SöTring Leesbok
Lesebueh in Sylter Mundart
von
Boy F. MöUer
Eigentum und Verlag des Sylter Vereins
in Altona
Altona 1909
Im Buchhandel durch: J. Harder (Inh. H. Funke), Altona.
This book belongs to
THE CAMPBELL COLLECTION
purchased with the aid of
The MacDonald-Stewart Foundation
and The Canada Council
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CAMPBELL COLLECTION
Sörring Leesbok
Lesebueh in Sylter Mundart
4 von
Boy F*. MöUer
Eigentum und Verlag des Sylter Vereins
in Altona
Altona 1909
Im Buclihandel durch: J. Harder (Tnh. H. Fnnke), Altona.
„Die Worte sollst dn zn Herzen nehmen, nnrl sollst sie cleinen Kindern einsj^ärfen."
5. Mos. 6, V. 6. u. 7.
Vonwont.
Die nordfriesisclie Sprache aiif dem Küsteustrich zwischeii Hiisum und Tondern, sowie auf den Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Helgohmd und den Halligen ist in raschem Niedergange be- griffen. Wenn nicht ernsthche und liebevolle Anstrengungen gemacht werden, dem nordfriesischen Volksstamme dies uralte P^rbgut der Väter zu erhalten ; wenn es nicht gehngt, den Nord- friesen selber die Augen zu öffnen, daB sie im Begriffe stehen, einen durch Jahrhunderte gehüteten Schatz achtlos zu verheren: . so wird der nordfriesische Laut in absehbarer Zeit auf immer verstummt sein. Mit der Sprache eines Volksstammes aber fällt seine Eigenart, seine geistige Physiognomie, sein besonderer Charakter, und er verliert sich unterschiedslos und bedeutungs- los in der groBen, breiten Masse. Unsere Zeit hat vieles nivelliert, und manches, was in frühern Tagen in unsern Gauen mannigfaltig und farbenreich war, ist jetzt eintönig und farb- los geworden. Hoffen wir, daB trotzdem die alte Kraft noch nicht gebrochen ist! Überall regt sich neuerdings wieder das Interesse für charaktervolle Eigenart, für Bodenständigkeit, für frisches, naturwüchsiges Volkstum. — In diesem Sinne möchte auch vorhegendes Buch ein Mithelfer und Mitstreiter werden, das Vermächtnis der Väter zu erhalten und es kommenden Generationen unversehrt zu übermitteln. Es ist ein erster Versuch in dieser Richtung und in der Sylter Mundart ge- schrieben, mit dem Wunsche und in der Hoffnung, daB es auch für die andern nordfriesischen Dialekte anregend und frucht- bringend wirken möge.
— IV —
„Es wird dem Menschen von heimatwegen ein guter Engel beigegeben, der ihu, wann er ins Leben auszieht, unter der vertrauhchen Gestalt eines Mitwandernden begleitet. Wer nicht ahnt, was ihm Gutes dadurch widerfahrt, der mag es fühlen, wenn er die Grenze des Vaterlandes überschreitet, wo ihn jener verläfit. Diese wohltätige Begleitung ist das unerschöpfliche Gut der Märchen, Sagen und Geschichten."
Diese Worte der Brüder Grimm gelten für Nordfriesland in besonderem MaBe. So enthält denn unser Buch in erster Linie den reichen Sagenschatz, der sich in Nordfriesland von Geschlecht zu Geschlecht bis auf unsere Tage fortgeerbt hat; daneben bringt es einfache historische Schilderungen, geeignete Erzählungen und poetische Stoffe, alles in heimathches Gewand gekleidet, genährt und getränkt aus dem Strome uralter, aber noch immer lebendiger Erinnerung. Wo Wunsch und Wille des Verfassers weiter reichten, als Gestaltuugskraft und Aus- führung zu folgen vermochten, darf er bei diesem ersten Ver- suche wohl auf eiu mildes Urteil hoffen. — Den treuen, gleich- strebenden Mitarbeitern aber, deren Namen bei den betreffenden Stoffen angegeben sind, sei gedankt. Sie haben wie der Unter- zeichnete auf jegHche pekuniäre Vergütung verzichtet; der „Sylter Verein in Altona*', der aus Männern besteht, die auch in der Ferne ihrer Heimat ein warmes Interesse bewahrt haben, hat für die Drucklegung des Lesebuches die nötigen Geldmittel in liberaler Weise aufgebracht. Somit köunen wir es der Sylter Schuljugend als ein Gescheuk aus Freundes Hand über- reichen und knüpfen daran deu iunigen Wunsch, daB es ihr lieb und wert werden möge.
Uber die angewaudte Orthographie wäre zum Schlusse wohl noch ein Wort zu sagen. Sehr gern hätte ich mich der vou Herrn Prof. Dr. Th. Siebs aufgestellten Schreibweise*) als eiuer wisseuschaftlicli wohl begründeten angeschlossen ; doch hat sie sich leider bei der Sylter Bevölkeruug durchaus nicht eiubürgern wolleu, so daB ich gezwuugen war, eineu anderen Weg eiuzuschlageu. Eiue volkstümliche Schreibweise lag für den Sylter Dialekt nuu glücklicherweise bereits seit hundert
*) Sylter Lustspiele. Greifswald 1898.
— V —
Jaliren vor in clerjenigen von Jap P. Hansen, clie für jene Zeit wirklich ein Meisterstück war. Sie ist dargestellt in der Einleitung zu seiner vortrefflichen Volkskomödie „Di Gidtshals of di Söl'ringPid'ersdei"; aiich C. P. Hansen, Chr. Johansen und Dr. J. Clement stehen in ihrer Schreibweise im wesent- lichen auf demselben Boden. An diese Schreibweise mufîte also angeknüpft werden; nur war sie in einigen Punkten, namentlich wo die Sylter Aussprache sich geändert hatte, entsprechend zu modifizieren. Ich verfaBte nun einen Entwurf, den ich den Herren Universitätsprofessoren Dr. Herm. Möller in Kopenhagen, Dr. Th. Siebs in Breslau und Dr. OttoBremer in Halle mit der Bitte um Begutachtung übersandte. Die drei Gelehrten antworteten in liebenswürdigster und ausführlichster Weise, wofür ich ihnen hier öffentlich meinen verbindlichsten Dank ausspreche. Herr Prof. Bremer hat auch die Über- tragung der Stoflfe aus dem von ihm herausgegebenen „Ferreng an Öömreng Allemnack" in die Sylter Mundart gütigst gestattet.
Da die Ansichten der genannten Herren in mehreren Punkten divergierten , so habe ich nach gewissenhaftester Über- legung die Schreibweise so gestaltet, wie sie auf den folgenden Blättern begründet ist. Ob es mir auf diese Weise gelungen ist — auch für die andern Dialekte — etwas Vorbildliches zu schaffen, muB die Zukunft lehren. DaB es wünschenswert wäre, für alle nordfriesischen Mundarten eine auf gleicher Grund- lage beruhende Orthographie aufzustellen , unterliegt keinem Zweifel.
Hamburg, im Mai 1909.
Boy P. MöUer.
- VI
Der imtei'zeichnete Verein erachtet es als eiue angenehme Ptlicht, den hiesigen untl auswärtigen Freunden, welche durch Geldbeiträge oder in anderer Weise die Lesebuchangelegenheit gefördert haben, an dieser Stelle seinen herzlichen Dank aus- zusprechen.
Besonderer Dank gebührt auch dem Verfasser, der, einem Wunsche des Vereins willfjihrend, sich der mühe- und verdienst- vollen Arbeit der Herausgabe des Lesebuches in ideellem Interesse unterzogen hat.
Altona, 1. Juni 1909.
Der Sylter Verein in Altona.
Wat ön dit Bok es.
L Ual' Tialen. Seite
1. Di Manigfuar 25
2. Di truu Sester höör Lêcht 26
3. Di Brörihoogman . . . . , •....:.. 26
4. Eke Nekepen 27
5. Miarwüfki 29
G. Di Dikjendêlman 29
7. Di Baalkstiin 30
8. Di Kairemböör Sêrkklok 31
9. Di Wedergunger 32
10. Di forswëren Stair 33
11. Stavoren 33
12. En Stek fan Trööler of Heksen 36
13. Pua Moders 37
14. Hur cli Ön'ereesken fan kemen sen 39
15. Muasem-Klef en Nes Smer 39
16. Klööwenhoog 40
17. Di Ön'ereesken ön Föögershoog üp Aamrem .... 41
18. Tau fuar jen 42
19. Nes Pük ön di Lük 43
20. Klabauterman , 44
21. Eke'^Nekepen en di Ön'ereesken üp Söl' 45
22. Di Ön'ereesken en di Söl'ring Kêmpers 49
23. Hans Kielholts Biskriiwing fan Söl' 56
24. Hur di gurt Flören fan kum 60
24. Me Bruar skel em orntlig omgung 61
25. Pider Lüng 62
26. Köning Kaarl di Grurt en Köning Radbod . . . . 65
27. Di trötainst Raatman 66
II. Ual' Wiis.
28. Fant Biikebrenen 67
29. Ual' Söl'ring Brölep 70
30. Foderbâricht en Koskaart 73
31. Heliglön'er Daans 74
III. Histoorien.
32. Fosites Lön' 76
33. Köning Abel 77
34. Fan hooch Flören en fan di Pest 78
35. Ön'ergang fan Uar-Nuurdströn' 82
— VIII -
IV. Fortelings. Seite
36. Skep üp Strön' 84
37. Di Skorcler 85
38. Litj Pêr 86
39. Knüt Jerken 93
40. Hark Ulefs fan Aamrem 97
41. Di Wêsterlön'ing Eesel 100
42. Di Muasemböör Kü 101
43. Di Meler sön'er Sörig 102
44. „Hur skel ik da lien?-' sair Jaakob Kaspers .... 103
45. En gur Reer 105
4G. Kâren Knüt Taidis 107
47. Moiken Pider Oom 108
48. Ual" Mootji 111
49. Nis de Bombel 112
50. Jungen hual' Ting of 114
51. Uuv Jêns Loornseii 115
52. Kristjaan Japen 119
53. Üp en dénsk Kanuunbuat 1864 122
54. Di spleten Kum 125
55. Düntjis l'^6
Y. Üt dit ,.Pidersdai-Bok".
56. Üt di jest Aptoch 129
YL Forskelig Steken.
57. Ual' Söl'ring Spreekuurter 136
58. Ual' Reegeln aurt Weder 138
59. Söl'ring Fügeler l-^Ö
60. SölTing Plaanten l-ü
YIL Steken üp Riimen.
61. Ual' Söl'ring Riimen 144
62. Hen-k en Huan-k 145
63. Di Wun'er-Suar 149
64. Tiiv en Hün" 151
65. Gur Mensken 1^1
66. Frügi di 151
67. Somernaclit 152
68. Litj Faamen en di Ruusen 153
69. Stiiner bi Strön" 154
70. Hârefst-Leedji 155
71. En Injem 1^^
72. Jest Forsjuk 16Ö
73. Dial aur Is l^'Ö
74. Üüs Faader, diar dü best ön Hemel 162
75. Ditsalev üp en üder Wiis 1C2
I. Sprachlaute und Rechtschreibung der Sylter Mundart.
. § 1-
Durch die Sprache drückt der Mensch seine Gedanken aus. Wir pflegen hierbei Sätze, Worte, Silben und Laute zu unter- scheiden. Das Wort besteht aus einer oder aus mehreren Silbeu, z. B. Haus, Haus-tür, Haus-tür-schlüs-sel. Die Silbe besteht aus einem oder aus mehreren Lauten, z. B. A-bend. Die Laute werden gesprochen und gehört. Die Schriftzeichen für die Laute heiBen Buchstaben. Die Buchstaben werden geschrieben und gesehen.
Anmerkung. Die Sylter Mundart ist ein germanischer Dialekt. Zu den lebenden germanischen Sprachen gehören : 1) DasNordgermanische (Dänisch. Schwedisch, Norwegisch, Isländisch). 2) DasWestgermanische (Hochdeutsch, Niederdeutsch, Englisch-Friesisch). Die Sylter Mund- art gehört der letzten Gruppe an: ihre nächsten Verwandten sind die Dialekte der Inseln Helgoland, Föhr und Amrum; ihre weiteren Verwandten sind das Nordfriesische zwischen Tondern und Husum und auf den Halligen, die friesische Sprache von Wangeroog und des Saterlandes und in der niederländischen Provinz Friesland.
§ 2.
Die Laute sind entweder Selbstlaute (Vokale) oder Mitlaute (Konsonanten). Der erste Laut eines Wortes oder einer Silbe steht im Anlaut, der letzte im Auslaut, jeder andere im Inlaut; z. B. in dem Worte „Haus'' ist H Anlaut, au Inlaut, s Auslaut. Wenn ein Wort mit mehreren Mitlauten anfängt oder schHeBt, so braucht man die drei Ausdrücke auch wohl in weiterem Sinne; man kann also auch sagen, in dem Worte „Freund" ist Fr Anlaut, eu Inlaut und nd Auslaut.
.Söi'rüig Leesbok. l
— 2 —
§ ^' Die Selbstlaute sind entweder kurz oder lang. Die kurzen Selbstlaute der Sylter Mundart sind folgende :
a lautet wie das deutsche a in alt, Ball, Mann, Satz; z. B. al (all, auch: schon), Kat (Katze), da (da, dann).
e lautet wie das deutsche e in Bett, Fell, Nest; z. B. Em
(Biene), Lejj (Lippe), Sf7^e (Stroh). i lautet wie das deutsche i in ich, dicli, mich nach nord-
deutscher Aussprache ; z. B. Is (Eis), grip (greifen), hi (er). O lautet wie das deutsche o in Gott, Sonne, Zoll; z. B. om
(um), Holt (Holz), fo (bekommen, erhalten).
u lautet wie das deutsche ic in Buch, Tuch nach nord- deutscher Aussprache; z. B. îck (auch), kum (kommen).
Ö lautet wie das deutsche ö in HöUe, Töpfe, Wölfe; z. B. Ök (Stute), Röt (Wurzel), Uö (blau).
Ü lautet wie das deutsche ü in Bücher, Tücher nach nord- deutscher Aussprache; z. B. ÜI (Wolle), Hüs (Haus), Kü (Kuh).
Anmerkung 1. a, e, o und ö sind kurze offene Selhsllaute; î, u und û sind kurze geschlossene SelbsÜaute. *)
Anmerkung 2. Da die liier aufgefülirten Sell)stlaiite stets dieselbe Geltuiig haben, darf die Kürze des Selbstlauts nicht duroh Ver- doppelung des folgenden ^litlauts bezeichnet werden, wie es im Deutschen geschieht. Wir schreiben also z. B. Kat (Katze), aber auch Hater (Katzen), welches nach dem Gesagten niemals wie das deutsche Wort ^Kafer" gelesen werden kann.
In unbetonten Silben bezeichnet
e den Laut, wie er sich in deutschen Wörtern wie Gabe, Strafe, Sohle, Liebe hndet.
i fast denselben Laut, nur mehr dem i sich nähernd. Er kommt in deutschen Wörtern nicht vor, wohl aber lautet das y in englischen Wörtern wie cifi/, holy, glory ebenso.
*) Diese und die folgenden hursiv gesetzten Anmerkungeu sind für den unterrichtenden Lehrer bestimmt, der sich mit Phonetik beschäftigt hat. Sie bringen die Angaben, die sich in elementarer Weise nicht wohl darstellen lassen, in einer mehr wissenschaftlich p'äzisen Forin.
— B —
Beispiele: luki (selien), tö maakin (zu machen), sowie in den Vorsilben hi- (be-) und gi- (ge-).
er, el, en und em lauten wie in den deutschen Wörtern Schüler, Tafel, Boden, Atem; z. B. Skeper (SchifFer), Hemel (Himmel), Wüfen (Frauen), Dünem (Düne).
§ 4. Die langen Selbstlaute der Sylter Mundart werden durch Verdoppelung bezeichnet in folgenden Fällen:
aa bezeichnet den langen zwischen a und o schwebenden Laut, wie er auch im Plattdeutschen , z. B. in Water (Wasser) und im EngHschen, z. B. in fall (fallen) vor- kommt. Beispiele: Aamer (Eimer), Faamen (Mädchen), ik liaa (ich habe).
ee lautet wie das deutsche e in See, Schnee, Ehre; z. B. Eeks (Axt, Beil), Weel (Rad), See (See).
ii lautet wie das deutsche i in Bibel, viel, ihm; z. B. iit (essen), hiir (hören), sii (sagen, auch: nähen).
00 hiutet wie das deutsche o in Ofen, Moor, Ohr; z. B. Oom (Oheim), Rook (Rauch), Toom (Tau, Seil).
UU lautet wie das deutsche u in Blume, Schule, Huhn; z. B. Uîirt (Wort), Quiis (Gans), truii (treu).
ÖÖ lautet wie das deutsche ö in Ofen, böse, Höhle ; z. B. Oörd (Erde), Höös (Strumpf), Klööwer (Klee).
Üü hautet wie das deutsche ü in Übel, Schüler, Tür; z. B. ilüs (uns), Düür (Tür), friiils (frieren).
Anmerkung. Die in diesem Paragraphcn hisher behandelten Laute sind lange geschlossene SelbsÜaute bis auf aa, welches langes offenes o ist und den beiden folgenden Lauten entsprechend streng genommen durch "ö be- zeichnet merden müsste.
Lange Selbstlaute sind ferner:
ä lautet wie das dänische a in Qade (StraBe), tale (sprechen) ;
z. B. äp (auf, hinauf), käm (kam).
ë lautet wie das ä in Bär, Ahre, zählen; z. B. Dël (Tal),
Wëst (West), Nêst (Nest). Die neuerdings sich geltend
machende Aussprache wie ee ist nicht zu empfehlen.
Anmerkung. H und "ë sind lange offene Selbstlaute.
1*
— 4 —
§5. Die Zwielaute (Diplitlionge) der Sylter Mundart sind folgende :
ai lautet wie das deutsclie ai in Mai, Kaiser oder was das- selbe ist, wie das deutsche ei in Beil, Keise; z. B. ain
(eigen), Spail (Spiegel), Dai (Tag). — (Der in andem nord- friesischen Dialekten vorkommende Diphthong ei [= ät] ist der Sylter Mundart fremd.)
au lautet wie das deutsche aic in Faust, Rauch, Mauer; z. B. rtwr (über), gau (schnell), Praust (Propst).
oi lautet wie das deutsche eu in Freude, Eule oder was dasselbe ist, wie das äu in Säule, Räuber; z. B. Floit (Flöte).
ia ist Verbindung von kurzem i und a, z. B. Tial (Sage, Er- zählung), dial (nieder, herunter).
ua ist Verbindung von kurzem it und a, z. B. TJasten (Osten), Buat (Boot), luas (los).
ui ist Verbindung von kurzem u und /, z. B. Kui (Koje).
OOi ist im Gegensatz zu den vorausgegangenen Zwielauten, die
als Kurz-Diphthonge bezeichnet werden könuen, Lang-
diphthong. Er kommt vor in dem Eigennamen Booi.
Anmerkung. ia Verhindung von kurzem offenen i und kurzem offenen a; der Âkzent liegt auf dem i, ua Verbindung von kurzem offenen u und kurzem offenen a; der Akzent liegt auf dem u.
§ 6. Die Sylter Mundart hat einen Dreilaut (Triphthong) , nämlich uai; der Ton liegt auf dem a. Beispiele: spuai (wahr- sagen), fluai (das Fell abziehen).
§ 7. r im Anlaut vor Selbstlauten und in den Lautverbindungen hr, dr, Jr, gr, kr, pr^ str und tr lautet wie deutsches r, z. B. Ram (Widder), Brest (Brust), Droom (Traum), frii (frei), gre (grau), Krüts (Kreuz), Pris (Preis), Striils (Streu), Ti'ap (Treppe). Im Inlaut zwischen zwei Selbst- lauten khngt es ebenfalls wie im Deutschen, z. B. hurüt
— 5 —
(woraiis). Im Inlaiit nach kurzem Selbstlaut wird das
r etwas kräftiger artikuliert als im Deutschen, z. B.
Wark (Schmerz), Wirl (Wirbel), skarp (scharf). Im
Auslaut hinter Selbstlauten verHert das r wie im
Deutschen das Zittergeräusch, z. B. Düür (Tür), Imr
(wo); dagegeh in „hur es er?" hat das r in hitr wieder
den vollen Lautwert, w^eil ein Selbstlaut darauf folgt,
Im Auslaut hinter den Selbstlauten ia und ua schwindet
das r fast ganz ; cliar (da) lautet fast wie diäy fuar (für
und vor) lautet fast wie fuä.
Anmerkung. Das r des Sylter Dialekts ist, wo es seinen vollen Lautwert hat, stets stimmhaftes alveolares, gerolltes, sog. Zungenspitzen-r ; uvulares r ist dem Sylter Dialekt fremd.
I lautet wie das deutsche 1 in Lied, holen, viel; z. B. Lait (BHtz), Daaler (Taler), fuid (viel).
r Dieser Laut kommt im Deutschen nicht vor und ist in der Keitumer Mundart so gut wie ausgestorben; aber in den übrigen Dörfern ist er, wenigstens bei älteren Leuten, noch einigermaBen erhalten. Es wäre sehr zu wünschen, daB dieser VerHist zurückerobert würde. Der Laut unterscheidet sich von dem vorhergehenden dadurch, daB das l eben oberhalb der obern Zahnreihe lautiert wird, während die Zunge beim V entweder ganz unten an der obern Zahnreihe oder ein wenig vorgeschoben zwischen Ober- und Unterzähnen Hegt. Durch diese verschiedene Aussprache wurden und werden Wörter unterschieden wie Hol (Loch) und hoV (gern), Jil (Aal) und JiV (Geld). Die Wörter mit V hatten in alter Zeit noch ein d im Auslaut, welches jetzt aber abgefaHen ist.
m lautet wie das deutsche m in Mann, Dame, Baum; z. B. Meet (Fleisch), Faamen (Mädchen), Boom (Baum).
n lautet wie das deutsche n in Name, Fahne, Stein; z. B. Naiher (Nachbar), dänen (diese, diejenigen), naan (nein).
n* Der Laut kommt im Deutschen nicht vor. Von ihm gilt dasselbe, was beim V gesagt ist. Den Unterschied zwischen n und n* zeigen Wörter wie jen (eins) und Jen' (Ende), Sen (Sonne, auch: Sinn) und Se^i' (Sünde)
— 6 —
Anmerkung. l ist alveolare (supradeniale), V postdentale, resp. interdentdle Liquida; m ist hilahialer Nasal; n ist alveolarer, n' postdentaler, resp^ interdentaler Nasal. Uber palatalisiertes l und n, sowie übcr den velaren Nasal siehe Ij, nj und ng (§ 10).
§8. f und w lauten im allgemeinen wie im Deutschen „für" uncl „war", z. B. Fiit (FuB), Fesk (Fisch); Wai (Weg), Weeter (Wasser); of (ab), stüf (steif). Doch wird beim f der Ausatmungsstrom etwas schwächer hervorgestoBen als im Deutschen. Im Auslaut nach langem Selbstlaut entsteht dann ein Laut, der zwischen f und w Hegt, den wir mit v bezeichnen wollen, und der vor unbetontem Selbstlaut in w übergeht, z. B. Breet—Breeiuer (Brief, Briefe), Graav (Graben), Graaiuer; ebenso bei zwei- silbigen Wörtern mit langer Silbe, z. B. Kitalev (Kalb), Kualewer ; Korev (Korb). Koreiver. Im Auslaut nach kurzem Selbstlaut bleibt f in einsilbigen Wörtern ge- wahrt, z. B. of (ab), Lf (Leib), namentlich vor st und t, z. B. dü skrefst, hi shreft (du schreibst, er schreibt). Wenn aber im Auslaut f steht nach kurzem Selbstlaut, so tritt in den zugehörigen Formen mit langem Selbst- laut im Inlaut ebenfalls w ein, z. B. Z>2?/(Messer), Kniiiver.
S Im Deutschen gibt es zwei S-Laute. In W^örtern wie Sonne, lesen ist das s stimmhaft (weiches s), in W^örtern wie Haus, Eis, Glas lautet es wie das B in StrauB, FleiB, SpaB und ist stimmk)S (hartes s). In der Sylter Mundart ist das s fast iramer stimmlos, was namentlich für den Wortanlaut zu beachten ist, z. B. Sen (Sonne), Sail (Segel), Siip (Seife). Stimmhaftes s ist auch im Inlaut zwischen Selbstlauten sehen und wird dann in den Lesestoffen durch f bezeichnet, z. B. düüfent.
d Der Laut kommt im Hochdeutschen nicht vor, wohl aber steht er dem stimmhaften enghschen fli in Wörteru wie brother (Bruder), lueather (Wetter) sehr nahe, z. B. Bröder (Bruder), Weder (Wetter), Klitader (Kleider), üders (anders). Der Laut ist im Aussterben begriffen
und stelit niir nocli im Inlaut. Im Auslaut ist er, wie älteres d in einen r-Laut oline Zittergeräuscli über- gegangen. Dadurcli sind Wörter wie Hiict (Heide) und Hiir (Haar), die vor 60 Jahren noch scharf unterschieden wurden, gegenwärtig — mindestens in Keitum — so gut wie gleichlautend geworden, was zu bedauern ist.
j hat denselben Laut wie im Deutschen, z. B. Jaar (Jahr),
Jö'öl (Weihnachten), jüster (gestern), JöV (Feuer).
Anmerkung. f ist stimmloser , w stimmhafter lahiodentaler Spirant; f und V unterscheideyi sich als Fortis und Lenis. s ist stimmloser, f stimmhafter dentaler Spirant; d wird von eiîiigen als postdentaler , von andern als interdentaler Sjnrant gesprochen.
§9. p, t uud k lauten im Anlaut wie im Deutschen; doch dürfen sie nicht mit so starkem Nachhauch gesprochen werden, w^ie es in Norddeutschland im allgemeinen übHch ist. Beispiele: Pai (Unterrock), Puask (Ostern); Tön^er (Donner), Tal (Zahl); Kai (Schlüssel), kuul (kalt).
b, d und g werden mjt schwächerem Stimmton gesprochen als im Deutschen. Beispiele : Böter (Butter), Beri (Gerste) ; Dai (Tag), diip (tief); GuV (Gold), Qlës (Glas).
Anmerkung 1. Seit Anfang des vorigen Jahrhunderts ist auslautendes uncl teilweise aucli inlautendes d und d, zunächst wohl in Keitum, in einen r-Laut übergegangen. Dieser Übergang ist jetzt in allen Dorfern sogut wie vollendet. Wo Jap P. Hansen also noch gud (gut), duad {ioi), é?*Örfrf/ (brüten) schreiben konnte, muô jetzt ^wr, duar, hvöri geschrieben werden.
Anmerkung 2. p, f und k, die sogenannten Tenues, sind die stim?nlosen, b, d und g, die sogenatinten Medien, sind die stimmhaften Verschlusslaute. Da die Tenues im Inlaut ohne Aspiration gesprochen rverden, und die Medien nur schwachen Stimmton haben, so ist es im Inlaut zwischen Vokalen, von denen der erste lang ist, oft schwer zu entscheiden, welcher Laut geschriehen werden soll, îuunentlich ob t oder d.
Anmerkung 3. Der stimmhafte velare Verschlusslaut g ist in den Lese- stoffen von der stimmhaften velaren Spirans dadurch unterschieden, dass die Spirans (tiach Siebs Vorgange) ohen offen ist (g).
§ 10. W^ährend für die bisher behandelten Mitlaute der Sylter Mundart der Grundsatz festgehalten ist, daB für jeden ein-
heitlichen Laut nur ein Schriftzeichen gilt, sind für die
folgenden, ebenfalls einh eitlichen Laute im Interesse der
leichteren Lesbarkeit zusammengesetzte Schriftzeichen an- gewandt.
ch lautet wie im Deutschen Dach, Licht; z. B. clach (doch), noch (genug); lecht (leicht), rüch (rauh).
ng lautet wie im Deutschen Engel und im Auslaut wie im Enghschen king (König), im Auslaut niemals wie nk im deutschen Trank; ng steht in Wörtern wie Finger . (Finger), Ding (Ding) ; nk wie im Deutschen lautend in in Wörtern wie drink (trinken), kraank (krank). Wo gewöhnliches (alveolares) n mit nachfolgendem k zu sprechen ist. sind n und k durch einen Bindestrich getrennt, z. B. Ten-k (Tönnchen), Hen-k (Hühnchen).
nj steht in Wörtern wie Frinj (Freund). finj (finden), Winj (Wind), also stets nach dem Selbstlaut i und kommt im Anlaut nicht vor.
Ij steht in W^örtern wie Ljung (Heidekraut), dil Ijuchst (du lügst), di Wiljen (die Wilden), Sküj (Schuld), milj (mild).
SJ entspricht dem Laute des hochdeutschen sch in Schiff, Tisch einigermaBen; nur sind die Lippen bei der Aus- sprache weniger vorgestülpt; der Laut kommt dem eng- Hschen sh in ship (Schitf) ziemlich nahe, Beispiele: Sjij) (Schaf), Sjürt (Hemd), sjung (singen).
tj kommt vor in Wörtern wie litjem (leise), j^^'ötji (predigen),
Pötj (Töpfchen).
Anmerkung. ch ist wie im Deuischen velarer Spirant nach velaren, pala- taler Spirant nach palatalen Vokalen; doch darf der zneite Laut niemals als enveichfcr, dem sch sich nähcrnder Spirant gesprochen werden. — ng ist wie im Deutschen velarer Nasal. Die folgenden Laute sind palatale n, l, s und f und mûssten als einheitliche Laute, etwa n , l' , S und t' ge- schrieben werden. Diese Laute, namentlich n', l' und t' machen der deutschen Zungc fast unüberwindliche Schwicrigkeit, während Polen, Spanier und Italiener chts n' und l' leicht aussprechen.
9 —
11. Zur Grammatik.
§ 11.
Das Geschlechtswort (der Artikel) ist eDtweder be- stimmt oder uiibestimmt. Das bestimmte Geschlechts- wort LeiBt in der Sylter Mimdart fürs männliche und weib- 1 i ch e G e s ch 1 e ch t di, fürs s ä ch 1 i ch e dit. In der M e h r z a h 1 lautet es immer di. Das uubestimmte Geschlechtswort heiôt en.
§ 12. Das Hauptwort (Substantiv) gibt die Namen der Dinge an. Es wird wie im Deutschen mit einem groBen Anfangs- buchstaben geschrieben und ist äuiDerlich daraa zu erkennen, 'daB man ein Geschlechtswort davor setzen kann, z. B. :
1) bestimmt. Einzahl (Singular).
di Man di Wüf dit Bok.
Mehrzahl (Plural). di Maaner di Wüfen di Boker.
2) unbestimmt. en Man en Wüf en Bok.
Die Mehrzahl des Hauptworts wird aus der Einzahl ge- bildet:
1) durch Anfügung von er, z. B. : Bok — Boker (Bücher),
Dik—Diker (Deiche), Kat—Kater (Katzen), Ring—Rïnger (Ringe), Stiin—Stiiner (Steine);
2) durch Anfügung von m, z. B.: Bai — Baien (Beeren),
Düür—Düüren (Türen), Olës—Glêfen (Gläser), Mensk— Mensken (Menschen), Ooy—Oogen (Augen).
— 10 —
3) durcli Anfügung von s und zwar
a. an Wörter, welche die Bildungsilbe er baben, z. B.: Bciker-Bakers (Bäcker), Skrnader-Skruacters (Schnei- der), Süters (Schuster); dagegen: Faactern (Väter), Bröäern (Brüder), Sestern (Schwestern), SkoVern (Schultern) ;
b. an Verkleinerungswörter, wie Staatjis (Märchen), Leedjis (Liedchen); dagegen: Hitntjen (Händchen);
c. an Lehnwörter, z. B. Seerels (Zettel), lardapels (Kar- toffeln).
