpften 5 Falter, darunter, wie bei der 111. Serie, wieder nur ein cj". Die Stücke stimmen mit denen der III. Serie (cfr. XIV. Jahrg. p. 43) in der Zeichnung gut überein, doch ist ihre Grundfarbe zu einem merkwürdigen stumpfen Grau- braun aufgehellt, das stark mit unregelmässigen Fleckchen und Pünktchen der normalen tief dunkel- braunen Grundfarbe durchsetzt ist. Der Schiller des Männchens ist sehr stark reduzirt, sowol was die Ausdehnung der schillernden Fläche, als was die Intensität des Schillers anbetrifl't.
Van. urticae. I. Generat. 40 Tage + 6» C. 35 "/o gute Falter. Zum grössten Teile sehr schöne var. polaris Stdgr. mit starker Verdunkelung und breiter Verbindung des II. Costal- und des Innenrands- fleckens. Einen sehr eigentümlichen Eindruck machen einige Stücke mit teilweise zu Schmutzigweiss auf- gehellter Grundfarbe. Diese Verfärbung erinnert auftauend an den bekannten Scheinalbinismus vieler Satyriden, z. B. bei Epin. janira — Da wieder, wie 1898, mehrere grosse Brüten I. Gen. von ganz
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verschiedener Herkunft zu diesem Versuche verwandt wurden, und dennocli die wundervolle im XIII. Jahrg. p. 41 beschrifbene Aberration nicht nieiir resultirte, so kann kaum nocii angezweifelt werden, dass die Ten- denz zur Bildung der betr. Form in der 1897 verwen- deten Brut lag. Zwei der diesmal geprüften Nester stammen von demselben Fundorte wie das eben ge- nannte und wurden sie alle mit gleichen Temperatur- graden behandelt. Wenn auch alle meine Bemüh- ungen, die besprocliene extreme Form wieder zu er- ziehen feblgesclilagen sind, so haben die zahl- reichen Experimente mit allen 8 Generationen von urtiiae doch erwiesen, dass die l. Generation auf massig erniedrigte Temperaturgrade weit schärfer und charakteristischer reagirt, als die II. u. III. Gen.
II Generation. 49 Tage + 6» Celsius. Es
schlüpften nur noch 2° o Falter. Die wenigen Exem- plare sind Üborgänga zu var. polaris.
I. und 111. Gen. mit Frost behandelt, ergab ab. ichnusoides de Selys in typischen Stücken und allen Übergängen. Unter den erzogenen Stücken befinden sich einige Exemplare mit hochgradig asymetiischer Zeichnung; so liegt mir ein Falter vor, welcher rechts ein wenig ausgepiägter Übergang zu ab. ichnusoides ist, während die linken Flügel eine extreme ichnu- soides — nigrita darstellen.
Van. polychloros. — Beim Frostexperiment entstanden Üiicrgänge zu ab. Dixeyi Stdfss , sodann einige überaus stark verdüsterte Exemplare, die den Eindruck dunkler xantliomelas machen und ab. testudo Esp. in Übergängen und Typen. Sein- eigenartige Übergänge zu dieser schonen Aberration sind solche, die alle Begleiterscheinungen der typ ab. testudo, wie Verschwinden des üoppelHeckes in der FIngelmilte, Umformung der Aussearands- und Apexzeicbnuiig ausgeprägt besitzen, ohne aber eine Spur der charakteristischen Zeichnungs Verschie- bungen der Form, also von Zusammenfiiessen der Vorder- und Innenrandsllecken zu zeigen.
Van. c. album. Aus einer einzigen Puppe wurde beim Frostexporiment ein typisches Exenjplar der seltenen ab F. album Esp. erhallen.
Van. antiopa. Frost — Es wurden sehr schöne ab. Iiygiaea Hdrct. erzielt; bei der Überzahl derselben sind jedoch nur die Vordeiflügel aberrativ. Manche sonst normale oder fast normale Falter hatten statt blauer Flecken solche von weissgrauer Färbung. Genau dieselbe Umwandlung der irisirendcn Sclmppoii kdunte ich hei Van. io ab. belisaria Übtr. beobachten.
Van. atalanta. 42 Tage -t 6" C. — Ganz
typische ab. Merrifieldi Stdfss. resultirten diesmal nicht, wol aber Übergänge. Ein Exemplar mit brennend roter Binde besitzt vor dem vergrössertoii ,Costalliecken ' lute Bestäubung, auch sind die den Flecken durchschneidenden Adern intensiv rot be- stäubt. Mehrere andere Stücke fallen durch den starken Schiller der Aussenrandsliälfte ihrer Vorder- tlügel auf Frostex]tcriment. — Dieser Versuch er- gab recht schöne Resultate. Ausser einer grossen Reihe von Übergängen zu ab Klemensiewiczi Schillr zum Teile sogar mit prachtvoll dunkelblauem oder violett irisirendem „CostalHecken", der in allen Sta- dien des Schwindens vertreten ist, schlüpften audi eine Anzahl ganz typischer ab. Klemensiewiczi. Zwei derselben besitzen gelbrote, statt rote Binde, welche letztere mehrfach am Vorderrande stark geschwärzt erscheint. Ausserordentlich verschieden ist die Aus- prägung der eigentümlichen Keill'orm der Vorder- flügelbindo und deren Breite bei Übergängen von Typen der interessanten Aberration. Das extremste Stück der ab. Klemensiewiczi, welches ich bis jetzt erzog, zeigt ausser den regelmässigen Charakteren her betreffenden Form die VorderHügelbinde vom Vorderrande bis zur Mitte verschwunden — ihr Ver- lauf ist nur durch wenige rote Schuppen in der tiefschwarzeu Grundfarbe angedeutet — und die zweite Hälfte der Binde wird durch einen düsterroten, nach aussen zu stumpfen Keil dargestellt. Die ein- zelnen Flecken der weissen Fleckenkette sind übrigens keineswegs durchweg bei sonst typischen ab. Klemen- siewiczi so bedeutend vergrössert, wie die bis jetzt veröffchtlichten Abbildungen dieser Form vielleicht glauben machen. In der Hinteiflügelbindo fehlen bei meinen Stücken die scliwarzen Punkte ebenso oft, als sie vorhanden sind.
Betrachtet man die neuerdings durch intcrmit- tirende Hitze- oder Frostgrade erzielten Vanessen- Aberrationen, so wird jedem Vururteilslosen durch die grosse Übereinstimmung der Zeichnung-anlage dieser Formen klar werden, dass diese Abweichungen einer ganz bestimmten, festen Kegel folgen. Nur antiopa ab hygiaea tritt anscheinend aus der Forraen- kiïtte heraus. .■X.ber nur ansclieiueud, de. in wenn man diese Aberration genau untersucht, so findet man, oft recht deutlich, eine breite Schwär/.ung am Vordenande vor, welche auch den weissen Flecken (das Rudiment vom Zwischenräume des II. und III. Costallleckes) überdeckt, gerade wie es bei den rd)rigen Vauesse.i der Fall ist. Ebenfalls ganz wie bei den ents[ireclienden anderen Formen bleil)t der
— 27 —
Beiträge zur Coleopteren-Fauna der Rheinpfalz.
Von Dr. K. Manger.
Die folgende Artikel-Serie stellt sich die Aufgabe, Beiträge zu einer Bearbeitung der coleopterologiscbeu Fauna der Klieinpfalz zu liefern. Ich sammle seit 1894 in diesem Gebiet und besitze bereits eine stattliche Anzahl von „Palatinern", die in einer be- sonderen Sammlung vereinigt werden. Wenn mein
auf den III. CnstalHeck folgende, helle Flecken nicht nur erhalten, sondern vergrössert sich bei hygiaea un.l tritt bei typischen Stücken in den gelben Saum hinein. Wie ist aber der ausserordentlich verbreiterte gelbe Saum zu erklären? — Nach meiner Ansicht entsteht derselbe auf die Weise, dass die Nei- gung zur Bildung einer Kette heller Flecke vor dem Saume aller Flügel, welche bei diesen Aber- rationen vorherrscht, im vorliegenden Falle besonders stark ist und eine Reihe grosser, zusammeuliäugeu- der Flecke erzeugte, welche mit dem gelben Saume glcirlifarhig sind, mit demselben zusammenttiessen, und nicht mehr von ihm unterschieden werden können. Bei vielen Stücken der ab. hygiaea und ihrer Übergänge sind die einzelnen Flocken dieser Fleckenkotte durch die trennenden Adern noch deut- lich vun einander geschieden. Nur selten findet man Stücke, welche sich durch das Verschwinden des hellen Zwischenraumes des II. und III. Costalfleckes als hierher gehörig ausweisen, ohne aber eine wesent- licjie Verbreiterung des gelben Saumes zu zeigen, da die Fleckenkette hier nicht deutlich zur Ausbil- dung kam. Vielfach sind bei solchen Exemplaren die blauen Flecke durch Schwarz ersetzt. Die bei manchen Übergängen zu ab. hygiaea vorkommende Verbindung der weissen Vorderrandszeichnungon durch einen Streifen heller Schuppen vermag ich nicht zu deuten. — Bei atalanta und cardui ist der grosse, weisse „Costalfleck" weiter nichts als der Zwischenraum des II. u. III. schwarzen Costalflecks, daher muss er bei den Aberrationen durch Zusammen- Hiessen der wirklichen Costalflecken verdrängt werden. Auch bei den entsprechenden Formen der Argynnis- und Melitaea-Arten erscheint bei der Tendenz der sonstigen allgemeinen Schwärzung durch Zusammen- tliessen und Verbreiterung der schwarzen Zeichnung regelmässig vor dem Saume eine Reihe heller, ovaler, öfters gekernter Flecke.