In der Einzahl und Mehrzahl gleichlautend sind: Biin (Bein und Beine; dagegen Biiner = Gräten), Fesk (Fisch und Fischej, Oris (Ferkel), Juyigen (Kind und Kinder), Lës (Fuder), Lüs (Laus und Läuse), Mils (Maus und Mäuse), Swin (Schwein und Schweine), Sji'p (Schaf und Schafe), Steewel (Stiefel), Ter (Zahn und Zähne), Jering (Hering), Wetling (Schellfisch), Qestling (1 — iV-ijähriges Schaf), Kärming {md.xiT\- hche Person), Wilfhaur (weibliche Person).
Kurzen Selbstlaut in der Einzahl, langen Selbstlaut in der Mehrzahl haben Wörter wie Man—Maaner (Männer), Skep—Skeepen (Schiffe), Fat—Faaten (Fässer, auch Schüsseln); mit Umlaut: Lot—Lööt (Lose), Hol—Hööler (Löcher) usw.
Doppelformen für die Mehrzahl finden sich iu Faamner und Faamnen (Mädchen), Diirter und Diirten (Tiere), TJurter und TJurten (Wörter, Worte), Lir und Liren (Leute).
Die Mehrzahl bilden unregelmäfîig : Dai (Tag) — Daagen und Daar (Tage), Fut—Fet (FüBe), Guus—Gös (Gänse), Kü — Kin (Kühe); SkocJi — Skunr (Schuhe), Plocli — Plunger (Pflüge), Hüs—Hüilfing und Hüilf'inger (Häuser).
Eine Deklination der Hauptwörter gibt es in der Sylter Muudart nicht mehr. Der erste, dritte und vierte Fall sind gleichlautend. Ein s als Zeichen des zweiten Falles findet sich nur noch bei Eigennamen, z. B. : Picters Hiis (Peters Haus), Inkens Lön' (Inkens Land); ferner in der Wendung it Kaikens etc. (bei Kaiken etc.) und endhch in Zusammensetzungen wie Aarberstir (Arbeitszeit), Brölepsdai (Hochzeitstag), Hemeîswecter (,,Himmelswetter'' = schwerer Seesturm) etc.
— 11 —
§13. Das Eigenschaftswort (Adjektiv) gibt die EigeDscliafteu der Dinge an, z. B.: gurt, jung, rik.
Die Eigenschaftswörter können gesteigert (kompariert) werden, z. B. :
Positiv. Komparativ. Superlativ.
giirt (groB) gurter gurtst,
, jung (jung) junger jungst,
rik (reich) riker rikst; —
lüng (lang) lënger léngst,
uaV (alt) iaVer iaVst.
UnregelmäBige Steigerung haben: gur (gut) heeter hêst,
fuul (viel) muar ■ miist,
litjet (wenig) men^er menst.
fiir (weit) hat im Komparativ neben der regehnäBigen Form fiirer noch das unregelmäJBige Jörter.
Der nordfriesischen Mundart eigentümhch sind die Stei- gerungen mit muar (mehr), welches im Komparativ angehängt 'wird. Werden die Wörter achter (hinten), fuar (vorn), Ö7î'er (unten), hooiven (oben), nai (nahe), fiir (fern, weit), hüten (aufien), henen (binnen) , sowie die Himmelsrichtungen siUter (südhch), nuurder (nördhch), uaster (östlich), luéster (westhch) als Eigenschaftswörter gebraucht, so lauten die Komparative achtermuar (von zwei Dingen das weiter nach hinten befind- liche), Ön'ermiiar, fuarermuar^ hoowermuar, naiermuar usw., z. B. Dit südermuar Hils (von zwei Häusern das südhchere).
§14.
Das Zahlwort (Numeral^e) gibt die Anzahl von Dingen oder überhaupt Zahlverhältnisse bestimmt oder unbestimmt an. Es gibt
I. bestimmte Zahlwörter und zwar:
1) Grundzahlen. Sie antworten auf die Fragen hur-
fuul oder hurmaning? (wie viele?): jen, tau, trii,
fjuur, fif, soks, soowen, aacht, niigen, tiin, elev, ttve-
lev, trötain, fjuurtain, fi^ftain, sokstain, soowentain,
— 12 —
achtain, niigentain , ticimtig , dörtîg, fiartig usw. wie im Plattdeiitsclien bis 100 (Imi'ert) und 1000 . {dilüpent).
Für zwei zusammengehörige Gegenstände sagt man statt tau auch wohl Mir oder hiiring (beide), z. B. hiir (Iniring) Hun'en (beide Hände).
2) Ordnungszahlen. Sie antworten auf die Frage di
hur- fuulst? (der wievielte?): di jest, di taust (di îlderj, di irër, di fjaart, di fi/st usw. durch Anfügung von st an die Grundzahl.
3) Wiederholungszahlen. Sie antworten auf die Frage
hur aaft? (wie oft?) und werden mit -lop oder -rtKÄ gebildet, z. B. jenlop (jenmol), taulop (taumol), dehelt (doppelt), triilo]) (triimol) usw.
4) Bruchzahlen, V2 en (seltener jen) hualev, V3 ^^
(jen) dritel oder en trër part, ^'4 en firtel oder en
fjaart part oder en kivart usw., durch Anfügung von
-tel an die Grundzahl. l'/^ heiBt jen eii en hualev
oder üderhîcalev , 2V2 heÜDt tau en en hualev oder
trërhualev.
II. Unbestimmte Zahlwörter: som, somen, hok, hoken
(einige), niin (keine), Juid (viel), maning (manche), a7'k,
arkjen (jeder), luat (etwas), noch, nöögen (genug), nönt
(nichts) usw. Die unbestimmten Zahlwörter bilden keine
streng geschiedene Wortklasse; sie können ebensogut
als Eigenschaftswörter oder unbestimmte Fürwörter be-
zeichnet werden.
§ 15. Das Fürwort (Pronomen) bezeichnet einen Gegenstand (Person oder Sache) nicht mit seinem wirkHchen Namen, son- dern nur andeutungsweise.
1) Das persönliche Fürwort.
l.Person 2. Person 3. Person
Einzahl 1. Fall: ik dü hi jii hat
(Singular) 2. „ — — — — —
3. „ mi di höm höör höm
4. „ mi di höm höör höm
— IB —
|
1. |
Person |
2. |
Person |
3. Person |
||
|
Zweizalil |
1. |
Fall: |
ivat |
at |
jat |
|
|
(Dual) |
2. |
» |
— |
— |
||
|
3. |
» |
unJc |
jiink |
jam |
||
|
4. |
55 |
iink |
jîtnk |
jam |
||
|
Mehrzahl |
1. |
Fall: |
ivü |
i |
ja |
|
|
(Pliiral) |
2. |
V |
— |
— |
||
|
3. |
V |
üüs |
juic |
jam |
||
|
4. |
51 |
üüs |
jliU |
jam |
Als höfliches Anredewort, insbesondere gegen alte Leute, gilt I, welches dem deutschen „Ihr" (= Sie) entspricht.
Steht das persönHche Fürwort unbetont hinter dem Zeitwort undwird es demselben angehängt, so verwandelt sich ik in -/f, z. B. Dit ken-k ek (Das kann ich nicht). hi in er oder -r, z. B. Käm-r? (Kam er?) jü in -s, z. B. Käm-s? (Kam sieV) hat in et oder -t, z. B. Sa kiimt et üt (So kommt es aus).
Sa käm-t üt (So kam es aus). höm in en bezw. et, z. B. Heest en sen — heest et sen? ja in -5, z. B. Käm-s? (Kamen sie?) 2vat, at, jat'ivü und ? bleiben in diesem Falle unverändert,
also: Dit ken ivat ek usw., dü aber fällt ganz weg,
z. B. Kämst da? (Kamst du denn?)
Soll indes das persönHche Fürwort besonders hervor- gehobeo werden, so treten auch hinter dem Zeitwort die voHen Formen auf, z. B. Kämst dü? (Kamst du?), Käm hi? (Kam er?). Ein dem ungeschlechtigen deutschen Fürwort dritter Person „sich" entsprechendes Wort gibt es in der Sylter Mundart nicht. Formen wie hi früyet sik sind dem Platt- deutschen ungeschickt nachgebildet ; es heiBt: hi Jrüyet höm, jü früyet höör, hat früyet höm, ja früyi jam.
Zur Verstärkung des Fürworts wird salev (selbst) ge- braucht, z. B. Arkjen es höm-salev di Naist. (Jeder ist sich selbst der Nächste). — Das wechselbezügHche (reziproke) „einander" lautet arküder , z. B. Jat strir me arküder (die beiden streiten miteinander). Jat slaa töhoj) heiBt: Die beiden prügeln sich.
- 14 —
2) Das besitzanzeigeiide Fürwort.
1. Person 2. Person 3. Person
Einzahl: mi7i din sin liöör sin
Zweizahl: iink junk —
Mehrzahl: üüs jitu jaar
Beispiele: Min Hun' (meine Hand), din Bok (dein Buch), sin {höör) Hüs (sein, ihr Haus); nnk Seen (unser heider Sohn), junk Daachter*) (euer beider Tochter); üils Faader (unser Vater), juu Lön' (euer Land), jaar Jungen (ihre Kinder).
Als Höfli chkeitsform wird statt din die Mehrzahls- form Juu gebraucht; Juu Hun (Eure = Ihre Hand).
Stehen die besitzanzeigenden Fürwörter ohne folgendes Hauptwort, so wird in der Mehrzahl -en angehängt, z. B. Sen dit din Boker? (Sind das deine Bücher?) Jaa^ hat sen yninen (Ja, es sind meine [die meinigen]).
3) Das hiiiweisende Fürwort.
Einzahl: Mehrzahl:
di, dit (dieser, e, dieses) di (diese)
des^ det des
Die Formen des und det sind nachdrückhcher als di und dit.
Die Formen werden häufig erweitert durch jir (hier) und
diar (da, dort) also:
dijirem ditjirem dijirem \ ,. /i • \ ^
,' .. , ;.. / .. ( dieser (hier) etc.
desjirem detjirem aesjirem J
didiarem ditdiarem didiarem jener (da) etc.
disalev ditsalev disalewen derselbe etc.
— — dânen diese, diejenigen.
Anmerkung. Die Mehrzahlsform disaleiven wird nur allein- stehend gebraucht, z. B. Dit sen disalewen (das sind die- selben) ; dagegen : Dit sen disalev Boker (das sind dieselben Bücher).
sok (solcher, e, es), z. B. sok Snak (solches Gerede), sok Liren (solche Leute).
*) Die alten Formen Seen und Daachter sind jetzt duvch /)rd/î^(Rnahe) und Faamen (Mädchen) leider verdrängt.
- 15 —
sa-jen (solcli ein) oder, weim ein Hauptwort folgt, sa-n^ z. B. sa-n Mensk (solch ein Mensch).
4) Das fragende Fürwort.
holccn (wer?), ivat (was? verstärkt: wat fiiar ivat?) z. B. Hoken es dit? (Wer ist das?) Wat wet dü? (Was willst du?)
wat fuar jen und verkürzt, wenn ein Hauptwort folgt, ivat fuar-n entspricht sowohl dem deutschen ^welcher" (e, es), als auch dem deutschen „was für ein", z. B. Wat fnar-n Skep es strön^icht?
Der zweite Fall von hoken und ivat fnar-n heiBt huns^ z. B. Hiins Bok es dit? (Wessen Buch ist das?)
iveder (welcher von beiden?), z. B. Weder es di iaVer? (Welcher von beiden ist der ältere?) Weder fan junk es di iaVer? (Wer von euch beiden ist der ältere?) oder in älterer Form: Weder jiinker es di iaVer?
5) Das rückbezügiiche Fürwort.
Die Sylter Mundart hat nur zwei rückbezügHche Fürwörter, nämHch diar (der, die, das; welcher, -e, -s) und wat (was, welches). Beispiele: Di Man, diar diar staant, heer-t sair. (Der Mann, der dort steht, hats gesagt.) Dit Hils, wat of- 'hreeken wiar. es nü weder âpbecht. (Das Haus, welches ab- gebrochen war, ist jetzt wieder aufgebaut). Sii ek ales, ivat dil tënkst/ (Sage nicht alles, was du denkst!)
6) Das unbestimmte Fürwort.
Dahin gehören: em (man), hoken (jemand), nemeyi (nie- niand), arkjen (jedermann), eder (jeder von beiden), nochiveder (keiner von beiden). Vergl. übrigens § 14 am Schlusse!
§ 16. \ Das Zeitwort (VerbumJ gibt an, was von oder an den Dingen geschieht.
1) Nach ihrer Bedeutung teilt man sie ein in
a. selbständige Zeitwörter, z. B. Di Klok slair (die Uhr schlägt);
— 16 —
b. in Hilfszeitwörter, z. B. Di Klok heet* slain. Di Klok wel daalkens slaa. Di Klok es âptain. Di Klok uur äptain. (Die Uhr hat geschlagen, wird gleich schlagen, ist aufgezogen, wird aufge- zogen).
2) Die selbständigen Zeitwörter sind entweder persön-
liche, die in allen drei Personen gebraucht werden (z. B. Ik skriiv, dii skrefst, Jii skreft u. s. w.) oder un- persönliche, die nur in der dritten Person niit dem unbestimmten hat (es) angewandt werden können, z. B. hat rintj (es regnet).
3) Die persönlichen Zeitwörter zerfallen in
a. subjektive, die entweder einen Zustand ausdrücken,
z. B. Di Drêng slëpt (Der Knabe schläft) oder eine Tätigkeit, die auf das Subjekt eingeschränkt bleibt, z. B. Ik kîtm (ich komme), dü lapst (du läufst).
b. objektive, die eine Tätigkeit bezeichnen, welche vom
Subjekt ausgehend sich auf einen andern Gegenstand bezieht, z. B. tjüs Faader (Subjekt), skreft (Prädikat), en Breev (Objekt).
4) Diejenigen objektiven Zeitwörter, welche im Deutschea
den vierten Fall regieren, heifien transitive Zeitwörter; alle übrigen sind intransitive. Die transitiven Zeit- wörter können sowohl in der Tätigkeitsform (im Aktiv) als auch in der Leideform (im Passiv) gebraucht werden, z. B. Di Man bitaalet dit JiV (Der Mann be- zahlt das Geld). Dit JiV uiir bitaalet (Das Geld wird bezahlt). .
5) EineMittelgattung zwischen den objektiven und subjektiven
Zeitwörtern bilden die rückbezüglichen (reflexiven), z. B. Ik frilyi mi, dii ivun^erst di, hi skaamet Jiöm.
Wird ein Zeitwort schlechthin genannt, ohne daB die Tätigkeit einer Person oder Sache beigelegt wird, so steht es in der Nennform (im Infinitiv), z. B. helfen, schreiben. Während die deutsche Nennform immer die Endung -en (-n) hat, hat die Svlter Mundart dereu zwei, z.B.
— 17 —
1) lielp (helfen), tö helpen (zu helfen);
2) maaki (machen), tö maakin (zu machen).
Beispiele: Ik wel di help (ich will dir helfen). Ik
kîim om di tö helpen (ich komme um dir zu helfen).
Dit ken ik ek maaki (das kann ich nicht machen). Dit
es ek tö maakin (das ist nicht zu machen).
Jedes Zeitwort hat zwei Mittelformen oder Partizipien,
z. B.
Nennform. 1. Mittelform. 2. Mittelform.
schreiben schreibend geschrieben.
fragen fragend gefragt.
In der Sylter Mundart komrat die erste Mittelform höchst selten zur Anwendung und erhält dann die Endung -en, z. B. köökeyi Weeter (kochendes Wasser), glemen Köölen (ghmmende Kohlen).
§ 17.
Ein Zeitwort konjugieren heiBt es abändern. Durch die Konjugation kommen folgende Beziehungen zum Ausdruck:
1) Die Person, z. B. ik lees, dü last, hi last usw.
2) Die Zahl, z. B. ik lees, ivat lees, wü lees usw.
3) Die Zeit. Es gibt drei Zeiten: Gegenwart, Ver-
gangenheit und Zukunft. In jeder der 3 Zeiten kann die Handlung als dauernd und als vollendet aufgefaBt werden.
Gegenwart. Vergangenheit. Zukunft.
dauernd: ich schreibe. ich schrieb. ich werde schreiben.
(Präsens) (Imperfekt) (Futur I)
vollendet: ich habe ich hatte ich werde
geschrieben. geschrieben. geschrieben haben.
(Perfekt) (Plusquamperfekt) (Futur II)
4) .Die Redeweise. Sie ist im Deutschen entweder be-
stimmt (Indikativ), unbestimmt (Konjunktiv) oder befehlend (Imperativ). In der Sylter Mundart werden der Indikativ und der Konjunktiv nicht durch besondere Formen unterschieden. Die Befehlsform ist für Ein- zahl und Mehrzahl gleich, z. B. gung! (geh! geht!)
Söl'ring Leesbok. 2
— 18 -
5) Das Geschleclit des Zeitworts erscheint als Tätigkeits- form (Aktiv) oder Leideform (Passiv), z. B. En Tiiv sticdt. Dit JiV uur stëlen. (Eiu Dieb stiehlt. Das Geld wird gestohlen.)
Die Stammformen bei der Konjugation sind Präsens,
Imperfekt und zweites Partizip; aus ihuen werden in
Verbindung mit den Hilfszeitwörtern alle übrigen Formen ge-
bildet.
Präsens. Imperfekt. 2. Partizip.
1) helfe half geholfen schreibe schrieb geschrieben wasche wusch gewaschen.
2) lobe lobte gelobt frage fragte gefragt.
Die unter 1) aufgefiihrten Zeitwörter, welche in den Stamm- formen den Selbstlaut verändern (den Ablaut haben), heifien starkeZeitwörter; die unter 2) aufgeführten sind schwache Zeitwörter.
Starke Zeitwörter der Sylter Mundart sind z. B. I. liélp (lielpst, helpt), holp, holpen — iven^ iviian, wonen — hren^ hritan, hronen — spen^ spuan, spjonen — hinj (henst, he7ît), huan\ hün'en. grinj (grenst, grent), gruan\ grün'en — sjung, soong, süngeii. — 7iem, noom, yio- men; — iiv (jefst, jeft). jaav, iiwen — set, seet, seeten.
II. grip {grepst, g^'ept), ff^'^&P, grepen — hit (hetst, het), heet, heten — skriiv (skrefst^ shreft), skreev, skrei^en — driiv^ dreev, drewen.
III. sjit (sjetst, sjet), skuat, skööten — früüs (friist, friist),
fruas, fröösen — sküäv (skofst, skoft), skoov, skööwen — forlees (forlast), forlos, forleesen — löög (IJuclist, Ijucht), loog, lö'ögen.
IV. greev (grafst, graft), grof, greewen — slaa (slaist, slair),
sloch, slain — drai (draist, drait), droch, drain. V. faal (falst,falt),fel,felen, — hucd\ höV, höVe^i — jit (jist, jit), jit, jiten — laap (lapst, lapt), löp, löpen, — röp (rêpst, répt) rööp, rööpen — sliip (slêpst, slëpt), slöp, slöpen. VI. hring, hraacht, hraacht — tënk, taacht, taacht.
— 19 —
VII. dö (dëst, dër), dör, dön — stiiun (staanst, staant), st('m\ stön'en — St^i'^ig (gairst, gair), gi'^^g, gingen — sen (hest, es), wiar, ivesen.
VIII. ke7î (kenst, hen), auch: hjen (kjenst, kjen), kür, kür — dört (dörtst, dört), dört, dört — tört, tört, tiirt — skel (sket, skeï), skuV, skid^ — mai (maist, mai), maat, maat — mut (must, mut), maast, maast — weet (weest, weet), lüust, wust — döög (dochst, docht), doocht, doocht — îuel (îvet, wel), wiV, iviV.
Konjugations-Beispiele. Tätigkeitsform (Aktiv).
Starke Form. Schwache Fbrm.
Nennform: röp, tö röpen. fraagi, tö fraagin.
Präsens.
E i n z a h 1 : ik röp, dü répst, E i n z a h 1 : ik fragi, dü fraa- hi (jü, hat) rëpt. gest, (jü, hat) fraaget.
Zweizahl: ivat, at, jat röp. Zweizahl: wat, at, jatfraagi. Mehrzahl: ivü, i, ja röp. Mehrzahl: ivü, i, ja fraagi.
Imperfekt.
, E i n z a h 1 : Ik rööp, dü rööpst, E i n z a h 1 : Ikfraaget, düfraa-
hi (jü, hat) rööp. gest, hi (jü, hat) fraaget.
Zweizahl: Wat usw. rööp. Zweizahl: Wat usw. fraaget.
Mehrzahl: Wil usw. rööp. Mehrzahl: Wü usw. fraaget.
Perfekt.
Ik haa rööpen, dü heest röö- Ik haa fraaget, dü heest fraa-
pen, hi heer röpen. yet, hi heer fraaget.
Wat usw. haa rööpen. Wat usw. haa fraaget.
Plus quam p erf ekt .
Ik her rööpen, dü herst röö- Ik her fraaget, dü herst fraa-
pen, hi her rööpen. get, Jie her fraaget.
Wat usw. her rööpen. Wat usw. Jier fraaget.
Futur I.
Ik skel (oder weV) röp, dü sket Ik skel (oder iveï) fraagi, dil (oder ivet) röp, hi (jü, hat) sket (oder ivet) fraagi, hi (jü,
skel (oder ivel) röp usw. hat)skel(odQYivel)fraagii\s\w.
— âo —
Das Futur I wird in dieser Form sehr selten angewandt, z. B. Ik skd miaren noch weder kum (Ich werde morgen schon wieder kommen). GewöhnHch wird es durch das Präsens er- setzt, z. B. //.• kiim miaren weder (Ich komme morgen wieder = ich werde morgen wiederkommen). Das Futur II komrat als Zeitform überhaupt nicht zur Anwendung.
Leideform (Passiv).
Präsens.
Ik iiur rööpen^ dü imrst rööpen, Ik iiur fraafjet, dü uurst fraa- hi uur rööpen usw. yet usw.
Imperfekt.
Ik waar'rööpen, Ik waar fraayet.
Perfekt. Ik sen 7'ööpen imren. Ik sen fraayei louren.
Plusquamperfekt.
Ik wiar rööpen îiuren. Ik iviar fraayet uuren.
§ 18.
Das Umstandswort (Adverb) bestimmt ein Zeitwort ein Eigenschaftswort oder eiu anderes Umstandswort näher. Es gibt
1) Umstandswörter der Art und Weise. Sie stimmen der Form nach meistens mit den Eigenschaftswörtern überein, z. B. Die Schwalbe ist schnell (Eigenschaftswort); die Schwalbe fliegt schnell (Umstandswort). Sie antworten in der Sylter Mundart auf die Frage hurddiny? (wieV) Nur als Umstandswörter werden gebraucht : sa uud in verlängerter Form saddiny (so), aliksa (ebenso), biiiai (beinahe, fast), bluat (blolj), tcmrlk (ziemhch), knaj) (kaum), omtrpnt (ungefähr), meskcn (vielleiclit), hiil-md-al (ganz und gar), ivd (wohl), ives m seeker (gewiI3 uud sicher), (mtaii, ('msteken (entzwei, in Stücke), foriifs (vergebens, umsonst), saacht (leichtHch), me hmp (ghmpfhch), ünforwaants (unversehens), tökoop (feil), hoV (gern). — Hierher köuDen auch die Umstandswörter der Bejahung und Verneinung gerechnet werden, z. B. jaa (ja), 'naari (nein), ck (nicht).
— 21 —
2) Umstandswörter des Ortes auf die Frage hur? (woV) uud der Richtung auf die Fragen hiirjan? (woher?) und hiirhen? (wohin?), z. B. hiir (wo), jir (hier), diar (da, dort), bootvm, älter hop (oben), ön^er (unten), hüten (drauBen), henen (drinnen), achter, älter heeft (hinten), fiiar (vorn), aueral (über- all), näriyen (nirgends), ön'crwai (unterwegs), erên (im Hause), itiliis (zu hause), uan (im Wohnzimmer), fimrt oder troch (im Stalle oder in der Scheune), hitö (nebenher), hurön (worin), diarön (darin), diarüp, diar<Jn''er, diarmung (darauf, darunter, dazwischen); — hen (hin), jaart (her), äp (hinauf), äpfuar, omhooch (aufwärts, nach oben), dialfuar (nach unten), ofstair (vorwärts), töheek (zurück), tvech (weg), omhi (umher), fuarhi (vorbei, vorüber), hurhen (wohin), diarhen (dorthin), fuarüt (voraus), achterüt (hinter her) usw.
Anmerkung. diar verwandelt sich in er oder -r, wenn es unbetont hinter dem Zeitwort steht, z. B. Heest er luesen? (Bist du da gewesen?) Dagegen: Heest diar wesen? (Bist du dort [nicht irgend wo anders] gewesen?)
3) Umstandswörter der Zeit auf die Fragen wan? (wannV) und hurlung? (wie lange?), z. B. wan (wann), nü (nun,
jetzt), al (schon), da (dann), haV (bald), nais (soeben), eeder (früh), leet (spät), lung (lange ; lüng (lang = räumL Ausdeh- nung), daalkens (gleich), jens (einmal, einst), metjëns (sofort), aaft (oft), witlems (zuweilen), jilster (gestern), jerjüster (vor- gestern), deling (heute), miaren (morgen), aurmiaren (über- morgen), desjaaring (vorzeiten), miarlung (heute morgen), injung (heute abend), jaarlung (heuer, in diesem Jahre), hitits
.(beizeiten), jit (noch); — hurlung, salung (so lange), altert (immer) oVer (niemals, durchaus nicht).
4) Umstandswörter des Grundes auf die Fragen hurom? (warum), hurfuar? (weshalb?), z. B. diarom (darum), diarfuar (deshalb), diardöör (dadurch), diarme (damit) usw.
Gewisse Umstände können in verschiedenen Graden auf- treten ; daher sind die Umstandswörter zum Teil steigerungs- fähig. Zu beachten sind die folgenden unregelmäBigen For- men: wel (wphl), heeter, hëst\ — haV (bald) 'und eeder (früh), jer, jest\ — hoV (gern), leiver, lefst.
— 22 —
§19.
Das Verhältniswort (clie Präposition) gibt das Ver- hältnis an, in welchem ein Ding zu einem andern oder zu einer Tätigkeit steht.
Da die Sylter Mundart keine eigentliche DekHnation mehr besitzt, so können die Präpositionen auch keinen bestimmten Fall regieren. Wir führen sie deshalb alphabetisch auf. Es sind folgende: achter, iilter heeft (hinter), aur (über), aicrjuar (gegenüber), hen, henen (binnen, innerhalb), hi (bei), hoowen, iilter hop (oberhalb), hüt^ hiiten (auBer, auBerhalb), döör (durch), eecter (nach), fan (von), fuar (für, vor), it (bei, an, zu), langs (längs), me (mit), mesamt (samt), mitng (unter, zwischen), naist (nächst), om (um), ön (in), öVer (unter), önstair (anstatt), öntööyen (entgegen), sent (seit), sön'er (sonder, ohne), tö (zu, nach), tö'ögen (gegen), t'öögenaur ^egenüber), töwedern (zu- wdder), trinjom (ringsum), twesk, twesken (zwischen), üp (auf), ilt (aus), weegen (wegen).
Anmerkung 1. Bemerkenswert ist die käufige Verbiiiduiîg von Up (hinauf) mit den Verhältniswörtern, z. B. 7ip üp Stual (liinauf auf den Tisch), (ip ön'er Taak (Dach), âp fuar Aalter (Altqir), âp bi Wuch (Wand), usw.
Anmerkung 2. Verscbmelzuug des Geschleclitsworts dit mit der Prä- position ist häufig, z. B. önt Weeter (im oder ins Wasser), hit Hüs (beim Hause).
§ 20.
Das Bindewort (die Konjunktion) verbindet Sätze
oder Satzteile mit einander. Die Sylter Bindewörter sind:
1) anreihende: en (und), uk (auch), of (oder), diartö "(dazu), fuarhüten (auBerdem), saiuel — üs iik (sowohl als
auch), ek aliining — man uk (nicht allein, sondern auch); — jest, jestens, fuart jest (ersthch), taustens (zweitens), da (dann), eederst (nachher), flirer (ferner), töleest (zu- letzt, schheBlich);
2) entgegenstellende: man, selten mar (aber), dadi
(doch), fuulmuar (vielmehr), diartöögen (dagegeu), nocli-- weder — of (weder — noch), ek — man (nicht— sondern);
8) begründende: aur^ fuar (denn), aur dat^ om dat (weil) ;
'^
— 23 —
4) folgernde: diarom, diaraur (darum), diar/uar (des-
lialb), dat (daB) ;
5) ortsbestimmende: hur {wo), diar (da, dort), hurfan ^ (woher), hitrhen (wohin);
6) zeitbestimmende: ivan (wann, wenn), da (dann), üs
(als); wilt (während), sent (seit), jer (ehe), hijuar (bevor), sahaV (sobald);
7) artbestimmende: sa—üs (wie, sowie), alkils (sowie,
ebenso wie), üs ivan (als ob);
8) zweckbestimmende: dat (daB, damit);
9) bedingende: ikters (sonst), ivan (wenn, falls), tva7i
ikters (wenn sonst);
10) einräiimende: hurivél, älter hilivél (obwohl), likivél (gleichwohl), ivan uk (wenn auch).
§ 21. Empfîndungslaute (oder Interjektionen) der Sylter Mundart sind: Aa! (Verwunderung), uu! (Verwunderung, Furcht, Abscheu), %w/ïa / (sehr häufig gebraucht und verschie- dene Empfindungen ausdrückend), fui! (pfuü), stop! (halt) au! (Schmerz). — Zu erwähnen ist hier noch die Beteuerung hin Raawen!, die vielleicht mythologische Beziehung enthält.
§ 22. Die Betonung der Wörter ist in der Sylter Mundart die- selbe wie im Deutschen. Die Stammsilbe trägt den Haupt- ton ; unbetont sind namentlich die ein e oder i enthaltenen V^or- und Nachsilben (vergl. § 3 am Schlusse) , z. B. Faader (— u), Aapel (— u), Bislilt {^u —), forheeteri (u — u^), Giweeten (u — ^). In zusammengesetzten Wörtern hat das Bestimmungswort den Hauptton, das Grundwort den Nebenton, z. B. Muunskiin (-£- _»_), FlügenfaJiger {-l. ^ _v_ ^). In den ganz seltenen Fällen, wo Zweifel über die Betonung entstehen können, z. B. ob die Vorsilbe hi (be-) oder das Verhältniswort hi (bei) gemeint ist, die sich nur durch schwächern oder stärkern Ton unterschei- den, ist ein Akzentzeichen gesetzt, z. B. hidrai (betrügen), hîdrai (beitragen).
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Lön's Spraak en Wiis — Lön's lar!
(Uar Söl'ring Spreeknni'ter.)
Ales heer sin Tir. — Bech ek üp en Lek sön'er Skek! — Briik din Rocht, man sön'er Bocht! — Di Waarhair klingt üs en Klok. — Diar en fül Mür heer, mut en stark Rech haa. — Diar helpt iintökramin. di mut uk help oftöiiten. — Diar lapt eeder fangen Fesk, kumt tüs me lerii/ Desk. — Diar spütet ön di Kual, skel en salev ofiit. — Eeder dön Aarber es gur wiihn. — Eeder Riin fölicht Senskiin. — Em mut dit fül Weeter ek wechsmit, jer em wat riins weder heer. — Faatri jest fuar din ain Düür! — Forkoopi dit Fel ek, jer di Haas heest! — Frisk waaget es hualev wonen. — Gur Fuarbiskiir maaket niin Eederklap. — Hat skel en gur Snakster wiis, diar en'Swüchster formaistert. — larelkhair waaret lëngst. — Jen Fügel ön di Pon es beeter üs tiin ön di Locht. — Jen Nar kjen muar fraagi, üs tiin Wisen biswaari kjen. — Kramhng es uk Bruar. — Liir wat, da weest wat; aarberi en spaari, da heest wat. — Liktö es di naist Wai. — Maaki di Reekning eeder di Pung. — Mur en Aurlech nemt Mait üp Rech. — Niin Skep staant fuar en Klep. — Pochsters sen niin Fechters. — Sa di Aarber, sa di Luan. — Sët di Tiaring eecîer di Niaring. — Skaar maaket klook, man olter leet. — ük üt Tistler weet di Emen Höning tö haalin. — Ünrocht Gur kumt ek tö di trêr Arwing. — Wan di Kat üt es, laap di Müs aur StaaL — Wat dit Oog ek sjocht, dit dër dit Hart ek siir. —
Lewer duar üs Slaavî Rüm Hart, klaar Kimingî
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l. Uar Tialen.