(Forfsetziiog folgf.)
Interesse sich auch in erster Linie auf die Carabiden erstreckt, so sollen selbstverständlich auch die an- deren Familien nicht zu kurz kommen. In zweifel- haften Fällen wurden Spezialisten zu Rate gezogen. Die Nomenklatur entspricht derjenigen von Gangl- bauer in seinen „Käfern von Mitteleuropa". Die Tiere werden in furtlaufender Numerierung aufgeführt, dieselbe Art erscheint zunächst auch bei verschiedenem Fundort nur einmal in der Liste.
I. Aus der nächsten Umgebung von Kaiserslautern I. Clclndela silvatica L.; meist in der Humeral- Form '); sehr häuiig.
2. Clclndela hybrida L.; häufig.
3. Calosoma sycophanta L ; bisher nur ganz
vereinzelt.
4. CarabU3 coriaceus L. ; ziemlich häufig.
5 Carabus purpurascer.s F.; häufig. Juli und August, gemeinschaftlich mit No. G.
6. Carabus catenulatus Scop.; sehr häufig und
überall verbreitet; in allen drei Skulptur- formen-). Ein eifriger Verfeiger der Orgyia- Arten^).
7. Carabus intricatus L.; nur im Juli 1894 in
2 Exemplaren.
8. Carabus auratus L.; häufig.
9. Carabus granulatus L. ; vereinzelt. 10 Carabus cancellatus JH.; häufig.
11. Carabus arvensis Hbst.; selten.
12. Carabus nemoralis Müll.; häufig.
13. Cychrus rostratus L. ; selten.
14. Cychrus attenuatus F.; selten.
15. Nebria brevicollis F.; im J. 1897 sehr häufig;
unter Steinen, die tief in faulem Laub ver- graben waren, rudelweise ; sonst vereinzelt.
16. Broscuî cephalotes L.; häufig.
17. Trechus quadristriaius Sehr.; häufig.
18. Calathus fuscipes Gœze; sehr häufig.
19. Calathus ambyguus Payk. ; sehr häufig.
20. Calathus melanocephaius L; sehr häufig.
21. Calathus micropterus Oft.; häufig.
22. Platynus ruficornis Gœze; ziemlich selten.
23. Platynus sexpunctatus L.; häufig.
24. Platynus dorsalis Pont; sehr häufig.
25. Pterostichus oblongopunctatus F.; häufig,
') Vgl. Horn und Rœschke, Monographie p. 23. 2) Vgl. Ganglbauer, a. ,i. Ü., I. \<. 52. ') Tgl. Illustrierte Ztschr. f. Ent., III. \>. 375. (Fortsetzang folgt )
28 -
Anmeldung neuer Mitglieder.
Monsieur P r e u d h o m m e de Borre à Sacoiinex. Herr Karl Felkl, k. Beamter, Liuz a. Donau.
Briefkasten der Redaktion.
Herrn R. S. in L. J bave never got any similar advice previously, so that the paper always was sent to the same address.
Herrn H. Sch. in H. Das wäre mir iu der Tat sehr recht.
Herrn M- K. iu G. Cteiiotilhis costatus Raffr. aus Sumatra ist in den Annales de la Société ento- mologique de France 1896 Vol. 66 beschrieben. Die Diagnose lautet folgendermassen: Oblongus, vali- dus, parum couvexus, ferrugiueus, opacus, totus minute alutaceo-punctatus, setis brevissimis aurau- tiacis, palpis testaceis, tarsis rufis. Caput medio elevatum, deplanatum, elongatum, antice lateribus sinuatum, fovois tribus maximis oblongis, lateribus postice utrinque abrupte depressis, angulo postico in dentem validum et fasciculatum pioducto; cantho oculari deusius aurautiaco-setoso usque ad medium oculorum producto. Oculi magni. Antennae crassae, validae articulis 1 " magno 2 — 8 monilitormibus, leviter trausversis et longitudiue descrescentibus, 9 maximo, subquadrato ovato, 1 " paulo augustiori et dimidio breviori, leviter transverso et infra depla- nato, 11 nono majori, ovato, obtuse acumiuato. Prothorax capite (cum oculis et cantho) paulo an- gustior cordatus antice abrupte attenuatus, lateribus- ante medium rotundatis, pone sinuose attenuatus, disco convexus, lateribus fovea magna, ante basin fovea mediocri et supra tubercule obsolète. Elytra latitudine et longitudiue subaequalia, sat depressa, humeris obliquis, obtuse carinatis, carina humerali recta, intégra usque adapiceni, margine lateral! valde sed obtuse carinata vakle sinuata et angulo postico externe obliquo, carinis duabus alteris dorsalibus, interna valida, obtusa, intégra, leviter arcuata et ad angulum suturalem desinenti, externa subhumerali leviter sinuata, medio fere interrupta et apice leviter arcuata; basi valde bifoveata, stria suturali, intégra, valida, recta, sutura vix elevata, margine apicali subrecta et longe au- rantiacofasciculata. Al)domen elytris longius, late marginatum, margine laterali deplanata el ipsa iu primo segmente extus sulcata et bisinuata, segmente 1 " ventrali lateribus ampliato et supra sicut tuber- culum apparenti, segmente 1" dorsali sequent! breviori, 1 et 2 obtuse valde bicarinatis 4 apice leviter sinuato. Metasternum longitudinaliler deprcssum, utrinque posterius obtuse tuberculatum; segment is ventralibus 4 apice medio tuberculato, 5 medio brevissimo, late rotundatim emarginato, 6 basi impresso, apice sinuato. Femoribus crassis tibiis ad epicem leviter incurvis anticis medio leviter iucrassatis et posticis paululum sinunatis cf. — Long 2,5 mill.
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— 31
Bestimmungs-Tabellen der Tagfalter Europas und des Kaukasus
mit Beschreibung von 332 Arten, 24-4 Varietäten und 80 Aberrationen. Erschienen unter dem Titel:
Die Tag-falter (dtiopalocefa) Europas und des Kaukasus
analytisch bearbeitet von K. L. BKAMSON. Mit 1 terminologisclien Tafel. 1890 gr. 8. beziehen durch den Verfasser K. L. Bramson, Gymnasialprofessor in Elisabethgrad (Südrusslaud).
Zu
Stimmen der Presse:
„Bntomologische Zeitschrift" 1890 Nr. 20:
„Wiederum hat die eutomologisehe Litleratur einen be- deutenden Erfolg za verzeichnen ! . . . Das Uiteil über die" 868 Werk läsBt sich einfach in die vier Worte zusammen- fassen : „Für jeden Sammler nueütbehrlich."
F. Bühl in der „Societas Entomologica" 1890 Nr. 21:
„Es ist Herrn Bramson bei der Verfassung seines Werkes nichts entgangen, was ein härafener Forscher auf diesem Gebiete zu beobachten hat." „So liegt denn auch der Schwerpunkt dieser vei dienstlichen Abhand ung darin, dass wir ein einheitliches, die Bestimmung der Tagfalter und namentlich die K-nncnis der vorhandenen nnd beschrie- benen Varietäten ermöglichendes Weik erhalten haben, das jedem Lepidopterologen willkommen sein wird "
A. Bau in der „Naturalien- u. Lehrmittelbtirse" 1890 Nr. 6: „Es werden darin die Tagfalter von ganz Europa ein- schliesslich des Kaukasus (Transkaukasien inbegriffen) mit ihren sämtlichen Varietäten abgehandelt. Da das Werk atich alle nach dem letzten Erscheinen des Staudinger'schen
Prei.s » ITIark.
Katalogs neu beschriebenen Arten und Varietäten enthält, so dürfte es für jeden Sammler unentbehrlich sein. Wir können das Werk somit Jedem bestem empfehlen " Dr. K. Muller in der „Natur" 1890 Nr. 27:
„Der Verfasser hat sich mit vorliegendem Buche ein wirkliches Verdienst erworben, indem er die Tagfalter zweier so naher verwandter Gebiete in eine Beihe brachte. Die Be- schreibungen sind ebenso eingehend, wie die Angaben der geographischen Verbreitung genügend. Auch der Druck ist so klar, dass er die Uebersicht bedeutend erleichtert." Dr. 0. Krancher in der „Insekten- Börse" 1891 Nr. l :
„Mit solch scharfen Strichen ist jade Art „gezeichnet", so prägnant und genau skizzirt, dass man bei Bestimmung des Tieres kaum jemals fehlgehen wird." „Dem Sammler braucht jetzt nicht mehr allzu sehr zu hingen, wo und wie er seine gefangenen Schmetterlinge bestimmt bekommt. Er überniamt dies .selbst, indem er Bramsons analytische Be- arbeitung der Tagschmetterlinge seinen Arbeiten zu Grunde legt. Möchte dies kostbare Werk unter Sammlern recht vielfach Eingang finden, möchte es vornehmlich auch für jede Vereinsbibliothek angeschafit werien"
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prima Qualität, liefert für 4 Mark, 12 unbestimmte Heteroceren, enthaltend 3 Zygae-
nidae, 1 Eurydia, 1 Catocala „gelb", 1 Grammo-
des etc. etc. in Düten, prima Qualität liefert für
5 Mark der Unterzeichnete. Rhopalocerenliste anf Verlangen. Da der Unter- zeiciinete in den letzten Jahren nur Exoten bearbei- tet hat, so ist ihm die Bestimmung der Heteroceren nicht möglich.