1. Di Manigfual'.
Di Sörring Seelir fortelt ön iial'ing Tiren aaft jens fan en aur ali Maaten giirt Skep, wat-s di Manigfual' nëmt. Dit Skep wiar sa gurt, dat di Koptain altert tö Hingst üp Dek ombi-rir maast, om tö kumandiarin. Di Matroosen, diar üs jung Gaster ön di Taakelaasji äpklatert, kâm üs ual' Liren me gre Hiir en gre Biirt wecter dial. Di Bloken öu dit Toom- werk wiar sa gurt, dat-s üs Wiartshüüfing iinrocht wiar, hur di Matroosen iinging, om tö wiilin of om jam wat tö gur tö dön.
Jens stjüürt di Manigfuar üt di Spaans See*) iin ön di Engels Kanaal, man kür ek döörkum, om dat dit Faarweeter twesk Dover eu Calais**) olter smël wiar. Dach di Koptain wust Reer. Hi kumandiaret dit Skepsfulk aural en bifialt, dat-s di Bakbuurd-Sir fan dit Skep hiilendal me wit Siip iinsmöri skul'. Dit holp. Di Maniyfual' gleer lekelk döör en käm iin ön di Nuurd-See. Man di Bäriger bi Dover bihöl' fan di Tir of ön en wit Färev fan dit ofsküüret Siip en fan di Foom (Sküm).
En üderlop wiar dit Skep— Got weet üp watfuar-n Wiis- ön di Uast-See iinhipen. Man dit Weeter wiar diar olter flak, en di Manigfual' löp höm fast. Om wecîer flot tö uuren, maast di Sj^epshr jaar Balast mesamt di Eesken üt di Kumbüüs aur Buurd smit. Üt di Balast es dit dênsk Ailön' Bornhohn uuren en üt di Eesken dit htj Ailön" Christiansöe, wat-r techt bi Hit.
(Nach MüUenhoff S. 235.)
*) Die Spanische See = Der Golf von Biscaya. **) Eigennamen, für die es in der Sylter Mundart eine besondere Form nicht gibt, sind in der landesübUchen Orthographie geschrieben worden.
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2. Di truu Sester höör Lëcht.
Bi Strün* fan en Halicr uunet aliining ön eu litj Hüski en Faamen. Höör Faacîer en Mooter wiar al lung cluar, en höör Brö(ter wiar ütfan tö See. Jü söricht om höör Aal'ern en lëngt om di Bröder, dat-r wecîer tüs kum skul'. Üs hi Faarwel sair her, her jü höm lööwet, dat-s ark Inj. wan jü tö Bêr ging, en Lêcht ön Wining sët wiF. Wan lii da mesken hi Nacht tüskäm en di Skimer aur See saag, da skul' er diarhi weet, dat sin Sester lewet en üp höm teeft. Wat-s lööwet her, dit höl'-s. Ark Inj sêt jü en Lëcht ön Wining, en jii luket Dai en Nacht aur dit Weeter, -weder höör Brö(îer ek käm. Diar forging jen Muun eeder di licîer, jen Jaar eecîer dit ü(îer. eu altert wiar di Bröcîer jit ek kemen. Di Sester wiar ual' uuren, en höör Hiir wiar gre en töleest wit. Jü lëngt en teeft üs jer; jü hiket üt of Wining, en ark Inj tjent-s höör Lêcht ön. .- Jen Miaren wiar-t junk hi höör, en dit Lëcht wiar ütgingen. — „Nü es höör Bröcîer kemen", sair di Naibers en löp gau aur tö höör Hüs. Man jü seet duar, bleek en stel bi Wining en saag üt, üs wan-s jit altert ütluket aur dit Weeter. Dit Lëcht stön' hiilendal dialbronen bi höör. (î^'ach Mülienhoff S. 163.)
3. Di Brörihoogmann.
Twesk Brêrerep en Kaamp lair en Hoo^, diar fuar rikelk söstig Jaaren ofgreewen es, en diar di Brörihoog nëmt waar. Maning Liren haa desjaaring üp didiärem Hoog bi lëcht Dai en ial'erhaftig Mensk stuunen sen; hi wiar merelgurt, her gre wëben Tjüch ön en en uarmooris Haatj üp Haur. Miist-tir her er höm fuaraur böögen en luket fuar höm dial, üs wan-r ön diip Taachten of uk swaarmurig wiar. Dit wiar di Bröri- hoo^mann.
Hi her uunet ön jen fan di Nuurcîtêrper en döör Strön'- roowerii fuul Jil' töhop braacht. Di strön'iclit Liren , diar hi duarslain en biroowet her, dänen her er ön di Naii^hair fan di Hoog ön'er Öcird braacht. Ön di Hoog salev wiar en gurt Stiin-Keler; hi ahining wust die lingang tö di Keler tö hnjen.
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Diar lier hi siu Jil', sin Giü' en Sölwer bürigen. Man lii wiar sa gitsi^, dat er tö nemen wat cliarfan sair, ek jens tö sin ain Jungen. Eu Nachtem ging er da hen, tölt sin Jil' en seet aaft maning Stün' üp sin Saker me Gul'-Steken. Üs nü fuul leeter eeder sin Duar ales bikënt waar, sair di Liren, hi lier diar seeten, om üp sin Gul'aier tö brörin. Diarfuar ncmt ja di Iloog Brörihoog en hömsalev di Brörihoogman.
Di Man stuarev, jnan her sin Drcnger nimt forrat. Of ja nü cn Aaning fan di Saak hcr, of weder-s höm jens jemelken eeftcr sliket wiar: ja ging hcn, om di Hoog- üttögrcewen. Man iinrocht Gur kumt ek tö di trcr Arwing. Üs ja ön di Stiiu- keler ombiaampelt en jaar Gluuwer ön'er di Stiiner sct, om muar tö finjen, rüüset di hiili Hoog aur jam töhop, en ja sen jiimer weder tö Dai kemen.
Di Faader kür eeder sin Duar niin Iluu finj. Sin Giweeten plaaget höm, om dat hi sa fuul Arig- dön her en sin ain Jungen aur sin Skilj omkemen wiar. Sa maast er üs Spook üp di Hoog Ombilaap. (Nach Müllenhoff S. 185.)
4. Eke Nekepen.
Di Miarman Eke Nekepen her höm jens ön Haur sct, en jung Faamen fan di Mensken tö Wüf tö haaen. Hi swumt aur tö Söl' en ging ön Lön' üp Hörnem. Hi her höm öntaakelt üs en Söl'ring Seeman, man saa^ dach likert jit grögelk inoch üt. Sa kaiert hi da langs bi Strön'. Töögen Inj kâm höm en dailk jung Faamen öntöögen om iiwen Taatjemglaat. Dit wiar Inge fan Raantem. Eke bigent metjeus me höör tö friien, sct höör en guF Ring aur ark Finger en buan' höör en gul' Keting om Hals en sair: „Nü, haa ik di bün'^n; nü best dü min Brir." Dit Faamen waar gans blüch en ungstig fuar sa-n apskaili|^ wu,n'erk Friier; jü skrualet en buar höm, hi skul' höör gung let. Dach kür jü üp niin Wiis fan höm luas kum. Töleest lööwet hi höör, hi wil' höör frii let, wân jü höm sin fol Noom si kür. Hi sair:
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„Ik mai di,
Wel di haa!
Maist dü mi,
Sket mi fo.
Wet dü ek,
Faist mi dacli.
Mer ön Week
Haa wat Lach'^).
Man kjenst sii,
Wat ik jit,
Da best frii,
Best mi kwit!" Inge waar bliir, fuar jü taacht: sin Noom fo ik saacht tö weeten. Man höör Frü^er waaret ek lung. Safuul Mait üs jü höör uk dör, om sin Noom üt to foen, nemen kür höör Biskiir sii. Jü salev taacht en taacht, hoken dit wel wiis maat, man hat holp nönt; höör Friier wiar en bleev ünbikënt. Di Bröleps- dai käm altert naier, en jü wust höör gaar niin Reer. Sa ging jü jen Inj weder bi Strön' en skrualet; jü ging ön Taachten al förter, olter jü üt tö Töörhörn kâm.
Da käm-t höör fuar, üs wan jü ön di Bärig^ hoken sjungen jert. Jü bleev stuunen en harket. Da jert jü düüdelk höör Friier sin Stem. Hi seet diar wel sa bhir en sooug: „Dehng skel ik bruu;
Miaren skel ik baak;
Aurmiaren wel ik Br()lep maaki.
Ik jit Eke Nekepen;
Min Brir es Inge fan Raantem.
En dit weet nemen üs ik ahining!" „Üs ik ahining — ahining!" Da wiar ales steL Em jert nönt ücîers, üs dit iiwen Onslaaen fan di Swalken bi Strön' en en lecht Winj, diar aur dit Dünemhalem wechstreek. Wat en Früger fuar Inge, en wat fuar-n Lek, dat di Miarman ek her swügi kür! Nü mork jü jest, ön wat fuar-n Snaar jü seeten her! Jü kiirt metjéns töbeek tö Taatjemglaat en teeft höör Friier diar. Hat waaret ek lung, da käm-r uk. Jü rööp höm
*) Gelage = Hochzeit.
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tö: „Dü jist Kke Nekepen, en ik bliiv Inge fan Raantem." — Da löp jü waker tüs me hüör guF Keting en Ringer, en lii wiar naret.
(Nach C. P. Hansen.)
5. Miarwüfki.
Bi Woningstair dreev jens en Miarwüfki üp Strön'. Tau SöFring Wüfhaur, diar jüst tö Stair wiar, greep höör, noom-s me tüs en sêt-s ön en Bali me Weeter. Man dit Miarwüfki skriilt en skrualet muurderlig en wil' höör apsluut ek töfreer iiv. Da bifialt di Büürfööger, diar en gurhartig- Mensk wiar, ja skuF dit ärem Ding weder tö Weeter bring. Üders wiar-t uk noch omkemen.
Sok Miarwüfkis sen hualev Fesk en hualev Mensk. Wan-s jam Tfuar en Skep of üp di Brening se let, da es Storem tö forwachten, en di Skepers tii jaar Sails iin.
(Nach Müllenhoff S. 339.)
6. Di Dikjendëlman.
En litjet tö Stidern fan Wêsterlön', hur desjaaring jit hok Hüüfing fan dit Têrp Aidem stön', es en Dtinem-Dêl, wat Dik- jendêl nëmt uur. Techt diarbi strön'icht jens ön en mal Storem- ' Nacht — em sair üp Jööl-Inj 1713 — en Skeper, diar ön Arichsem sin Ttis her. On'er gurt Nuar üng er sin Leewent btirigen en uk sin Jil'-Kas tö Lön' braacht. Hi hööpet en gurharti^ Mensk tö raakin, diar höm me lit en Drink en htjet starkt eu wil' da aur tö Arichsem laap. Man gothias Strön'- roowers, diar jam bi dit mal We(îer bi Strön' ombidreev, her sin Onkumst al morken; ja stört nti tip höm luas, noom höm sin Jil' wech, en sloch höm me gurt Knepler aur Haur, olter dat er dial soonk. Üs ja meent, dat hi duar wiar, bidobet ja di Lik ön Sön'. Man tis hi jit jeus forsaacht, höm *âp tö rochten, trapet di Ünmensken sin Haur dial ön di wuk Sön'. — Sin rocht Hun', diar altert weder titsteket, tis wan di muurdicht Mensk tö Hemel rööp om Help, sloch di Roowers of en maaket, dat-s me dit Jil' w^echkäm.
Sent di Tir daansi en Nachtem Liksntiken ön Dikjendël ombi, en en Spook let höm wtilems se, diar di Dikjendêlman
nëmt UUr. (Nach MüUenhoff S. 175.)
- âo -
7. Di Baalkstiin.
Hat sen 1111 al muar üs düfent Jaar leeren*), da lewet üp Wêsterlön'-Föör en Man, diar Baalk jit. Hi her en Seen; höm nëmts Jung-Baalk. Uar-Baalk wiar en Haid, en hi toog sin Drëng äp ön disalev Gloov. Fant Kristendoom wust em tö di Tir boowen ön Nuurdfriislön' jit nönt; ali Liren wiar jit Haiden.
Üs Jung-Baalk wuksen waar, wil* hi ek bi sin Faader itüüs ])hiv; hi wiF ütfan en höm di Wärel" bisé. Hi ging fan Hüs of en kâm ön maning frêmer Lön'en fiir ombi; hi fing binai di hiili W^ârel' tö sen en waar me di Tir en swaar rik Man.
Üs nü fuul Jaaren forgingen wiar, sent hi sin AaFern en Frinjer üp Föör forleten her, bigent hi eeder jam tö lëngen. Hi her jaa aliwärels Jil', en sa käm-r uk bal' tüs. Man hurdehng w^aar höm tö Mur, üs hi sin Aalern en sin Aal'ernhüs ek muar fiiarfuan'! Sin Faader wiar öutwesken stürwen, en dit Hüs her di See wechrewen. En machtig gurt Dikstiin, diar tö di Tir, üs hi ütfanging, jit üp fast Lön' lair her, lair nü büten (hi Heev. Ansgar, di Apostel fant Nuurcîen en sin Lir, wiar tö di Tir, üs Jung-Baalk ombiswalket her, uk tö üüs Nuurdsee-Ailön'en kemen en her di Liren töt Kriistendoom bikiirt. Man Jung-Baalk wiar en Haid en bi sin Fuarfaarens Gloov blewen. Hi noom uü al siu Jil' en Saaken töhop en ging üt ön Heev tö di gurt Stiin. Jir îorpötet hi sin Jil' üj) en Stair, diar hen tö dehng jit ek wecîer äpfün'en es. En da ging er hen, sêt höm boowen üp di gurt Stiin en forfêl ön diip Taachten. Sin Aal'ernhüs, sin Juugensjaaren, al sin gur Frinjer üt di Tir, sa fuul ünskiljig Lek en Frü^er: ales ging höm d()ör Haur; en nü wiar ales, ales forleesen. Hi sloch biir Hun'en fuar Oogen; ales drait höm om höm, üs wan-r tumpig waar.
Di Fl()r kâm kmgsem hooger en bispöölt al di Stiin, hur Jung-Baalk üp seet; hi mork et ek: hi wiar fuul olter diip ön sin Taachten forsünken. Üs dit Weeter al äp om sin Fet käm, waaket höm üp jenmol wat üs sin Dremen äp, wat hi jir jit nimer jert her: di Sêrkklok ringt. Jung-Baalk wust wel, wat dit bidüüdet; her hi-t dach al üp maning ücîer Stairer jert!
*) verflossen.
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Nü wiar uk al sin ual' Frinjer en Bikcnten fau jaar Fuarfaarens Gloov offêlen en wiar Kristen uuren. Di Flör sloch al âp aur di Stiin en lcugt me sin lüng Jermer eetter höm. Üs hi nü (liarom taacht, dat hi üs Haid mung sin Föring Lön'shr dach ek muar lereu wiar, ging höm dit sa tö Hart, dat hi höm dial- stört ön di See, en fan höm en sin Jil' es nimer nochwe(îer Tal of Teeken muar kemen.
Man di Stiin liit jit üp disaley Plak ön Heev. Hoken di Bâalk-Stiin jens âpsjuk wel, di mut âpgung üp Heev-Dik twesken Üttersem en Dunsem, en htjet naier üp di Sir fan Dunsem, da ken er di Stiin bi Fbtir liien se. — En hoken weet? Wan hi sin Lek forsjuk wel, ken-r jaa mesken Jung-Baalk sin Jil'
clpfini!! (Nach dem Ferreng an Öömreng Allemnack 1894.)
8. Di Kairemböör Sêrkklok.
Di Kairemböör Sërktürn es leeter töbecht, tö en Tir, üs di Scrk al stön'. Tau ual' Faamnen, diar Ing en Dung jit en tö Nuur(îen fan di Sêrk uuuet, haa di Türn fuar jaar ain Jil' âpsct leten. Tö di Wcster-Sir sen tau triihuket Dikstiiner iinmüüret, diar Ing en Dung bidüüdi skel, en wan di ual' Klok, diar 1890 dialnomen waar, om en üder, nii Klok äptöhingin, ringt waar, da kür em gans düüdelk hiir: Ing, Dung — Ing, Dung!
Di ual' Klok her sa-n dailk Klang, dat em-t bi klaar We(îer üp Fastlön' hiir kür, wan-s ringt waar. Diaraur waar di Liren ön Hua(îer ofgönstig, en jens maaket di Hua(îering en Forsjuk, di Klok tö stialen. Man ja waar er bi oftangt, en om jam fuar en iUÎerlop tö narin, wöölet di Kairemböör Hingst- hiiren om di Knepel, en di Huadering hift, dat di Klok sj^^rüngen wiar en dör jam niin Mait muar.
Nü wiar er al ön ual'ing Tiren jens spuait uuren, dat di Klok jens dialstört en di dailkst Jungdrcng duarslaa skul', en uk waar sair, dat di hiili Türn jens omfaal en dit dailkst Jungfaamen diarön'er birüüsi skul'. Ont Jaar 1739 stört di Klok nü bit Ringen dial, en en dailk Jungdrcng waar diarbi duar slain. — Sent di Tir waagi di jung Faamner üp Söl' jam ek hoF ön di Naiighair fan di Türn.- (Nach Müllenhoff S. 116.)
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9. Di Wedergunger.
Diar wiar jens en jung Seeman me en Skep fau Hamborio- ütfêren en lier lung nönt fan liöm hiir leten. Sin Aal'ern luket altert ön di Bleeren en harket ombi, wecîer ek hoken wat fan dit Skep jert her; man diar käm fan nemen en Tiring aur höm. Di Aarern, en fuaral di Mooter, wiar binauet en söricht om höm üs om en Duaren. Da kâm di Tiring, dat dit Skep for- leesen wiar, en dat fan dit Fulk ek jen ofbürig-en wiar. Wat en Hartsiir fuar di ârem Mooterî Nü wust jü wes, dat-s höör Seen nimer wetîer tö sen fing. Jü skrualet en skrualet önjen wech. En Miarnem, wans äpstön', käm höör al di Tuaren ön Oogen aur höör lef Drëng, en en Injem, wan-s tö Bêr gingen en ales sa stel wiar, dat em nönt üders jert üs dit Pekin fan di Klok of büten di Winj, diar döör di Bosker bruuset, da ging höör Taachten wecîer fiir wech en dial ön di diip, kuul See, hur höör Jungen sa-n wiit Greev fün'en her.
Weeken en Muunen wiar forgingen. Eecîer di Mooter höör Ütsen her em baF Hiv ktir, dat-r sent aliksafuul Jaaren for- gingen wiar; sa her di Kemer höör me-nomen.
Jeus ü]) eu Injem — hat wiar ön Wuntrem — diar-s Naachtert fingen her en di Mooter fan Staal offliit en me di Kopen hen tö Kööken kâm, da saag jü diar beeft di Trap, hur di Muun man efen döör Kööken-Wining iinpHiret, en Kärming stuunen ön OöHtjtich me en Süüdwëster diip dialtain aur Oogen. Jü jert uk, dat dit Weeter Htjem Drööp bi Drööp dial-lakt tip Böörd. Uu, wat waar jti forfiirtî Jeeses, jaa! dit wiar jaa höör Seen, höör ain lef Jungen, diar jü sa fuul om skrualet her en diar nti fuar höör Tuaren niin Ruu finj ktir ön sin Weetergreev! Üs jti tip höm tö wil', wiar hi forswtin'en. Nü dör-t höör dach sa-n ärig-, dat höör Seen aur höör Skilj üs Wecîergunger döör Snestorem ön Wunternacht ombidriiv maast. Jti noom höör fuar, dat-s eecîer desen om höm sörio-i w^il", man ek muar sa aurmaatig- skruaH.
Sa heer jü da uk dön, en höör duar Drëng heer nönt muar fan höm se of hHr leten. Hi es nti lung tö Ruu kemen,
en dit Mooterhart uk. • (Neggels Jirrins im Ferreng
an Öömreng AUemnack 1893.)
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10. Di forswëren Stair.*)
Üp Aamrem es en Stek Ingelön', hiir aliwärels Gë[r]s üp wukset; bliiat üp jen Stair es en Kraans gans drüch en kaal en aliksa en smël Stripel, wat diarfan süderfuar ütlapt. — Diar stön' fuar maning, maning Jaaren hok Maaner ön en Kraans en swuar ärem Jungen, diar niin Aal'ern muar her, dit Lön' of, Üs ja sok dön her, waar di Oörd ön'er jaar Fet bleek, en al dit Gës, hurüp di Miiniirigen hentrat, forwelet en for- swuan'; nochwecîer Riin of Dau falt sent di Tir üp dit Plak; uk wukset diar niio Kuurn; fuar Got heer di Stair teekent en forflökt. Wan di Lir desjaaring fan Hööv käm, en jaar Wai bi dit Stek Lön' fuarbi ging, snaket ja aaft aur di forswëren Stair, en sair: „Diar haa di forswëren Lir stön'en en haa Gots Seei^en wechnomen." (Nach Müiienhoff S. 138.)
11. Stavoren.
Tö di West-Sir fan di Zuider-Zee ön Hollön' wuksi tip en gurt Sön'baank Gës- en Halem-Toter üs üp Söl' en Aamrem ön di Dünemer. Dit es di Stair, hur di Sërk-Ttirner en di stolt Hüüfing fan di gurt en rik "Stat Stavoren ön'er Weeter en Sön' bigreewen hi. Di Liren fan di-diarem Stat wiar döör jaar Rikdoom sa aurdaarig- en gotluas uuren, dat et rocht niin Lik her, en üs dit Maat fan jaar Arigdön fol wiar, da maast-s tö Grtin' gung. Feskers en Skepers bi di Zuider-Zee weet et jit tö fortelen, hurdeling-t diarbi tögingen es.
Di rikst en gurthartichst**) Mensk ön Stavoren wiar en seeker***) Wtifhaur; man höör Noom es fan di Mensken aur- iiten. Jti wiar stolt tip höör Jil' en Gur, hart en ärig töögen aH Mensken en taacht om nönt ticîers, tis altert muar töhop tö skârin. Wat tit höör Mtir kâm, wiar Flöken en gotluas Snak. — En di miist Liren ön Stavoren wiar ek fuul beeter.
Jens rööp dit Wtifhaur höör Skeper en bifialt höm, tit tö faaren en en Leering tö bringen fan dit olerbêst, wat-r tip Wärer tö finjen wiar. Di Seeman, diar tö en klaar en dtitidelk Apdrach uun wiar, buar höör om naier Biskiir. Man jti belket
*) verschworene Stätte. **) hochmütigste. ***) eine gewisse. Sörriuff Leesbok. ;',
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höm me en ärig Mual tö, lii skul höör harki üp en Uurt, en metjéns maaki, dat-r ön See kâm. Di Skeper maast harki; hi fuar ünseeker of en wust ek rocht, wat-r dö skul*. Hi aurlair, en töleest fël höm iin: Ik wel en Leering fan dit bëst Weeten bring; fuar wat ken-t iiv, wat jit be^eter es üp Öörd üs dit Kuurn, hurme Got ali Mensken forsöricht. Hi silt nü om t() Danzig, bifracht sin Skep me ütsaacht gur Weeten en maaket höm üp di Tüsrais. Man hi wiar jit altert ünruuio- en ungstig, hurdehng dit uü oflaap skul". Üs dit Skep lönicht wiar. melt hi'höm bi dit Wüfhaur. Jü rööp höm öntööiren:
„Wat Skeper, dü best al weder diar? Ik taacht, dü wiarst bi di Küst fan Aafrikaa, om üp Gul" en Elfenbiin tö han'elin. Nü fortel mi, wat heest mebraacht?"
Di Skeper, diar noch niork üp höör Snak, dat höör sin linkoop Htjet önstön', swaaret lungsem:
„Ik bring di bêst Weeten, diar üp di hiili Wârel' tö finjen es."
„Weeten?" — rööp jü — „sa-n eelendi^ Tjüch bringst dü mi?"
„Ik taacht, wat üüs üüs daaghchs sün' Bruar lööwert, es dach ek sa eelendig."
„Ik wel di weegi, hur htjet ik diarüp tël!" — sair dit Wüfhaur — „Fan wat fuar-n Sir es di Leering ön Buurd kemen?"
„Fan Stjüürbuurd", swaaret di Skeper.
„Wel, da bifial ik di, dat dü üpstair di hüK Leeriug aur Bakbuurd önt Weeter smetst ; ik kum salev hen, om tö kikin, wetîer dü harket heest."
Di Seeman kür-t ek timi, Gots Gaav sa tö foraasin; hi rööp gau ali ärem Liren üt di Stat töhop tö di Stair, hur dit Skep fuar Anker lair. Hi liööpet üp sa-n Wiis, dit Wüfhaur höör Hart tö röören.
Hat waaret ek lung. da kâm jü dial tö di Haawen. Jü fraaget di Skeper:
„Hurdeling heest dü dön, wat ik di sair haaV"
Da föl di gansi Ker fan di Armen üp Kneebiin fuar höör en buar, dat jü dit Kuurn mung jam ütdiili maat. Man jü her en Hart üs Stiin en bifialt jit jenmol, di hiili Leering iipstajr aur Buurd tö smiten. Da kiir di Skeper höm ek lénger bitwing
— r>o —
en rööp gurtem: „Naan, sa-n Arigdön ken Got ek tölet! Wan-t waar es, dat lii Gurs luanet en Ariclis wraaket*), da kumt di Dai, liur dü dit Kuurn, wat dii sa apskailing- forspiljst, hol' bi enkelt Kuurner wecter äpsaamli wit, om din ain Hunger diarme tö dempin."
Da sloch jü en Lachter äp, üs wan-t üt di Hel käm, en belket:
„WatV Ik skel jit jens ärem uur en niin Bruar muar tö iiten haaV Dü best wel ek wis? Wan sa wat öngung kür, da wel ik uk desjirem Ring, diar ik jir fuar juu ain Oogen ön See smit, jit jens weder tö sen fo."
Bi d'änen Uurten noom jü en sen'erlig dailk en jüür Ring fan Finger en smeet di fiir fan höör üt önt Weeter.
Wat giböörtV — En paar Daag-en leeter stjüürt dit stolt Mensk höör Tiinst-Faamen üt, om Fesk tö koopin. Dit Faamen kâni we(îer tiis me en Wethng. Üs jii-n gremt, fuan' jü ön di • Hals fan di Fesk en Ring; jü ging hen tö höör Wüf en weeget höör di Ring. Hat wiar disalev, wat di Wüf ön Weeter smeten her. Jü waar bleek, en dit Giweeten sloch höör. Man wat waar jü jest forfiirt, üs ön ditsalev Oogenblek di Tiring käm, dat al höör Skeepen, diar üp di Merlön's-See fuar, strön'icht en forleesen wiar. En paar Daagen leeter kâm en üder Tiring fan sünken Skeepen, hur jü uk rik Leeringer üpw her. Jit en ü(îer Skep her Seeroowers üp di Spaans See wechnomen. Diartö käm, dat en paar gurt Koophr, bi dânen jü fuul Jil' stuunen her, Bankirot maaket. Knap jen Jaar wiar forgingen, da wiart sa kemen, üs di Skeper höör spuait her. Jü foräremt muar en muar, en töleest ging-s tö becîerin; hur-s kâm, waar-s bi- skempet en forhuanicht, en jü stuarev ön Eelent en Kemer, miist forhungert.
Man di Weeten, wat önt Weeter smeten wiar, bigént tö wuksin, en önt taust Jaar käm di Aaksen tö Fuarskiin; man ja wiar altermaal doof, sön'er Kuurner. — Nemen mork er üp; man dit gotluas Leewent ön di Stat noom fan Jaar tö Jaar tü. Da kür üüs lewer Got sin Hun' ek lënger aur jam hual'. En Tirking uast ja Jering en Boten iit jaar Suaren, en da ön
*) rächt.
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jen Nacht käm en Hemelsweder en sêt binai di hiili Stat ön'er Weeter. Ark Jaar waar muar Lön' döör di See wechrewen, en diar wiar nimer niin Seeiien muar bi di Mensken ön Stavoren. Man jit altert wukset üp di Stair Halem; di Aaksen se üt üs Weetenaaksen ; man ja sen sön"er Kuurner.
(Briider Grimin : »Deutsche Sagen*.)
12. En Stek fan Trööler of Heksen.
Fan di Wëster-Sërk üp Föör gair en Stegelk aur Hiir' üp dit Tërp Dunsem tö, hur ön uaring Tiren fuul Trööler uunet. En iarbaar Man ging jens en Nachtem didiarem Wai en her nönt Ârichs ön Sen. En dit wiar gur, fuar sok Liren kjen di Trööler nönt dö. Üs hi nü bi en gurt Shiat käm, waar-t üp jenmol sa lccht, uu sa lêcht! en hi saag en Hüs üs en Slot me hooch Wininger en Düüren fan Glës, ales sa lëcht, dat hi di 'Hun' fuar Oogen hual" maast, om ek bhnj tö uuren. En litjet diar-eecter ging hi naier tö en luket iin döör Wininger. Diar her di Trööler jaar Spöl; ja daanset trinjom en wêftet me gurt Halem-Böösemer, diar-s öntjent her. Ales drait höm trinjom eeder en Musik, diar noch üt di Hel käm. fuar Spöl-Lir wiar ek tö sen. Di Man kür ek wetîer wechhiki; hi bleev pal stuunen, üs wiar er fastwukset. Hi noom nü di Daanshren, diar lachet en skriilt, wat faster ön Ooi^ eu saag-, dat fan sin Naibers en Frinjer hoken diar-mung wiar. Hat waaret ek hmg, da her ja höm uk sen. Gau üs cn Lait reev jen fan di Wüfhaur di Düür iipen, fing di niisgirio^ Töskauer faat en wupdi! iin me höm ön di Piisel, en hi maat wel of ek, hi maast trinjom me daansi. Töleest höl' di Musik âp, en ja wil" tö Staal gung. Jen fan di Wüfhaur lOngt höm en Glés hen, hur di Wiin ön bUnkert en sair tö höm: ,,Drink, en dü best ahk üs wü." Di ungsticht Man noom dit Glês ; man hi wust noch, wat-r dö wil'. Diarom sair hi:
Skel ik da drink
En mut ik da drink,
Da wel ik uk drink
On Jesu Noom!
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Da wiai-t fuarbi rae dit Spölwerk. Di Trööler stoov üt- arkücter ; dit Slot stoov üt-arkücîer, en di kuul Nuurd-west-Storem wait weder aur di Hiir' en aur di wilj See; man di Man bihöl' en Mark üp sin Rok-Sliiv en sin Jerem. En paar Drööpen, diar fan dit Glês dial-lakt wiar, her Hööler ön sin Rok bronen en ruar Spoter üp sin 'Jerem maaket.
(Nach Christian Johansen: >Die Nordfriesische Sprache«.)
13. Pua Moders.
()n Raantem lewet jens en Mensk, diar Pua Moders jit, en Kiarel üs Ülenspail, diar ali Liren naret en om nemen wat fraa^et. Üs Jungen dreev er höm lefst üp Hörnem ombi; hi wiar aueral en närig-en. Hur hi wat fuan' bi Strön', dit noom er me, en niin Strön'fööger wiar fuar sin Kneepen seeker. Di Feskers stialt er di Fesk üt jaar Buaten en Naten en di Wüfen ön Raantem dit Bëst üt Kööken en Keler.
Üs hi wuksen wiar, waar hi Skeper en swalket üp en litj eelendi^r Faartjüch üp Heev en bi Strön' ombi. Hi stialt, alhur hi wat fo kür, man bleev likert ärem en sluntig. Om di Tir nü waar-t Moori, en Sendaiem tö Hööv en ruar Knapesii tö draien; man Pua Moders kür dit Jil' ek töhop fo, om höm sa-n Staats-Stek öntöskafin. Wan di üdern höm teret, da sair er, hi wil' gaar niinen haa. Diarfan käm dit Spreekuurt äp: ^Pua Moders wil' niin ruar Knapesii haa, om dat-r niinen fo kür." — Dit äricht höm; man hi let höm nönt mark. — Töfehg- käm-r aur tö Rem, hur di ruar Knapesiien uk al hoochst Moori wiar. Di Remsen her jüst en gurt Forsaamhng. Dit, hur-s aur birât, w^iar uk noch di Mait wert. Jaar Sërk skul' om en paar Eelen süderfuar forsët wiis; hurdeling wiar dit nü tö maakin, sön'er di Sêrk oftöbreeken? Diar wiar gur Reer jüür, en al muar di Remsen diaraur birat, al muar w^aar-s diarbi dösig. Tö jaar Lek kâm da Pua Moders. Hi sair: „Di Sërk es ja man fan litjet Liren äpbecht; hat liit üp Hun', dat raäning Liren en lecht fan Stair ofbring kjen. Lii en paar Eelen tö Sütîern, hur di Sërk stuun skel, en ruar Knapesii hen, en da skiiüv iip di Nuurd-Ech rae aliraan salung, olter dat di Knapesii ek rauar tö sen es." Di Remsen saag iin, dat et üp
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sa-n Wiis noch slaagi kür. käm töhop, sët di Rech pal tüögen di Sêrkmüür en skoov en skopt — en skoov en skopt, olter dat Pua Moders käm en jam mediilet, nü wiar di Knapesii ek muar tö sen. — Di naist Sendai kranet Pua Moders tö Hööv me en dailk ruar Knapesii ön.
En üder Mol wiar en hoUöns Skep me Aaster üp Hörnem strön'icht. En paar Föring Feskers wiF di Gileeirenhair ek fuarbi gung let, en gur Toch tö maakin. Man ja waar naret, en dit ging sadehng tö. Di fol Muun wiar jüst äpgingen, en hat saatr üt, üs wan-r ön di Kiming üp Weeter dreev. Uj) di Aart her er mal fuul Lik me en gurt hollön's Aast. Di Feskers let jam bisnaki, di Aaast tö haahn, en ön'ertwesken braacht Pua Moders di Leering fuar hi)m-salev ön Seekerhair. Diarfan kumt dit Spreekuurt: ,,Grip jens eeder di Muun!'' en fan en jenfual'ig Mensk, diar nochweder fan Tuutin of Blaasin weet, sair em: ,,Hi liift, dat di Muun en hollön's Aast es."
Üs Pua Moders er fan trêt wiar, me en ruar Knapesii ombi tö laapen, hinget hi di Knapesii aur en Suar-Stölp tö Uasten fan Kaamp. En Steeker-Kü, wat diar gëset en di ruar Klöör ek gur fordrai kür, waar sa mal, dat jü üp di Stölp salung luas böset, olter dat Stölp en Knapesii ön Suar lair. Üs di Kaampböör dit saatr, meent ja, dat Pua Moders drënkt wiar en früget jam diaraur, om dat hi jam sa aaft teret en biskopt her. Sa käm nü dit Leedji ön Gang:
,,Ing en Dung!
Di Kloken gung.
Hoken es duar?
Pua Moders es duar.
Hur kam hi tö DuarV
Bi Uaster-Suar;
Di broket Kü, jü stat höm duar.'*
Man Pua Moders lewet jit, en heer sent di Tir jit maning
klöchtig en uk ärig Streeken ütööwet. Fuul leeter, jeus öu
Uu[r]sem, es hi drônkt twesken Föör en Söl' öu Heev. Di
SöFring sair: „Di Kreeken flooir wech me Pua Moders sin Kat."
(Nach C. P. Hansen.)
BU
14. Hur di On*er-ee[r]sken fan kemen sen.
Üs Jeeses jens üp des Oörd ombiging, om tö lukin, wat di Mensken maaket, käm hi uk tö en Hüs, hur en Wüf uunet, diar fif dailk en iîf skaank Jungen her. Di fif skaank Jungen wil' ek wuksi, ja bleev litj, wiar krümbiinet, man her gurter Haurer üs ücîer Jungen. Üs di Hiar i'm dit Hüs iinging, for- hüret di Mooter gau di fif skaank Jungen ön Keler. Jeeses let di Jungen fuar höm kum, en üs hi bluat di fif dailken saag-, fraaoet er di Wüf, hur höör ütîer Jungen wiar. Jü swaaret: „Ücîer' Jungen haa ik ek." Da seegent Jeeses di fif dailk Jungen en sair: „Wat boowen es, skel boowen bliiv; wat ön'er es, skel ön'er bhiv!" Da ging hi wech. Üs di Wüf nü wecîer dial tö Këler käm, wiar höör fif skaank Jungen forswün'nen en käm uk nimer weder.
Diarfan stami di (Jnereesken. Ja uuni lefst ön'er Oörd ön di Hooger üp Hiir'. Eukelten fan jam, diar jam üp Bualkem fan ual' Hüüfinger äphuaF, uur Püken nëmt, en dänen, diar üp Skeepen jaar Ön'erkumst haa, nêmt em Klabauterman.
(Nach Mtülenhoff S. 279.)
15. Muasem-Klef en Nes Smer.
Wan em om ön'er Muasem-Klef gair, da kumt em tö jen Stair, hur dit Klef ütsjocht, üs wan-t fan forrestet lirsen wiar. Jir her di Ön'ereesken ön ual'ing Tiren jaar Smeeri. Wan em rocht töluket, fent em wülems jit Desker, Doosen, Poten, Röören en sok litj Kraamsteken muar. Dit nêmt em desjaaring On'er- eesken-Pottjiich, aur dat em liift, dat di Ön'ereesken et smeeret her.
Mist-tirs lewet di On'ereesken me di Mensken ön Freer; wan-s wat lent her, braacht-s et altert wecîer en wiar bihelpelk, alhur-s man kür. Man wülems wiar-s uk äri^. — Nü uunet ön Muasem jens en Smer, diar Nes jit. Bi höm dreef-t di On'ereesken riin mal; ja stialt, al wat-s man fo kür: Bruar en Böter, Meet en Fleesk, Märiy^ en Aaster. Fuaral her-s et üp di Biir-Ten ofsen. Jens käm Nes Smer sin Wüf diaraur tö, dat jen fan di litj Tiiwer er bi wiar, Biir tö tapin. Jü fing höm bi Nak en wil' höm SHker dö.
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,,Let mi laap!" rööp dit litj Mantji.
„Naan, dü grögelk Ding ! " sair di Wüf, ,,dü sket en deeg boket lars haa."
„Let mi laap!" — rööp di Ön'ereesk'jit jens, gans ungstig — „ik ken-t maaki. dat di Ten nimer lerio- uur. Luki jens!"
En nü maaket hi me sin Huntjen alerhant Teeken aur di Ten en sprok diarbi en Seeg-en ön en Spraak, diar di Wüf ek forstön'. Man di Ten, wat ek jens hualev fol muar wesen her, wiar nü metjens weder gans fol, en bleev uk fol, sa fuul üs er üt tapet waar. Di Ön'ereesk sair:
„Nü uur di Ten ek lerig; man dü must mi ek forklap tö din Man en üppasi, dat bi di Ten ek flökt uur. Üders es-t me di Seegen fuarbi."
Diar üp hen let di Wüf di ()n"ereesk luas, en hi maaket gau, dat-r wech kâm. — Di Wüf swüu^et. Di gurt tö[r]stig Nes löp, üs hi tö dön plair, ark Ooifenblek fan di Smeeri tö Keler, om én Sööp Biir tö nemen. Dit ging en paar Daa^en, en paar Weeken gur, en di Ten waar ek lerii/. Nes mork, dat et ek me rocht Dingen töging en rööp jenmol:
„Dit es dach en Duiwels Ten, diar nimer leriy uur! "'
Knap her hi di Flök ütspreeken, da wiar-t me di Seegen fuarbi, en di Ten wiar en bleev lerig.
(ISach C. P. Hansen und nach mündlicher Überlieferung.)
16. Klööwenhoog.
KlöÖwenhoog es en gurt Hoog en liit tö Südern fan di Kairem-Sêrk. Ön didiarem Hoocr es en uaT Seeköning me sin guT Skep bigreewen. Di Anker fan dit Skep liit üp Kairem- Mark ön Oöwenhoog'^) en di gul' Ankerketing gair fan Hoog tö Hoog ön'er Oörd döör.
Jens grof hok jung Gaster ön di Hooix, om dit Skep üt tö foen, en ja her uk al di Meester tö Fuarskiin braacht, da käm en litj pukelt Ön'ereesk önriren üp en lam Guus. Da rööp jen fan di Greefsters: ,.Wat es dit nü fuar-n SpookV!" Metjens forsoonk dit Skep, en ja hng er nönt weder fan tö sen.
*) Üp Aamrem sen nk tau Hooirer. diar Klööwanhuug en Öfkanhuug nêmt uur.
— 41 —
En üdermol pluuget eu Buur üp en Eeker tö Nuurdeu fan Klööwenhoog-. Üs hi bi di Anhaur käm, lair diar en litj ön- taubreeken Sköfel fan di On'ereesken jaaren. Di Buur lair en litj Spiker bitö en pluug-et förter. Us hi di Forig tö Jen' her en üp di üder Forig töbeek kâm, wiar Sköfel en Spiker wech ; man önstair diarfuar lair er en Stek Kuk, diar di Buur höm
wel smak let. (Nach MüUenhoff S. 373.)
I
17. Di Ön'ereesken ön Föögershoog üp Aamrem.
Di Ön'ereesken uur üp Aamrem „Onerbênkisen" nemt. Ja haa diar jaar Bidreft se'nerlig ön en Hooo-, diar Föög-ershoog (Föögashuu^) jit. En Injem bi dailk Muunskiin haa-s jaar Bütendaans trinjom di Hoog, en en Nachtem haa-s diar jaar Tjüch, wat-s tauet haa, üp Bleek liien. Techt bi di Hoog- es en gurt Sluat, diar Meeram jit; diar laap di On'ereesken en Wuntrem üp Skätsen.
Jens käm-t en aurdaarig Man ön Hai, hi wil' di Uuning fan di On'ereesken ütgreev; fuar hi her jert, dat" ja ön gurt Bruu-Serler en Krochen fuul Jil' en Gul' en Sölwer äpbiwaaret. Hi taacht: „Wat skel ditdiarem litj Fulk me al sok Saaken; ja haa er jaa dach niin Gaagen fan; diar weet ik beeter me tö reeren." Hi noom Gluuv en Keeks ön'er Jerem en maaket höm üp Wai. Da grof er en diip Hol ön di Hoog, en üs hi me sin Gluuv üp wat Harts stat, liift er, dat hi al di Keler tö faatin her. Man harki! Üp jenmol rumelt et ön di Oörd üs wan-t tön'ert en fan ah Siren käm Stemen en rööp: „Hat brent! Hat brent!"
„Wat brent?" fraaget di Man, diar al en htjet ungstig waar. „Luki di om! Luki di om!" — rööp-t nü weder.
Di aurdaarig Man klüwert nii omhooch en skriilt äp, üs hi saag, dät sin ain Hüs lëchterlöög ön Jöl' stön'. Gau smeet-r Gluuv en Keeks wech en ruan, al wat-r kür üp Tërp hias. Man diar hi tö sin Hüs käm, wiar ales ünforan'ert, en hi saag, dat-r naret wiar. Di Ön'ereesken her höm bluat weegi wil', hurdehng jen t() Mur es, w^an hi sjocht, dat sin Uuning t() Grün' gair.
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Sent cli Tir es-t nemen muar ön Hai kemen, di Ön'ereeskeu ön Föögershoog ärig tö dön.
(Nach Chr. Johansen: »Die Kordfriesische Sprache in der Föhringer und Amrumer Mundart« S. 252.)
18. Tau fuar jen.
En Wiif üp Föör, diar Matji jit, her en Diitji i'm Waa^. Höör Man wiar t() See. Hat wiar jüst (in di Fotîerbâricht-Tir. AH Kärming wiar iitlan t() See, om Jil' tö fortiinin. Frëmern wiar (in di Jaaren ek iip lAm, om Büten-Aarber t() dön; uk wiar er da uk "jit ek sa fuul Jil' üs nü. Arkjen her-t ön di Daagen sa drok, om sin Foder man im Stak en tiis to foen, dat jen Naiber di ü(îer ek help kür. Matji her en Stek Eeker- l()n' efen biit Têrp en maast, aur dat-s niin Swelsters fo kür, höör Foder salev sweli. Om dat et en rocht net en wäreni Dai wiar, noom-s h()()r Litj me en lair dit dial t(") Jen' fan hi'xir Stek Lön'. Üs jü nü jen of tau Staker maaket her, wiF-s uk jens wecîer eecîer hö()r Dütji luki. Man wat waar jii forhirt, iis jii diarhen käm! Hat waar hijör giiül en green fuar Oogen. Höor Litj wiar h()()r jüst ek wech uuren, hat wiar uk ek duar of kraank; naan hat lair wel sa bhir en lachet höör ön. Man diar iip Sir fan lair jüst sa-n Litj en kiket aliksa bHir eeder höör, en her akuraat sok Tjiich (m üs dit ücîer. Jen fan di tauen maast en On'ereesk wiis; dit wust Matji noch; man wecîer wiar-t? Jü kür di jen ek fan di ücîer ofkën. Wat en Spöl! Nü skul'-s me tau Dütjis tö Têrp, en wat wil' dit fuar-u Snak iiv! Man dit wiar jit ek dit ärichst. Nü skul' jü eeder desen ahksa üp dit Onereesk pasi üs üp hr)()r ain Jungen; wan jü dit jen töög^en dit ii(îer tübeek sët, kür dit forskeft Dütji mesken h(K)r ain wiis.
Diar uunet i'm ditsalev Tërp *en ual' Wüf, diar Kresen jit. Jü wiar miist hön'ert Jaar ual' en her ('m h'ööv hing Leeweut fuul erfëren en waar diarfuar fan ü(îern uk fuul om Keer fraayet. T() h()r)r ging Matji me di tau Litjen, fortelt h^Mir ales, en fraaget da: ,,Ken I mi ek sii, we(îer di Ön'ereesk esV" Dit kiir Ual' Kresen ek, man jü wesket Matji hkwel en Reer ön Uar. Wat Snorichs wiar-t; man hat skul' noch help, meent Kresen, fuar
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höör Mooters Grootmooter her jens aliksa-u Töfal her en wiar üp di Wiis holpen uuren. Matji skul', wan-s tüskemen wiar en di tau Litjen ön Waag lair, metjens bigen, hcHir Kööv üttöfaagin, man ek Hkiis em altert dër, naan, jü skul' di Bckisem ön'erstigeboowen nem en me di Stal faag-i, da skul' dit Ön'er- eesk — om dat et jaa sin fol Wet*) her, en höm bluat sa-n Ütsen üs Jungen dör — noch bigen tö snakin. — Naan, wat wiar di ual' Kresen dach fuar-n klook Mensk!
Matji paket, üs jü tilskemen wiar, biir Jungen man gau tö Waag, haalêt en B()()sem en bigent nii me di B()()semstal t() faagin, al Avat dit Tjüch hual' wil'. Hat waaret ek lung, üs dit jen Dütji üt Waag- rö(3p: „Ik sen nii al sa ual' uuren; man sa-n Kail haa-k jit al min Daag- ek sen." — Matji smeet di B()()sem bi Sir. Nii wust jü, wecîer dit On'ereesk wiar. Jü noom-t metjens üt of Waag- en sët et di Bööster iit.
Di ual' Kresen her dach ahining Reer wust, en nü her
Matji weder höör ain Dütji. (Nach Neggels Jirrins im
AUemnack 1893.)
19. Nes Pük ön di Lük.
Ön Wiringhiard es en gurt Buurenstair, wat Bombiil jit. Up dit Stair wiar en Piik, diar fuul me di Tiinsten forkiirt en fuaral uk gur üp di Molk-Kin paset. Jens ön en lung Wunter klaaget di Buur, dat-r me dit Fuuder ek iitkäm. Dit her di Pük jert. On di naist Nacht ging hi aur tö en iider Buurenstair, hur en gurt Foderklaamp wiar, en droch al dit Foder üp Nak aur tö jaar ain Skiin. — Fuar sin Help maast-r ark Inj en Teler fol Brii haa me rocht fuul Böter erön. Jens üs di Böter knap en jiiür wiar, her er bluat Brii fingen. Di iider Miaren lair di bêst Kii duar üp Stal. Nes Piik her h()()r di Hals omdrait.
Nes Piik seet hol' ön di Bualkem-Lük en luket iit en früget höm, wan-t gur Wecîer wiar en di Sen dailk skintj. Jens aarbert di Knechter (m'er fuar Skiin, en Neski st()n' (m sin Lük. Hi luket dial eeder sin litj kriim Biin, spalket me di jen en sair:
*) Witz = Yerstand.
— u —
„Dit es Puutji sin jenBiinî" en da rae di ücîer en sair: ,,Dit es Puutji sin ücîer Biin!"
Jen Knecht, diar uk iip Bualkem wiar, käm fan achtern üp böm to, dör höm en Skop me en Riiv ön Rech, dat-r dial üp^röch floog- en sair diarbi: „P]n dit es Puutji hiilendall"
Di Knechter, wat öner stön* lachet; man üs ja rocht tö- luket, wat üt Neski uuren wiar, lair diar üp di Brüchstiiner en Hop Pot-sjaart.
On di naist Nacht, üs di Knecht, diar di Pük dialskopt her, üp Bêr lair en fast slöp, käm Neski iin ön sin Kaamer, uoom höm suutjis üt of Bêr en lair höm twërt aur di iipen • Suar. ts di Knecht en Miarnem äpwaaket, saatr er noch, ön watfuar-n Kniip hi wesen her. Hat leket büm uk, sön"er Skaax'^^A^"^' weder üp di Biin tö kumen ; man hi ber höm dach sa forfiirt, dat-r lung Tir kraank lii maast. (Nach Müiienhoff S. 331.)
20. Klabauterman.
Up en Skep. wat meren üp See silt, klingert di Koptain t() di Skepsjung. Di Skepsjung käm en fraai^et, wat-r skul . Di Koptain sair: ..Bring en Borel Wiin en tau Glëfen!" — ,,Tau Glëfen?" fraaget di Jung forwun'ert — „1 sen jaa man ahining. Fo I da Bisjuk?"
..Dc), wat ik di sii!" swaaret di Koptain.
Üs di Jung nü weckr me di Borel en tau Glëfen töbeek kâm ön di Kajüt, da seet di Klabauterman bi di Koptain. en jat snaket me arkücîer. Di Koptain skênkt iin en jat droonk töhop.
Salung sa-n Klabauterman üp en Skep es, es ales wel birat, en dit Skep bleft bihcJ'en. Ales, wat en Daiem iip dit Skep ön Steken gingen es, temert di Klabauterman aur Nacht weder t()rocht: diarom uur er uk Klütermantji nëmt. Fuarbüten dit aarbert hi aaft fuar di Matroosen en htjet ön ïuarof; wülems dër er jaar Aarber uk gans aliining. Hi dwailet dit Dek, sët Sails t(). wan-t m'Kirijr es en helpt di Leeriug ön en fan Buurd t() foen. — Man uur er teret, of es er ek gur bi Lüün, da maaket er en apskaibg Orim; hi smet me Brenholt, Runt- holter en üder Saaken ombi, boket üp di Skepswuuger, liit di Skepshr wat on Wai, jaa slair jam, scmer dat-s hom se, om
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Uaren. Em meent, dat-r fan sok Lärem-Maakin di Noom Klabauterman fingen heer.
Wan en Skep üp See i'm gurt Nuar es en tö Griin' gung skel, kumt di Klabauterman iö di Koptain, dör höm di Hun' en sair höm bidrüwet Faarweh (Nach MüUenhofif s. 319.)
21. Eke Nekepen en di Ön*ereesken üp Söl*.
Üs Eke Nekepen fan Inge ön Raantem naret nuren wiar, fing er tö hiiren, dat en htj Slach Liren üp di Nuurdjen' fan Söl' uunet, diar em Ön'ereesken nëmt. Hi noom höm fuar, bi jam jens sin Lek tö forsjuken. Di Htj Lir uunet üp di Söl'ring Hiir', tö Nuur(ten fau Kairem, Tinem en fuaral tö Nuurden fan Brêrerep ön Hoog-er en Hööler en ön dit Kratbosk, diar-t di Tir fol fan wiar üp Nuurcfhiir'. Ja her ruar Hater üp Haur, lewet miist fan Baien en Fesk, fangt Fü^ler en saamelt Aier. Ja wiar ârem, man altert bhir; dach wiar er uk somen mung jam, diar GuF en Sölwer her en ön jaar Hooger âpbiwaaret. Ja soong en daanset aaft bi Muunskiin üp jaar Hoojirer; man ja aarbert htjet, wiar falsk en stialt alhur-s wat fo kür, uk Jungen en Wiifhaur. Diarfuar maast di Sörring, diar üp Hiir' uunet, altert waaken Oogen haa en üppasi, dat jaar ' Wüfen en Faamnen ek stëlen of jaar Jungen ek ombütet waar.
Die Eberst fan die On'ereesken jit Fin; hi uunet ön di Raisehoog, mer üp Hiir', twesken di trii Nuurdtêrper; man dânen wiar di Tir jit ek, bluat hok Hüiifing, diar nii Brërerep staant. Jens en Wuntrem Aviar trii jung Lir fan Fastlön aur Is kemen, diar Jis, Dorret en Jasper jit. en her bigent, dit Tcrp t() bechen.
Om di Tir nü her Eke höm t(") en Ön'ereesk omskaapet,
hér en lerig- Hol iip Buar Klef fün'en en bigeut tö en dailk
jung Ön'ereesk-Faamen t() friien. Man jü wiar gurthartig en
swaaret :
Ene meene mai:
Aakel, Daakel Dumeklai.
Ülwer, Biilwer bop,
Din ual' Kwop,
Eke fat: — Bunjis Kat
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Eke waar bister, kiirt höör die Rech, en rööp: Eene, meene mel: Krik. krak krelî lari, miari — gure Frinjer;. Pik pak wech! Hi ging nü uasterfuar om tö dit Wit Klef bi Brërerep en saacht höm diar en Hol, om diarcin tö uunin. On'erwai kiirt er iin bi di On'ereesk-K()ning Fin (in di Raisehootr. om en gur Reer bi h()m tö haahn. Fin her fuar en Jaars Tir Br(")lep her en wiar wel sa bliir. Hi fortelt Eke. hurdeling hi iö eu Wüf kemen wiar. Hi her jens jert, dat en Brêrerepb(')()r Faameu, diar üs di miist Sölring Wüfhaur rikelk fuul aarberi maast, sair her t() en ü(îer Faamen: „Wan em-t dach sa gur her üs di On'ereesken; ja sen altert bliir; ja daansi ark Inj, en t()rt en Daiem ek muar aarberi üs uk mai."
Jens en Miarnem eecfer ging dit Faamen sin Hooo- fuarbi. Hi l()p üt U') h()ör en fraau^et li()()r, weder jü dit meent, wat jü leest sair her. Jü swaaret höm, jü meent ales, wat jü saii'. Fin sair: „üa bliiv dü bi mi, en wiis min Wüf; da sket dü-t aliksa gur fo üs wü-t haa." — Jü sair „jaa" t'ô ales, en Fin noom h()()r bi Hun" en föiirt h()()r iin 'ön sin Hoo^. Di leetéf Jnj wiar Brölep. Ali (Jnereesken wiar nööricht t() di Lach fan hiili Nuurcîhiir* en Muasemhiir". Ja käm uk wel sa bliir en blank, ark me sin Brirgaav. Di jen braacht en Desk me Baien, di ïuîer en P()tj me Molk, di trêr en Fingerhur me H()ning, di fjaart en Müslcl, di fifst en B()()sem, di sokst en Reerkum, di soowenst en holten Skair, di aachst en Wêtstiin, di nii^enst en N(")ösdok, di tiinst en Düürkai. — Diar waar deey äpbaket fuar di Gasten. Ja fing Jering-R()()wen, stiiket S()n*greefling, Ilk-Braar en Skrukeu me Baien en Tranjbiaren t() iiten en Mait foläp t() drinken. Di K(")ning Fin seet üp sin Troon, üp di gurt Saarelstiin, her en Mantel fan wit Müsfelen aur Skolern en en Kroon üs en T^m'erstiin fan Eldelstiin üp Haur. Üp Sir fan h()m seet sin jung Wüf, diar nü K(")ningin wiar. Jü her en Kluar i'm sa fiin en dö()rsichtiir, üs want fan liiter Uastenwinj-flüch-Jüken t()hop siit wiar, en en Kraans fan di dailkst Hiir'bloomen, fol fan blinkria Stiiner, ilp Haur, en gul" Ringer aur ark Finger. — Di On'ereesken daanset en sproong di hiili Nacht.
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Üp sa-n Wiis her Fin sin Wüf fingen, en jat lewet lekelk me arküder sent di Tir.
Al clit fortelt Fin di Miarman, en rat h()m, hi skul'-t uk sa maaki. Diar wiar muar sok dailk Faamnen i'm Brërerep, diar lewer jam frii let üs aarberi maat. Eke taacht: i'm Brërerep skel ik min Lek maaki.
Jens en Miarnem eetîer seet Eke en luket üt of sin Hol bi Uast Brërerep eetîer di Daau^eruar ön Uasten en di Muunskiin i'm Wêsten en her sin ain Taachten diaraur. Da käm en Drông langs .Asdêl höm fuarbigungen , om (m Heev t() baarin. Eke her sa hmg ek im Weeter Avesen, dat-r uk Lest fing, h(3m tö baarin; mesken wil'-r uk Bikêntskep maaki, of di Drêng dit Swumen hir. Man di Drëng wiar gaar niin Dreng; hat wiar Dorret of Djüiir Bunjis, en Faamen, diar Kärmings-Kluader droch, dat di On'ereesken höör ek stialt üs Fin sin Wüf. Man dit holp höör nönt; Eke fing hö(")r faaten höl'-s fast, alhur fuul jü uk buar, dat hi hö()r gung let skul' en nemen-t sii, dat jü en Faamen wiar. Hi lööwet h()()r dit, wan jil sin Brir avüs en hcim om Jaar en Dai frii wil'. Jü maast höm dit lööwi, üders her hi höör me shpet ön sin Hol.
Eke wiar beesti^ bhir, dat-r nii en Brir her. Man, ârem Ucht*), hi kiir ek swüg-i. Hi seet wel aaft ïm sin Hol of üp d'i Hoou^er i'm Muunskiin en soong:
,,Eke skel bruu, en Eke skel baak:
Eke hi wel Brölep maak'.
Dr^rte Buujis es min Brir;
Ik sen Eke Nekepen,
En dit weet nemen iis ik aHining." Dit jert di Brêrerepbö(ir en uk ii(îer Lir, en sa kämt iit, dat Dorret di Miarman sin Brir wiar. Dorret äricht höör riin kraank diaraur. Di Brërerepb(")ör äricht jam ek men'er. Ja smeet nii jaar duar Kualewer en Hün'er ön di Liichning teclit bi Eke sin üuning, en nëmt di Stair Asdêl. Jenmol potet-s uk en duar Kat iin ön sin Hol, en nnip h()m tö: „Dit es Bunjis Kat! diar kjenst di me bifrii." — Eke kür-t töleest ek muar Uthual' fuar Skemp en Stoonk en maast di Flocht nem.
*) armer Wiclit. Auch Name des Teufels.
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Hi ging we(îer tö Fin en klaaüet höm sin Nuar. Fin waar wreer en sair: „Di Saadrach plaai^et di! Dü best olter dum t() en On'ereesk. Diar dü dit Faamen herst, da skut hru^r bihiiren her, en üders herst swüi^i skuF. Din jenfual'i^ Sjuugen forrat di aueral, en maaket di en üüs üdern Ünlek. Gung dü weder aur tö H()rnem of tö See; jir bi üüs dochst dü ek en bet." — Eke w^aar grof en sair: „Ik sen klooker ils dü; ik haa ek aliining Macht üp See, ik sen uk t() Ltm' di aur."
Hi sët höm dial üp di gurt Saarelstiin en rijöp Fin tö: „Kjenst dü mi nü fan di Stiin of skop, da best dü starker üs ik; üders bliiv ik jir bi juu en wel Kiining wiis aur juu alter- maal." — Fin swaaret höm: ,,N(mt es lechter üs dit." Hi ruan jens töögen Eke ön en dcjr h(")m en düchtig Slach bi Haur. — Eke rööp: „Au!", man bleev dach seten. — „Teev man!", sair Fin, „ik wel min Eeks haali." - Eke taacht: Hi kür mi .duarslaa; man hi sair: ,,Eke heer en tjuk Haur en en stark Rech; saluug üs ik üp din St(")öl set, sen ik Köning. Di üp Kr^nings St()öl set, di es Kcming." — Diar kür Fin nönt tciögen haa. hi ging nü üt, om sin Eeks tö haalin. Hat waaret ek lung. da kâm-r wecîer töbeek. Hi sair tö sin Wüf. diar en Dütji ön Waa^ her: „Diar es en Skep üp Strön" kemen." — „Hur?" rööp Eké, diar niisgirii>^ waar. „Jir techt bi", swaaret Fin, „Hat es Ptisgap iindrewen en heer Aapen (m Buurd, diar Kumeedi maaki. Wat en min Wüf wel Injung tö Kumeedi, en da kjenst dü iip dit Dütji pasi, diar ön Waau- liit." — „Ik wel me!" rööp Eke en sproong fan di Stiin of. — „Min Eeks es jit skarp!" sair Fin en griinet bi h(")m-salev. — Eke war forfiirt; hi bidäricht höro, dat-r âpstön'en wiar en sêt höm waker wetfer iip di Stiin. Man hi wil' dach ek itüüs bliiv, om ilp dit Dütji tö pasin, en wiar niisgiriü^, om tli Kumeedi tö sen. Hi buan' höm di gurt Saarelstiin iip Rech, knüüset höm me di Stiin wôsterfuar en taacht, dat Fin en sin VVüf al fuarof wiar.
Diar hi me di Stiin en hualev Stiin' slipet her, kiir er ek muar. Hi wiar sa trët en sa döörwiit fan Swët, dat-r di Stiin faal let maast. Hi sët höm nü boowen üp di Saarelstiin en teeft di hiili Nacht, dat Fin kum skul', om höm tö di Kumeedi oft(")haalin. Hi gliiüret dial i'm di Liichning — diar eettert
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altert Aapdël nëmt uuren es — weder hi dit Skep of di Aapen ek waar uur kür; man hi saa^ nönt.
En Miarnem eeder käm en hiili Flok On'erecsken äp aur di Dünem fan Strön'. Ja slipet en wun'erli*^ gurt Ding me jam. Hat wiar (m di Meren sa tjuk üs en Ten, her en Haur üs en Mensk en en Stört üs en Fesk. „Uuha!" rööp Eke, üs ja wat naier käm — „dit es min ual' Miarwüf Raan!" — „Kum ek naier!" belket hi di On'ereesken tö. „Bring-s weder tö Weeter; ik wel nönt muar fan höör weet." — Man di Ön'ereesken käm langsen naier. — „Bliiv mi fan Lif of me höör!" — rööp hi — „Ik sen nü juu Köning, en i skel mi harki!" -- Hat holp nönt; ja käm langsen naier. Diar Eke saao, dat-r nönt ütrocht, let er di Stiin lii, ruan wësterfuar aur dit Klef dial tö Strön', sproong tö Weeter en swumt süder- fuar, en käm nimer weder tö di On'ereesken. Sin ual' Wüf Raan käm bal' achterön en wiar höm altert üp Haken.
Man di Saarelstiin bleev liien techt bi Aapdêl en Risgap.
(Nach C. P. Hansens »Uar Söl'ring Tialen« gekürzt.)