Georg C Krüger, Poste restante Gibraltar.
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1. Juni 1900.
M '5.
XV. Jahrgang.
Societas entomologica.
..Socletas entomologica*' i:*'i,'riin<lt*t ISSf! von F'rit/ Kiilil. fi)riL:i'füiirt von seinen Erben unter Mitwirkuni,' bi'deuteii'ldr Kiittimologen und nusîîczrichnricr lacbiiiäiin-T.
Organ für den internationalen Enlomologenverein.
Alle /usL-briftf-n an <iiMi Ven-iii sinii an Hrrin Fritz Rühl's Erben in Zürich-' Hottingen zu
riebten, hie Herren Mityiieiler des Verein« wer-
Journal de la Société entomologique internationale.
Organ for the International-Entomological Society.
Tnutcs les {■urrespondances devrunt être iulressi-t-s aux héritiers de Mr. Fritz Rühl à Zurich- Hottingen. Messieurs les membres Ue la société sunt prit'-s d'envoyer des contrihutions originales |Hnir 1)1 imrtie seientifi<{ue du journal.
AU l.-(ters for tb.- Soi:i,;ty are to be direeted ta Mr. Fritz Riihl's Inheritors nt Zürlch-Hot- tlngen. The Hon. members of tbe Society are
den freundlichst ersucht, Originalbeitrag-e für den i kindly requested to send original contributions for wissenschaftlichen Teil des Blattes einzusenden. | tbe scientific "part of tbe paper.
.liibrlieber lîpitra;; für Mitglieder Fr. 10 ^=: 5 fl. = 8 Mk. — Die MitÊ:lieder geniessen das Recht, alle auf Entomologie lîozug nehmenden Annoncen kitsiPiifi-ci zu iii<i'riri'n. Wiederholungi-n d«**î gleichen Inserjttes werden mit 10 Cts. -^ 8 Pfennig per -1 mal gespaltene Petitzeile ben-'-bnet. - Für Nicht- niitgiit'tliT brtriigt der Lnsi-rtionsprcis per 4 mal ge^paltrne l'etit/eile 'Jö Ct-. -^20 Pfg — Das Vereinsblatt ersebeiut nmnatlieb zwei Mal (ani I. und lr>.) Mit und nach dem I. Oktober eintretende neue Mitglieder bezahlen unter portofreiem Nachbezug der Nummern des Winterhalbjahres
nur die Hälfte des Jahresbeitrages.
Experimente mit erniedrigter Temperatur im Jahre 1899.
Von Carl Frings.
(Schluss) Abbildungen solcber Aberrationen sind in: Prof. Hofniann, Grossclimetterlinge Europas, II. Auflage, Tafel 10 No. (ib, Tafel 55 No. 3; Dr. Kraucher, Ent. Jalirbuch 1898, p. 162; Prof Standfuss, Ex'perim. zoolog. Stuilien, Tafel IV, No 10; etc. etc. Sogar bei einer so vollkommenen Schwärzung, wie sie die Hitze- Aberratiou von Van. prorsa zeigt, (cfr Prof. Standfuss, GesamtbiM der bis Ende 1898 an Lepidopteren vorgen. Temperatur- und Hybr.-Exper., Tafel II, Fig. 14) blieb die helle Fleckenkelte vor dem Saume erhalten. — Die Coliaden stellen ebenfalls hierher gehörende Aber- rationen, welche, wenn auch noch nicht experimentell erzogen, so doch sicherlich extremen Hitzegraden ihr Erscheinen im Freien verdanken. Bei diesen Formen macht sich vom Mittelfleck der Vorderflügel an peripher eine keilförmig verbreiterte Schwärzung geltend, wo- durch trotz der mangelnden Verwandtschaft zwischen den betr. Familien eine auffällige Ähnlichkeit mit den Vanessen-Aberrationen entsteht. (Abbildungen cfr. Ent. Jahrbuch 1895, p. 168; Iris 1899, Tafel II, No. 1 u. 2 ) Eine offenbar analoge Form ist auch von einigen Anthocharis und Pieris-Arten bekannt, z. B. ein sehr charakteristisches Stück von A. belia var. simplonica Frr. (Abbild, cfr. Prof. Standfuss, Exper. zoolog. Studien, Tafel I, No. 11). Pap. machaon ab. nigrofasciata Rothke, die von Herrn Prof. Stand- fuss auch einmal experimentell gewonnen wurde, zeigt, ausser dem Schwinden der gelben Randmonde eine periphere Vergrösserung des ersten schwarzen
Vorderrandfleckes, welcher auf das dunkle Wurzel- feld folgt; also wieder eine ähnliche Erscheinung wie die eben besprochenen.
Sehr deutlich ist dies bei dem auf Tafel I, Fig. 10 der »Exper. zoolog Studien" abgebildeten Exemplar zu sehen. — Die bei Hitze- und Frost-Experimenten nur selten vorkommenden, aus dem Formeukreise der oben behandelten gänzlich heraustretenden Aber- rationen verraten regelmässig ihre Zugehörigkeit zu phylogenetischen Formen, wie sie durch andauernde Einwirkung massig erhöhter oder erniedrigter Tem- peratur entstehen. So z. B das Taf. III, Fig. 9 der so interessanten , Exper. zoolog. Studien' ab- gebildete Van. cardui-Exemplar, welches eine Varia- tion der ab. Wiskotti Standfuss darstellt. Ein gleiches Stück erzog Hr. Dr. E. Fischer bei + 5" C. und bildete dasselbe in der lUustr. Ztschr. f. Entom." Bd. 111, Fig. 33 ab. In entsprechender Weise er- hielt ich durch Frostexposition von polychloro.s- und atalanta-Puppen neben Übergängen und Typen von ab testudo und Klemensiewiczi auch unverkenn- bare ab. Dixeyi Stdfss. und ab. Merrifieldi Stdfss., die sonst nur durch Einwirkung andauernder, massiger Kältegrade entstehen.
Arctia caja. — Puppenserieu dieser Art, welche bei — 15° — und S" C. exponirt worden waren, er- wiesen sich als abgestorben. Sogar eine einmalige Exposition bei — 8" C. wurde, wie mehrere Ver- suche zeigten, nicht ertragen, obgleich die Puppen im Cocon belassen und auch bereits vollkommen erhärtet waren, da sie teilweise erst im Alter von 6 Tagen verwendet wurden, um nun festzustellen, welche Kältegrade man bei dieser empfindlichen Art noch anwenden dürfe, wurden mit sehr zahlreichem,
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frischem (2—4 Tage altem) Puppenmateriale der II. Generation im Oiitober 1899 t'olgcude Versuciie gemacht:
I. Serie. 22 Tage + 1 bis + 3» C. — Fust alle Puppen lieferten Falter. Die Flecken der Hinterttügel tnebrfach vergrössert, sonst ist besonders eine Verbreiterung der weissen Vorderllügelzeicbnung. einmal nur einseitig, bemerkbar.
II. Serie. 4 Mal bei 0 bis — 1 « C. je 1 V« Std. exponirt. — Alle Puppen ergaben die Falter. Bei weitem die meisten Stücke dieser und der folgondeu Serien sind normal. Die weisse Zeichnung iiat bei dem Reste etwas an Austehnung zugenommen, wie ein Vergleich mit den bei Normalteraperatur ent- wickelten KontroUexemplaren ergibt.
III. Serie. 6 Mal bei — 1 bis — 2" 0. je 3 Std. exponirt. — Resultat wie bei der vorher- gehenden Serie, mehrmals treten zart rosenrote Hinterflügel auf. Ein stark asymetrisch gezeichnetes Exemplar.
IV. Serie. 6 Mal bei — 3 bis — 4" C. je 2 Std exponirt. Bei dieser Serie lassen sich deutlich 2 entgegengesetzte Aberrationsrichtungen verfolgen. Die meisten abweichenden Stücke haben vei schmälerte, teilweise im Schwinden begriffene, weisse Zeichnung, welche öfters in nuMkwürdiger Weise verlagert ist, nebst bedeutend vergrösserten, teilweise zusammen- geflossenen schwarzen Hiuterflügelflecken. Das ex- tremste Stück iiat oberseits nahezu schwarzen Hinter- leib, entstanden durch Ausfliessen und Verbreiterung der schwarzen Rückenflecken. — Einen gänzlich anderen Eindruck macht der Re^t der Aberrationen. Diese Falter lassen durch die sehr stark verbreiterte weisse Zeichnung, besonders im Wurzel- und Aussen- randsfi Ide und durch das charakteristische Zusammen- fliessen der X-Zeichnuug niciit verkenni'u, dass sie der ab. Schultzii Frings (cfr. Soc. ent. XIV Jahrg. p. 58) angeiiöreu.
V. Serie. 5 Mal l)ei — .5 bis — 6» C. je : 2 Std. exponirt. — Etwa die Hälfte dieser Puppen schlüpfte aus. Das Resultat gleicht sehr dem vorigen, da die Abweichungen wieder in die ab. confluons und ab. Schultzii zerfallen. Ein i'^xemplar ist durch seine hochgradig asyraetrische Zeichnung interessant. Rechts stellt es einen Übergang zu ab. Schultzii dar, links ist das gauze Wurzel- und ein grosser Teil des Mittelfeldes — am luuenrande bis an die X-Zeichnung weiss, die sonstige weisse Zeichnung dieses Flügels dngegen st:irk reduzirt. Auch die Uinterflügel dieses Stückes sind asymetrisch ge-
zeichnet, indem der linke Flügel eigenartig nach innen ausgezogene Flecken besitzt. — In einer Puppe dieser Serie wurde später ein abgestorbenes Stück aufgefunden, dessen beide Vorderflügel bis zur X-Zeichnung nahezu gänzlich weiss waren. Zum Schlüsse schlüpften 2 prachtvolle Aberrationen, wie man gleich erkannte, der ab. futura Fickert zuge- hörig, ohne aber leider ihre Flügel auszubilden. Das eine Exemplar ist ein characteristischer üebor- gang zu dieser seltenen Aberration ; die Vorderflügel sind braun mit nur einem schmalen, weissen Längs- streifen am Vorderrande und 2 kleinen in der Flü- gelfläche, im Aussenramlsfelde sind die beiden äus- seren Aeste der X-Zeichnung merkwürdigerweise er- halten. Flecke der Hinterflügel besonders linksseitig stark ausgeflossen. Das andere Exemplar besitzt gar mit Ausnalime eines weissen Punktes an der Flügel- vvurzel und einem Teile der äusseren Aeste der X- Zeichnung ganz braune Vorderflügel ; die Hinterflügel und der Leib sind zum grössten Teile durch starke Verbreiterung und Zusammenfliessen der Flecke ge- schwärzt.
Da das ganze Versuchsmaterial von einem ein- zigen Paare herstammte und die Controlfalter unter sich fast gar nicht abweichen, so werden wol sämt- liche vorstehe^ul beschriebene Aberrationen durch Eiufluss der erniedrigten Temperatur entstanden sein. Sehr auffallend sind bei dieser Art die verschiedenen, ja geradezu gegensätzlichen Veränderungen, welche dureli Prosteinwirkung erzielt wurden. Auf einer Seite die sehr bedeutende Ausbreitung der weissen Zeichnuugselemeute, auf der andern das fast völlige Verschwinden derselben.
Trotz aller aufgewandten Mühe glückte es nur ein Mal, von aberrativen caja- Faltern eine Copula zu erhalten. Beide Falter waren characteristische Übergänge zu ab. Schultzii. Es sollte nun durch Zucht festgestellt werden, ob und in welchem Pro- zentsätze die Charactere der ab. Schultzii sich ver- erben würden. Wie sich aber liald iierausstellte, war der grösste Teil der abgelegten Eier taub, der Rest ergab etwa 100 Räupchen. Leider starben aber trotz sorgfältigster Behaudluug die Tiere nach und nach, ohne ersichtlichen Grund, ofleubar, weil sie nicht recht lebensfähig waren. Sehr wahrscheinlich hatten die Falter durch den Einfluss der abnormen Temperatur ihre Fertilität teilweise oder vollkom- men cingebüsst, da es sonst bei dieser Art keinerlei Schwierigkeiten macht, Copula zu erzielen und die Raupen selbst bei Winterzucht aufzubringen.
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Safurnia pavonia. — Puppen aus dem Jahre 1896, welche die Winter im Freien, die Sommer im Eis- kasteii (et'r XIV. Jg. p. 59) und also, die künstlichen eingerechnet, fünf Ueberwinterungen durchgemacht hatten, schlüpften im Frühjahre 1899. Leider ver- krüppelten sämtliche Falter. Sie waren stark ver- waschen gezeichnet, sehr düuu beschuppt und glichen ganz denjenigen, welche im Frühjahre 1898 aus 3 mal überwinterten Puppen schlüpften (cfr. XIV Jg. p. 59).
Im vorigen Jahrgang dieser Zeitschrift (p. 67) war bereits mitgeteilt worden, dass frische Puppen der 3 Saturuia-Arten im Sommer 98 10 bis 15 mal je 6 bis 10 Std. bei -15 C. exponirt wurden. Die Versuchsstiere verblieben bis zum Spätherbste im f]iskasten, überwinterten im Freien und lieferten nur teilweise im Frühjahre 1899 die Falter.
Fast alle pavonia-Falter waren normal, aberrativ wahrscheinlich nur solche, welche noch als ganz frische Puppen vom Froste getroffen wurden. Diese wenigen Falter sind glatt ausgewachsen ; die cf cf stimmen ganz mit 3 mal überwinterten in der Zeichnung überein, die pp gehören ebenfalls der- selben aborrativen Form an; sie sind blass gefärbt mit stark verbreiterter, fast ungezähnter Wellenlinie und öfters zu Schwarz verdunkeltem Kot im Apex. Recht weitgehend verändert ist ein cf ; Flügel auf- fallend schmal und klein, daher misst das Stück bei Normalpraeparation (lunenrändor der Vorderflügel zusammen eine gerade Linie bildend) nur 39 mm. Alle Augentieckeu bestehen nur aus einem gelben King im schwarzen Felde; die Doppel Wellenlinien sind vollkommen ungezähnt und so stark ausgeflossen, dass sie an die Augenflecken grenzen. Sonst ist alle Färbung sehr matt, das helle Feld um's Auge ver- düstert.
Viele dieser pavonia-Puppen schlüpften erst im Herb- ste 1899, nachdem sie den Sommer nochmals im Eis- kasten verbracht hatten. Unter diesen Faltern be- fand sich wieder ein aberratives Pärchen, welches ganz mit den üben beschriebeneu und den 1898 ge- zogenen Exemplaren übereinstimmt.
Aus den mitgeteilten Versuchen ergibt sich, dass durch laug andauernde, massige Kältegrade und durch Frost, der auf die frischen Puppen wirkte, bei dieser Art dieselben Veränderungen der Färbung und Zeichnung hervorgebracht werden, dass also durch beide Methoden dieselbe Aberration entsteht, welche in Uebergängen auch als Seltenheit in den Hochalpeu vorkommt.
Saturnia pyri. — Im Frühjahre 1899 schlüpfte auch ein Teil der 1898 mit Frost behandelten pyri- Puppen aus. Unter den erhaltenen Faltern bettudct sich ein p , welches ganz analoge Abweichungen wie die ebenso behandelten pavonia- Exemplare auf- weisst. Den Augenflecken fehlt der auft'allende, weisse Halbring auf den Vorderflügeln fast ganz, auf den Hinterflügeln vollkommen; bei der entspro- chenden pavonia-Form fehlt sogar meist noch die rote Schattirung. Auf den Vorderflügeln ist der doppelte Querstreifen im Wurzelfelde gänzlich ver- loschen; die Doppelwellenlinie der Vurderflügel ist zwar normal, die der Hinterflügol bildet jedoch nur einen breiten, hellen, ungezähnten, das Auge berüh- renden Streifen.
Die spini-Cocons, sowie ein grosser Teil der pyri- und pavonia-Puppen, welche 1898 mit Frost behandelt wurden, lieferten noch keine Falter, sondern werden erst im Frühjahre 1900 oder noch später ausschlüpfen.
Abraxas grossulariata. - Ca. 250 frische Pup- pen wurden mit Frost behandelt. Es schlüpften jedoch leider nur 2 Exemplare; das eine derselben stimmt ganz mit 42 Tage lang bei + 6° C. expo- nirten Exemplaren überein (cfr. XIV. Jg. p. 66). Meine Stücke von 1898, 28—42 Tage exponirt, nebst dem in diesem Jahre durch Frost erzielten, gehören der ab. Dohrni König an. Das andere Exemplar stellt eine prachtvolle, überaus charakteristische Aberration dar. Die den II. gelben Querstreifen einfassenden Flecke fliessen bei dieser Form seitlich zusammen und bilden 7 quer durch das Aussenrandsfeld bis zum Saume laufende, schwarze, breite Längsstreifen. Zwischen je zweien dieser Längsstreifen befindet sich ein weisser, schmaler Keil der Grundfarbe, ünter- seits ist die Abweichung dieselbe. Im Übrigen ist die Zeichnung normal. Späterhin fanden sich beim Untersuchen der abgestorbenen Puppeu noch 5 ganz gleiche Aberrationen vollkommen ausgebildet in der Puppenhülle. Zwei sehr ähnliche Exemplare aus der freien Natur sind in: Ch. Oberthür, »Etudes d'En- tomologie», Rennes 1896, welches schöne Werk mit vielen vorzüglichen Abbildungen ich durch die Lie- benswürdigkeit des Herrn Prof. Stand fuss zur Ein- sicht erhielt, aut Taf. 19 No. 321 und Taf. 21 No. 382 abgebildet. Eine gewisse Übereinstimmung in der Zeichnungsanlage zeigt auch das iu : Prof. Hofmann, «Die Schmetterlinge Europa's» II. Aufl. Taf. 55 No. 4 dargestellte Stück, welches sich von dem meinigen aber durch weit kürzere und schmalere schwarze Streifeu unterscheidet.