22. Di Ön'ereesken en di Söl*ring Këmpers.
Diar di On'ereesken di Miarman luas wiar, saamelt Fin di' leeter Nacht al sin Fulk en Frinjer om höm bi di Raisehoog. Hat wiar en dailk Muunskiin-Weder; man en tjuk Töök lair aur di hiih Hiir'. Bluat di Topen fan di Hoo^er steket üt of di Töök. Di (Jn'ereesken her-t di hiili Dai sa drok her en her löpen aur Hiir' iis di Wederkater. — Diar-t Nacht waar, da wiart iis en Em-Swärem iip di Raisehoou^. Diar wiar Fin en Elfin, Fitji en Fatji, Eski en Labi, Hatji en Pilatji, di Piiken en Dêlkemaaner, di Nesen en di Klabautermaaner, ark me sin Ker fan hiili Söl'. ^^/.^^
Da ging Fin äp üp di Hoo*^, stön' pal fuar di Forsaamling, bloog biir Sjaken äp en rööp me en grof Mual: „Raisi!" -- „Raisi, raisi!" swaaret höm metjens hön'ert Miiren. Nü waar ales steL Fin sair: „Di Miarman heer üiis fuul Fortröt maaket. Hi her höm tö en On'ereesk omskaapet en wil' Djiiür Bunjis me Giwalt tö sin Brir maaki. Sent di Tir sen di Brërerepböör en ali Söl'ring Këmpers bister üp üüs. Ja wel iiiis m'mt muar
Sörring Leesbok. 4
^ m —
liin en nönt muar dö üs duar Hün'er en Kater. Ja let üüs närii^en ön Freer en slaa üüs, alhurs üüs raaki. Di Saarelstiin haa wü forleesen; di heer di Miarman wechdraien. Ik sen niin Krming muar. Wat skel wü nü bigén?" — — — ,.I swaari üs Bunjis Ramer; ja sair nönt. Ik sii: Raisi!"*) — „Raisi, raisi!" — rööp nü wecîer di hiili Forsaamling. — „Ik sii: Wü mut et ek diariip önkum let, dat di Sölring Këmpers üüs aur Hals kum; wü mut töjest öngrip. Wü mut üüs Kniiwer en üüs Ter wët, üüs Eeksen skarp maaki en üüs Hamern tö Hun' nem. En da mut wü fecht üs di Lapen!" — vFecht üs di Lapen!" rööp-s altermaal eeder. — „Wü saamH üüs miaren bi di Staapelhoou[^er!" — „Bi di Staapelhoou^er!" wederhaalet di hiili Ker. — Nü ging di On'ereesken üt arkücîer, ark tüs tö sin ain Hüs, om jam tö rösten tö di Kriiii.
Ön disalev Nacht her Djüür Bunjis uk niin Ruu. Hat fortröt höör, dat aur höör Skilj Unfreer kemen wiar. En Miarnem fuar Dai, üs al di Onereesken jit tö Bêr lair en ship, sliket jü höör Htjem ön di Tciök üt aur Hiir' tö di Raisehoog^. Ales wiar steL Jü lair höör dial me di jen üar üp di Düürstiin en harket. Da jert jü, dat Fin sin Wüf waaken wiar en höör Dütji waai/et. Di Wüf soong aur Waao:
Haia, hai! Dit Jungen es min. Miaren kumt sin Faader Fin Me en Man sin Haur. Haia, haiî Haia, hai! Diar Djiiür dit jert, taacht jü: „Hates hooch Tir, dat di Srd'- ring KëmjDers wêkt uur; ja kür fam di On'ereesken aurfêlen en sLain uur." — Jü L"3p metjens üt tö di Frerenhooi/ bi Stiütîwëst Brërerep en tjent dit BrërerepbcH'ir Lccht i'm. Dit wiar ön ual'ing Tiren al sin Daatr en Biiken of en Teeken, dat Kriiu kâm. Hat waaret ek lung, da waar er tuutet (m Tinem, Aidem, Kairem, en jer-t Dai waar, bruan er al en Biiken ön ark Têrp üp SöL.
Jest eecîer Meddai käm di SiiLring Këmpers fan Uasten, fan Südern en Wësten köören en gungen. Hat wiar di Tir hok beestig gurt Lir, ahksa klumrii> en skumphauen**) üs lüng wiar.
*) Erhebt eucli! — Ermaniit euch! C. P. Hansen. **) grohbehauen, uiihehol)elt. ungeschlacht. .
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Di Seekëmper of Köning Ring her en gul' Skraaper*), en Ding üs en omkiirt Skötj,**) üp Haur. Di Köning Bröns köört me sin Seeu, di litj Bröns, üp en gul' Wain. Piar wiar sin Kutsker; hi kciört höm fan Staiclem äp eeder Ööwenhoog en Kl()()wenhoot> üp sin ain Lön'. Di gurt Bnins en sin Seen her en Wams fan lüter iirsen Ringer en en gul' Helm üp Haur. Di Bram fan Kairem wiar fan jaar Frinjskep; hi her gul' Knopen üp sin Rok, sa gurt üs Skruken en wiar aur di Maaten gurt- hartiu. Di Bol fan Muasem her en Kü-Fel me gul' Huurner om h()m hinget; di Huurner steket äp aur sin Haur. Di gurt Uurdi^ fan Muasem her en iirsen Böö^el om Haur en en iirsen Flail ön Hun'. — Nes Smer fan Muasem, diar altert tö[r]stii/ wiar, her en Ten Biir üp Rech; man hi wil'-t ek weet, dat-r wat ön wiar, en nëmt di Ten sin Trumel. Tjüül fan Arichsem wiar en Buur en sa breer üs en Lës Foder. Hi wiar köören en her sin Skiindüiiren me üp Wain. Hi sair: „Dânen sen gaarelk; wan ik ('m di Slacht kum, da hual' ik dânen âp fuar mi, en da kjen di Fiinden mi ek raaki, en kum-s mi wat nai, da kjen ik en Snees emsk diarme kwetski!" Di gurt Aarenk fan Staidem Aviar Stalknecht bi Köning Bröns , her en Toom om Hals en en Punter aur Nak. Di Toom wiar en Teeken, dat hi tiinet, en di Punter wiar sin Springstok en Waapen.***) Hauleki her en gurt Sjen', en Buu en Baik her gurt Buats- haaken ön Hun'. Di-^Aarn fan Kairem wiar fan Könings Of- kumst en her Fectern üp sin Hur. Tix en Töör wiar fan Tinem. Tix wiar di Köning sin Skriiwer, en Töör wiar di Köning sin Nar. — Di Uuwen käm fan Uasten en di Manen fan Wêsten. Barming fan Aidem her fiir ön di Wärel' ombi wesen en her uk di Merlön's See bifëren. Niaul en sin Ker waar di Wêstring Kater nêmt, om dat-s falsker en Htjer wiar üs di ücter Söl'ring Këmpers. Sjali en Kialbing wiar Feskers fan Aidem. SjaH wiar ön en Miarswin iinkrööpen, man her di Haur en Stört set leten. Di Miarswin-Haur steket âp aur sin Haur, en di Stört sHpet achtenm üs en Rabatrok.f ) Hi stoonk üs en As ; man hi meent, dit her niin Nuar, da löp di On'ereesken sa fuul weser fuar höm. Kialbing sHpet me en gurt Walfesk-Kaakebiinff)
*) ïïut der Seeoffiziere. **) ein kleines Boot. ***) Waffe. t) Fraek. f-j-) Kinnl)ackenknochen.
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en wil' di litj Lir diarme duarslaa. Unding en Wirk fan Raantem her jam rundom me drüget Rochel bihinget en eder en gurt Tëbel üp Rech. Jat sair : „Diar sjet di Fiint ek döörhen, en uk tört wat ek Hunger sterev, wan di Slacht wat lung waaret." Jat her Jisfurker ön Huu'. Di miisten fan di Sörring Këmpers her kööpern of iirsen Swërter en Eeksen me; man d'änen, diar gur^^jit kür en lecht tö Biin wiar, her FHtsbfWiiren me Piilen en Bolter.
Ja toog- nü altermaal üt tö di Tinghoo^i^er, hur-s jam altert forsaamelt, wan-s aur Lön'sbêsten bireer wil". Üs ja tö Stair wiar, trat di Köning Bröns âp üp di gurtst Tinghoog en rööp: „Juu Hial*) altermaal!" — „Juu uk!" rciöp di Kêmpers. „Hoken heer tö klaa^inV" fraaii-et di Köning, — Töjest trat Jis en Jasper fuar; wan jat uk niin Söl'ring wiar, da höl'-s dach tö di Këmpers, om dat-s miist leren her fan di On'ereesken. Jis sair: „Fin han haa min Tjinstfaamen nomen, aa Eke wil* min Söster Dorret stial." — „4a îne har de Rakers Pak Lumer aa Skinker nomen", sair Jasper. — „Haa I iuîern wat tö klaai^in?" fraaoet nü di Köning. — „Jaa", swaaret Nes Smer, ,.ja süp mi min Biir of ïm min Keler." — „Ja wiF mi min Wüf stial", rfKip Tipken, di Huan fan Kairem, man ik biknapt jam, en twoong jam, höiir mi weder tö diin." — „Skriiv dit altermaal äp", sair di Köning tö Tix. — ,,Stop, dit uk: Mi haa-^Jungen ombütetî" — rööp Mani fan Raantem. — „Ja laap mi altert om Fet en treer mi üp Haken, wan ik aur Hiir' gung" — sair di gurt stiarbhnj Jerk Ncifels fan Kairem. — .,Wan wü üüs Kin bi Nuurcî Tërp haa, da molki di Ön'ereesken fan ark Kii tau Spönen lens, en wü fo man di Molk fan di tau ücîer Spönen ; en haa wü üüs Kin bi Siiücî Terp, da iifs nönt ücîers Traal- bciter"**), klaa^et di Tinemb(K)r. — „AHksa gair-t üüs", sair di Markman fan Muasem. — ,.Dit fül litj Tjüch heer-t maaket, dat wü niin Böter fan üüs Kin fo kjen." — „Ja feski sön'er Ees**"'')", sair Kialbing, „dit gair nimer rochtig tc)." — „Leest fuan' ik en ün'ereesk, diar ütsaai/ üs en Müs, (m jen fan min
*) Heil. **) „Hexenbutter" wurde auf Syltin alter Zeit aucli der Hausschwamm (Merulius lacryînans) genannt. ***) Köder.
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bëst Aaster", sair Kees fau Ariclisem. — „Dit grög^elk Tjücli es aiiral en maaket Fortröt" — sair Undiiig. — „Nailk sen al di Aier üp Hörnem uusig uuren, en bi Strön' es ek en Splintji Holt muar tö finjen. Man em kjen-s ek faat fo ön di Dünemer; jaar Stööpen sen knap tö sen ön di Sön'."
„Diar sen Klaa^en nöcigen aur di Ön'ereesken. Wü mut jam straafi; wü mut me jam fecht, olter wü jam altermaal duarslain haa", sair di Köning Bröns. „Sen I Mans inoch, om Tiiwer en Bedern, om Krööpels en Skreepels*) tö slaaen?"
Di Sr^l'ring bigént diarüp grögelk tö fiöken en forseekert, diar skul' ek jen me hiil Knaaken er fan kum. Da wialet ja ^ - ^ jaar ÖnfrKirers tö di Krii^: di Bol fan Muasem, di Aarn fan^^-"^'''^ Kairem en di Ring fan Aidem. — Nes Smer maast fuarof gung me di Trumel, en Jasper uk, om di Wai tö weegin. Hi fing en Stok ön Hun' me en duar Kreek üp, en droch di fuar höm of hooch ön di Locht, dat di üdern höm se en fölgi kür.
Jer di Söl'ring nuurcîfuar too^, sair di hehg Frer fan Staidem: „Wü mut jest aaweri, jer wü ön di Kriig gung." — ,. Wü haa al jü Miaren Biiken bronen en Weeden aawert", swaaret Hai fan Tinem — „üp di W^injshooger en üp Heligenört." — Da rööp di Köning: „Wü sen klaar." —
Nü toog di Söl'ring Këmpers nuurdfuar aur di Hiir'. Nes me di Trumel fuarof en Jasper me di Kreek. Naist eeder jam käm Tjiiül me sin Skiindiiür en di tau Raantemböör me jaar Rochel en Têbel. Da fölicht Ring en Bârming me al di Aidem- ^ • - böör Seelir en Kater, diar flink wiar en gur sjit kür, en di Raantemböör Feskers en Strön'loopers. Nü käm di Köning sin Wain me di gurt Bröns en di litj Bröns, me sin Frinjer Bram en di Skriiwer, en fuar bi di Kutsker seet Teewelken, di Köning sin Dokter of Heksenmaister. Bi di Wain löp di Köning sin gurt broket Hün' en di ücfer Staidemböör en Tinemböör, ja wiar di Kcining sin Lifgarde. Diarüp fölicht Aarn en Tipken me al di Kairemböör. Da kâm Bol en Uurdig me di ücîer Muasemböör en Arichsemböör. Töleest, achter di hüH Ker ging di Aarenk me di Punter, Kialbing me di Kaakebiin, Sjali me di Miarswin en Töör, di Nar, me en Hop om Hals,
*) GesindeL
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om clcit er ünfrii wiar, en Klingerklok üp sin blö Hat en en Wilig-twich ön di jen Hun' en en Tuuthuurn ön di iicfer Hun'. Hi tuutet ark Oog^enblek jens ön dit Huurn en sair, hi jaaget sin Faaders Nuat en Swin tö Hiir"; ja kiir dit green en fat Ingegës ek lênger fordrai. Hi sloch me sin Twich wlilemst üp di Miarswin; man Sjali föölt et ek.
Jis her ek sa fuul Mur iis Jasper; lii saket langsen aur- stjüür, sa üs di Sörring förter nuurdfuar käm en bleev töleest gungen bi di Raisehoog. Töör rööp höm tö: „Jüsî Jüs!" — sa üs em üp Söl' di Swin rëpt — man hat holp nönt. Jis sair, hi wiF Wacht huaT bi di Raisehoog en luki, weder diar jit sin Tiinstfaamen bi di (Jn'ereesken wiar. Hi reev dit Ljung en dit Öörd fan di Siren üp di Hoog of en saacht om en lingang; man di On'ereesken her, diar ja fan jaar Hüüfing wechgingen wiar, ali Hööler sa techt stopet, dat gaar niin Düüren tö finjen wiar.
Di Kêmpers tooi^ al förter nuurdfuar. Diar ja önkäm üp dit Lön', hur nü di Sörring Füürtoorn staant, käm di On'ereesken jam öntöögen. Üs di Litjen di Kreek waar waar, sair ja tö arküder: „Uu, sent ilders niinen?"*) — en wiar bliir, dat jaar Fiinden uiin Krüts üs Teeken fuarof droch. Man diar di Ön'ereesken al di gurt Kêmpers en Tjüül me di Skiindüiir saag, diar ja di Trumel jert, diar öntwesken lerig uuren wiar, en di Stoonk fan di Miarswin en di Rochel en Tëbel jam öntöögen kâm, da kroop-s gau iin ön jaar Hööler en ön'er di Bosker en Ljung-Tjoster , diar-t tö di Tir aural üp dit Lön' fol fan wiar. Hat wiar, üs wan ja üp jenmol weder forswuan', en di Këmpers her-t swaar, om jam tö finjen en tö raakin; dach trapet Tjüül en Jerk Ne^els maning duar, sön'er jam waar tö uuren. Töleest fuan' di Kater fan Aidem jam ön jaar Bosker en H()()ler; ja putset Bröns sin gurt Hün' iin ön di Hööler, om jam üttödriiwen, en skuat jam da me jaar Piilen en Bolter, sabal' üs jam saag. Man hat waaret ek lung, da her di Ün'er- eesken di Hün' wat iindön, diar er fan kripiaret. Dit äricht di Köning; hi bifialt nü, Sjali me di Miarswin skul' fuarof, 'om di Önereesken üt jaar Hööler tö stjunken, fuar hi her morken, dat di On'ereesken grögelk fis wiar.
*) Die Zwerge sind stets Heiden. Vergl. Grimm : Deutsche Mytho- logie. 4. Ausgalje, Bd. I, S. 380 und Bd. III, S. 131, letzte Zeile.
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I)i Püken en di Ön'ereesken fl()clit nü fan jen Bosk en Hol ,' t() di ü(îer. Di Püklir waar jest flau; jaar Köning Neski löp sagaar tö di K()ning Bröns en fël hcim tö Fut, en di ücîern l()p uasterdial eecîer Wul' ön en Dël, diar eecîert altert Pükdcl nCMPt waar, en forbuario- jam diar ön di Bosker en Hööler. fû^f^,'^*- U-V
Diar di Ön'ereesken saa^-, dat di Püklir bang waar en jam üntruu uuren wiar, waar ja bister en murig. Ja kroop en ^
sproong, waker üs di Lapen, di gurt lungsem Kêmpers äp langs di Biin en (m'er di Kluader, en stat en skiart ön di Hast ma- niug duar me jaar litj Kniiwer en Keksen. Di Köning Bröns salev en sin Seen forlos dit Leewent; fuar di Ön'ereesken wiar klook en miist bister üp jam. Man olerslimst ging-t Teewelken, Bnins sin Dokter; di Ön'ereesken bigrof höm leewendig ön en Hoog bi Kaamp, diar eectert altert Teewelkenhoog nëmt waar.
Dach di Këmpers wiaret jam üs L(3öwen en Baaren, sloch en stat en skuat üs Kiarels öadeling, dat-r uk fuul Ön'ereesken ^Ä^' fêl. Man üs di Söl'ring Bröns, jaar Köning, en hok hön'ert fan jaar Fulk forleesen her, da toog ja jam naa Süü(îwëst eeâer Kisgap töbeek. Tö aler Lek käm jam jir jaar Wüfen en Faamnen öntö()gen. Di Söl'ring Wüfhaur her sa-n Sörig fuar jaar Maaner, dat ja fuar Nacht ek we(îer käm of Hunger stuarev ; diarom her ja ark en Kroch Brii kööket en wiar me jaar Briipoten ' 'v^ hen töögen Inj âp üp Hiir' gingen, om jaar Maaner tö starken. Man diar ja fornoom, dat di Söl'ring iip di Flocht wiar, waar ja rocht mal; ja skempet üp di Këmpers en smeet me di Brii eecter di On'ereesken. Somen fan dânen fing di Brii ön di Oogen en waar blinj, stDmen fiug olterfuul ön Hals en kwirket. Töleest käm di Këmpers uk wecîer tö stuunen en tö jam salev. Ja kiirt om en sloch nii sa beestig üp di On'ereesken luas, dat jer üs di Nacht käm, al di On'ereesken duar lair üp di Hiir' trinjom di Aapdël en di Kiar, diar sin Ofloop döör Risgap tö Süücîwëst heer. Bluat di Ön'ereesk-Köning Fin lewet jit; man hi seet en skrualet üp di Saarelstiin, diar hi jir we(îer fün'en her, jüst üs di Slacht fuar höm forleesen wiar. — Di Seeköning Ring her forskelig diip Steeken fingen, hur dit Blör üt löp; hi stuarev en litjet südermuar, jer er wecîer tö sin Hüs ön Aidem töbeek kum kilr, ön'erwai. — Sa wiar nü Ijuur Köninger üp Söl' üp jen Dai om en Hals kjemen.
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Di leeter Daagen maast cli Sörring me aliman weder uiiurd- fuar, om jaar Duajeu tö bigreewen. Di Ebersten waar bigree^ven, hur-s fëlen wiar. Di Köning Bröns sin Lik waar üp sin gul' Wain sët en me di Wain bigreewen, aliksa cli Köning Ring me sin guF Skep. Di Kcining Bröns sin Greev waar en hiili Bari^; hi staant techt üp Süder-Ech fan di Füürtoorn en uur jit nü tö Dais di Gurt Brönshoog nêmt. En litj Bet wêstermuar waar sin Seen bigreewen ön di Litj Brönshoog^. On di Hünshoo^ waar y<r^^' di Köning sin Hün' bidobet. Di Pük-Köning Nes fing en litj
Hoo^, diar Nesenhoou^ nëmt uur. Techt diarbi liit di Tee- welkenhoog. lling waar ön en gurt Hoo^ bi Nuurcî Aidem of Wësterlön' bigreewen. — Di üder Sörring Këmpers, diar ön di Slacht fëlen wiar, käm ön di Lüng-Greewer, diar em Börder nëmt, maning ön jen Greev. Di Börder hi tö Nuurduast fan di Füiirtoorn.
Hur Fin sin Lik en sin Wiif me höör Jungen, en hur al di duar ()n'ereesken ofblewen sen, weet nemen muar tö fortelen.
(Nach C. P. Hansens lUal' Söl'ring Tialen« gekürzt.)
23. Hans Kielholts Biskriiwing fan Sör. L Fan di Sörring Riisen.
'?^-t5 Ön ual'ing Tiren haa jir üp SöF Haiden uunet en haa en
bisen'erlig Gloov her, diar em ek gur biskriiv kjen. Ja wiar jaar ain Hiaren fan det Lrm". Mung jam wiar gurt Riisen, wel fif of soks Eelen lilng; dänen nêmt em Këmpers. Ja skul' fuar dit Fulk iinstuun en fecht, dat et fuar Fiinden seeker wiar en ön Freer lewi kür. Diarfuar maast dit Fulk jam Skat bitaah. Di Riisen forstön' uk me Böögeu en Piilen sa gur omtögungen, (lat-s ek jens om eu Fingerbreer fuarbi-skuat. Uk brükt-s gurt holten Lantsen of Knepler, dat ales — wat-s man hualev se kür, Mensken of Diirter — wiar bal' lööwert. Didiarem Iliisen her jir iip Lön' 3 Bori^en: di Arensborig, di Tinsebori^ en di llaatsborig; diartö jit en Wacht-Türn bi Kairem, diar fast en seeker forwaaret wiar. Üp di Tinseboriif waar Skat of „Tinse" bitaalet; üp di Ilaatsbori^ käm di Kiisen t()hop, om Reer en Aurlech tö maakin, en fan di Wachttürn bi Kairem kür-s fiir aur L()n" luki, of Fiinden ön Sicht wiar. Üp sa-n Wiis skul'
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di Riisen fuar Freer en Seekerliair sör^i. Man önstair diarfuar dör ja fuul Ünroclit en Giwalt töö^en dit Fulk. Wan-s for- nomen her, dat en Buur henging, om en Skilj iintökraawin, da her ja jam jemelk bi di Wai forstat en ging höm me Piilen of Knepler t() Lif, sloch höm duar en noom höm sin Jil' of. — Töleest bifialt di Köning fan Denemark, dat jen fan di Riisen, diar en könstelk Dokter wiar, tö höm kum skul'. Fuar di Köning sin Daachter her en slim Kraanker, en di Köning lööwet höm en gurt Sum Jil', Avan-r höör help kür. Di Dokter raiset hen, en hat leket höm, dit Faamen sün' tö maakin. Di Köning foriiret höm fuul Jil' en let fan dit böst lit en Drink aurflrxitii^ tö Staal flii. Nü wil' di Dokter weder aur tö Söl'. Man di Köning buar höm, jit en litjet tö bliiwen: Hi her en Edelman, diar ahksa kraank w^iar; wan-r höm beeter maaki kilr, da skul-r jit muar Jil' haa. Di Riis sair dit tö. Diar hi nü dee^ drunken wiar, harket di Köning höm üt aur dit Ailön' Söl', en di Riis of Dokter fortelt ales sa, üs-t diar tö-stön'. Üs hi da ofraiset tö di Edelman, toog di Köning sin bëst Kriigslir töhop (me Rösting, Giwiar en Harnisk bikluaret) en stjüürt jam luas, om Söl' iintönemen. Di Köning sin Kriigshr her jam ön tau Keren diilet. Di jen Ker skul' fan Wësten me Skeepen, di üder fan Uasten tö Fut kum; ja her ofmaaket, dat-s iip jen ön disalev Dai üp Söl' wiis wil', om da fan tau Siren emsk öntögripen. Di Riisen fing dit Fut-Fulk töjest ön Oog. Sabal' üs ja jam saag, ging-s jam öntöögen en sloch-s uk bal' ön di Flocht. Man öntw^esken wiar dänen fan Wësten uk kjemen en sümet ek, jam ön Rech tö faalen. Da kür-s jam ek lênger wiari; ja waar fangen nomen en bün'en, en me Hast ön di Wachttürn bi Kairem iinstat. Jir waar-s biwaaket fan 200 fan di Köning sin bést Kriigslir. Nü waar bi di Köning fuarfraaget, wat me di fangen Lir dön uur skul'. Di Köning bifialt, dat-s eeder Rocht en Fortiinst hauricht en üp di Hiir' bigreewen wiis skul', om dat ja di ärem Haiden sa ünmenskelk plaag-et her.
En dat di Köning sin Bifial uk seeker ütföört w^aar, stjüürt hi sin Folmachtiger me di Skarprochter aur tö Söl', en di Riisen, 120 tö ïal, waar me gur Wiin gans drunken maaket, sadehng, dat somen soong, üs di iuîern henrocht waar. Bluat di tau leesten wil' ek sjung, om dat-s jaar leest Stün' fuar Oogen saag.
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Man ja waar altermaal iip Hiir' bigreewen, sa üs di Köuing bifialt lier. — Dit Lön' waar nii twüngen, di Köning tö harkin en fan sin ual" Friihair oftöstuunen./- , /
Wat Haiis Kielliolt jir fortelt heer, jert 'Tiöiii ,ön tis eii Staatji. en dach liit seeker Waarhair tö Grün'. jleslven heer hi-t ek waagi dört, höm düüdelker tittödrükin. Wat hi fortelt. es waarskiinlig om 1440 âpskrewen. Me di Köning es wel AValdemar IV. (1340 — 1375) meent, en me di Kiisen di Riters Waldemar Zappy, diar höm ön di Arichsem-Borig fastsêt her, en Klaas Lembecke, diar üp Föör en ön Tinem mal tö kiir ging. Tü Nuurdua^t fan di Tinemborig tip Köningskaamp sen Jit Teeken fan ual" Skantsen.
II. Fan di Sörring; Sërker en fan di Flör.
Ek lung diareeder stjüürt di Paapst ön Room Folmachtigers tf) di Köning fan Denemark en let höm frinjelk ber, dat hi dit Kegiment aur di Sërken t()rocht bring maat, dat di Sêrken iin- wiit waar en dat ark Sërk sin ain Noom fing, wat diarhen tö jit ek wesen her. Di Kcming lciöwet et tö. Nii waar di Haiden- pröster ofskafet en iicîer Pnister eecter di Paapst sin Wensk weder iinsêt, önt hiili 10 Pröster. Di ijuur gurtst Scrker ön Muasem, Kairem, Aidem en di Wêstersee-Sërk fing arken 2 Pröster, di Raatsborig-Sêrk en di Kapél üp Nuurcf-List fing eder jen Pröst. Ali tiin Pröster waar t() jaar Tiinst iinwiit ön di Wêstersee-Sërk. ük waar di Sêrker iinwiit, en nü fing ark Sërk en Noom. On Muasem es di jest en ial'st Scrk, wat üp SöF becht es, en di waar Sankt Miarten ncmt, di ön Kairem St. Severin, di ön Aidem St. Nikolaus, di Wëstersee-Sêrk St. Pider, di Raatsborio-Sërk Sa. Maria en di üp Nuurd-List St. Jiirn. Mung dänen Pröster wiar uk min Faacîer, Hiar x\lbertus, aur- kemen fan Kiel, hur hi uk gibooren es. ïö di Tir wiar ik, Hans Kielhoh, 8 Jaar ual'. Ön min twelefst Jaar stjüürt hi mi we(îer fau L()n' of iip en Skuul, hur ik 12 Jaar me Liiren en Studiarin bibleev. Of en t() fing ik noch en bisen'erlig Tiring aur di T()stand üp SöP en aur di Lön'en, wat diar ombi lii; man ik wilt ek rocht liiv, dat al dit Lön' sa wechrewen en öner Weeter sêt wiar. Fuar dit Ailön' Söl' her üp di Wcster-Sir bi See en Klef , . wat di Buuren di Baank ncmt: dit wiar brün en hart iis lirsen, en wan em er me en Hamer üp sloch, da sijlinjert et diarfan of üs Rest fan lirsen. — —
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Üs nü di twelev Jaar forgingen wiar, eeder dat ik fan min Faader ofraiset wiar, skreev lii mi, dat ik waker tüs kum skul'. Man ik her jüst en Skuul ön Leipzig (innomen en kür ön di kuurt Daa^en uk ek gur raisi. Dach üs di Wunter fuarbi wiar en di Uu[r]s bigén wil', maaket ik mi lip Wai tö min Faacîerlön'. <Min Tüsrais waaret Ijuur Weeken en trii Daagen, fuar dit Weder wiar wun'erk, en üs ik jir üp Lön' kâm, wiar min Faatîer seeli^ ön Got sttirwen. Hi es ek üs sa maning ticîern drênkt; hi es en naattitirelk Duar sttirwen di trër Marts, jtist disalev Dai, diar ik fan Leipzig ofraiset. Min Faatîer wiar en rik Man en her fuul Jil' en Gur; man ik haa nönt eecîer höm äreft tis en Haatj*) en en Paar Haan'sken. Wat h()m jert her, her di Paapst sin Folmachtigers tö jam nomen tö jaar ain Gaagen. Man dit wel ik jit ek safuul bikhiagi tis dit dailk en titsaacht frtichtbaar Lön', wat ön'er Weeter sët es, en hur nimer muar en' Fut tip sét uur. En di dailk Sêrk, wat min Faacter her, staant tau Fiirem diip me Weeter tip di Mtitiren. Di Buuren sii, dat frêmer Skephr dit Taak, wat fan Luar wiar, en trii gurt Kloken wechnomen haa. En uuha! dit olerbêst Lön' es tö Grtin' gingen, wechspöölt en ön'er Weeter sët. Uk mut ik mi wun'eri aur al dit Sön', wat jir br Wëstersir töhop-stööwen es tö Hoo^er tis gurt Focîerstaker. Di Buuren sii, dat ön desjirem Gimiindi fuardesen Kuurn-Eekern wesen haa, diar-s nëmt: Boldernik, Foogerfeld, Kloken-W^ung, Liidenklai, Rosenfeld, Schönefeld en W^eeten-Eekerem.**) Dit wiar dit bëst Eekerlön', sön'er tö reek- nin, wat ön'er Ploch of Breek wiar. Man hat es ales fan saalt Weeter aurlöpen en fordtirwen. Fan ditdiarem Lön' her min
^ Faa(îer sa fuul tö sin Pröst-stair lair fingen, tis sin Knechter me tau Pluuger biaarberi ktir, fuarbtiten dit, wat jit muar tö sin
'^ linkümen jert. Man hat es ales omkjemen. Üs dit Lön' jit bi Macht wiar, skel jir en rik Buur uunet haa, diar ahksafuul Lön'-Htiür en linkumen her, tis cli Köning fan-t hiili Lön' iin-
'^* böört. Jaa, ik hiir, dat jir fuardesen aur di Maaten rik Lir wesen haa, om dat dit Lön' safuul gur Kuurn draien heer: Roch, Beri, Weeten en Taacîer ; diartö uk Holt, Klin (Tuul) en Taak
*) Kapuze. **) Hans Kielhoh heer üp Platdütsk skrewen : diarfiiar sen di Noomer fan dit Eekerlön' wel niin rocht Söl'ring.
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tö jaar Hüülïng, sa dat jain mmt waaut, en ,wat-s ek üp Lön' her, dit kür-s fan Huader me Hingst en Wain liaali. Wan-s en Miarnem fan Hüs ofköört, da kür-s disalev Dai töögen Inj weder itüüs wiis. Sa techt lair SöF en dit Fastlön' töhop, dat em bi liig Weeter makelk me Hingst en Wain aurköör en uk tö Fut döörkum kür. Man üs dit Weeter hok Weeken en Daa^en muar en muar äpstauet wiar, kâm en hiil ârig Storem en söt ales ön'er Flör. Gur ual' Lir haa mi fortelt, dat om di Jööltir, üs dit ual' Jaar tö Jen' ging en en nii Jaar bigén skul', al di Lön'en jir üt arküder rewen sen. Em sair, dat SöF 3 Miilen ön Uast en Wêst breer wesen heer. Man hat jit: ,,Hen es forleesen ! "
Mi es jit fuul muar fan ual' Lir fortelt uuren; man wat ik ek salev sen en bilewet haa, dit wel ik uk ek äpskriiv. Dach tinkt mi, dat di miist Skilj tö dit Ünlek ön di ual' haidens Gloov liit, hurfan somen ek oflet wil'. Üs ik jit jir üp Lön' bi min Faader wiar en en könstrik Maaler ön üüs Sërk maalet fan di AjDOstels, dat di Lir dänen iari en tö jam bööri^i skul', da stön' en ual' Man, diar en Haid wiar, mung jam, luket tö en noom da sin ain Knif en skiart höm-salev di Hals of, om dat hi höm ek me di nii Gloov bileer wil".