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Im Sommer des Jahres 1900 sollen die Versuche, und zwar wenn möglich, diesmal mit massig und stark eriiöbter Temperatur fortgeführt werden, wenn auch die letztgenannten Experimente, wie von mass- gebender Seite angegeben wird, weit scliwieriger mit gutem Erfolge auszuführen sind, als diejenigen mit erniedrigten Temperaturgraden. Bei Versuchen mit hochgespannten, iutermittireuden Hitzegraden ergeben auch die Khopaloceren mit fiberwinternden Raupen und Puppen recht interessante Formen, welche durch das Frostexperiment nur sehr schwer zu erlangen sind. Ausser den Formenreiheu, welche durch Hitze- grade bereits erzogen und beschrieben oder abgebil- det worden sind, werden nach meiner Ansicht noch folgende durch die in Rede stehenden Einflüsse zu erhalten sein : Pap. macliaon ab. nigrofasciata Rothke nebst einer anologen Form von podalirius mit ge- schwärzten blauen Randmonden und Augenflecken der Hinterflügel, sowie zusammengeflossenen Binden I bis III der Vorderflügel (nach Eimer). Alle übrige schwarze Zeichnung ist bei dieser Form verbreitert und ausgeflossen. Ein typisches Stück dieser Aberration aus der freien Natur besitze icii von Wiesbaden. — So- dann die oben bereits erwähnte Form vieler Pieris- und Colias- Arten ; bei den Lycaeniden die Aberrationen mit ober- und unterseits seillich zusammen geflos- seneu Flecken, die bindenlosen Formen der Limeui- tis- und Apatura- Arten; bei Argynnis und Melitaea die vorhin genannten Formen vom Typus der A. niobe ab. polopia Bkh. ; viele Arctiiden-Formen mit Zunahme der dunklen Zeichnungselemente auf beiden Flügelpaaren und mehrere Geometriden-Aberrationen ; z. B. Abr. grossulariata mit Neigung zur Bildung dunkler Längsstreifen, um einige besonders hervor- ragende Formen zu nennen. Im Freien kommen alle derartigen Aberrationen, wie Herr Prof. Stand- fuss überzeugend nachgewiesen hat, sehr wahrschein- lich durch Einwirkung extremer Hitzegrade auf die frischen Puppen zu Stande. Der genannte Forscher erzog, wie aus seinem iiochinteressanten .Gesammt- bild der bis Ende 1898 an Lepid. vorgen. Temp.- und Hybrid.- Exper.", Leipzig 1899, hervorgeht, durch das Hitze-Experiment unter vielen Andern auch eine stark geschwärzte Form von Th. cerisyi var. Deyrollei Obthr. (cfr- Taf. I No. 9 und Taf. II. No. 1) welche als Seltenheit auch aus der Frei- heit bekannt ist. Eine analoge Form von Th. po- lyxena wurde bisher noch nicht erzielt. Nun be- sitze ich ein aus Thessalien stammendes Stück die- ser Art, welches wol mit Sicherheit als die ent-
sprechende Aberration zu bezeichnen ist. Das in- teressante Exemplar hat tiefschwarzes Wurzel- und teilweise auch Mittelfeld der Vorderflügel, das etwa '/3 der Flügelfläche einnimmt und dahinter eine breite schwarze Binde, die den vorletzten Costal- flecken mit dem II. Innenrandsflecken verbindet. Die Hinterflügel zeigen schwarz ausgefüllte Mittel- zelle. Sicher ist auch diese schöne Form künstlich zu erziehen, da sie in der Enlwicklungsrichtung gänzlich mit der aus dem Hitze- Experiment resultiren- den Th. var. Deyrollei-Aberration übereinstimmt.
Über die Ergebnisse meiner demnächstigen Ver- suche werde ich späterhin an dieser Stelle Bericht erstatten.
Einige Bemerl<ungen zu den Tafeln von Dr. Hof- mann's: „Die Grosschmetterlinge Europas".
Von B. Slevogt.
Von den Toten soll man bekanntlich, einem alten Ausspruche gemäss, nur Gutes reden. Doch wird hoffentlich der sei. Prof. Hof mann sich deshalb nicht im Grabe umkehren , wenn ein Nichtfachgelehrter es wagt, an seinem sonst wolverdienteu Lorbeerkränze zu zupfen und der Mängel mancher Abbildungen zu gedenken, welche ihm in Dr. Hofmanns Werke : „Die Grosschmetterlinge Europas" besonders aufge- fallen sind. Man möchte nämlich, sozusagen, sein entomologisches Handwerkszeug, das man bereits sechs Jahre hindurch fast täglich in Gebrauch ge- habt und welches Einem mit der Zeit lieb und ver- traut geworden, von allem Hoste gereinigt sehen. Zur Rechtfertigung meiner Absicht diene die Be- merkung, dass ich in der günstigen Lage gewesen, den grössten Teil der europäischen Macrolepidopterea selbst in die Hand nehmen und Stück für Stück mit den Hofmanu'schen Darstellungen vergleichen zu können. In Bezug auf letztere sind mir dabei oft recht bedeutende, fehlerhafte Abweichungen von der wirklichen Farbe und Zeichnung der Falter vor diei Augen getreten. Es ging mir bisweilen so, dass wenn ich ein Tier, welches ich bereits aus den Hof- mannschen Abbildungen kannte, plötzlich in natura sah, verblüB't mich selbst fragen musste, ob es sich in der Tat um dieselbe Art handele? Was nament- lich die Noctuen anbetrifl't, die an und für sich schon manchem erfahrenen Sammler viel Kopfzer- brechen verursacht haben, so kann der Anfänger, durch Hofmann irregeleitet, mitunter zu ganz fal- schen Bestimmungen gelangen.
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Will man, nach nieinera unmassgeblielien Vor- schlage, irgend eine Art richtig feststellen, so lege man links von sich den alten Berge mit seinen äusserst genauen Beschreibungen, rechts wiederum die Hofniaun'schen Tafeln, und den betreuenden Schmetterling selbst halte man in der Mitte, um essend und schauend das Richtige zu finden. So spasshaft auch solcher Rat klingen mag, mancher Leser dieser Zeilen dürfte doch vielleicht geneigt sein, meinem Beispiele zu folgen und von Tafel zu Tafel zu wandern. Es ist, schliesslich bemerkt, nicht etwa Nörgel- oder Verkleinerungssucht, welche mich zur Veröffentlichung meiner kritischen Bemerkungen veranlassen, sondern der aufrichtige Wunsch, bei nächster Auflage des Hofmann'scheu Werkes alle nachstehenden üngenauigkeiten ausgemerzt zu wissen
Beginnen wir also mit Tafel I! —
Die daselbst abgebildeten P. podalirius und machaon scheinen, meines Bedünkens, viel zu dunkel geraten zu sein. Die Grundfarbe beider Arten ist bekanntlich ein helles Schwefelgelb. Zwei machaon-Stücke von so tief goldgelber Färbung, wie Figur 3, das eine bei Libau, das andere bei Bathen gefangen, stecken allerdings in meiner Sammlung, doch halte ich dieselben bereits für Abweichungen von der Stammform, welche jedenfalls Hofmann uns bieten will.
Was das auf Tafel 4, 20, b dargestellte phlaeas- Weibchen anbetrifft, so muss ich bekennen, Tiere von so dunkler, verschwommener Färbung der Ober- seite und solcher Grösse hier zu Lande noch nie ge- funden zu haben, wol aber besitzt unser verehrter Vereinsgenosse Herr A. Coulin-Libau ein kleinasia- tisches Stück, welches genau der Hofmann'schen Abbildung entspricht. Hofmann will doch, weim ich nicht irre, uns nur Europäer geben?! Auch das 20,a als Männchen angeführte Tier kann ich nicht als schleclitsinnigen Typus eines solchen gelten lassen. Ich habe in Kurland und anderswo plilieas-Stücke von derselben Färbung wie 20a erbeutet, welches reine Weibchen waren und wiederum viele Männchen, die dunkler als sonst gefärbt waren und die grossen, quadratförmigen Flecken des Weibchens auf der Ober-
seite zeigten.
(Fortsetzung folgt.)
Herru W. N. in Z. Es ist bis heute nichts ein- bezahlt worden,
Herrn L. K. in W. Der Vorsatz erscheint mir sehr löblich, führen Sie ihn nur aus. Ich bin auf das Ergebnis einigermassen gespannt.
Vereinsbibliothek.
Vom entomologischeii Verein „Fauna" in Leipzig ging als Geschenk ein:
Das Jahr 1898, Vortrag von Max Fingerling. Der Empfang wird dankend bestätigt.
M. Rühl.
Wiener entoinologischer Verein.