Di Flör, wat Haiis Kielholt biskreft, es waarskiiuHg di Flör fan 1436. Fan di hoocli Flören kumt ön det Bok jit eu ütföörelk Stek ön'er Nr. 34.
24. Hur di gurt Flören fan kum.
„Di Nuurdsee es en Muurdsee", plai-s jir tö Lön" tö siien, en hur jenlop Weeter wesen heer, ken Weeter weder kum, es en ual' Gloov. Diarom heer dit Lön' fan di Elev äp tö Ripen fuul fan dit Weeter tö liiden, man hat heer ek altert sa wesen.
Om di Jaar 600 eecter Kristi Gibuurt rigiiret ön Englön' en Köningin, diar Garhöven jit; jü her di Köning fan Dene- mark sin Uurt, dat hi hcuJr frii wil'. Man hi höl' sin Uurt ek eu naret h(K)r. Da waar di Köningin gans apskaihii bister en taacht al di Lönen, diar höm jert, ön'er Weeter t(3 sëten. Jü let di Hoo^ening twesken Englön" en Frankrik, diar üp soowen Miilen fiir dit Weeter äphüren her, döörsteek. Soowenhön'ert
— fil —
Man aarbert diarbi soowen Jaar ön'erjen. Sabal' üs ja klaar wiar, brok di Fkir döcir en maaket fuul Skaar iip üüs Küst; muar iis hcm'ert düüfent Mensken drënkt. Diaraur waar di Liren bister ilp di Köning. Hi waar forgeftet, en sin Noom es hiilendal foriiten. Sent di Tir heer di Küst jaariit en jaariin ti') lii(îen aur di Köningin höör Ari^hair.
Om disalev Tir dreev me an Nuurdwest-Winj en gurt Möös*) fan Islön', of — iis iidern sii — fan Skotlön', bi en gurt techt Holting ön, diar di junk Dams-Holting nëmt waar, hur fuul gurt wilj Diirter jam ön äphcil'. Dit Möös lair höm dial üp di Holting en bidaket en hiilendal, en sent di Tir es Friislön ärem ön Holt. (Nach Müiienhoff s. 129
übertragen von Jens C. Bohn.)
24. Me Bruar skel em orntlig omgung.
Fuar fuul, fuul Jaaren skul'-r jens en Brölep wiis. Üs di Brir efen eeder Meddai, jer-s tö Hööv ging, om wiit tö uuren, jit jens dial Ön Keler luket, wiar nâri^en Waant ön, en diar kür fuar di Brölepslir dee^ äpbaket uur. Man jii taacht, hat wiar noch beeter, wan-r jit tau Weeten-Kaaken muar wiar. Nii löp-s gau aur tö di Baker. Diar tört jaa nemen wat fan tö weeten haa, en di litj Wai kür-s saacht jit maaki.
Hat wiar en riiiiseliiii Weder, en ön Wësten toog en Tön'er-^ büii töhop en käm me di Winj gau omhooch. — Diar bi di Baker waar jii fan boowen dial tö ön'ern biskauet en höör Staat aur ali Maaten biwun'ert. En litjet gurthartiy^ wiar-s uk, en aur dat jii eecîer dit Snak hol' hiir maat, bleev jii lënger stuunen üs nöörig wiar. Wilt jii nii sa biwun'ert waar, wiar di Tön'er- biiü luas kemen. Di Riin stört man sa dial. Om dat-s nii sa fiin öntain wiar, kiir en maat jü dach ek iit ön sa-n Weiîer en teeft di Skiiiir of. Di wiar uk bal' fuarbi, en jii löp me en gurt Kaak ("m'er eder Jerem tiis. Diar jii en litjet gingen wiar, käm-s tö en gurt Sloberpet, diar twërt aur Stich ging en sa breer wiar, dat-s er ek aur hen spring kiir. Diar iinön treer wil-s uk ek, om höör blank Brölepskuur ek fiil tö maakin; man jii wust noch Reer. Tau Liiwer her-s; dach jü meent, ön jen her-s uk wel noch, en lair diarom di ü(îer Liiv meren iit ön
*) Moor.
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cli Slober. Diar trat-s nii üp, om fan diar aur üp di drüch Sir tö si^ringen. Man jii stön' man efen üp di gurt Kaak, da ging di Griin' iit arküder en di Brir forsoonk iipstair, en diar es nimer weder en Blink fan höör sen uuren.
Bruar es en Gaav fan iiiis lewer Got, en diarfuar skel
em er Orntliü" me omgUI^g. (Nach Neggds Jirrins im Ferreng
an Öümreng AUemnack 1894.)
25. Pider Lüng.
Üs dit uaF Raantem en Aidem döör Stormer, hooch Flören en Sön'stof ön'ergingen wiar, da becht di Raantemböör Feskers, diar jit eecîer blewen wiar, jam Hüüfing fan Oörd en Suaren öu Kresen-Jakobs-Dêl üp Hörnem, en uunet diar. Man ja her ek fuul üders tö Bêsten, üs wat ja fesket ön dit Weeter en fuan' of stialt bi Strön'. — Hat waaret ek lung, da waar er Fööi/ers iinsët iip Söl' en uk Strön'föög^ers iip Hörnem. Man di H()rnemer Feskers kiirt jam nâriaen ön en wil' nemen harki. — Nü wiar er di Tir sa-n strëng en ârio; Amtman ön Tön'er, di jit Henning Pogwisch;*) hi wil' di Sörring en fuaral di Hörne- mer Feskers twing tö harkin en jam straafi fuar jaar Twêrthair. Hi stjiiürt diarom sin Seen me hok P'ut-Knechter iit tö Söl'.
Mung di Feskers iip Hörnem wiar di Tir en aur ali Maaten gurt en stark Kiarel, diar om nemen wat fraau^et, en waari Këmper ; hi jit Pi(îer Lüng. Diar di Amtman sin Seen iip Hörnem önkâm, seet Picîer Liing en sin Aarern jüst bi Ön'erdaurd; en Fat me kuurt Greenkual stön' üp Staal. Di jung Pogwisch trat grof en aurmuriu; ün* ön Kööv en sair t() Picîer Liing en sin Aaalem, ja wiar Strön'roowers en Apröörers en skul" jaar Luan fo. Pi(îer Liing sin Faacîer swaaret, ja wiar iarelk en frii Lir, wiar nemen wat skiljii^, man forlangt, jaar Kual en jaar maai^er Beten in\ Freer tö iiten. — „Ik wel nönt ii(îers, iis sok braav Lir, üs I sen, jit wat beeter en juu Mialt^t wat fjiter maaki" — -sair sa huanelk di Amtman sin Seen en spiitet ön ditsalev Oo^enblek aur ön dit Kualfat.
Sahing her Pi(îer Lüng stel seeten, biir Festen pal üp Staal, di Ter fast t<)hop beten, me glemen Oouen. Nii brok hi di
*)^Henning Pogwisch wiar Amtman i'm Ti'nver fan 1470—1480.
^T^ni^ ^ fin —
Skair, cliar hi jit ön di rocht Hun' her, meren döor, smeet di Steken bi Sir, en me jen Sprüng her hi di Amtman sin Seen bi Nak. Hi slëngt höm di Hun'en iis tau iirsen Tangen fast om Hals en belket me en Lööwenstem: „Diar '(m di Kual spütet, skel en salev ofiit!" — Me jen krafti^ Greep drüket hi di jung aurmuriu Pogwisch sin Haur diip dial ön di kciöken Kual, olter dat er kweewet. — Di üder Feskers i^kiart ön di Hast di protiu Stiirter of fan jaar drüg^et llochels en sloch diarme di Amtman sin FutRnechter en di Hinger fan Tön'er ön di Flocht.
Om disalev Tir waar di Amtman ön Tön'er, Henning Poo^- wisch, fan di Köning ofsët, fuar hi wiar muurderlig tö Kiir gingen : Jen Buur her hi Nöös en Uaren ofskiar leten, om dat-r ek safuul Skat bitaalet, ils di Amtman haa wil'; muar üdern her er sön'er Grün' henrocht leten. Wiar di Amtman blewen, her di Hörnemer Feskers en fuaral Pider Lüng uk nönt üders tö forwachten her. Dach hkert truut Pider Lüng höm ek muar seeker üp Söl'; hi fuar fan Lön' of tö See en käm ön maning Jaaren ek wetîer tüs.
En tirlung wust nemen, hur hi stööwen of flöögen wiar. Hi her ön'ertwesken en hiili Ker üder Seelir en Flöchtlings, uk fuul Lön'slir, om höm saamelt en wiar Seeroower uuren. Hi wust, dat et nü om Hals en Haur ging; likwel waaget hi fuul, en wan höm uk di Duar fuar Oogen stön', waar hi jit altert dristiuer, en her altert — Lek. 1488 her di Hamborioers üp di Elev 74 Seeroowers offangt; dänen waar üp di Grasbrook henrocht; man Pider Llîng wiar ek diar-mung. — Hi her en Floot fan rikelk 20 Skeepen ön'er sin Kumandi tiihop braacht en sair, hi wil' fuar di Friihair strir en reer aur di hüH Nuurd- see. Ek bluat di Koopmans- Skeepen fau Hamborig, Bremen en Amsterdam, uk di dënsk en hollön's Uarlef-Skeepen fing sin Macht tö föölen. Om di Köninger, Föögers en Borgermaisters tö forhuanigin, her hi üs Waapen ön sin Flâg en Galio en Weel*), en höm-salev nëmt er:
Der Dänen Verhärer,
Der Bremer Vertärer,
Der Holländer Krüz un Beleger,
Der Hamborger Bedreger.
*) Me en Weel, sa gurt üs en Wain-Weel, man me en skarp Kaiit, waar Koowers henrorhtr en jaar Knaakeii kwetsket.
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Hi her sin Slik-Hööler ön di Haawen bi di Buuder üp Hörnem, diar di Tir jit iipen Weeter her en diip wiar, bi Aam- rem en di Aamring Sön'en, bi Helii(l()n' en maning iitîer Ailön'en ön Uast- en Wöstfriislön'. Hi bisêt en bifasticht uk di ual' Raats- bori^ bi Raantem.
Man ales heer sin Tir. Diar forging Jaaren. Sih Floot her öntwesken döör Storm en ön Gifechteu gurt Skaar leren. Hi salev wiar ialer uuren, en di bësten en truusten fan sin Liren wiar fëlen. Jens käm-r me di Ilest fan sin Skeepen en Fulk, üs hi weder en gurt Forlust leren her, bi Hörnem benen. Hi fuan' jir töö^en sin Weeten en Wel, wilt hi fan Söl' of wesen her, fuul foran'ert, en üs hi tö sin Borig käm, saag er, dat di hualev Borig-Wal dialrewen wiar. Hi fraa^et, hoken dit waaget her, sok tö dön; em nëmt höm di Föögers üp Söl' en fuaral di Strön'fööger Jerk Manis ön Wcsterlön', diar di ual' Raatsborig dialbreeken her. Dit âricht Pitîer Lüng. Hi taacht, nü of nimer skel di Fööuers jaar Macht breeken uur, en skel ik uk töögen min ain Lön'slir fecht. Hi saamelt da sin bëst Fulk en ging me dänen en Injem aur tö Wësterlön', let en gurt Ker jir en ön Tinem plün'ri, man ging salev me 7 Man tö Jerk Manis, diar (■)n Uaster-Jen' uunet, om höm to straafin. Dach di Strön'fööger wiar en klook Man, diar höm rask tö faatin wust. Hi stelt höm bliir ön , nööricht Pitter Liing en siu Lir tö Staal en let dit olerbt~st äpbaki, wat hi ön K^xiken en Keler her. Wan Pitîer Lüng fan di Borig^ tö snakin bigént, da haalet Jerk arkmol jit en beeter Borel Wiin fan sin Keler en mKiricht Pitfer di Borel uk jens tö proowin. Pitîer Lüng her altert niin fol Glös stuunen se kiir; hi proowet jen Glës eetîer dit iider, jen'Borel eecîer di ütîer, olter hi mesamt sin 7 Liren drunken (in'er Staal lair.
Di Strön'föö^er let nii ön di Hast ali Wêsterhm'ing en Tinemböör, diar fecht kür, töhop röp, slocli me jaar Help di ütîer Roowers ön di Flocht, en da ging-s me aliman tö di Stnin'- f(K>oer sin Hiis, om Pitîer Lüng en di Rest tö fangen. Ja soong :
Hat gair er ü}) of me aîiman
Me Bösen, Swërt en Forken
Diar nü ek fecht — nü gelt et man —
Dit sen wel rocht hok Skorken.
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On'ertwesken wiar Pider Lüng weder waaken uuren. Üs hi saaij^, Avat fuarging, käm er metjéns weder tö höm salev. Hi Ibrramet di Düüren önt hiili Hüs en wiaret of, dat er nemen iin kum kiir; man sin Liren slöp sa fast, dat-s ek waaken tö foen wiar. Diar di Wêstring närigen en Düür of Hol önt Hüs iipen fuan', da maaket ja en Hol ön dit Taak en käm sa ön xP^ dit Hüs iin en tö Pider Lüng dial. Di gurt stark Breeker wiaret höm fortwiiwelt en me ali Kraft jit lung töö^en di hiili Ker; man töleest maast er höm mesamt sin drunken Lir dach fangen nem let.
Di leeter Dai waar Pider Lüng en di üder fangt See- roowers fuar di Söl'ring Raat braacht. Di Raat sprok dit Dom*) aur jam, dat Pider me di 6 ialsten fan di Roowers üp Galig^hoog bi Nuurd Kairem henrocht wiis skul'; man di jungst (en jit ek wuksen Drêng) skul' wetfer frii leten wiis. Sa waar di gurt Seeroower en Këmper fuar di Friihair, Pider Lüng, me 6 fan sin Helpers duar maaket fan sin ain Lön'sHr. Her hi bi Leewents-Tir uk fuul Üurocht dön, en her hi üs Këmper fuar ual' Rocht en Friihair uk aaft üp en hiil forkiirt Wai wesen, da ging er dach jit hooch âprocht en stolt tö Gahg-- hoog", üs wan hi sii wil': „Lewer duar üs Slaav!"
(Nach C. P. Hansen.)
26. Köning Kaarl di Qurt en Köning Radbod.
Diar Köning Kaarl en Köning Radbod fan Denemark aur tö Wêstfriislön' kâm, da bisët eder en Stair me en Ker fan sin Lir, en eder sair, dit Lön' wiar sin. Nü wil' ja me arküder fecht; man wis Lir forsaacht, jam tö forHkin. Sa käm-s da aurjen, dat di Köning, diar di ücîer aur wiar ön Stel-stuunen, di skul' wonen haa. Nü waar di tau Köninger töhop braacht, en jat stön' arküder töögenaur, en hiili Eetmeel om en om. Da let Köning Kaarl sin Haan'sk faal, en Köning Radbod boo^ höm dial en lêngt höm di Haan'sk wecîer tö. Köning Kaarl sair: „Dit Lön' es min", en lachet: „Ha! ha!" en diarom jit di Stair, hur hi stön', Hachensee. — „Hurom es dit Lön' din?"
*) Urteil. Sörriiiff Leesbok.
- (\C, —
fraaget Radbod. — Kaarl swaaret: „0m dat dü mi bitiinet heest, best dü fan nü of ön min Tiinstman!'' — Da rööp Radbod: „0 wäch!"*) en diarom jit di Stair, hur hi stön', Wachensee. — Diarüp forlet Radbod dit Lön."
(Nach Richthofens >Friesischen Rechtsquellen*. S. 439.)
27. Di trötainst Raatman.
Nü wil' Köning Kaarl Ting ofhual'. Da stjüürt hi Böör tö di soowen Seelön'en, dat ja höm en frii Plaats weeget, hur-t öngung kür. Üs ja dit dön her, let di K()ning di Friisen fuar höm kum en bifialt jam, tö bireeren, wat fan nü of ön jaar Rocht wiis skul". Da buar ja om Apskop, en di Köning dör jam diartö Forlof. Di üfîer Dai bifialt hi jam weder fuar höm; ja kâm en wëlet 12 Raathr üt di soowen Seelön'en en Kaarl sair, ja skul' nü bislüt aur jaar Rocht. Ja buar weder om Bitcnktir. Aliksa ging-t di trër, di fjaart en di fifst Dai. Üs di Köning di sokst Dai sin Bifial wecterhaalet, sair di Raatlir, ja kür-t ek dö. Di Kcming swaaret: „Nü let ik juu di Kuar**) twesk trii Dingen, en I mut sii, wat I lefst wel: dat I hauricht uur, of dat I altermaal Slaaven uur, of dat I ön en Skep sët uur, ek faster en starker, üs dat et jen Eb en jen Flör aur- stuun kjen, sön'er Remen, sön'er Röder en sön'er Toomwerk." — Di twelev Raatlir wëlet dit Skep en fuar me di Ëb sa fiir üt, dat-s niin Lön' muar se kür. Da waar jam ring to Mur. Jen fan jam sair: ,Jk haa jert, dat üüs Herigot, diar hi jit üp des Wârel' wiar, her hi 12 Apostels, en hi-salev wiar di 13^* en käm tö jam bi ofslööten Düüren en trööstet en Hirt jam. Hur- fuar bööri^i wü ek, dat hi uk bi üüs di trötainst wiis mai?" Da fëls altermaal üp Kneebiin en bööricht rocht fan Harten ; diar ja di Bööricht dön licr, da saajr-s en trötainst Man bi Röder seten me en Eeks aur Skol'er, en diarme stjüürt hi töögen Stroom en Winj. Diar ja tö Lön' käm, smeet-r di Eeks fan höm en smeet diarme en Oördsuar äp, en da sproong diar en Kwel omhooch. Dit wiar bi Axenthove. En bi Eeswai käms tö Lön' en sët jam diar om di Kwel, en wat jam di trötainst
*) 0 weh! **) Wahl.
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nü liirt, dit noom-s fuar Rocht ön. Dach wust nemen, hoken di trötainst wiar; sa lik wiar er arken fan jam. Diar hi jam nü dit Rocht wiiset her, da wiar er man twelev muar. Diarom skel-r 13 RaatHr önt Lön' wiis, en jaar Domen*) skel-s spreek tö Axenthove en tö Eeswai, en wan-s ek aurjen kum kjen, da skel di soowen tööü-en di soks Rocht bihual'. Dit es dit Lön'rocht fan ali Friisen.
(Nach Richthofens >Friesischen Rechtsquellen < , S. 439 u. 440.)
IL Ual' Wiis.
28. Fant Biikebrenen.
I.
Hoken heer jit nönt fan Pidersdai en Biikebrenen jert? Dit maast en wun'erk Mensk wiis! P'uar Pidersdai oftöhual'en en en gurt Biiken äptötjen'en, dit es en Söl'ring Wiis, diar maning, maning hön'ert Jaar ual' es, en wü wel hööpi, dat et jit maning hön'ert Jaar sa bleft.
Wat bidüüdet nü dit üurt „Biiken"? Dit es lecht tö siien, en wan em-t jenmol weet, kjen em-t uk lecht bihual'. „Biiken" es ön di leest Grün' ditsalev Uurt üs „Baak", en biiring Uurter wel safuul sii üs „Teeken". En Baak es en See-Teeken fuar di Skepers, om jam dit rocht Faarweeter tö wee^in; en Biiken es en Jöl'-Teeken. Wat wiF di Mensken nü ön ual'ing Tiren me sa-n Jöl'-Teeken sii? — Wan wü di Fraag biswaari wel, mut wü fiir töbeek tênk.
Fuar düüfent en muar Jaaren, üs üüs Fuarfaaren jit Haiden wiar, her-s en Got, diar-s Weeden nêmt; di Dütsken sair diar- fuar Wodan, di Dënsken en di üder Nuurcîliir Odin; sin Wüf jit bi di ual' Dütsken Friia, bi di Dënsken Frig; en Seen fan
*) Urteil, Richterspruch.
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jam wiar di Tön'ergot, diar bi di Dütsken Donar, bi di Dënsken Thor en üp Söl' Tön'er némt waar. Eeder Weeden heer di Winjsdai, eeder Tön'er di Tüsdai, en eeder Friia di Friidai jit altert di Noom bihöl'en.*)
Wan di Feebriwaari-Muun tö Jen' ging, di Wunter sin Macht breeken wiar, en di üu[r]s nai wiar, da braacht di haidens Germaanen en gurt Aawer. Ja buar altermaal om en gur Jaar; di Lön'man om Seegen fuar Eker- en Ingelön'y di Seeman om gur Winj en lekelk Faart. Ja aawert Hingster, Kraiter, Swin, Ramer, Gös en Huanen. Ark Hüsbiseter stjüürt tö dit Biiken- Aawer en di Mialtet, wat-r üjd fölicht, hol' en wehg bi. — Wiar oü ales ön di Reeg, da toog-s me aliman üt fan Tërp tö en Hoog en staapelt diar en gurt Klaamp fan Stre en Holt äp, en boowenüp käm en Streman, diar di ärig Wunter fuarstelt en nü forbronen waar. Di Diirter waar slachtet en dit Biiken öntjent. Trinjom di Hoog daanset di Liren ön en Kraans: Maaner en Wüfen, Jungdrênger en Jungfaamner her jam alter- maal bi Hun" nomen en soong diarbi en Salem tö Liren fan Weeden, sin Wüf en di Tön'ergot.
Di jung Gaster tjent Klapinger bi dit Biikeu ön en ruan diarme aur Eeker- en Ingelön, soong en klekt me jaar Pitsker, om ärig Gaister tö fordriiwen en di Uu[r]s âptöwêken. Hat kâm uk wel fuar, dat-s en Wain-Weel me Stre omwöölet, öntjent en di Hoog dial-laap let aur di Eekern, om dit Lön' früchtbaar tö maakin.
Töleest jer dit Biikeu hiil dialbroncu wiar, bigént di Aawer- Mialtet, en arkjen üng wat of, dat-r en Seegen me tiis noom. Döör di Jemern'^'*) sproong Jungen en Ual'en, dat di Nisten omhooch floog, fuar dit Biiken-jöl' wiar helig, maaket sün' en biwaaret fuar Kraanker.
II.
Dit es ales nü al hing seut. Dit Haidendoom ging tö Jen', en di Söl'ring waar Kristen. Me dit Biiken-Aawer en di Biiken- Mialtet wiar-t da fuarbi; man dit Biiken waar jit altert bronen.
*) Die folgende Diirstenung des Frühhngsopfers nach Wolfgang Golther: „Handbuch der germanischen Mythologie", S. 572. **) Glühasche.
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Hat fing bluat en üder Bidüüding. Biikeu-Aawer en Ting her ön uaFing Tiren töhop jert; man nü waar dit Biiken bluat jit (mtjent, om di Liren tö Ting töhop tö rcipen, of jam tö waar- skauin, wan Krii^ of Uarlef ön Sicht wiar. Da käm di SöFring üt ali Tërper töhop üp di Tinghoo^er, om aur Lön's Bêsten tö bireeren. Ja forsaamelt jam on'er frii Ilemel, ark frii Man me Wiar en Waapen*), fuar niiu Hüs her gurt inoch wesen, om sa maning Liren äptönemen. — Üp ^di Tinghooger sprok uk ön ual'ing Tiren di Söl'ring Raathir dit Rocht.
On leeter Jaaren, üs Fciö^^ers üp Söl' iinsët wiar, waar dit Ting ön Kairem ofhöFen, triimol önt Jaar. Dit jest Ting wiar dit Uu[r]s-Ting üp Pidersdai di 22. Feebr., dit taust dit Somer- Ting di 29. Jüüni, dit trcr dit Härefst-Ting di 26. Oktoober. Dit Uu|r]s-Ting wiar nü dit iiuingst, hur di Inj fuarof jit Biikebrenen wiar. Jit om 1800 daanset Maaner en Wüfen, Jungdrênger en Jungfaamner ön en Kraans trinjom dit Biiken. Om Weeden waar al hmg ek muar taacht; man üs ön di Haidentir waar en gurt Klaamp fan Stre en Strön'holt äpstaapelt en öntjent; önstair fuar di Streman waar ön leeter Tir miist en Tiar-Ten nomen.
1807 brok en Kriig twesk Englön' en Denemark üt, en dit Biikebrenen waar forböören, om dat dit Jöl' niin frëmer Uarlef- Skeepen tö üüs Küst tii skul'. — Üs 1814 weder Freer wiar, kâm di Söl'ring, diar di Tir jit fuul üp ual' Wiis en Weten hör, aurjen, dat dit Biikebrenen weder tö lar braacht wiis skul', en sent di Tir es-t sa biblewen, en es fuar Ual'en en fuaral fuar di Jungen ark Jaar en gurt Früger. Sa üs ön di Haidentir arkjen tö dit Aawer bistjüürt, sa dêr nü tö Dais arkjen hoF en Klaping tö dit Biikebrenen, wan-t uk en Jaar es, hur man knap Stre es.
Wan nü ön jer Jaaren dit Biikebrenen fuarbi en di Picîersdai ofhöl'en wiar, maast di Seelir ütfan en käm jest en Härefstem weder tüs. Hentö 1867 wiar üp di Miaren fan Pidersdai jest Tingleesen.*"^) Eederst bigént di Daans. Üp Pidersdai wil' di jung
*) Wehr imd Waffen. **) Beim Thinglesen erhielten etwa gemachte Vorschläge tiber Landes- angelegenheiten, wenn die Mehrzahl der Banerschaften sich dafür ent- schieden hatte, Gesetzeskraft nnd wurden als Landesbeliebungen öifentlich bekannt gemacht: desgl.Verbote einzelner Eingesessenen, Veränderungen im Landbesitz durch Kauf, Tausch usw.
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Seelir, jer-s Faarwel sair, jit jenmol roclit bliir wiis. Ön jaar bêst Paktji käm-s tö Daanspiisel, en uk di jung Faamnen wiar wel sa blank. Di ual' Söl'ring Wüfhaurs-Dracht, ön ruar en wit, saag dailk üt. Man ek bluat di Jungdrênger en Jung- faamner, uk di ial'er Lir en di Jungen wiar üp di Biin, en ales früget höm.
Sa forging di Picîersdai. Wan di Seelir da hok Weeken leeter fiir fan Söl' önt Is bi di Walfeskfang of ön'er di brenen Sen ön'er di Liin*) wiar en om Biikebrenen en Pidersdai taacht en snaket, da früget da jam diaraur en lëngt eeder jaar Tüs üp Söl'.
29. Uar Sörring Brölep.
Wan cm ual'ing Tiren — fuar omtrent 200 Jaaren — üp Söl' Brölepsdai wiar, da wiar dit en gurt Früger fuart hiili Lön'. En Härefstem wiar di Seelir fan di Walfeskfang weder tüskemen, en di Wüfhaur her di Büten-Aarber dön. Dit wiar sa rocht di Tir, om Brolep tö maakin. Ön gans ual'ing Tiren wiar di Brölepen üp en Sendai ofhöl'en, man sent 1676 wiar di Brölepsdai fuar ali Paaren di Tüsdai fuar di jest Advent- Sendai. Di 24. November 1707 waar aliining ön di Kairemböör Sêrk 13 Paaren üp jenmol wiit, en ön maning ücîer Jaaren ek fuul men'er. — Hiil Scil' wiar da üp di Biin. Man di ual* Wiis wiar fuul ücîers, üs-t nü bi en Brölep tögair.
Al tau Daagen fuar di Brölep ging di Brir ön höör bëst Staat ombi, om di Brölepslir tö Lach tö nöörigin. Achter höör, hooch tö Hingst, käpi di Brirman en di „Fuarman". Di Brir her en litj Spaans Rait ön Hun' en boket diarme üp Düür bi di Liren, diar nööricht wiis skuF. Da käm di Wüf üt Hüs tö Düür, en di Brir sair tö höör: ,,I skel miaren Inj kum tö üüs Brirmans-Lach en skel Tüsdai-Miaren kum tö min Ütskênken en skel min Fiar skiin."**)
Diarüp waar di Brir iinnööricht en fing en Glës Mait en en litj Stek lit. Di Brir-Gaav fing-s metjéns me, en jü knet,
*) Der Äquator. **) sollt meiner Hochzeit Zierde sein.
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wat-s foriiret firigen her, iin ön eu gurt Dok, wan-s jit ek olter- fuul tö draien her: en Pot, en Biirglës of en ücîer Stek Hüs- of Köökengiraat. — Di Brirman en di Fuarman käm ek fan Hingst of; ja rööp bluat: „Holaa!" enda käui di Hüswiart üt me en Borel en Glês ön Hun'. Di tau Rüters sair: „Gots Freer!", en di Wiart danket. Da noom di Fuarman sin trii- kneepet Hur fan Haur en sair: „Jest I-salev en da ali gur Liren, diar ben Juu Düür sen, skel Tüsdai kum me N. N.*) tö sin Brölep, en skel wel faar, en skel lar en Diiged**) haa." — Da ioog di Brirman sin Hur en sair: „1 skel man frü***) tö mi kum en skel kum en help mi, min Brir tö haalin, en skel wel- kjemen wiis." Biiringllüters fing en Glês Branwiin en reer da fiirer. Di Miaren fan di Brölepsdai käm ali nööricht Kärming üp bikraanset Hingster riren, aaft 30 — 50 tö Talf), tö di Brirman sin Hüs. Diar fing-s Merön'ern: Solt en Biir of Branwiin. Da scts jam weder tö Hingst. Ja reer paarwiis, Fuarman en Brir- man fuarof, tö dit Brirhüs. En nü käm en wun'erk Äptoch. Wan di Riiters diar önkâm, wiar di Düür slööten. Fuarman en Brirman maast lung boki, jer iipen maaket waar, en tö Düür k*âm ek di Brir, man en ual' Wiifhaur, diar di Dai Kok spölet, me en Jöl'tang ön di jen Hun' en en Böösem ön di iider. Jü droch höör eet, üs wan-s gans forwun'ert wiar, en fraaget da: „Wat wel I raaning Liren jir?" — Di Fuarman swaaret: „Wü haa jir en Brir oftöhaalin!" Dit ual' Wüfhaur rööp: „Wat? I sen wes naret uuren; jir es niin Brir fuar Juu!" — Diarme skrapt jü jam di Düiir fuar Nöös tö.
Wan di Kärming da jit hok Loper üp Düür boket her, käm di Faader fan di Brir, om di hiili Ker iintöleten, en nti bigént dit „Ütskënken". Wan-s altermaal en litjet tö Bësten fingen her, ging-s weder üt. Di Faader noom nü di Brir bi Hun' en föört-s jam öntöög-en. Al bit Ütskênken her en Spöl- man di Fijool hiir leten. Nü, biiten ön'er frii Hemel käm di
*) Jir waär di Noom fan di Brirman nêmt, **) En ual' Ütdrük fiiar Biwiarting. ***) ohne weiteres, ohne Umstände. t) Önt 18. Jaarhön'ert höl'-s fuul muar Hingster en fuul men'er Kin en Sjip tip Söl' üs nü; 1709 wiar üp Söl' 626 Hingster, 831 Nuat, 2641 Sjip; 1813 .wiar er 231 Hingster, 1359 Nuat, 7348 Sjip; 1900: 340 Hingster.