Der X. .Jahresbericht ist erschienen und im Selbstverlage des Vereins zu haben. Derselbe ent- hält nebst den Vereinsnachrichten folgende Aufsätze : 1. Beitrag zur Macrolepidopterenfauna von Kärn- then von H. Neustetter. 2. Zwei neue Geometriden- forraeu von H. Hirschke. 3. Beitrag zur Lepidop- terenfauna von Weyer, Ober Gest. von A. Metzger. 4. Die ersten Stände von Lignyopt. fumidaria Hb. von H. Hirschke. 5. Weiterer Beitrag zur Zucht von Lignyopt. fumidaria von A. Naufock. 6. Vanessa xanthomelas ab. chelys. von H. von Mitis. 7. Zur Kenntnis von Psodos noricana Wgr. und coracina Esp. von Fr. Fleischmann. Zwei Tafeln, eine iu Farbendruck, eine iu Schwarzdruck sind beigegeben. Preis 3.50 Kronen.
Briefkasten der Redaktion
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in H. Manuscripte erhalten, vielen Dank.
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Journal de la Société entomologique Internationale.
„Societas entomologrica" seKrünUft 188G von Fritz Rühl. fortç<>nihrt von seinen Erben unter Mitwirkung,' bedeutender Kntom.-i..;;. n nn.i iiiisgi-zi'irliniltT F;tf(iiiiiIriMi-r.
Organ für den internationalen Organ for the
Entomologen verein. International-Entomological Society.
Alle Xii^ii'Iirirt.n iiii -h-ii V.reiii siii.l iiii Id-rni All l.lt.-i-; I-m- tlu- Sn.-iciy iir- t-. Im- .lir.-cte.l In
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Das vitale Temperaturminimum bei Insekten abhängig von der Zeit.
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Welche minimale Temperatur die Insekten aus- halten könne]], olii]e zu sterben, war Gegenstand der üutersiicliunge]i mehrei'er Forschor. Es liat sich nach- her herausgestellt, dass dieses Temperatnri]]ini]uu]u von der Zeit abhängig ist, während welcher die niedere Temperatur einwirkte.
BeTor ich die Erklärung dieser Erscheinung gebe, werde ich diesbezügliche Untersuchungen verschiedener Forscher in chronologischer Keiheufolge kurz anführen.
Spallnnsani ') (1803) Iiielt die Eier des Bomhij.r ruhi während 5 Stunden bei — 50", wobei sie keinen Schaden erlitten.
AVährend der Reise des Kapitän Ross-) (1821 - lb23) zur Auffindung einer nordwestlichen Durch- fahrt wurden .30 Raupen von Samia Mitte Septeiuber in eine Büchse gebracht, wo sie, 3 Monate der strengen Wiutertemperatur ausgesetzt, nicht starben, sondern in einer warmen Kajüte aufgetaut, sich wie- der bewegton. Nach vier]naiigon solc]]en Manipula- tionen sind nur 2 Raupen am Leben geblieben und voipuppten sich schliesslich, wobei eine einen voll-
') Trois mémoires sur la respiration, traduit en français, d'apiès le manuscrit ini-dit de l'auteur, par .T. Senebrer. Genève 1803.
-) ,.Auhaiig z.ir zweiten Reise". Ilï//. J'Mw. Purrij, Appendix to C. l'urryx journal of a second for the discovery of a North-AVest Passage from the Atlantic to the Pacific, performed in 1821—23. London, 18-24. Murray.
komiuenen Falter ergab und aus der anderen 6 Fliegen schlüpften.
Lnisehur-TJeslongschaps (1837) setzte frisch ausgeschlüpfte Seidenraupen der Temperatur von -f 5" aus. ') Sie hielten diese Temperatur bis zu 20 Minuten aus, starben aber als sie 25 Minuten einwirkte.
Dönhoff-) (1857) hielt Bienen bei +4» während 12 und .18 Stunden; uacli der Erwärmung wurden sie wieder ganz luunter. Als aber diese Temperatur 24 Stunden einwirkte, erwachten nur einige von ilinen. In der Temperatur von — 1" gehalten, erwachten sie zwar nacii 10-stüiidiger Einwirkung, starben aber bald darauf. Sie starben alle , nachdem die Temperatur von 172" 12 Stunden einwirkte; eine Temperatur von — 4" hielten sie während 2 — 3 Stunden ganz gut aus, starben aber taumelnd, als diese Tem- peratur 8 Stunden anhielt.
F. Pouchet^) (1866) bestimmte die Werte für minimale Temperatur, bei welcher Insekten noch existiren können, für verschiedene Arten (26) und fand, dass sie ein bis zwei Stunden die Temperatur von — 14 bis — 20" aushielteu.
T>("mhojf*) erhielt mit Fliegen (Musen domestica) folgende Resultate:
1. 5 Stunden bei —1,5". Die Tiere bewegen sich.
2. 8 Stunden, anfangs bei — 3", zuletzt bei — 2". Die Tiere bewegen die Beine und leben ganz auf.
') Nur mit li. versehene Zahlen bedeuten Grade nach B'-aumnr, die anderen sind nach Celsius angefahrt.
-) Bienen-Zeitung. XIII. Nr. 16 und 17. p. 1H9 1857.
') Robin's Journ de l'anatom. et de phy.^iol.III. p 1.18(j6.
') Arch, für Anatom, and Physiol, und wissensch. Med. von Reichert uud du Buis-Rsyuiond. p. 724. 1.H72.
- 42
3. 12 Stunden, anfangs bei — 3Vi°, zuletzt bei — 6 ',4". Scheintot. Beim Erwärmen leben sie wieder auf.
4. 3 Stundeu, anfangs bei — 10" zuletzt bei — 6». gestorben.
G. Dorfmcisler^) (1880) kühlte die Puppen von Vanesaa levana^ atalnnta und urticae bis — 2" R ab \iiid erhielt sie bei dieser Temperatur 1 bis 4, ja sogar 7 bis 8 Wochen. Sie gingen dabei teils zu trrunde, teils lieferten sie nur verkrüppelte Schmetter- linge.
H. li(ider-) (1886) fand, dass Ameisen die Tem- peratur von — 19*R. während "< Stunde aushalten. Als vitales Temperatnrminimum, welches während 3 Stunden einwirkt, gibt er für Ameisen im Mittel — 1,5" R. an. Für andere Insekten ergab sich das vitale Temperaturmiuimum zu :
Zeit in Min. Unte-reTemper.-GreKze
|
Apis mellifica |
210 |
-1,5«K. j |
|
Lema spec. |
30 |
-6 |
|
Paederus riparius |
45 |
-4 |
|
Phytonomus spec. |
90 |
— 12 |
|
Vanessa cardui |
600 |
— 15 |
|
Smerinthus populi: |
||
|
1. Blut |
— 2 3» Gefrierpunkt. \ |
|
|
2. Geköpfte Raupen |
150 |
- 10 |
|
3. Lebende Raupen |
150 |
— 10 |
|
Bombyx dispar |
30 |
- 4 |
|
Culex pipiens, Larve |
60 |
— 4 |
|
Musca domestica |
5 |
— 12 |
|
» 4 |
20 |
-8 |
|
» « |
40 |
— 5 |
V. Graher^) (1887) ermittelte, dass die Tem- peratur - 6" der Luft, — 7" des Bodens, welche auf Küchenschaben (Periplaneta orientalis) während 10—20 Minuten einwirkt, tötlich ist.
F. JUerrit: field') (1889) brachte die Eier von Selenia ülunaria auf Eis bei einer Temperatur vun 4 0,5", wobei sie nicht verdarben, wenn die Expo- sition nicht länger als 4 Wochen dauerte: nach 60- tägiger Exposition gingen die Eier zugrunde, indem die darin sich entwickelten Räupchen nicht vermoch- ten, die Eierschale zu durchbrechen.
>) SepaiatDm aus den Mittheil, des naturwiss. Ver. für Sieieriaark 1»7m 8 pag.
•■) Zeilsuhr. fUr Natnrwiss. 4. Folge. LIX. V. Bil. p. 183. 1886.
3) Arch, für die gesammte Pby<iiol. Jes Ueuschea und der Thiere von Ptidger. XLI. p. -MO. 1887.
') Repriut. from, the „Proceed ". ot the Entomol. Soc. of London. 1889 4 pag. (Separatam.)
Er beobachtete auch, dass die Raupen von Selenia illustraria bei der Temperatur - 1 0,5" innerhalb 3 Wochen starben. Mehrere Schmetterlinge der Sommer- brut von Selenia ilhtstraria konnten die Kälte von + 0,5" innerhalb 55 Tagen nicht aushalten, nur 7 Schmetterlinge blieben munter.
W. Schmujdsinowiisch ') (1891) setzte 21 frische Seidenraupen der Temperatur von 0" innerhalb 4 Tagen und 36 Kaupen der Temperatur von — 4"R. inner- halb 3 Tagen aus, wobei alle Lebensfunctionen im Organismus der Seidenraupen vorübergehend auf- hörten und die Raupen in den Zustand des lethargi- schen Schlafes verfielen, aber nicht starben.
Koschewnikow") (1895) fand, dass die Bienen, während 4 Stunden der Temperatur von — 4"R aus- gesetzt, wieder auferweckt werden können, aber darauf ein krankes Aussehen haben. Weitere Ver- suche ergaben, dass Bienen, während 10 '/2 Stunden bei der Temperatur zwischen 0" und 1 1" R. gehalten, wieder auflebten. Andere Bienen waren während 30 Stunden in der Starre, wobei die Lufttemperatur , meistens — 1"R. un<l nur am Ende des Versuches \ -(-7'/a"R. betrug; sie lebten wieder auf. j
N. Knlagin^) (189.) beobachtete, dass normal ' gelegte Eier von Ocneria dispar, der Winterkälte von — 40"R. ausgesetzt, nicht verderben; sind sie aber ihrer schützenden Wolle beraubt, so hallen sie nicht einmal — 15"R aus.
A. Welter*) (1895) bespricht die Versuche von Raoul Fielet und sagt, dass frisch gelegte Eier von Bombyx mori längere Zeit die Temperatur von — 40* aushalten. Insekten ertrugen eine Temperatur von — 28» gut, starlien jedoch bei — 35". Leider ist nicht erwähnt worden, während welcher Zeit.
E. Fischer'-') (1S06) experiraentirte mit Puppen der Frtwe.ssa-Gruppe, welche aus der Zimmer- temperatur (ca. 25") zuerst in den Keller und nach einigen Stunden in die Kältemischung gestellt wurden; die Temperatur sank ra. 1 Stunde hierauf unter 0", bliel) dann 2 bis 4 Stunden bei — 20*, bis sie sich im Laufe der folgenden 5 bis 8 Stunden wieder
') Arbeilen der kaukas. Stat. der Seilenzacht, Tiflia, 1891. Jahrg. 1889. IL p. 104 (rassisch).
-) Rnssitches Bienenblatt; Nr. 10, p. 33Ï; Nr. ll,p.S57;
Nr. 12, p. 399, 1895 ; Nr. 2. p. 61 ; Nr. 3, p. 91, 1896 (russisch).
I ^) Illustr. Wocbeo9chr. f. Entomol., Nendamni (Separat.).
') Die tiefen Temperaturen. Creleid, 1895. 86 pag.
M Nene experim. Unters, n. Betracht, über das Wesen
und die L'raaclie d. Aberr in der Faltergr. Vanesaa. Berlin,
I 1896. 67 pag.
— 43 —
allmälich auf 0" erhöhte. Wie bekannt, erhielt er bei diesen Versuclieu sehr schöne, aberrative Formen.
M. Standfuss ') (189S) setzte Puppen von vielen Arten der Temperatur bis zu —20" aus, wobei bei jedem Versuche die Miiiimalteuiperatur 2 Stunden lang innegehalten wurde Die Puppen ergaben darauf Fylter.
V. Pikkei-) (1H98) fand, dass eine Bettwanze, welche bei —5" bis — T'R. zwölf Stunden verblieb, wieder auflebte ; von zwei Wanzen, welche drei Tage in der Temperatur von —8" bis — 17*R. verbracht haben, starb eine ab, die andere blieb am Leben.
N. Kuluf/in^) (1899; setzte Bienen -Eier und Larven während 1, 2 und H Stunden der Temperatur von -l-S" aus und konstatirte, das P/u bis -iVo von ihnen umkamen, wobei kein Zusammenhang mit der Expositionsdauer zu beobachten war. Va setzte auch Larven und Bieuenpuppen während einer, resp. zwei Stunden der Temperatur von r5"aus. Dabei gingen von Larven b"/o und von Puppen 15"/» ein. Beim dritten Versuche wurden Eier, Larven und Puppen von Bienen der Temperatur von -f^.S" ausgesetzt. Während 2-stündiger Exposition starben alle Puppen, dagegen waren von Eiern und der Brut nur 4"/o umgekommen.
Ich stellte aucii solche Versuche mit mehreren Insekten-Arten an und fand,') dass 1. das vitale Temperaturminimum bei verschiedenen Arten ver- schieden ist, ja sogar bei verschiedenen Exemplaren einer und derselben Art variirt, und 2. es von der Einwirkungsdauer der Temperatur abhängt. Die von mir angewandten Temperaturen betrugen bis zu — 17" und die grösste Dauer war 3'''i Stunden.
Warum die Insekten Temperaturen weit unter 0 aushalten können, darüber herrschte bis in letzter Zeit eine völlige Unklarheit. So z. B. sagt Wynian'') (1856): wie bedeutend der Schutz der Puppe durch ihr Gespinnst gegenüber der Kälte war, beweist der Umstand, dass der flüssige Saft, welcher aus der Puppe herausgedrückt wurde, sofort einfror." Er ist der Meinung, dass das Insekt eine innere Wärme- quelle besitzen müsse, um der Kälte zu widerstehen.
') Expcrim. zoolog. Stadien mit Lepidopt. 81 pag. Zürich 1898.
=) Arbeiten der Kus8isch. Ent. Gcjellsch. in 8t. Peters- burg. XXXII Nr. 1-2. 1898
') Illustrierte Zeitschr. f. Entomol IV. Nr. p. 193. 1899.
I) Zeitschr. f. wissensch. Zool. LXVI p. 521. 1899.
'J PiüC.of the Boston Soc. of Nat.History. V. p. 157 1856.
Dönhoff \) (1857) wies nach, dass lebende Bienen bei —4" ins Freie gestellt, nach 8 Stunden noch ungefroren waren, nach l(i Stunden, da sie tot waren, waren ihre Säfte auch zu Eis erstarrt. Gestützt darauf sagt er: .Es sind mithin im Kör- per der Biene im Leben Kräfte tätig, die, wie sie eine chemische Zersetzung verhindern, ebenso die V^eränderung des Aggregatzustandes des Wassers, die wir Gefrieren neruien, hindern. Diese Kraft ist nicht die Eigenwärme der Biene, denn diese ist bei —4" gleich Null; es ist ein unbekanntes Etwas, von dem wir keine Vorstellung haben*.
H. RöcUr-) (1886) sagt: .Woher die enorme Widerstandsfähigkeit der Insekteneier gegen Kälte komme, darüber ist zur Zeit nuch lange keine ge- nügende Erklärung gegeben "
Somit kam die von mir entdeckte Unterkäl- tungserscheinung der lusektensäfte für die Physiologen ganz unerwartet. Wenigstens sagt A. Lang^) (1899) in seiner Kektoratsrede wie folgt: .Ganz neues, unerwartetes Licht verbreitet sich über Zustände und Erscheinungen bei wechselwarmeu Tieren unter dem Einflüsse niederer Temperaturen, wenn sich die Richtigkeit ganz kürzlich veröffent- lichter experimenteller Untersuchungen von Bach- metjew, die er an Schmetterlingen anstellte, be- stätigt." Die Wichtigkeit dieser Erscheinung hebt der hochgeehrte College wie folgt hervor: , Hoffen wir, dass die Physiologen diese Untersuchungen sorg- fältig nachprüfen und erweitern iverden.*
Die Uuterkältungserscheinungen der Insekten- und Pflanzensäfte habe ich seit dann weiter studirt *) und will hier, gestützt darauf, die Abhängigkeit des vitalen Temperaturminimums von der Zeit zu er- klären versuchen.
(Fortsetzung folgt.)
') Bienen-Zeitung XIII. No. 16 n. 17, p. 199, 1857.
■) Zeitschr. f. Natnrwiss., vierte Folge. LIX. V. Bd. pag. 183 1886.
') Arnold Lang, üeber den SaisonscliUt der Tiere. — Rektoratsreile, gehalten in der Aula der Uaifersiiät Zürich am Stittnngstage, den 19. April 1899. S paratabdr. ans d. „Schweiz. Pädagog. Zeitschr.", Heft VI, Jahrg. 1899.
*) Zeitschr. tiir wissensch. Zoolog. LXVI. p. 5-21, 1899 — Kranchers Entomolog. Jahrb. VIII (1899) p. 121, 1898. - S ic. entom. XIV. Nr. 1, p I, 18H9 - lUueir. Zeit*chr. für Entomol.. Neudau.ui, V, Nr. 6, 7 u. 8, 19(!0. - Sjc. entom. XVI Nr. 1, 1900. — Zeitschr. f. wissensch. Zoolog. LXVII., p. 529, 1900.
n
Einige Bemerkungen zu den Tafeln von Dr. Hof- mann's: „Die Grosschmetterlinge Europas'".
Von li. Slcroç)t.
(Schluss.)
Gehen wir jetzt zu Tafel 13, 3 über, so weicht die daselbst abgebildete Chioiiubas Jutta wieder lie- deutend von der Wirklichkeit ab. Alle mir ans Lappland und Norwegen zu Gesicht gekommenen Exemplare stimmen völlig mit demjenigen in meiner Sammlung befindlichen Stücke überein, welches von dem livländischen Entomologen Herrn Dr. von Lutzau 1899 bei Wolmar gefangen und mir freundlichst abgetreten worden ist, sodass man nicht etwa an- nehmen könnte, julta müsse je nach den Fhiggebieten variireu. Die Färbung der Oberseite ist eine viel hellere, als bei Figur 3. Der dunkle Mittelschatten tritt deutlicher hervor. Die auf der Hofmann'schen Abbildung vorhandenen grossen rot-braun umringten Augen habe ich bei dieser Art uiciit bemerkt, wol aber kleine etwas längliclirunde, dunkle Punkte ; die Binden sind nicht rot-braun sondern hellgelb. Ausser- dem ist der Saum sämtlicher Oberflügel schwarz und weiss gefleckt, was bei Nr. 3 fehlt.