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uaF Sörring Daaus: Fuardaaus eu Eederdaans. Di Fuarman daanset töjest me di Brir; di taust Daans fing di Brirman. Ali üfter Kârming en Wüfhaur daanset uk. Dit waaret omtrent en liualev Stiin*. Eeder ark Daans diir-s jam di Hun' en sair: ,,Wel bikumt!" — Di Rüters, uk di Brirman en Fuarman, ging nü we(îer tö Hingst. Jen fan di Kärming wiar „Brirlefster". Hi maast di Brir, di tau Aarerwüfen en di tau Fuarfaamneu*) tö Wain lielp. Di Brirlefster maast eu jung, stark Man wiis, fuar di Kluader fan di Wiifhaur wiar swaar; ark her trii Paien ön en en gurt Siist*"^), en hi skuF jam aur La(ter wech tö Wain left-
Wiar dit ales bisciricht, da ging di Brirfiar'^**) ön fol Galop üp Sérk tö, fuarof Brirman en Fuarman, di Brirlefster tö Sir fan di Brirwain en ali üder Rüters tau bi tau achterön. Tö laren fan dit Brirpaar wait alerweegen bi Wai en üp di Hüüfing Flâgen ; diar waar skööten me Bösen en Pistoolen, dat dit Knalin aaft niin Jen' her. Wilt dit Paar wiit waar, wiar di Fuarmau en di Brirlefster me ön Sërk; di üder Riiters reer ön Têrp ombi iis di Wiljen en fing jir en diar en Snaps. — Nii tênk jens om, wat dit fuar-n Leewent wiar, wan 10 en muar sok Brölepen üp jen Tüsdai ofhöl'en waar!
Wan dit Paar wiit wiar, maast di Riiters altermaal weder bi Scrk avüs, en di Fiar ging aliksa weder töbeek üs er kemen wiar; man nü ging-t tö di Brirman sin Hiis. Uk jir käms jest fuar tö Düüren ; man hat waaret ek lung, da waar iipen maaket. — Jer di jung Wüf iintrat, noom di jung Man sin Swiird fan Sir en stat dit fast ön Ausing, sa dat jü dianm'er dö(Jr gung maast. Dit skul bidüüdi, dat jü fan nü of ön ön'er sin Maclit stön' en höra truu wiis skuF.
Nü waar tö Staal gingen. Hat wiar swaar, fuar ali Bröleps- Lir Plaats tö foen. P]k bluat ön Kööv en Piisel stön' Staaler, uk (in Jiö. — Tö Boowerjen' fan di gurt Staal ön Piisel seet di jung Wüf, t() eder Sij; di tau Aarerwüfen. En da bigént di liach; di Gasten fing.fësk Sop, miisttir Hen-Sop, uk wel Meet- waling, saaltet of drüget Wetling of Rochels me Senep en Bruar, Skink eu Liingkual. Diartö eet-s Bruar; fuar lardapels ^\iar tö di Tir üp Söl' jit ünbikênt, aliksa di Wiin. Diar waar Mait, salev-bruut Biir of uk Branwiin drunken. Di Bröleps-Lir her
*) Brautjungfern. **) Schafpelz. ***) Hochzeitszug.
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salev Kniiwer mebraaclit; Gaaweler wiar jit ek öü Gibrük; diarluar noom em di Fingern. Uk Telers Aviar ek üp Staal, nian litj smöl Buurter, diar em Matbuurter*) nëmt.
Wan-s altermaal sat Aviar, bigént dit Daansin, wat miist hentö lëcht Dai önhör. En Nachtem ging di Fuarfaamnen of en tö ombi me en Desk, hurön „Swet-Skilk" wiar. Swet-Skilk waar uk „Kringelkramen" nêmt en waar sadeling maaket: <i^'
Kringler waar ön litj Steken Ijreeken en diarüp waar Siirep Biir eu Mait felt. Ark Fuarfaamen her en Skair ön Hun' en^.'i^V maaket fan Tir tö Tir höör Runtgang bi di Gasten. Sabal' üs '^
en Fuarfaamen fuar jen fan jam stuun'en bleev, maast er di Mür iipen maaki, en jü dör höm en Skair fol; man nemen dört höm- salev wat nem ; dit gelt fuar ünhöfelk en ünforskaamet.
Di hiili Nacht döör waar daanset en süngen. — Hat es Skaar, dat di ual' Leedjis nü altermaal auriiten sen; jit om 1740 wust en Pröst ön Muasem, diar Floor jit, diaraur tö skriiw^en; hat her beeter wesen, wan hoken di Leedjis salev
âpskrewen her. (Nach Henning Rinkens handschriftlicher Chronik
und Chr. Jensen: ï>Uie nordfriesischen Inseln«,)
30. Foderbaricht en Koskaart.
On di Jaaren fan 1775 tö 1807 wiar di Söl'ring Seefaart 'sa omhooch kemen üs nimer töfuaren. Ont Jaar 1780 wiar üp üüs Ailön' 597 Seelir, en diarfan aliining 104 Koptains en 268 Stjüürlir; ja fuar üp hamborig-er, dënsk en hollöns Skeepen. Tö niin Tir haa di Söl'ring weder safuul Jil' döör di See for- tiinet. Wan em nü jens döör di Têrper gair en eeder di Jaartal luket, wan en Hüs becht es, da fair em bal' tö sen, dat di miist en dailkst ual' Hüüfing ön di Jaaren äpsët sen.
Di Bütenaarber üp dit Lön' waar di Tir miist fan di Wüfhaur dön. Bi di Focter- en Kuurnbäricht ging-t eeder en ual' Gibrük, diar üüs nü wat wun'erk fuar kumt. Sent ual'ing Tiren waar di Eekerlön'en, diar tö en Têrp jert, Wungen nëmt, en di Ingelön'en nëmt. em Laagen, sa üs em uk jit nü tö Dais sair. Dit Eekerlön' fan di enkelt Hüsbiseters lair aaft fiir iit arküder; arkjen her jir en Stek en diar en Stek.
*) Mat = Speise. Vergl. Meet = engl. meat, angels. mete = Fleisch und das deutsche Mettwurst.
-/ A
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Di Eekern wiar lüng en smê] en döör diip eu breer Graawer fan arküder skêren. Ön ark Wung waar üp jen eu disalev Dai ditsalev Kuurn ütsën; dit jen Jaar nönt üs Roch, en üder Jaar nönt üs Beri e. s. f. Wan-t rip wiar, maast dit Kuurn üp ali Eekern, diar tö en Wung jert, uk weder üp jen en disalev Dai ofskêren wiis. Wan-t sa fiir wiar, waar me di Sërk-Klok en paarmol önslain of uk di Büürfööger me sin ruar Kasket üp Haur ging me en Tuuthuurn aur Têrp ombi en tuutet. Da ging di Skorders*) me jaar Sekler üt en skiart dit Kuurn of. — Aliksa waar Biskür dön, wan dit Tjüch iinstalet of tiidert wiis skul', wan-t en Härefstem luasslain waar, wan dit Hiir'-slaaen of dit Hauen bigén skul'.
Bi di Focîerbäricht ging-t en litjet lüstiger tö. Wan ark "^ Laag hauen wiis skul', wiar al sent ual'ing Tiren fastsët. Di
Inj töfuaren köört-s me aliman hen en her jam sa blank ön- tain üs wan-t Sendai wiar, biir Kärming en Wüfhaur. Wan,-s ön di Inge töhop kemen wiar, dör-s jam jest wat tö guren, en da bigént di Bütendaans, diar muar Stün"en waaret. Wan di Liren jam da ti-êt daanset her, slöp-s en litjet ön'er jaar Wainer, en me Daageruar bigént ark üp sin Stek me dit Hauen. — Ja A^iar fliitig en brükt ek fuul, om jam tö frügin en bhir tö wiifen.**)
31. Heliglön'er Daans.
Ali jung Liren üp iiüs Ailön'en mai hol' daansi, en di Hehg-lön'ers jest rocht. Ja nëmt „springen", en i mai mi liiv, dat-s aaft klöchtig inoch ombispring. Di Hehglön'ers, biir Kär- ming en Wiifhaur, sen altermaal gur Daansers en haa jaar ual' ,,Heliglön"er Daans" jit ek auriiten. — Di ual' Söl'ring Daans me Fuardaans en Eederdaans es ek muar ön Gibrük; mesken kür di Sörriug et jens me di Heliglön'er Daans forsjuk; dit wiar jens wat Niis fuar Pidersdai. Diarfuar wel ik di Daans biskriiv.
Arkjen fan di Daansers nemt en Faamen bi Hun', en da maaki-s en gurt Kraans of Ring; wan-r Daansers nöögen sen,
*) Schnitterinnen. **) Hat heer altert e'n giir ual' Söl'ring Brük wesen, Liren diar aarberi, tö tö röpen: „Guddai ! Got help !" en diarüp jert höm tö swaarin : „Guddai, gur Dank!"
— 75 -^
maaki-s uk wel tau of trii lliüger iin ön arküder. On di Meren staant en Kârming, diar kumandiaret. Hi bigént tö sjungen, en altermaal sjung-s me:
Kwidiwidiwit, min Man es kemen. Kwidiwidiwit, wat heer er braacht? Kwidiwidiwit, en Sak fol Plumen. — Kwidiwidiwit, dit kür er saacht. *) Wan-s di Fê[r]s tö Jen' haa, maaki-s altermaal en Kneks en sjung diarbi:
Hat es jenlop! Diar-eeder sjung-s weder di Fës en diarbi daansi-s ön en Kraans; dach ek ark Ring disalev Wai om, man töögen arkilcîer. Es di Fcs töjen', sjung-s weder:
Hat es jenlop! (maaki en Kneks, faal da altermaal üp di rocht Kneebiin en sjimg:) Hat es taulop! Da stuun-s weder äp, sjung di Fês, maaki da stop en sjung weder :
Hat es jenlop! (Kneks).
Hat es taulop ! (üp di rocht Kneehiin , stuun äp en faal da üp di left Kneebiin, sjung:) Hat es triilop! En sa gair-t förter. Dit fjaart Mol faal-s üp biir Knee- biin, büch jam fuaraur, en di Kârming stöti jaar Haur ön di rocht Hun', di Faamnen ön di left Hun' en sjung: Hat es fjuurlop! Dit naist Mol faal-s weder üp biir Kneebiin; nü stöti di Kârming di Haur ön di left en di Wüfhaur ön di rocht Hun': Hat es fiflop! Dit leest Mol faal-s gans tö BöÖrt:
Hat es sokslop!
Diarme es di Fuardaans üt, en nii bigént di Eederdaans.
Di Musik spölet di Heli^lön'er Polka. Ark Daanser of „Springer"
nemt sin Faamen, en da dansi-s Polka. . Ja fo arküder faat
me Hun'en en Jeremer krütset aur Rech en daansi da wel sa
dailk. (Andrees Hübbe.)
*) Üp Heliglön' sjung-s di Riimen üp Platdütsk, wat jüst ek nöörig wiar, om dat-s jaar ain dailk Spraak haa.
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III. Histoorien.
32. Fosites Lön*.
Di ial'st Tiring aur üüs Ailön'en ön di Nuurdsee ha wii fan Heliglön". Diar uunet om dit Jaar 700 en Köning, diar Radbod jit. Di Liren ü}) Heliglön" wiar tö di Tir Haiden en jaar Köning uk. Eadbod salev stamet üt Wëstfriislön' en wiar fan di Frankenköning Pipin*), diar Krist wiar, taumol slain uuren, en eeder di taust Slacht, 689 bi Dorstede, wiar er aur tö Heliglön' flöcht. Diar kiir di Franken en jaar Köning, diar altermaal ek fuul fan Seefaart forstön', höm ek lecht faati.
Dit Ailön' jit tö di Tir Fosites Lön', om dat di Helig- lön'ers en Got her, diar-s Fosite nëmt. Fosite her diar en Aart Heligdoom, en didiarem Stair waar sa, hehg höFen, dat nemen w^aagi dört, di Diirter, wat diar ombi^êset en diar uk fuar hehg gelt, tö biröören. On di Naiighair fan dit Helij/- doom wiar en Kwel; hoken diarüt Weeter drink of uas wil', maast er bi swügi, fuar em liift, dat ark Uurt höm di Duar bring kür. Nü kâm di helig Willebrord tö dit Ailön', om di Liren tö bikiiren en tö dööpin. Hi slachtet me sin Helpers hoken fan di helig Diirter, om dit Meet tö iiten en dööpet trii Heliglön'ers üp di Noom fan di trii-iinig Got üt di Kwel, hur jer jit nimer niin Uurt bi snaket uuren wiar. Dänen, wat-r bi stön', taacht, dat Willebrord me sin Lir üpstair duar dial- stört maast, of dat-s tömenst tumpig waar en fan Wet ofkâm. Man üs di haidens HeHglön'ers saag, dat jam ek en bet diar- eeder skort, löp-s tö jaar Köning en fortelt höm, wat-s sen her. Radbod let trii Daagen eeder di Ree^ dit Lot smit, om Fosite tö bifraagin, w^at siu Wel wiar. Mau dit Lot fêl triimol tö Gönsten fan di Frémern üt; bluat fuar jen fan Willebrord sin Helpers fël-t ünlekelk, en hi maast sterev. Di üdern käm
*) Die Bezeichnung Pipins von Heristal als „König" ist ein Not- l)ehelf, (la sich in der Sylter Mundart weder für Major domus uoch für dux et princeps Francorum ein entsprechender Ausdruck finden läfit.
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me Lif en Leewent er fan, en Radbod stjüürt jam wecter tüs, sön'er dat-s wat ütrocht her.
Wat di helio Willebrord ek t() Wai braacht her, dit fing di lielitr Liudger ütrocht. Hi kâra 785 aur tö Helig^lön'. Hat leket höm di Liren tö bikiiren, en hi dööpet jam ön disalev Kwel, hur Willebrord jer al trii Mensken ön dööpet her. Dit HeHo- doom fan Fosite waar dialrewen, en üp disalev Stair waar di jest Sêrk äpbecht. Man dit Kristendoom sloch diar dach jit niin fast Röt.
Nü forgung en paar Jaarhön'erten, sön'er dat wü wat fan Fosites Lön' hiir. Om dit Jaar 1050 käm Biskop Eilbert diar- hen en becht diar en Klooster. Tö di Tir wiar HeH^lön' jit gurter üs-t nü es, en uur sadeling biskrewen: „Dit Ailön liit büten fuar di Elev, es knap 8 Miilen lüng en 4 Miilen*) breer. Di Mensken, diar er üp uuni, brük Stre en Strön'holt üs Jöl'ing. — — Dit Ailön' es früchtbaar en bringt fuul Kuurn; uk sen diar fuul Fü^eler en Sjip. Diar es man jen Hoog; Boomer sen er ek tö finjen; dit Ailön' es fan Klepen iinslööten en heer man jen Tögang, hur uk fësk Weeter es. Dit Stair es fuar ali Skepers iarwördig, sen'erhg- fuar di Seerowers. Diar- fuar heer-t uk di Noom Heliglön' fingen; fuar desjaaring waar-t
Fosites Lön' nëmt. " (Nach Alcuin, Altfrid und Adam von Bremen.)
33. Köning AbeL**)
Di dênsk Köning Abel wiar 1250 üp en ärig Wiis tö Macht kemen, fuar hi her sin ain BröcTer,' Köning Erich, ofmuurdigi leten. Abel brükt altert fuul Jil', en dit jest, wat-r nü dör, wiar, dat hi en hooch Skat fuart hiili Lön' ütskreev, om sin lerig Pung tö felen. Hi stjüürt Skatmaisters tö Uast en W^ëst, ora dit Jil' iintökraawin, en sa kâm-s uk tö di Friisen; man diar fing-s nochweder Jil' tö sen of gur Uurten tö hiiren. Di Friisen sair: „Uüs Diker, diar wü töögen di wilj See maaki en ön'erhual' mut, kosti üüs fuul olter fuul. Wü haa nönt tö
*) Hur gurt sa-n Miil wiar, es ek me Seekerhair tö siien: bluat sa- fuul es wes , dat et niin Miilen fan 7 V2 km wiar : waarskiinlig sen me en Miil 1000 Stööpen meent.
**) Wir verweisen hier nochmals auf die zweite Fuônote auf S. 25,
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mesten; diarom mai di Köning teev me sin Skat." Man di Köning Abel forstön' niin Teewen. Om dat nü di Friisen ek harket, bislööt di Köning, jam jaar stüf Naker tö bügen: wat-s ck gurwelig dö wil', diar skul'-s tö twüngen uur.
On di Wunter fan 1251 üp 1252 toog Abel töögen Nuurd- friislön' luas. Dit Is hör aueral ön di Më[r]sklön'en, en di Dênsken kür aueral -öngrip. Man dit lechtst wiar-t dach, Eider- stedt tö aurrumpHn. Diarfuar marsiaret di Köning üp di WiaL '^'"-p^ tö, diar tö di Tir twesk Eiderstedt en dit Fastlön' wiar. Hi lair nü me en gurt Ker Kriigslir üp di Fuargeest en sloch Bröchen, om höm di Aurgang tö Eiderstedt tö seekerin. Man di Eiderfriisen teeft ek eeder höm; ja forsaamelt jam litjem, man me Hast, ruan aur di Dik en aurt Is en dreev di Dënsken en hiih Stek töbeek. Da sloch uk dit Weder om. Hat waar Tuai; dit Is brok en en stark Riin maaket aH Waien tö Slober. Di Friisen wust ön jaar Lön' Biskiir; man di Köning sin Lir tö Fut kür man efen ofstair kum, en di Hingster en Büters bleev ön di swaar Klai stekin. Söc maast di Köning fuar-t jest fan sin P'uarnemen ofstuun.
On di Jüüni-Muun 1252 wil' Abel nü larnst maaki en di Friisen jen fuar ahmol ön'er Fet bring. Hi toog sin hüH Macht üp di Mildeborio- töhop en her Skeepen klaar liien, diar höm en sin Lir aursêt skul' tö Eiderstedt. Al di jest Dai, üs ales forsaamelt wiar, ging di Köning me sin Saldaaten langs di Milde üp di Eider tö en skeepet höm jir iin en silt me sin Armee ön trii gurt Ofdiihugen di Nuurd-Eider dial tö en Haawen, diar Oddensskild jit en techt bi Oldenswort lair. Fan diar toog er aur di Dik iin ön di Mêsk en sloch tö Südern fan Oldensw^ort en fast Laager äp. Hi hööpet, di Friisen skul' höm jir öngrip, sa üs ja-t dit fuarigi Mol dön her, en da wil' hi jam flensi. Om jam tö drilin en rocht ärig- tö maakin, waar ön di Omgeegend Hüüfing dialbronen, ales wechplün"ert en di hoochst Brant-Skat iindrewen; hi taacht, nü skul' di Friisen Hals aur Haur üp höm luas kum. Man diar her hi mes ön. Di Eider-Friisen saag jam fuar; ja wust noch, dat-s aliining töögen Abel nönt uur kür en wil' salung teev, olter dat-s Help fing. Gau waar Böör stjüürt tö jaar Lön'sliir, di Friisen bi Nuurd en üp di Ailön'en, en aueral bruan' bi Nachter-
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Tir di Biiken en rööp di Kärming fan ali Siren töhop. Soks Daar wiar forgingen, da wiar-s üt ali soowen Hiarden for- saamelt, me aliman, diar me ön di Slacht kür. Ja toog süücî- uaster-fuar, om Abel oftöfangen. Di soowenst Dai käm-s töhop üp jaar ual' Ting-Stair bi Büürmanswai. Jir waar bislööten: „Diar ken üüs niin Köning tö Skat of tö Tiinst twing; fuar wü sen frii Lir. Köning Abel skel sterev, of arkjen fan üüs skel faal üs en frii Man." Dit wiar arkjens fast Meening en Wel. Nü waar uk niin Oogenblek lênger sümet. Gau saamelt-s jam om jaar soowen Flä^en en toog- dial fan di Geest süder- fuar üp Eiderstedt tö, hur-s jam me di Eiderfriisen töhop slööt. Ja wil' di Köning aurfaaL Hi her fuul muar Lir üs ja wiar. Man aur dat et junk Nacht wiar, skuF jaar Aurfal noch leket her, wan Abel ek döör en Spijoon waarskauet uuren wiar. Diar waar höm rat,, metjéns fiirer süderfuar tö gungen, naier üp di Eider tö. Wan hi höm da ek wiari kür töögen di Friisen, da lair jaa sin Skeepen man en litj Stek fan höm of en kür höm redi. Man jer-t jit jens rocht diartö käm, wiar di Friisen al .fuar dit Laager, en Abel waar sa ungsti^, dat er höm me gurt Hast töbeek toog. Ales, wat hi äpstaapelt her fan dit plün'ert Kraam, fêl ön di Friisen jaar Hun'en. Ja föhcht Abel techt üp Haken. Hi käm uk, jer jit en Slacht lööwort wiar, lekelk bi di Eider ön. Mau wat nüV Die Nuurcîsee, ücîers altërt di Friisen jaar Fiint, wiar di Miaren üders tö Sens. Hat wiar Hol-Ëb, en Abels Skeepen en Buaten seet üp Drüg-ens. Diar stön' di Dënsken net tö. Di Friisen haalet al di Achter- sten iin en sloch jir metjéns meren üp di Wai 300 Man duar. En üder Hop jaagets ön di Eider, diar diar ön Klai en Slober stekin bleev. Di gurtst dënsk Hop käm uk ärig ön Kniip; hi maast höm wiari, sa gur üs-t ging. Nü käm-t tö en hart Slacht, en uk fuul Friisen, fuaral fan di See-Liiers (sa waar tö di Tir di Söl'ring, Föring en Aamring nëmt) forlos Lif en Leewent. Man töleest maast di Dênsken dach wik. AH Friisen for- föHcht jam hen tö Ipenbüll, fiirer hen bluat di Eiderfriisen. Di üdern, diar fan Nuurden kemen wiar en ön jen wech mar- siaret en fecht her, wiar sa trêt, sa hungrig en töstig, dat-s ek förter kür. Töleest käm di Eiderfriisen tö di Itzenau, en üs ja saag, dat di Köning me di miisten fan sin Lir diar al
aur wech wiar en gau üp di Itzendamm fiirer flöcht, meent-s, hat holp wel ek fuul muar, wan-s höm lênger forfölicht en kiirt üntöfreeren om; ja noom jaar Wai tö dit forleten Laager fan di Köning, om diar üttöwiilin en jam me lit en Drink tö starken. Di Köning flöcht jit en Stek. Mau nü stelt höm en litj Ker üt Koldenbüttel, diar jit gaar ek mefecht her, höm öntöög-en en greep ön. Üs di üder Eiderfriisen dit waar waar, dat di Dênsken üp di diarem Wai ek fiirer kum kür, kiirt-s weder om. En hiili Buul Dênsken waar diar dialslain, dat-s nimer weder äpstön'.
Di Köning flöcht me di Rest aur di Eider, di Friisen fö- licht jam üp Haken en benen kuurt Tir wiar di hiili dënsk Armee wech en hen. Abel salev forsaacht aur di Miklerdamm wech tö kumen en sin Leewent tö bârig^in ; man sin Tir wiar uk kemen. En Weelmaaker fan Pelworm, Wessel Hummer of Henner sproong höm öntöögen en kloowet höm di Haur me sin Eeks.
Dit giböört di 29. Jüüni 1252.
(Nach Dr. A. L. J. Michelsens >Nordfriesland ira Mitlelalter* und der Übertragung von N. Jirrins im Ferreng an Öömreng Allemnack.)
34. Fan hooch Flören en fan di Pest.
Wat di hooch Flören fuar Unlek, Nuar en Kemer aur Nuurdfriislön' braacht haa, diar heer wel arkjen al wat fan jert. Sen'erUg ön dit 14 fl Jaarhön'ert wiar-t riin mal. •
Di 16. Jan. 1800 wait en Storem, diar dit Weeter 14 Eelen hooger dreev üs di Seediker wiar. Tö di Tir maaket Nuurd- strön', Pelworm en di Hali^en töhop jit jen gurt AilÔn' üt, wat muar üs triimol sa gurt wiar üs dit, wat-r nü tö Dais fan aurblewen es. Üp di süder Sir fan Ual'-Nuurdströn' lair Rung- holt en jit soowen Tërper muar. Dit hüH Stek Lön' me ales, wat diariip stön' en lewet, waar ön j'en Nacht wechspöölt en ön'er Weeter bigreewen. Di Mensken, diar aurblewen wiar, kür sa-n I^etfiarels gaar ek bigrip , en jit ön fuul leeter Jaaren waar fortelt, dat Rungholt jit jens äpstuun en weder tö Dai kum skul'. En somen, diar me en Buat üp di Stair, hur Rung- holt stön'en her, bi stel Wecîer aur dit Weeter silt, käm-t fuar, üs wan di Sërk-Kloken, diar em ringt her, üs di hooch Flör töjest iinbrok , tö hiiren wiar.
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Di taust gurt Flör ön ditsalev Jaarhön'ert käm 1354, en di trör 1362. — Man fuarof jaaft jit en ütfer Ünlek, hurfan wü töjest fortel raut. Ünt Jaar 1350 käm tö üüs Ailön'en en pestaardiu Kraanker, diar em di „Suurt Duar" of dit „Gurt Sterwen" nômt. Di Kraanker käm fan Uasten üt Asien en ging döört hiili Europa. Di Liren fing-t me Kneesen en Bree- ken, jaar hiili Leewent waar fol fan Bolninger; fan benen waar-s suurt, en di Lung saa^ üt, üs wan-r' forbronen wiar, en di Mensken stuarev wech üs Flüg^en. Ön di trii Jaaren fan 1348 — 1350 skel Europa döör didiarem Kraanker 25 Mill. Mensken forleesen haa. — Uk Söl' bleev ek frii. Ön Ärichsem stuarefs altermaal; ön Muasem bleev bluat 11 Lir eecter, bi Nuurd man jen ual' Man en en litj Jungen ön Woningstair. s ^fv** Aueral wiar Sörig en Tuaren. Dit Tjüch dreev lechluas ombi üp di Eekern en üp Mark. Nemen dört et waagi, en üctern .. tö helpen, om dat di Kraanker sa klüwét. Di Jungen ilöcht '/
fuar jaar ain kraank Aal'ern; fuul Liken bleev ünbigreewen Hien en forpestet di Locht jit muar. Bi di Sêrker waar gurt Küüler greewen, en di Liken waar er bi Hopen iin ön stört. Di Pest-Küül ön di Nuurcî-Uast-Huk üp Kairem-Sërkhof es jest önt Jaar 1905 ofdraien uuren. Aliining Raantem en Hörnem bleev forskuanicht.
1354 käm da di taust hooch Flör ön dit 14^ Jaarhön'ert. Di Diker brok weder döör; mesken wiar-s eetter di Pest, hur safuul Mensken wechstürwen wiar, uk ek rocht bi Macht höl'en. Al dit liig Lön' kâm ön'er saalt Weeter; Hüüfinger, Sêrker. Melner en Skeepen waar önsteken slain; fuul Mensken en jit ^>.'i yi« '^^' muar Tjüch drënkt. — Man dit wiar jit nönt töögen di Flör fan 1362, diar di Noom di „Gurt Mandrênkels" fingen heer, om dat er sa fuul Mensken ön drênkt sen. On gans Nuurd- friislön' sen tö di Tir 20 Tërper me jaar Sêrker ön'ergingen. Ual'-Nuurdströn' her weder fuul leren. Üp Söl' ging Staidem en List, waarskiinlig uk Woningstair tö Grün'. Staidem lair tö Uasten fan Raantem, hur nü Sücîer-Heev es; di Stööwen- stairer fan Ual'-List Hi ön'er di Dünemer bigreewen , en Ual'- Woningstair, wat en gurt Tërp wiar, lair bi Wësten fan Ruar Klef, hur nü di hooch Seeen gung. Di Laien twesk Söl', Föör en Aamrem wiar fuul diiper en breerer uuren, en fuul, fuul
Söl'ring Leesbok. (J
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Ingelön' wiar wechrewen en fuar altert forleesen. Uk di Dü- nemer üp List en H()rnem sen sent di Flören fan 1362 en 1436 jest sa hooch en breer uuren.
(Nach Dr, A. L. J. Michelsen , C. P. Hansen u. a.)
35. Ön*ergang fan Uar-Nuurdströn*.
Hat wiar di tiinst Oktoober 1634. Fan al üüs Ailön'en wiar Nuurdströn' tö di Tir dit gurtst, dit dailkst en dit rikst, Jit kuurt töfuaren her di Nuurdströn'ing jaar Seediker sa hooch en fast maaket, dat em sair, nü wiar di Dik fan lirsen, en Nuurdströn' wiar seeker fuar di wilj See ü-p en lung, lung Tir.
Di 10. Oktoober wiar en milj Hârefst-Dai; en liröu'erem wiar di Winj luuwen en linj, en nemen taacht, dacht en Ünlek bifuar stuun kür. Man hat wiar sa duaren-stel, üs-t aaft es, jer en swaar Storem ütbrakt. FjU Aurön'erem too^ ön Wësten en Südern junk Wolken äp; fiir ön Wësten bigént et tö laidigin, ^^Ht' ^^ ^S'^ injet en di lung junk Nacht dialsoonk, da maaket di Skepers en di Möen dat-s Lön' fing.
Di Nacht ging aur; di Miaren fan di 11. Oktoober ka"m, di leest, wat Üar-Nuurdströn' bilewet. Hat wiar jüst en Sendai. Di Locht wiar techt bitain; ruar üs Blör ging di Sen ön Süüd- uast äp en biskintj jit jenmol dit dailk, früchtbaar Ailön' me '^ sin „Gur Ring"*), me al sin green Fënen en al dit Tjüch, wat-r üp gëset, me sin swaar Eekerlön', me sin Sêrker, Melner, sin Têrper en enkelt gurt Buurenstairer en me sa fuul fliiti^ en streefsom Mensken. Man fan Stün' tö Stün' toog^ jam di Wolken junker en techter töhop, en fan Stün' tö Stün' waar di Winj stüfer. Da ringt di Sërk-Kloken en rööp di Lir tö Hööv. Jit jenlop käms töhop ön Gots Hüs, en jit jenlop soong-s en Salem tö Gots lar, üs-t al bigént tö tön'erin en en slachslain Riin dialstr^rt. Üs di Liren tüs kam, sët-s jam om Staal tö Sen- dais-On'erdaurd; man jit taacht nemen, dat et dit leest Mol wiar.
En da brok di Storem kias üt Süüdwêst en sproong bi hualev Springflör iip Nuurdwêst om. Hat wiar en Hemelsweder, üs wan di hiili Wârel' ön'ergung skul'. Om en Klok 9 wiart
*) Me fli „Gur King" (^s di Seedik meeiit.
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al sa muurdjunk, clat em niin Hun' fuar Oogen se kür; bluat
wan-t of en tö laidicht, käm üp en Oogenblek en Löchtskimer,
en da fölieht en lung Tön'erskrabel. Bal' ging-t Slach üp
Slach, en tööoen di Seediker raaset di Brening, üs wan-t tön'ert.
Hat waaret ek lung, da brok di Flör döör, en dit saalt Weeter
stört iin önt Lön'. Di Kooi^er h'3p fol. Man jit luket di Hüü-
fing üp di Werewer aur di wilj See wech. Altert muar Weeter
wialtert hom döör di Kolken en Wialen en aur Dik ön-t Lön'
iin. La löp uk di Werewer ön'er, en di saalt See sloch töögen
Düüreu en Wininger. Di Mensken flöcht jam mejaar Bëst en
Lefst, wat-s her, tö Bualkem en höl' jam fast bi Spëren en •i^^, "tr*^*
Laten. Di Miiüren sloch iin, en di Hliüfing stön' jit man üp -^'^ä-* •'^*
Stöten. Dit Tjüch üp Stal brület en negert fuar Ungst en 7T74*-^
maast drênk, sön'er dat hoken help kür. Dit Taak fan di '^*'^'
Hiiüfing wiar al lung äpbosket en wechflöögen, en di Liren
seet ön di iskuul Nacht üp di Huanbualker. Hat waaret ek
lung, da bigént ja uk tö driiwen. Üp muar Stairer wiar döör
di Storem dit Jöl' ön Kööken of ön Kachelaun weder tö brenen
kjemen, sa dat di ârem Mensken, wan dit Hüs benen ön Brant
stön' en ja boowen üp Bualkem seet, en debelt Duar fuar
Oo^en her. Somen, üs ja saag, dat gaar niin Help muar
möö^elk wiar, knet jam salev me Wüf en Jungen me en gurt
Toom trinjom Lif töhoi), dat-s me arküder drênkt en uk ön
di Duar töhop bleev.
Eu Injen" hen töögen Klok 10 wiar ales fuarbi. Nuurd- strön' her äphöl'en tö wiisen. Diar wiar muar üs 6200 Mens- ken en 50,000 Stek Tjüch drênkt. 1300 Hüfiug en 30 Melner lair ön'ersti^eboowen. Di Seedik wiar üp 44 Stairer breeken, en döör diip Wialen löp di saalt Weeter iin en üt. — Rikelk 8000 Mensken her jaar Tüs es jaar Lek forleesen.
Di Sërker en di Sërktürner luket trinjombi üt üs aur en gurt Sêrkhof. Ja her uk leren fan di Flör, en di miisten maast eedert ofbreeken wiis. 2633 Mensken her di Ungst- Nacht üp Nuurdströn' aurlewet; man wat her-s bihöl'en? Ärem en naaken seet-s ombi en wust knap , hur-s dit Nöörichst fuart Leewent fan nem skul'.
Pelworem wiar nü en litj Ailön fuar höm-salev uuren. Di Liren fiug me frêrner Help jaar Lön' weder iiudiket. Man üp
6*
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^ Nuurdströn' (Nii-Nuurdströn) saag-s er niin Keer tö. Ja her noch
^y^^' tö dön, dat-s döör Feskerii fuart jest jaar Leewent efen bäricht.
"/ Nuurtîfriislön stön' tö di Tir ön'er di Rigiiring fan di Her-
to^ Friedrich III. fan Gottorp. Wat dör hi nü fuar di ârem Lir, diar hiilendal sön'er jaar ain Skilj önt Ünlek kjemen wiar? — Dit Lön', wat di Nuurdströn'ing dach di See me fuul Mait ofwonen en iindiket her, aurjaav hi 1652 fuar en gur Stek Jil' tö rik Hollön'ers. Di Friisen maast fan dan üt jaar Lön': so- nten too^ aur tö Föör en becht jam ön bi di Wik; somen ging äp tö Fastlön', somen tö Hollön'. En enkelten bleev itüüs, om üs Knechter of üs Tiinstfaamner tö tiinin üp di Stairer, diar jer jaar Aal'ern üs ain töjert her.
Sent di Tir, hur Nuurdströn' en Pelworem üt arküder re- wen sen, sen-s fuar dit Friisendoom forleesen. Di ual' friisi Spraak en Wiis maast wik, üs dit Lön' hiilendal fol fan Frë- mern waar.
(Nach A. Heimreichs ^Nordfresischer Chronik«, C. P. Hansen und der Übertragung von N. Jirrins im >Allemnack< 1893.)
IV. Fortelings.
36. Skep üp Strön'!
Di November-Muun ging tö Jen', en hat wiar en iskuul Weder. Di hüH Nacht her-t stüf üt Nuurdwëst wait, en hen töögen Miaren wiar-t en Storem uuren. Efen jer-t bigént tö daagin, waar di Lir ön en Fesker-Têrp techt bi di Nuurdsee döör en Kanuun-Skot üt jaar Sliip wëkt. Ja wust noch, wat dit Sjiten tö bidüüdin her. Büten fuar di Küst, twesk di Refen, maast en Skep ön Nuar wiis. Diar stön' altert en hooch See, en di Brening ging mal tö Kiir. Jir wiar al maning Skep for- leesen; jaa, em kür sii, diar forging binai niin Jaar, hur büten- fuar niin Mensken bleev.
Di Liren i'm Tërp, diar al fuul ünlekelk Mensken dit Lee- went bürigen her, löp uk deHng, sa waker üs man kür, aur tci Strön'. Ek fiir bütenfuar, üp dit benermuar Ref, seet en Skep,
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wat al miist forleesen wiar. Di Skepslir höl' jam bi Wanten en Raaen — sa gur üs-t ging — fast, of her jam fastbün'en, dat-s ek fan di Brening aur Buurd slain waar. Di Nuar wiar gurt, en diar wiar niin Tir tö forspölin. Dit wust di Feskers uk noch. Jaar Fuarmann, diar Harro jit en üders altert üs jest Man bi di Hun' wiar, wiar di Inj fuarof, üs dit Weder jit ek sa mal ütsaag, aur tö en iider Terp gingen en diarfuar ek tö Stair. Man likwel sproong soks Man ön Buat en forsaacht, üt tö dit Skep tö kumen. Hat leket jam uk, en ja braacht di Skepslir ön jaar Buat äp tö Lön'; man om dat dit Buat fol wiar, maast er jen fan di Skepslir töbeek bHiv; hat wiar en jung Seeman, jit miist en Drêng, diar boowen äp ön Meest seet.
Nü käm Harro tö Strön'. Hi fraaget metjéns, of-s alter- maal bürigen wiar; en üs hi jert, dat-r jit jen büten ön di Meest seet, rööp hi: „Ik wel höm haali! Gung i me?" — Üs er höm nëmen melt, rööp Harro: „Da gung ik ahining."
On ditsalev Ooü-enblek käm sin Mooter aur tö Strön'. Jü buar Harro: „Gung ek! Din Faader bleev büten. . . en Uuv" — ^ Uuv wiar höör jungst S^en; fan höm her jü al ön muar Jaaren nönt jert. — „Grung ek, din Mooter tö-lef!" — Harro swaaret: „Best dü di seeker, dat di diar-biiten uk ek jit enMooter heerV" — Nü swüget di ual' Wüf, en fjuur Man sproong me Harro önt Buat.
Hat ging fuariit töögen di Brening, man lungsem. Di Skepsrump stön' al hiilendal ön'er Weeter, üs ja ütkäm. Harro klatert âp ön di Skepstoomer, om di miist forfröösen Drëng dial tö haahn. — Ja lair höm dial ön dit Buat, en üs ja da sa nai äp tö Lön' käm, dat-s di Liren bi Strön' biröp kiir, da wëftef Harro en rööp: „Sii-t üüs Mooter. . . . hat es Uuv!"
(Bearbeitung von Julius Gantzel.)
37. Di Skorder.
Di iining Seen fan en Inkewüf ön Ballem waar om en swaar Forbreeken önklaaget en uk skiljig bifün'en. Diar hi nü henrocht wiis skuF, ging sin Mooter ön höör Ungst t(3 di Fööger, di Graav fan Skakenborig ön Meeltön'er, fêl höm tö Fet, skrua- let en buar fuar höör Seen. Hat wiar al Meddai; da sair di
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Graav, om di Wüf luas tö uuren: „Kenst dü nü jit, jer di Sen dialgair, trii Eeker Beri fuar mi skiar, da skel din Seen frii Aviis." — Da ging di Mooter üt üp Eeker en brükt höör Sekel, en skiart, al wat-s man kür, jen Jerem fol eecîer di üder. Jü luket ek äp; jü luket höör ek om: jü skiart en skiart fuar Lif en Leewent. Bal' lair di jen Eeker, da di taust, en jüst üs di Sen forswuan', fël di leest Halem. Man hiil tökant fan dit ünmenskelk swaar Stek Aarber en uk fuar Frü^^er, dat et höör leket Aviar, soonk jü salev töhop, en ja droch höör duar fan Eeker tüs.
Üp di Sërkhof ön Ballem hit jü bigreewen. Fuar hok Jaaren wiar diar jit ea Liikstiin tö sen, ual' en gre, me Mösk biwukset, diar jens üp höör Greev lair her. En Wüfhaur me en Sekel ön Hun' en en Klaping ön Jerem wiar diarüp üthauen.
(Nach MüUenhoff S. 162 . übertragen von Jens C. Bohn.)
38. Litj Për.
I.
Litj Pêr, diar 1718 stürwen es, uunet üp List ön di Dünem, wiar Aierköning, FaacTer fan 24 Jungen en aur ah Maaten stark. Hi wiar ek aliining di starkst Man üp hiil Söl'; hi wiar uk en gurt Këmper, stüfnaket, wikt ek fan sin Stek, wan-r wat fuar Rocht iinsen her en kür-t fuaral ek hir', dat en Mensk knechtet waar.
Dit wiar fiir aur Söl' üt bikënt, en diarom noom dênsk Hiirigen*), diar fan jaar Piini^ers wechlöpen en aur tö Söl' kjemen wiar, jaar Töflocht tö Litj Për. — Fan en Stair ön Jütlön', hur di Hiirigen grögelk plaaoet waar (ja sa, dat ja tö soksen di Ploch tii maast, wilt di Hingster skuanicht waar), käm nü jen gur Dai en Flöchtling, diar Litj Sören jit, aur tö Si)!', om Litj Pêr âptösjuken. Üs di ärem Hiirig fan Jütlön' hr^m seeker fuar sin Forföh^ers üp dit frii Söl' saair, wiar sin jest, dat hi ön Kneebiin fcl, om Got tö dankin, dat hi sin Hun' aur h()m höl'en her, sa dat sin Flöcht slaaget wiar.
*) Hörige, Leibeigene.
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Sa üs Sören äpstön' en förter gung wil', saa^ hi ön dit ^^ - lüng Ljung, rocht lik fuar höm, en dailk jung P'aamen liien, diar fast en freerelk slöp. Höör krölet Hiir föl dial aur höör naaken Jerem. — Sören bleev stuunen, üs wan er fastwukset wiar; hi kür sin Oog fan dit dailk Skelt ek ofkiir. Wiar dit en Engel, diar üüs Herigot höm stjüürt her? Wiar nü ali Nuar en Kemer fuar höm fuarbiV
Üs hi sa ön Taachten stön', wiar ünformarkt en Man t() höm kjemen; hat wiar dit Faamens Faacter, diar höm hart en strëng fraauet, hur hi höm ön'erstuun kür, sin Daachter sa tö '^/>^Xbiglüürin. Di Hiirig^ kür sin Forwun'ring ek dialhual', en sön'er höm tö forklaarin, sair hi: „Sen aH Daachters fan di frii Friisen sa dailk üs desjir, en skintj üt ali frii Friisen Oogen sa-n Mur en Hartensgurhair üs üt dinen, da mai Got mi help, dat ik jen fan juuen uur. Bring mi tö di Frinj fan di Knechteten, di Töflocht fan di Meshan'elten en Forfölichten : tö Litj Për bring mi, dat hi mi en Swiird dër, om töögen dänen tö kêmpin, diar-t waa^i skul', des Freerens-Stair tö biplakin; aldat ik uk ek uun sen, mi tö slaaen, da slair er dach en wärem Hart ön min Brest, en desjirem Engel"
„Huar äp!" ön'erbrok höm Litj Pêr, „di Man, diar dü sjukst, staant fuar di: ik sen Litj Pêr, en dit Faamen, diar flü bi en Engel henhkest, es min Daachter Kären. Alhoken dü uk wiis maist, woo. dü niin Forbreeken üp din Giweeten heest, da staanst dü ön'er min, ön'er frii Friisen Skuts, en âri^ skel-t di Jüten bikum, skul'-s jaar Roowerhun' eeder di ütlêng, sahmg üs dü bi üüs best." — Litj Pêr noom Sören me tüs, en wilt Sören fan sin Liren ön Jütlön' fortelt, wiar en Buat ön'er stolt Danebroog-Flä^ di Kant sa nai kjemen, dat Litj Përs skarp Oo^ höm ek muar ön Twiiwel let, dat et Sörens Forföhi/ers wiar.
Sön'er Bitënken stöt Litj Pêr ön sin Huurn, dat et fiir aur Hiir' en Dünem lünt, üs Teeken, dat et wat oftöwiarin jaav, en dat ark Man folbiwiaret üp sin rocht Stair avüs maast. Hat waaret uk ek lung, da lön'icht dit Buat, en en Ker folbiwiaret Lir sproong ön Lön'. Man knap her ja jaar Fut üp Söl'ring Oörd sët, da stön' er Litj Për ön sin ain Jungen uk al soks folbiwiaret Këmpers tö Sir. Üs Sören om en Swiird buar, lachet
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ja; man Litj Pêr aisket*) fan sin jungst Seen, dat hi sin Bi- wiaring oflair, om en cli Hiirig tö dön; fuar hi skul* Skans**) haa, om höm-salev tö en frii Man dcxir tö slaaen, Sa nööri^***) üs Litj Pêrs Seen sin Faader diarön harket, lair hi sön'er jen Uurt Töö^enmualf) sin Rösting di frêmer Hiirig ön en too^ höm. töbeek. Sören, sa önstant sët, me sin Piiniger Ofreekning tö hual'en, wiar Top en Taakel lekelk en ruan me di Uurten: „Diar es er, min Piiniger fan Jütlön'î" fuartit. ts Litj Për _ höm töbeek hual' wiF, sair hi: ,,I skel se, dat ik gur inoch "> sen, om jen fan juuen tö uuren" en dör, tis Litj Për höm nü sair. Sa üs di dênsk Riter sin wechlöpen Hiiriir ütkënt her eu di paar Lir, diar me jaar klotsig Swiirder di Flöchthng sktitsi wil', gur biskauet her, sair hi rocht spiidelk: ,,Dö mi min Man weder, i Skorken, wan i ek wel, dat ik juu altermaal Hun'en en Fet binj en me UJ Jütlön' slipi, hur i me Sören fuar Ploch gung skeh Wech, eelendi^ Pak! Waagi i, en dénsk Riter öntögripen, da sen i Liken!"
Litj Për her tip des tinforskaamet Onspreek niin tider Swaar tis en machti^ Shich, diar di Riter ön'er Fet braacht. Man diar hi saag, dat di Jtit tinbiskaaricht wiar, sair hi tö Sören: ,,Nem din Man!" en haut me sin fif Seens sadehng tip di tider Jtiten iin, dat ja eeder en kuurt en fortwiiwelt Töögen- wiar jam auriiv en om jaar Lif ber maast. m .
Swët en Blör löp Litj Për aur sin kuurt gre Biirt; sin ialst Seen wiar swaar raaket, en hat es swaar tö siien, wat Fôlingtt) hi aur sin slain Fiint maaket her, wan-r ek ön des Ooifenblek waar uuren wiar, hur Sören en Gang tip Leewent en Duar me di dênsk Riter titfecht. Eecîér di Slach fan Litj Pêr Aviar di Riter wecîer t() hum-salev en tip di Biin kjemen. S()ren let höm ruui^^ bitëm; man tis hi töstelt, Sören tö Lif tö gungen, kam-r forkiirt. Of nti S()ren tö en Swiird muar uun wiar tis em tênk skul', of mun* höm (in dit Oogenblek en aur- machtig Mur en Kraft tö Help käm, likfuul: hi her di dënsk Riter, sin jer Piiniger, duar maaket, wan ek jtist Kären diaraur t()kjemen wiar en fuar di slain Fiint b()()ren her. Sören luket
*) verlangte. **) Chance, Möglichkeit, Gelegenheit. ***) ungern. j) Widerrede. ft) BeschluB, gefälltes Urteil.
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ön Kärens gurt blö Oogen, diar sa frai en milj ütsaag — en let sin blörig Swiird sünk.
Di dënsk Riter, diar al lung ali Hööp äpiiwen her, sin jer Hiiri^ tö aurwenen en eeder di jest paar Treken man diariip bitaacht wiar, sin Lif tö bäri^in, too^^ höm rask töbeek en buar Litj Pêr Liisjil'*) fuar höm-salev en sin Lir ön, wan ja ön Freer oftii maast.
Litj Për swaaret: „1 haa Juu Arig-dön me Juu Blör beetert; tii of ön Freer, en liir fan frii Söl'ring Friisen dit Uurt: „Lewer duar üs Slaav!" — en dat I se, hur wü en Man hooch hual', diar tö dit Uurt halt, da hiki jirl" — „Treer naier, Sören", sair Litj Për, „frii braav Man! Diar dü me mi en min Seens dit dênsk Roowerpak ofwiaret en slain heest, en diar dü di Aurmacht aur din Piini^er herst en dach hkert sin Lif skua- nichst, da heest dü di gurtst Man-Dööcht biwiiset; dü best mi
^ "^iïs Seen welkjemen: Nem höör hen, diar dü fuar en Engel höl'st; hual' Nuar en Faarnis of fan höör, sa üs dit frii Friisenfulk
y di fuar dënsk Slaawen-Ketinger bärigi wel! — Got wiis me junk!"
Litj Sören wiar spraakluas; man üs Kâren höör Hun' ön
V sin lair en höör Brödern jam altermaal Lek wensket, slëngt hi
biir Jeremer om höör en sair: „Din Hiiri^ wel ik wiis; di tiini
wel ik, Nuar en Söri^ fan di ofhual', salung jit jen Uuremtoch
ön mi bleft! — Sa help mi Oot!"
On'erdesen sliket di dênsk Riter höm me sin Liren tö sin Buat töbeek en wiar bliir, dat hi jit sa faahg me hiil Knaaken üt des Eetfiarels kjemen wiar. Wat hi eederst üt Jütlön' aur sin Toch tö Söl' fortelt heer, skintj diar ek dit bëst Tötruuen tö sok On'ernemings maaket tö haaen, fuar fan diar of ön heer niin dënsk Riter muar waag^et, sin fiöcht Hiirig-en üp Söl'ring Grün' en Buurem tö forfölig^in. Litj Sören ging kuurt diareeder me jen fan Litj Përs Seens tö See, en üs hi di Stjüürmans-Könst Hirt her, föört hi sin Kären tö Aalter. Om dat Sören en düchti^ Seeman wiar, fing er bal' en Skep fan Flensborig, en üs hi höm wat töhop féren her en di See bidanket, heer er jit maning Jaaren üs lekelk Faamiljenfaader me sin Kären en en gurt Ker Jungen üp List uunet.
*) Lösegeld.
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II.
Wan eeder desen Litj Për uk ek fuiil muar fan di Dônsken tö liir'en her, da her er om saafuul muar me alerhant Seeroower- fulk tö dön. Rocht aaft käm ja bi List benen en kür-t ek let, jaar Rooweriien aur Söl'ring Lön' tö forsjuken. Man sabal' üs Litj Pêr en Skep benen kumen saao^, da wiar hi uk al me sin Seens tö Stair, om Giwalt me Giwalt tö möten en tö fordriiwen. Sa kür-t ek ütbliiv, dat hi dit Roowerfulk rocht lastig waar, en dat ja forsaacht, höm jemelken en Aritr ön tö dön, fuar om iipen töög^en höm âptotreeren, her-s niin Hart.
Nü wil' dit Unlek, dat Litj Pêrs jungst Seen, dit litj fjuur- jaari^ Boo, sön'er sin Aarerns Weeten dial löpen wiar tö Weeter- kant, om diar Kjemken tö saamhn, en üs di Seeroowers dit saag, sHket ja jam ön Lön' en noom dit Jungen me ön Buurd. Üs Litj Pêr ütfün'en her, hur sin Drëngki of blew^en wiar, wil' höm fuar Kemer riin dit Hart breek. Hi buar jam Liisjil', ales wat-r biseet, jaa sin Lif en Leewent — foriifs. Hur muar hi buar en jamert, om safuul muar frü^et di Seeroowers jam aur jaar lecht wonen Trek; fuar ja taacht, om dat Litj Për nü wust, dat sin ain Jungens Lif ön jaar Hun'en wiar, hi eeder desen ek muar sa skarp tööi^en jam tö Wai gung wil', üs hi iö desen dön her. Jirön wiar ja dach gröu^elk mes; ön T()ö^endiil: Litj Për en sin Seens wiar fan nü of ön debelt üp di Wacht, en ark Seeroower, diar öu'er jaar Hun'en kâm, maast er uk ön liiv. Gruuh^ Wrëk*) noom Litj Pêr fuar sin forleesen lef Boo.
Sa wiar twelev Jaar hengingen, söner dat uk man di menst Tiring fan Boo âptöbringen Aviar. Aldat Litj Për en sin Wüf Elsi jit hkert 28 sün' Jungen bleev, en ja ek omhen kür, üüs lewer Got diarfuar üt Hartensgrün' tö dankin, wiar jaar Söri^ om dit htj blöooj^et en gul'krölet Boo jit langsen lik swaar. Her-s \\(\m duar wust, wiar-t jam en Lechting wesen; man jaar ain Jungen, jaar Boo, ö'ner Seeroowers, — fan Seeroowers tö en Seeroower äptain, dit kür di gur kristelk Aal'ern ek aurkum; dit wiar olter hart, wan jaar Fortruuen tö Got jam ek äprocht hören her. Mooter Elsi her di Taachten, dat höör Htj lef Boo nimer weder kum skul', üs ünkristelk fiir fan höör wiiset. „Sa
*) Rache.
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hart kjen üüs Herigot üüs ek üp Proov sët", wiar altert höör Swaar, wan höör Man meent, dat-r al lung duar wiar en höör tröösti wil'. Diarom arklop, wan-r tö Staal fliit waar, da waar er uk me töfliit fuar Boo twesk Faader en Mooter, fuar diar her hi langsen seeten; ark Dai kür er kum, meent Elsi, en Sen' en Skan' wiar-t, wan-r da finj skul', dat-r ek me töfliit wiar fuar höm. — Litj Për skoret kemerfol sin gre Haur, wan hi sin P]lsi sa snakin jert, fuar hi wiar bisöricht om höör Wet; hi wiar miisttir bëst töpas, wan hi bi Strön' âp en dial gung kür, om üp Seeroowers tö pasin of om Strön'gur oftöbäri^in. Sa ging Litj Për uk jen gur Dai aur tö StrÖn'; en swaar Hârefst-Storem wait üt Süüdwëst en di Brening ging gans âp tö di Dünemkant, üs en Skep ön en helpluas Töstant di Strön' langsen naier käm, en skul'-t sa bibhiv, da maast dit Skep ön men'er üs en hualev Stün' ströni^i. Hi her uk man jüst Tir inoch, om üp Metenbârig di uun Sjüü*) äp tö sëten, dat er wat bi Strön' tö dön wiar, üs dit Skep uk al ön di Büten- brening döör-stumpet en önsteken sloch. Di stark Stroom om tö Nuurden noom di Wrak-Steken me, sa dat di stâkels Lir ek ön Lön' kum kür en eelendi^ drënk maast. "^^y-^ Aldat et Litj Pêr bal' mork, dat dit strön'icht Skep en sweeds Seeroower wiar, da let di gurt Nuar, hur di ârem Mensken ön wiar, höm dach üp nönt üders bitaacht wiis, iis jen of üder fan jam tö bärigin. Üs hi sa di Wrak-Steken om tö Nuurcîen föHcht, saag-r en Man driiwen, diar höm iip en Spiir fastbün'en her; hi höl' höm stöti^ ön Oog en wiar uk sa lekelk, di Spiir me di Man üp Drügens to foen; man üs Litj Për höm fan di Spiir ofHiset her, saag-r, dat di Mensk niin Teeken fan Lif fan höm dör. Litj Për her al jer strön'icht Lir, diar em fuar duar hual' kür, weder tö jam-salev fingen, en sa maaket hi uk me des üpstair en Forsjuk. Lung her hi gaar ek me höm aampelt, üs hi al se kür, dat sin Fuarnemen höm leket. En blörjung Seeman (aur 16 Jaar kür er knap wiis) me blö Oogen en lëcht krölet Hiir her hi fan seeker Duar bürigen. — „En Seeroower!" — sair hi bi höm-salev — „Jit sa jung, knap üt di Jungens-Skuur ! Hi kjen dach jit ek sa-
*) Ein Zeichen, nm Aufmerksamkeit zu erregen, gewöhnlich eine Art primitiver Fahne.
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fuul AriiT dön haa! — Man likfuul, di stäkels Drëng es lielp- luas. Üüs Herigot heer wil', dat ik höm bärigi en sa fiir help skul'; ik wel uk fiirer help, sa gur üs ik kjen, üs ik uk hööpi, dat üüs Herigot üüs altermaal helpt."
Kuurt birat noom Litj Për di jung Seeroower, diar sa flau wiar, dat-r knap üp Fet stuun kür, üp Nak en droch höm tüs tö sin Wüf, dat jü höm drüch Tjüch en wat Wärems tö iiten en drinken fing. — Wilt Elsi dör, hur hi höör om böören her, ging hi weder aur tö Strön', om tö lukin, of er muar fuar höm tö dön wiar.
Üs di jung Seeroower wat Wärems ön Maag fingen her, wiar er jit altert sa swak, dat Elsi taacht, dit bëst wiar noch en fo höm man hen tö sliipen. Üs jü höm tö sin Lee^er braacht her en weder bi höör Aarber gung wil', waar-t höör gans wun'erk ön Haur. Hat wiar, üs wan en Macht, diar jü höör salev ek forklaari kür, höör weder hentoog tö di jung Mensk, üs wan jü langsen en Stem jert, diar höör tÖAvesket: „Gung hen! gung hen! hat es jaa Boo, din ain lef Jungen, diar di Seeroowers fuar twelev Jaaren wech nomen haa!" — Töleest let et höör uiin Freer muar: üp Höös-Soken, sa litjem üs man kür, om höm ek tö wëken, sliket jü hen tö sin Leeger. Hi slöp fast; sin Sjürt wiar iipen aur Brest. Da saag Elsi, dat-r ön sin Hartküül trii brün Plaken üs trii Bleeren fan en Klööwer her. Sa-n Moodermaal her höör litj Boo jaa uk her! Uk dit lëcht Hiir wiar ahksa krölet, en Boo maast uk sa ual' wiis üs di jung Seeman. Fuar Ungst en Früger skriilt jü gurtem äp, en üs di jung Seeman sin blö Oogen äpsloch, her jü Wesighair. Hi wiar-t, jaa-wes hi wiar-t!! en me di Uurten: „Boo, üüs Boo!" swümet jü wech.
Litj Për her uk bi Strön' niin rocht Ruu muar fün'en: hi käm töbeek jit titsinoch, om sin swümet Wüf ön sin Jeremer äpt()fangen. — Di strön'icht Seeroower, diar Litj Për fan seeker Duar bürigen en üp Nak tüs draien her, wiar rochtig inoch nemen üders üs jaar ain Boo, diar di sweeds Seeroowers fuar twelev Jaar üs fjuurjaarig Jungen wechnomeii her. Di trii briin Plaken ön di Hartküül let gaar niin Twiiwel äpkum. Boo salev käm-t fuar, üs wan-r me iipen Oogen dremt. Diar-t gaar ek t() Elsi hö()r Uunighairen jert, om tö swümin, da wiar desjir
-^ 93 — r /i/^^^
litj Meselkhair uk daalkens aur, en üs jü Boo forklaaret her, ^ wat det ales tö bedüüdin her, da kür hi höm uk jit efen diarüp bidârii/i, dat hi üs gans Htj Jungen twesk Dünemer en Weeter- kant uunet her, hur en frëmer Man hc'un wechnomen en üp en Skep braacht her. Üp ditsalev Skep her hi, âp tö dat et stnin'icht, tiinet.
Dit Lek, di Früi/er, diar eeder twelev Jaar Sörîg en Kemer om jaar skan'elk wechroowet Seen nü wetter ön Litj Pêrs Hüs M'^'-f^i- iintain wiar, formai niin Feder fol tö biskriiwen.
Üs Boo weder üp sin Stair bi Staal, diar di twelev Jaar, dat-r wech wiar, fuar höm töfliit wesen her, twesk Faader en Mooter seet, sair Elsi: „Haa-k et ek langsen sair, üüs Herigot skul' Boo noch weder tüs tö üüs bring?" — en Litj Për swaaret:
„Gots Waien Sen WUn'erbaar." (Bearbeitung von Nann Mungard.)
39. Knüt Jerken.
Ön Muasem uunet jens en Man, diar Knüt Jerken jit. Hi wiar al sin Daag ek fan Söl' of wesen, en dach wust er muar fan di Wârel' üs maning jen, diar gurt Raisen maaket her. Hi fortelt hol' alerhant Staatjis en Düntjis, diar hi höm üttaacht eeder dit, wat er bilewet her, en dit klöchtichst diarbi wiar, dat altert tau sa-n Steken töhop jert. •
Jenlop fraaget höm en jung Mensk, diar Haik Litjpiders jit, hurdehng hi dach sa klook uuren wiar. — „Es-t da uk wes en seeker, dat ik sa klook sen?" sair di ual' Knüt en griinet stel fuar höm hen.
„Ali Liren sii-t, en om dat ik uk hol' klook wiis maat"
„Nö, wan dü dit sa hol' wet, dit es lecht tö. Dü must bluat gur üppasi, hurdeling di Naren et maaki."
„Wat? Hurdeling di Naren et maaki?"
„Jaa-wes, litj Frinj, en da must dü-t üders maaki."
„Ken I mi dit ek en Htjet forklaari?"
„Jaa-noch, hol'! Nülukijens. — Üs ik jit en Jungen wiar, da uunet ön Arichsem en ual' Buur, en litj fordrüget Mantji, diar Sönki Maansen jit. Hi ging altert ombi en snaket me höm-salev, man sprok nimer tö üder Mensken. Hi luket nemen '
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ön Oo^en, saag hiil iarnsthaftii^ üt en Aviar altert ön diip Taachten. Wat meenst dü wel, dât di Liren höm nëmt?"
„En wis Man."
„Got help! Ja nëmt höm en ual' Nar. Sa-n Noom stön' mi ek ön, en ik taacht, sa üs di ual' Sönki must et ek maaki. Dit ken ek rocht wiis. Luki di Liren frii ön Ooü^en en snaki lewer me üder Mensken üs me di salev. — Nö, wat tinkt di, her ik rocht?"
„Jaa-wes! dit her L"
„Ik weet ek; dach wel ek hiilendaL Diar löp jit en üder Mensk ombi, en Skruader, Bunji FHnk. Hi hupet en daanset, üs wan-t ah Daai/en Pidersdai wiar, griinet di Liren ön en snaket me arkjen, diar er bluat eeder hiir wil', en di Uurter ging höm fan Mür, üs wan en Slüüs äptain waar. — Wat meenst nü, dat-s höm nêmt?"
„En bliir Mensk."
„Jaa, binai sa; ja nëmt höm uk en Nar. Naan, taacht ik, dit es dach snorig. Hurdehng must dü-t da maaki, om fuar klook tö gel'en?" Nochweder üs di jen of üder. Jest must dü di Liren frii ön Oogen luki en da ön din ain Hart; jest must dü gurtem me di Liren snaki en da htjem me di salev. Nü harki! Sa haa-k et maaket, en dit es min hüH Könst."
En üderlop bisaacht höm en jung Koopraan, Haulk Japen, diar aur sin Ünlek klaaget. — „Aa wat!" — bigént di ual' Kniit Jerken. — Dü must dit Lek man äpsjuk; dii must er iip iit wiis."
„Dit haa-k jaa al hmg wesen; man wat helpt et? Altert kumt jen SLach aur di üder. Fan nü of ön Ui ik biir Hun'en ön Skuat en bhiv itüiis." ^(^
„Tjiptjapî Dü must altert eeder dit Lek gung, man must bhiat gur üppasi, hurdehng dü di Haur diarbi halst."
„Wat? Hurdehng ik di Haur diarbi hual?"
„Üs ik sii, en ik Avel-t di forklaari. Diar min Naiber Gaik Eeben sin Hüs becht, lair jens di gansi Stich fol fan Müürstiin en Temerholt. Da käm Jürn Manis, diar jüst Büür- f()öoer uuren wiar; hi löp er üp luas üs en Storemwinj, sloch me di Jeremer, wat dit Tjüch hual' wil' en höl" di Nak sa stüf, dat-r me di Nöös omhooch peret. Klakeradums! Lair er diar.
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brok en Biin en heer lamet, salung üs er lewet. — Wat wel ik nü diar wel me sii?" —
„Di ual' Ree^el: Dü sket di Nöös ek olter hooch drai."
„Sa es-t rocht! — Man uk ek olter liitr. Hat waaret ek lung, da käm jit hoken üders gungen. Dit wiar Nes Aaners, diar höm üp dit Dechten forlair her. Of hi nü weder diarbi wiar, en nii Leedji töhop tö skrüüwin, of weder hi Lifwark her, hkfuul : hi luket sa binauet fuar höm dial', üs wan-r bang wiar, ark Oou^enblek ön Grün' tö sünken. Uuha! da brok en Toom, en en gurt Bualk sloch üs en Laitslach fuar höm dial. Di ärem Kiarel waar sa forfiirt, dat-r swüraet en maast eedert en paar Weeken tö Bêr lii. — Wat tinkt di nü, hurdeling em di