Die auf der Tafel 20, 26 wiedergegebene cucullatella ist, meiner Ansicht nach, viel zu braun geraten. Alle von mir in Kurland und anderen Gegenden erbeuteten Stücke weisen eine rötlich-graue Färbung der Vorderflügel auf. Ohne Berge's Hilfe hätte ich die von mir gefangenen Tiere nie als cu- cullatella erkannt. Ebenso ist es mir aucii mit den anderen Nola-Arten ergangen, die ich nach Hofmaun's Bildern allein nicht hätte bestimmen können.
Das auf Tafel 24, 22 stehende braune Tier soll eine Dasychira fascelina sein. Berge beschreibt genannte Art folgendermassen: die Yorderflügel asch- grau, fein schwarz bestäubt, mit zwei schwarzen,
orange aufgeblickten Quorliiiien
bei Hüfmann
nehme ich solche nicht walir! — Diese Worte treü"en das Richtige. Weder bei ausländischen noch bei hiesigen Exemplaren habe ich je eine andere Färbung bemerkt, es müssten denn Aberrationen ge- wesen sein. Fascelina hat ührigcns in Bezug auf die Oberseite der Vorderflügel Ähnlichkeit mit pinivora, sodass man bei Hüchtigcin HinschauiMi beide Arten leicht verwechseln könnte. Und da sollte nun ein armer Teufel von Anfänger, der soeben die ihm noch unbekannte fascelina gefangen hat und sich fröhlicii daran macht, in seinem lieben llofmann ihr getreues Bild zu linden, indem sein Blick von Tatel zu
Tafel schweift, nicht leicht in Versuchung g.e- raten, die graue pinivora für die gesuchte Art zu halten. Denn so viel muss man dem Farbensinne eines Jeden zutrauen, dass er das braune Unsal Nr. 22 niemals als fascelina begrüssen wird.
Von den Noctueu, deren naturgetreue Wieder- gabe bei Hofmann in mancher Buciiliäiidleranzeige hoch gepriesen wird, und deren holdes Bildnis, gleicli Irrlichtern, schon manchen Unerfahrenen in den Sum[)l gelockt hat, wollen wir diesmal schweigen. Man könnte sonst auf verscliiedenen Tafeln über reciit grosse Steine des Anstosses stolpern. Nur eines Beispieles will ich erwähnen, welches dartun soll, dass man zu Dr. Hofmanu's Fahne allein nicht unbedingt schwören kann.
Im Sommer 1898 ting ich an der Beize eine mir noch fremde Mamestra-Art, die ich, trotz alier Bemühungen, nach Hofmann nicht bestiniuien konnte. Icli schickte das Tier au meinen Freund Dr. v. Lutzau und bat ihn, mir mitzuteilen, was ich da eigentlich erwischt hätte. Da stellte es sich heraus, dass es eine glauca war. Nie und nimmer hätte icli meinen Fund für die auf Tafel 37, 1 abgebildete glauca halten können! Da» von mir erbeutete Exemplar war fast s( hwarz mit sehr grossen weissen Makeln. Zu Hofmanu's Entschuldigung will ich übrigens hin- zufügen, dass die meisten bei uns fliegenden glauca sich der var. lappo Dup. nähern. Doch zum Schlüsse eilend, möchte ich noch gern mehrere kräftige Sünden- böcke, welche munter im Kreise der Geometriden herumhüpfeu, an den Hörnern packen und sie dem geehrten Leser vorführen.
Der auf Tafel 58, 3.5 lietiiuUiche Falter ist als Abraxas adustata bezeichnet Das arme Tier, welches in Wirklichkeit weiss ist, muss aus Versehen in den bekannten braunen Farbentopf des Hofniaun'seheii Malers gefallen sein, der, als ein Nachfolger L'eni- brandt's, das dunkle Kolorit sehr zu lieben scheint.
Auf Tafel 59a, b Nr. 10 ist wieder ein so ver- dächtiger Gelbrock zu sehen, welcher sich als eine incognito auftretende prosapiaria ent|iuppt! „So etwas hab' ich nie geseh'n ! " muss ich hier mit Mephisto bekennen. Wol aber tragen die Männlein und Fräulein dieser Sippe jene zarte Kleidung, die Berge uns in folgenden Worten beschreilit: ,I)ie Vorderflügel fleischrot - eigentlich mehr hellfleisch- farben, wenigstens beim c{ — im Mitlell'elde dunkler.' Also, der fleischlarbene Kattun ist in der llofuiann'sclien lithographischen Färbeanstalt in gelben verwandelt
4ô
worden und auf diese Art die entomologische Mas- kerade zu Stande gekommen!
Zum Schlüsse noch das Hoste. Tafel 61,9 führt uns ein sonderbar <ji;estaltetes Tier vor die Augen, welclies auf den Namen 13iston lapponarius hören soll, in AVirklichkeit aber nicht vorhanden, sondern nur ein Phantasiegebilde des Zeichners ist. Denkt man sich die Flügel fort, so beiiält man allerdings ein richtiges lapponarius p übrig, das bekanntlich liügellos ist. Sollten etwa dem poetisclien Maler bei Anfertigung seines Bildes weibliche Engel vor- geschwebt haben? Das Männchen dieser Art stimmt fast ganz mit dem Figur 8 als pomonarius angege- lienen Tiere übereiu. Als Freund Lutzau mich vor mehreren .lahren besuchte, brachte er mir ein l'ürchen dieses liochnordischen Falters mit, dessen Vorkommen, auch in Livland, er zuerst festgestellt liiitte. Wir erbauten uns damals beide an dem schönen Anblicke der noch zukünftig aufzufindenden Art No. 9! Kmi Zweitel daran, dass der mir freundlichst verehrte Silimetterling wirklich lapponarius war, ist ganz aus- izi'schlosseu, da Dr. von Lutzau diese Art häutig lusKaupeu, die in Livland auf Birken leben, gezogen luid tadellose Stücke Herrn Dr. 0. Staudinger als Tiiiischobjekte übersandt hat.
Hndlich bitte ich die geehrten Herren Mitglieder unseres Vereines, gütigst entschuldigen zu wollen, wenn ich bei so ernster Beschäftiguntj, wie dem ' .\bschlacliten eines berühinten Entomologen, dem Humor vielleicht zu viel Spielraum gegeben. Doch Heiterkeit erhöht das Leben und wird Dr. Ilufmann in seiner Ruhe nicht stören.
Briefkasten der Redaktion.
Herrn P. S. in B. Die Verzögerung hat nichts zu bedeuten, vielen Dank für Ihre Freundlichkeit; der Zusendung der Aufsätze sehe gerne entgegen.
Herr K. H. in F. Wie kommt das ? Die mir j /.ugesandten Eier sind sämtlich vor ein paar Tagen | geschlüpft, Sie hatten die ihrigen vielleicht dem Frost Î ausgesetzt':"
Vereinsbibliothek.
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Der X. Jahresbericht ist erschienen und im Selbstverlage dos Vereins zu haben. Derselbe ent- hält nebst den Vereinsnachrichten folgende Aufsätze: I . Beitrag zur Macrolepidopterenfauna von Kärn- then von H. Nenstetter. 2. Zwei neue Geometriden- forraen von H. Hirschke. 3. Beitrag zur Lepidop- terenfauna von Weyer, Ober Oest. von A. Metzger. 4. Die ersten Stände von Lignyopt. fumidaria Hb. von H. Hirschke. 5. Weiterer Beitrag zur Zucht von Lignyopt. fumidaria von A. Naufock. 6. Vanessa xanthomelas ab. chelys. von H. von Mitis. 7. Zur Kenntnis von Psodos noricana Wgr. und coraciua Esp. von Fr. Fleischmann. Zwei Tafeln, eine in Farbendruck, eine in Schwarzdruck sind beigegeben. Preis 3.50 Kronen.
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E. Heyer, Rheinische Str. 40 Biberleid.
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Lepidopteren-Liste No. 43 (für !900)
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Dieselbe erscheint wieder in handlichem Oldur- formai, so dass sie sich sehr gut als Sammlungs- Katalog benutzen lässt. Durch die teilweise er- ! mäsfiifiten Frcise und den holten von uns gegebenen 1 Eahatt stellen sich fast alle Arten, besonders auch j die Eroten (in richtig bestimmten Arten) billiger I als sie von andern Seiten geliefert werden. Enorm j billig sind die angebotenen 143 interessanten Serien, ' Centurien und Lokalitäts-Loose gespannt und iuDüten. [
Herren, die in den letzten Jahren nicht von uns kauften, erhalten die Liste nur gegen vorherige Ein- aendnng von 7 Ml;. (tiO Kr.) in cursirendon Brief- marken (am Hellsten liöhere Werte), welcher Betrag bei Bestellungen au! Insekten wieder vergütet wird.
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Nachtrag hiezu erscheint Mitte April und wird, dieser Zeitschrift beiliegend, ca. 50 neue Utensilien für Fang, Zucht, Prüparation und Conservirung von Insekten und optische Hilfsmittel bringen.
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